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Samstag, 4. Februar 2012
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(20. Januar) Trauerbeflaggung für getöteten Staatsanwalt

Innenminister Klaus Schlie hat auf Vorschlag von Justizminister Emil Schmalfuß  für den am 11. Januar im Dachauer Amtsgericht getöteten Staatsanwalt Tilman T. Trauerbeflaggung angeordnet. Anlass ist ein Trauergottesdienst in München zum Gedenken an den Beamten. Am Montag, 23. Januar, werden deshalb die Flaggen am Justizministerium sowie an den Gerichten und Staatsanwaltschaften Schleswig-Holsteins auf Halbmast wehen.

(20. Dezember) Vorsitz geht von Schleswig-Holstein nach Bayern

Mit dem Jahreswechsel geht der Vorsitz der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) von Schleswig-Holstein auf Bayern über. Die 21. GFMK im Jahr 2011 war geprägt von der Debatte über die Ergebnisse des Sachverständigengutachtens zum Ersten Gleichstellungsbericht des Bundes. Dabei wurde deutlich: Wer die Herausforderungen der Zukunft meistern will, muss die bestehende asymmetrische Rollenteilung von Frauen und Männern erkennen und Anreize hierfür beseitigen. Dazu erklärte der Vorsitzende der 21. GFMK, Schleswig-Holsteins Gleichstellungsminister Emil Schmalfuß: "Frauen und Männern haben zwar auf dem Papier die gleichen Chancen, die reale Lebenswirklichkeit sieht aber anders aus. Gesellschafts- und gleichstellungspolitisch ist es eine Zukunftsfrage, dass wir für Frauen und Männer gleiche Chancen und Wahlmöglichkeiten bieten und diese auch systematisch absichern."

Staatliche Systeme setzen regelmäßig mit dem Blick auf die Verwirklichung von Chancen beider Geschlechter widersprüchliche Anreize, sei es in einer verlässlichen Kinderbetreuung oder im Sozial- und Steuersystem. Eine moderne Frauen- und Gleichstellungspolitik, die einem zukunftsfähigen Gesellschaftsbild entspricht, ist zugleich starkes Element einer zukunftsorientierten Wirtschafts- und Innovationspolitik. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenziale von Frauen und Männern sind so bedeutend, dass sie bestmöglich auszuschöpfen sind. Ein Abbau von Anreizen für asymmetrische Rollenteilung ist damit auch eine Reaktion auf den zu erwartenden Fachkräftemangel.

"Die von mir als Vorsitzendem angestrebte offene Diskussion zu Verwirklichungschancen und echter Wahlfreiheit hat zu einem ehrlichen Austausch geführt", so Schmalfuß weiter. "Der einstimmig angenommene Leitantrag der 21. GFMK beschreibt die wesentlichen und vielfältigen Handlungsfelder, die wir gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen und politischen Bündnis zu bestellen haben. Viele Akteurinnen und Akteure in Gesellschaft und Politik haben den von mir angeregten Dialog positiv aufgegriffen."

Weiteres wesentliches Thema des gesamten Konferenzjahres war die bundesweite Debatte um Frauen in Führungspositionen. Die GFMK hält mehrheitlich eine angemessene Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch unter ökonomischen Aspekten für notwendig. In Schleswig-Holstein prägte die Diskussion um die Sicherstellung der erforderlichen Infrastruktur für Frauen in Gewalt- und Krisensituationen das Jahr. Sie umfasst auch die bundesweit zu regelnde Kostenerstattung für Frauenhausaufenthalte und das bundesweite Frauen-Hilfetelefon für die Erstberatung in mehreren Sprachen.

(9. Dezember) Jugend forscht-Sieger zur Nobelpreisverleihung nach Stockholm

Bei der Nobelpreisverleihung am Sonnabend, 10. Dezember, in Stockholm ist auch ein Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs von Jugend forscht zu Gast. Daniel Weiß (22) wird miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Der Festakt ist für ihn der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 24 Nachwuchswissenschaftlern aus 17 weiteren Ländern nimmt der Jungforscher derzeit am "Stockholm International Youth Science Seminar" (SIYSS) teil, das seit 36 Jahren von der Nobel-Stiftung und der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

Daniel Weiß aus Herbertingen in Baden-Württemberg gewann die Reise nach Stockholm beim "Jugend forscht"-Finale im Mai 2011 in Kiel. Für sein Projekt "Prozessoptimiertes WIG-Schweißverfahren" wurde der junge Tüftler nicht nur mit dem Bundessieg im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet, sondern erhielt von der Bremer Ernst A. C. Lange-Stiftung auch das Ticket nach Schweden. Die Erfindung von Daniel Weiß erleichtert das handgeführte Schutzgasschweißen mit der sogenannten Wolfram-Inert-Gas-Methode (WIG). Das beliebte, weil nahezu geräuschlose, geruchsarme und saubere Verfahren hat den Nachteil, dass es bei direktem Kontakt zwischen Werkstück und Elektrode zum Auflegieren der Elektrode kommt. Bauteil und Elektrode werden quasi miteinander verschweißt und müssen wieder getrennt werden. Dadurch bricht häufig ein Teil der Elektrodenspitze ab. Der gelernte Mechatroniker entwickelte daher einen Schweißkopf, bei dem die Elektrode mithilfe eines Elektromotors in permanente Drehung versetzt wird. Dadurch lässt sich ein Auflegieren automatisch verhindern.

(2. Dezember) E.On Hanse ruft zum dritten Wettbewerb "zero emission" auf

Der Schülerwettbewerb "zero emission" geht im neuen Schuljahr 2011/12 in die nächste Runde, teilt das Unternehmen E.On Hanse mit. Bis zum 15. Dezember haben Schüler und Lehrer Zeit, innovative Ideen für den Einsatz von Brennstoffzellen zu entwickeln und eine Ideenskizze einzureichen. Denn die Mission ist dieses Mal, neue Einsatzmöglichkeiten für Brennstoffzellen zu finden, sei es als Fahrzeugantrieb oder als Stromversorgung für Notebooks. Die Siegerteams erwarten Geldpreise von bis zu 800 Euro.

E.ON Hanse sponsert den Wettbewerb zum dritten Mal für schleswig-holsteinische Schulen. "Es ist wichtig, schon in der Schule für technische Themen zu begeistern. Als regionaler Netzbetreiber und Ausbildungsbetrieb engagieren wir uns deswegen gerne für nachhaltige Bildung in der Region", sagt Andrea Cammann, Projektleiterin bei der E.ON Hanse AG. "Bei dem Wettbewerb ist Kreativität gefragt. Die Schüler haben dabei oftmals sehr interessante Herangehensweisen an die offen gestellte Thematik", so Andrea Cammann.

Bei der "zero emission" stellt das Unternehmen jeder Schule, die erstmals teilnimmt, einen Experimentierkoffer für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Wert von jeweils 450 Euro zur Verfügung. Den Koffer dürfen die Jungforscher nach dem Wettbewerb für ihren Schulunterricht behalten. E.ON Hanse richtet außerdem den finalen Wettbewerb aus und stiftet die Preisgelder. Bewerbungen können bis zum 15. Dezember an Andrea Cammann, E.ON Hanse AG, Schleswag-HeinGas-Platz 1, 25450 Quickborn, oder andrea.cammann(at)eonhanse.com geschickt werden. Weitere Informationen zu den Wettbewerben unter www.die-zeroemission-sh.de

(18. November) R.SH: Kreuzfahrt für zwei Personen zu gewinnen

Bei Radio Schleswig-Holstein (R.SH) startet am Montag, 21. November, die Aktion "Baltzis Kreuzfahrtkoffer". Am Ende der Woche winkt als Gewinn eine Kreuzfahrt für zwei Personen. Moderator Alexander Baltz wird von Montag bis Donnerstag einen Koffer mit lauter Dingen bestücken, die man mit auf eine Schiffsreise nimmt. Täglich gibt er Tipps, was er eingepackt hat. Wer eine gute Vorstellungskraft hat und das Gewicht des Gepäckstücks bis Donnerstagabend (24.11.) am besten schätzt, gewinnt eine Kreuzfahrt für zwei Personen. Ende September 2012 heißt es dann "Leinen los": Die Reise auf der M/S Celebrity Silhouette führt für 12 Tage durch das östliche Mittelmeer, unter anderem nach Haifa, Alexandria, Neapel und Santoria. Wer sich diese Chance nicht entgehen lassen möchte, kann ab Montag (21.11.) sein Glück versuchen und unter www.rsh.de täglich einen Tipp abgeben.

(18. November) Schleswig-Holstein Netz AG investiert 120 Millionen Euro

Wie die Schleswig-Holstein Netz AG heute mitteilt, plant das Gemeinschaftsunternehmen aus 180 Kommunen und der E.ON Hanse AG im Land, in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren, um regenerativ erzeugte Energie aus Wind, Sonne und Biomasse aufnehmen und verteilen zu können. Weitere 20 Millionen Euro sollen für die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz fließen.

"Schleswig-Holstein ist führend bei der Energiewende. Wir machen unsere Netze fit für die nächsten Ausbauschritte bei Windkraft- und Solaranlagen sowie Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen", sagt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG und Netzvorstand der E.ON Hanse AG. "Wir investieren in den Ausbau unseres 53.000 Kilometer langen Mittel- und Niederspannungsnetzes sowie unseres Gasnetzes. Damit sorgen wir dafür, dass möglichst viel des regenerativ erzeugten Stroms im Land Schleswig-Holstein verteilt wird – aus der Region für die Region." In Zahlen bedeutet dies für das Stromnetz der Schleswig-Holstein Netz AG, dass bis Jahresende fast 30.000 Erzeugungsanlagen mit zusammen über 3.500 Megawatt Leistung ihren Strom ins Netz einspeisen werden. 3.500 MW entsprechen dabei der Leistung von drei modernen konventionellen Kraftwerken. An die Schleswig-Holstein Netz AG als Netzbetreiber werden dadurch erhebliche Anforderungen gestellt, denn es müssen neue Anschlusskabel gelegt, Umspannwerke ertüchtigt, Stromleitungen und Transformatoren verstärkt und Aufnahmeeinrichtungen für Biogas gebaut werden. "Zusätzlich ist dadurch auch ein erheblicher Koordinierungsaufwand beim Netzbetrieb notwendig, der durch ein zusammenhängendes und großflächiges Netz deutlich erleichtert und kostengünstiger wird", so Boxberger.

"Solche Maßnahmen erfordern beträchtliche finanzielle Anstrengungen, die in diesem Umfang und in der Kürze der Zeit nur ein großes und finanzstarkes Unternehmen aufbringen kann", ergänzt Andreas Fricke, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG und Finanzvorstand der E.ON Hanse AG. "Außerdem helfen großflächige Netzstrukturen wie die der Schleswig-Holstein Netz AG, die finanziellen Belastungen aus diesen Investitionen gleichmäßig zu verteilen." Denn bei einer Struktur mit vielen kleinen Netzbetreibern würden sich die zusätzlichen Investitionen in Gebieten mit starker regenerativer Stromerzeugung erheblich über die sogenannten Netzentgelte auf den 2/2 Strompreis vor Ort niederschlagen. Die Folge wäre eine deutliche finanzielle Belastung gerade der strukturschwachen Räume, die in der Erzeugung regenerativer Energien einen positiven Wirtschafts- und Wachstumsfaktor suchen.

(2. November) Jetzt für "Jugend forscht 2012" anmelden!

Wer 2012 bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb dabei sein will, der sollte sich beeilen. Nur noch bis zum 30. November können sich Jungforscherinnen und Jungforscher bis 21 Jahre für die Teilnahme anmelden. Jugendliche ab 15 Jahre starten in der Sparte "Jugend forscht", Schülerinnen und Schüler ab Klasse 4 in der Juniorensparte "Schüler experimentieren".

Die 47. Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto "Uns gefällt, was Du im Kopf hast". Junge Wissenschaftler, die die Herausforderung annehmen wollen, können zum Beispiel komplexe Zahlenräume analysieren, den Blick in ferne Galaxien wagen oder Tiere in ihrer Umwelt beobachten. Ebenso interessant und spannend ist es, Phänomene des Klimawandels zu erforschen, innovative Computersoftware zu programmieren oder Hilfen für behinderte Menschen zu entwickeln.

Für die Anmeldung zum Wettbewerb reicht es zunächst aus, wenn die Nachwuchswissenschaftler ihr Forschungsthema festlegen. Es kann frei gewählt werden, muss aber in eines der sieben Fachgebiete passen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik stehen zur Auswahl. Bis Anfang Januar 2012 kann dann in der Schule oder zu Hause geforscht und experimentiert werden. Erst danach müssen die Teilnehmer ihre schriftliche Arbeit einreichen.

Ab Februar 2012 finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt, auf denen die Jugendlichen ihre Forschungsprojekte einer Jury und der Öffentlichkeit präsentieren. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das große Bundesfinale im Mai. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund einer Million Euro vergeben. Zur Online-Anmeldung geht es hier auf www.jugend-forscht.de

(25. Oktober) Erweiterung der Metropolregion Hamburg geplant

Lübeck und Neumünster, der Kreis Ostholstein sowie die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sollen als neue Mitglieder in die Metropolregion Hamburg aufgenommen werden. Die schleswig-holsteinische Landesregierung stellte dazu die notwendigen Weichen am 25. Oktober in Kiel. Ein neues Verwaltungsabkommen, ein Staatsvertrag und ein entsprechendes Gesetz zu diesem Staatsvertrag liegen als Entwürfe vor. Die Kommunalen Landesverbände und der Landesrechnungshof haben in den nächsten sechs Wochen Gelegenheit zur Stellungnahme. In der erweiterten Metropolregion Hamburg werden nach Angaben des Innenministeriums fünf Millionen Menschen auf einer Fläche von 26.000 Quadratkilometern leben.

Nach Ansicht von Innenstaatssekretär Volker Dornquast gibt es mehrere Gründe für die Aufnahme neuer Mitglieder in die Metropolregion Hamburg: a) Die A20 wird die Region Lübeck und die Unterelberegion wirtschaftlich näher zusammenbringen. Die Kooperation im Rahmen der Metropolregion Hamburg kann ihr Zusammenrücken fördern. b) Mit der Fehmarnbeltquerung entsteht eine neue Achse Hamburg-Schleswig-Holstein-Kopenhagen. Die Region Lübeck ist dabei der zentrale Knotenpunkt auf deutscher Seite (A1 und A20). c) Mit der Erweiterung ist auch eine Anbindung der Metropolregion an die Ostsee verbunden. Insbesondere Lübeck als Tor zur Ostsee für den Hamburger Hafen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. d) Neumünster hat sich nach Auflösung der „K.E.R.N. Region“ kooperationspolitisch ganz auf die Metropolregion Hamburg ausgerichtet. Sie ist Partner in der Wirtschaftsförderungskooperation „Nordgate“ (Achse Norderstedt-Kaltenkirchen-Neumünster) sowie Partner im „Regionalen Entwicklungskonzept (REK) für die Landesentwicklungsachse A7 Süd“. e) Mit der IHK zu Lübeck und der Handwerkskammer Lübeck werden erstmals zwei Kammern in Schleswig-Holstein, die für viele Kreise der Metropolregion zuständig sind, ihren Sitz in der Metropolregion Hamburg haben; dies ist insbesondere für die angestrebte Einbindung der Wirtschaft in die Metropolregion Hamburg von Vorteil. f) Mit der Aufnahme der Landkreise Ludwigslust-Parchim, dieser begrenzt auf das Gebiet des ehemaligen Landkreises Ludwigslust, und Nordwestmecklenburg wird das eindeutig auf die Metropole Hamburg ausgerichtete West-Mecklenburg in die Metropolregion integriert. g) Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein verfolgen mit der Erweiterung nach Osten zudem das Ziel, die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern enger in die norddeutsche Länderallianz insbesondere bei der Bundesverkehrswegeplanung einzubinden. h) Die Potenziale der neuen Mitglieder in den Bereichen Logistik, Ernährungswirtschaft, Energie, Medizinwissenschaft/-technik und Tourismus ergänzen die Potenziale Hamburgs und der MRH sehr gut. Ihre Einbeziehung wird die wirtschaftliche Kooperation unter dem Dach der MRH qualitativ stärken.

Zur Metropolregion Hamburg gehören derzeit Hamburg, die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Heidekreis (ehemals Soltau-Fallingbostel), Stade und Uelzen und die schleswig-holsteinischen Kreise Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Steinburg und Stormarn. Die Metropolregion Hamburg ist eine Verwaltungskooperation der ihr angehörenden Länder, Kreise und kreisfreien Städte. Sie dient als Plattform für eine übergreifende Zusammenarbeit und beruht auf den Prinzipien Konsens und Freiwilligkeit. Diese Plattform wird flankiert von Organisationen wie dem Hamburger Verkehrsverbund, dem Wirtschaftsförderungsrat, Clustermanagementinitiativen, der Hamburg Marketing GmbH und dem Verein Naherholung im Umland Hamburg. Die Länder und Kreise unterhalten eine Gemeinsame Geschäftsstelle in Hamburg.

(11. Oktober) Tim Bendzko stürmt die Charts

Nachdem Tim Bendzko vor nicht einmal zwei Wochen mit großem Abstand den Bundesvision Song Contest gewonnen hat, knackt er jetzt die nächste Bestmarke. Soeben meldet Media Control, dass es noch keinem deutschen Newcomer vor ihm gelungen ist, Debütalbum, Debütsingle und zweite Single zeitgleich in den Top 10 der Charts zu platzieren.

 Bei Tim Bendzko passiert genau das scheinbar mühelos: Sein Gold-dekoriertes Album „Wenn Worte meine Sprache wären“ und die gleichnamige zweite Single rangieren jeweils auf Platz 5 der deutschen Charts, während seine erste Auskopplung „Nur noch kurz die Welt retten“, mittlerweile mit Platin ausgezeichnet, noch immer Platz 10 besetzt. Und als ob das nicht schon sensationell genug wäre, ist Tim Bendzkos Album seit vergangenem Sonnabend auch die unangefochtene # 1 der iTunes-Charts.

(4. Oktober) Döllel wird Ständiger Vertreter des Generalstaatsanwaltes

Justizminister Emil Schmalfuß hat den Leitenden Oberstaatsanwalt Heinz Döllel zum Ständigen Vertreter des Generalstaatsanwalts in Schleswig berufen. Döllel leitet seit Mai 2000 die Prozess- und Rechtsabteilung der Staatsanwaltschaft beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht. Seine berufliche Tätigkeit hatte er 1976 zunächst als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe aufgenommen. 1982 wechselte er in das Richteramt zum Amtsgericht Bad Segeberg und kehrte 1986 zur Staatsanwaltschaft (nach Kiel) zurück. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Wirtschaftstaatsanwalt in Kiel wurde er im Februar 1992 zum Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig ernannt, wo er im Mai 2000 zum Leitenden Oberstaatsanwalt befördert wurde.

(29. September) Landesverordnung zum neuen Feuerwehrführerschein

Zügig und unbürokratisch können die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, des ehrenamtlichen Rettungsdienstes, der technischen Hilfsdienste sowie des Katastrophenschutzes jetzt die Berechtigung zum Fahren schwerer Einsatzfahrzeuge erhalten. Die entsprechende Landesverordnung tritt am Freitag, 30. September, in Kraft.

"Für Feuerwehren und Rettungsdienste gibt es jetzt eine Sorge weniger", sagte Innenminister Klaus Schlie am Donnerstag, 29. September. Das Land habe eine notwendige Voraussetzung für den Erhalt der Einsatzbereitschaft und die Förderung des Ehrenamts geschaffen. Die neue Regelung sei schlank und verursache keinen großen Verwaltungsaufwand.

Der so genannte Feuerwehrführerschein für Einsatzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen wird auf Antrag von den Kreisen, kreisfreien Städten, Ämtern und amtsfreien Gemeinden erteilt. Die Antragsteller müssen seit mindestens zwei Jahren eine gültige Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen. Es gibt eine theoretische Einweisung, in der die Anwärter über Besonderheiten im Umgang mit schweren Einsatzfahrzeugen unterrichtet werden. Dazu gehören beispielsweise das Kurvenverhalten, das Rückwärtsfahren, Rangieren, Beschleunigen und Bremsen.

In einer praktischen Fahrprüfung von mindestens 45 Minuten müssen sie dann nachweisen, dass sie Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen sicher führen können. Einweisung, abschließende Prüfungsfahrt und das Ausstellen der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme übernehmen beispielsweise Feuerwehrleute vor Ort, die dafür bereits die entsprechende Fahrberechtigung haben.

Im Zuge der Einführung neuer Führerscheinklassen wurde es immer schwieriger, ausreichend Fahrer für die schwereren Einsatzfahrzeuge zu bekommen. Der Führerschein der Klasse B wurde am 1. Januar 1999 mit einer Fahrerlaubnis bis zu 3,5 Tonnen eingeführt. Er löste den Führerschein der alten Klasse 3 ab, deren Inhaber weiterhin Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen lenken dürfen.

Da die meisten Einsatzfahrzeuge schwerer als 3,5 Tonnen sind, standen vorwiegend jüngere Leute mit ihren ab 1999 erworbenen Führerscheinen der Klasse B als Fahrer nicht mehr zur Verfügung. Sie hätten zum Steuern der Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen den Führerschein der Klasse C1 erwerben müssen. Das war für viele ehrenamtliche Helfer und Gemeinden zu aufwändig und zu teuer.

(28. September) Delegation aus Schleswig-Holstein am 3. Oktober in Bonn

Mit landestypischen Spezialitäten sowie maritimen Technologien und Spitzenleistungen präsentiert sich Schleswig-Holstein zum Tag der Deutschen Einheit vom 1. bis 3. Oktober in Bonn. Im Schleswig-Holstein-Zelt auf der Ländermeile werden tausende Besucher erwartet.

Einblicke in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zeigt das Multimar Wattforum. Das Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IfM-Geomar bieten den Besuchern auf der Ländermeile Einblicke in die Meereswissenschaften. Auf der Festparade am 3. Oktober wird Schleswig-Holstein durch die Kremper Fahnenschwenker vertreten. Gemeinsam mit den Feierlichkeiten zum Tag der Einheit findet in Bonn am 1. Oktober der Nordrhein-Westfalen-Tag statt.

Eine 15-köpfige Bürgerdelegation aus ehrenamtlich aktiven Frauen und Männern aus dem Bereich des Sports reist am 2. Oktober nach Bonn und wird dort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch begrüßt. Die Delegation wird begleitet vom Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, der Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bei der Feier zum Tag der deutschen Einheit vertritt. Am 3. Oktober nehmen die Schleswig-Holsteiner am ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche, am Festakt im Plenarsaal des Alten Bundestages und am Empfang des Bundespräsidenten teil.

(20. September) Bundeskanzlerin trifft Jugend forscht Sieger 2011 in Berlin

Die Sieger des 46. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht sind am Mittwoch, 21. September, zu Gast bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. An dem Empfang im Berliner Kanzleramt um 15.30 Uhr nehmen 65 Jugendliche teil, die beim Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im Mai 2011 in Kiel erfolgreich waren.

Als promovierte Physikerin sieht die Regierungschefin dem Gedankenaustausch mit den talentierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit besonderem Interesse entgegen. „Die Begegnung mit den Preisträgerinnen und Preisträgern von Jugend forscht im Bundeskanzleramt ist mir immer wieder eine Freude. Jedes Mal zeigt sich aufs Neue die große Begeisterung und der beeindruckende Ideenreichtum der jungen Forscherinnen und Forscher. Jugend forscht leistet einen ganz wichtigen Beitrag, um diese Begeisterung zu wecken. Daher ist die Begegnung auch eine gute Gelegenheit, allen zu danken, die zum großen Erfolg von Jugend forscht beitragen“, so die Bundeskanzlerin. Nach dem Treffen, an dem auch Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan teilnimmt, werden die Jugendlichen das Bundeskanzleramt und das Regierungsviertel sowie am Donnerstagmorgen die Max-Planck-Science Gallery im Wissenschaftsforum am Gendarmenmarkt besichtigen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Gabriel Salg (16) und Nicolas Scheidig (17) vom Hanns-Seidel-Gymnaisum im bayerischen Hösbach, die beim diesjährigen Jugend forscht Finale mit dem „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit“ ausgezeichnet wurden. Die Jungforscher werden Dr. Angela Merkel ihr herausragendes Forschungsprojekt persönlich präsentieren. Den beiden gelang es, die Zauberformel für ein neues Mundwasser zu finden. Mit sogenannten Cyclodextrinen bekämpfen sie Schwefelwasserstoff und seine Methylverbindungen als Hauptverursacher von schlechtem Atem. Ihr Mittel wirkt wahre Wunder: Nach einer Spülung mit der wässrigen Cyclodextrin-Lösung verwindet sogar Knoblauchgeruch. Im Anschluss an die Präsentation wird die Bundeskanzlerin den Gewinnern einen Siegerscheck in Höhe von 2.000 Euro überreichen.

(20. September) Justizminister Schmalfuß möchte Jugendkammern stärken

Schleswig-Holsteins Justizminister Emil Schmalfuß hat sich für die grundsätzliche Besetzung der großen Jugendkammern bei den Landgerichten mit drei Berufsrichtern ausgesprochen. Einem entsprechenden Antrag für die Bundesratssitzung am Freitag, 23. September, hat das Landeskabinett heute zugestimmt.

Dazu erklärte Schmalfuß: "Die seit vielen Jahren mögliche Reduktion auf zwei statt drei Berufsrichter und zwei Jugendschöffen sollte ersatzlos gestrichen werden. Wir benötigen einen hohen Standard in Strafverfahren vor einer Jugendkammer in der ersten Instanz wie in der Berufungsinstanz. Die Dreierbesetzung dient in besonderem Maße dieser Qualitätssicherung, wenn neben dem Vorsitzenden Richter und dem Beisitzer ein dritter Berufsrichter präsent ist, der sich intensiv den Prozessformalien widmen kann. Dazu zählen etwa Struktur, Schnelligkeit und Gründlichkeit des Verfahrens. In Zeiten steigender Jugendkriminalität trägt die Dreierbesetzung zudem der großen Bedeutung von Jugendverfahren Rechnung", betonte Schmalfuß.

(9. September) Nachkühlpumpe in Brokdorf schaltete nicht ab

Im Kernkraftwerk Brokdorf hat es ein meldepflichtiges Ereignis gegeben. Eine im Rahmen einer Wiederkehrenden Prüfung eingeschaltete Nachkühlpumpe ließ sich anschließend nicht von der Warte aus ausschalten. Dieser Ausfall im Sicherheitssystem wurde der Atomaufsichtsbehörde heute fristgerecht vom Betreiber als meldepflichtiges Ereignis der Kategorie "N" gemeldet. Die Pumpe gehört zu einem der insgesamt vierfach vorhandenen Not- und Nachkühlsysteme, mit denen die Nachwärme der Brennelemente aus dem Reaktorkühlsystem abgeführt wird. Die auslegungsgemäße Nachwärmeabfuhr war nicht beeinträchtigt. Als Ursache wurde ein defekter Schalter erkannt und bereits ausgetauscht. Zur weiteren Klärung der Schadensursache hat die Atomaufsichtsbehörde unabhängige Sachverständige hinzugezogen.

(2. September) Elmshorner lässt Radio-Moderatoren radeln

Ab Montag, 5. September dreht sich bei Radio Schleswig-Holstein (R.SH) alles um das Thema regenerative Energie und die Möglichkeiten, sie im Alltag zu nutzen.

Höhepunkt ist dabei "Carsten Köthes Grüner Donnerstag": Am 8. September soll allein durch Muskelkraft die Energie geliefert werden, die letztlich R.SH zum Klingen bringt. Dazu sind alle Hörer herzlich in das Funkhaus eingeladen, um in die Pedalen zu treten. Erzeugt wird der Strom von fünf speziellen Fahrrädern, die Muskelkraft in Strom umwandeln und von Morgenwelt Rocks, der ersten Muskelkraft betriebenen Bühne Europas, stammen.

"Wir glauben daran, dass jemand, der einmal auf Fahrrädern sitzend, den Strom für seine Party selbst erzeugt hat, danach im Flur das Licht ausmacht, wenn er im Wohnzimmer sitzt, das ist unser Ansatz bei Morgenwelt Rocks. Das Betreiben eines Radioprogramms ist auch für uns bei Morgenwelt Rocks eine Premiere. Insofern sind wir gespannt auf dieses Experiment und hoffen auf viele Fahrradfahrer", so Morgenwelt-Geschäftsführer Björn Hansen.

(1. September) Katharina Nicolaisen moderiert wieder bei R.SH

Vor fast genau einem Jahr ist Katharina Nicolaisen Mutter geworden, nun ist es vorbei mit der Babypause: Die einstige Wetterexpertin aus Carsten Köthe’s Frühstücksclub zieht es wieder täglich hinter das Mikrofon: Ab Montag, 5. September, wird sie zusammen mit Voller Mittmann die Mach-Mittmann-Show moderieren und ist damit montags bis freitags zwischen 13 und 17 Uhr bei R.SH zu hören. Gemeinsam mit den beiden geht’s für die Hörer ab der Mittagspause unterhaltsam, informativ und interaktiv in Richtung Feierabend. Frank Bremser, ihrem langjährigen Sendungspartner am Sonnabend-Morgen, bleibt die Moderatorin auch weiterhin erhalten.

(30. August) Test-Aktion: Schafe und Ziegen auf Gelände am Flughafen Lübeck

Eine Gruppe von bis zu 550 Ziegen und Schafe ist neuer Gast auf dem Flughafengelände in Lübeck. Denn es findet dort ab Sonnenaufgang täglich ein gut dreistündiger Testlauf zur Naturpflege statt. Initiiert wurde das Ganze von der Naturschutzbehörde der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V.

"Hintergrund des Tests ist es zu prüfen, ob die Flächen auch zum Schutz der Vögel in Ihrer Brutzeit Ende April und Mai mit den Schafen beweidet werden können", erläutert Ingo Fehr, Leiter des Bereichs Umwelt am Flughafen Lübeck. "Wir beobachten, ob der sogenannte Verbiss der Gehölze ausreichend ist, um diese auf den Flächen zurückzudrängen bzw. niederzuhalten." Traubenkirsche, Faulbaum, Weiden, Erlen u.a. sorgen dafür, dass die Grünflächen des Flughafens an der Innenseite des Flughafenzaunes verbuschen. In der Vergangenheit sind diese aufkommenden Gehölze von Hand mit der Motorsäge und Motorsense geschnitten worden, da die Geländestruktur ein maschinelles Mähen nicht zulässt. Im Testlauf werden nun diese Grünflächen mit den Ziegen und Schafen des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer als Alternative zum manuellen Schnitt beweidet.

Dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer obliegt auch der Auftrag, die Flächen des Naturschutzgebietes östlich des Flughafens zu beweiden. "Da unsere Tiere sowieso in der Grönauer Heide unterwegs sind, bietet sich so ein Versuch natürlich an und wir sind gerne bereit, dies gemeinsam mit dem Flughafen auszuprobieren", so der Vorstandssprecher des Vereins, Matthias Braun.

(25. August) Kernkraftwerk Brokdorf geht wieder ans Netz

Das für die Reaktorsicherheit zuständige Justizministerium hat heute die Zustimmung zur Wiederaufnahme des Leistungsbetriebs des Kernkraftwerks Brokdorf erteilt. Am 7. August 2011 war das Kernkraftwerk unplanmäßig abgeschaltet worden, nachdem es durch die Auslösung von Schutzschaltern des Maschinentransformators AT01 zu einer automatischen Abschaltung der beiden Maschinentransformatoren AT01 und AT02 gekommen war. Über diese beiden Transformatoren wird die elektrische Leistung des Kernkraftwerks Brokdorf in die 380 kV-Überlandnetze eingespeist.

Zur Klärung der Ursachen für die Abschaltung und möglicher Konsequenzen hatte die Atomaufsicht unabhängige Sachverständige sowie Fachleute der Leibniz-Universität Hannover hinzugezogen, heißt es seitens des zuständigen Ministeriums. Wesentliche Prüfaspekte seien hierbei das auslegungsgemäße Anlagenverhalten bei und nach Abschaltung der Maschinentransformatoren sowie die Auswirkungen der Abschaltung auf andere Komponenten des Kernkraftwerkes gewesen. 

Die Prüfungen hätten ergeben, dass sich das Kernkraftwerk nach Abschaltung der Maschinentransformatoren bestimmungsgemäß verhalten hat, so dass die Störung ohne Eingriffe des Sicherheitssystems beherrscht werden konnte, heißt es in der Erklärung weiter. Die Untersuchungen am Maschinentransformator AT01 des Kernkraftwerkes Brokdorf haben einen irreparablen Schaden gezeigt. Der Trafo ist nicht mehr einsetzbar und soll nach Planungen der Betreibergesellschaft im September ausgetauscht werden. Im Rahmen der kompletten Zerlegung des schadhaften Trafos werden weitere Prüfungen vorgenommen, um das genaue Schadensbild zu analysieren.

Die Betreibergesellschaft habe nach Abschluss ihrer eigenen Untersuchungen am 17. August die Wiederaufnahme des Leistungsbetriebes mit zunächst einem Maschinentransformator bei reduzierter Leistung beantragt. Die Atomaufsicht wiederum habe unter Berücksichtigung der Sachverständigengutachten und ihrer eigenen Bewertungen im Ergebnis festgestellt, dass gegen den beantragten Leistungsbetrieb des Kernkraftwerkes Brokdorf mit nur einem Maschinentransformator keine sicherheitstechnischen Bedenken bestehen und daher die dafür erforderliche Zustimmung zu erteilen war.

(16. August) delta radio "King Kong Kicks" für Radiopreis 2011 nominiert

Am 8. September wird der Deutsche Radiopreis 2011 verliehen und die Macher von delta radio dürfen sich Hoffnung auf eine der begehrten Auszeichnungen machen: Der Sender wurde von der unabhängigen Jury des Grimme-Institutes in der Kategorie "Beste Innovation" für die Produktion der Indie-Musik-Reihe "King Kong Kicks" nominiert und steht damit im Finale des Deutschen Radiopreises 2011.

Neben delta radio konkurrieren in der Kategorie "Beste Innovation" zwei weitere Kandidaten um den Preis, der im Rahmen einer festlichen Gala im Hamburger Hafen verliehen wird. "Unter den vielen Radiosendern in Deutschland einer von dreien zu sein, der in der Kategorie 'Beste Innovation' nominiert wurde, ist alleine schon eine große Anerkennung und Motivation für das ganze Team", so delta radio-Programmchefin Inga Schmaser. "Wir sind sehr gespannt auf den 8. September und freuen uns schon jetzt auf die Preisverleihung."

Der Deutsche Radiopreis wird in diesem Jahr in zehn Kategorien verliehen. Wer von den jeweils drei Nominierten den Preis gewinnt, wird erst am 8. September im Verlauf der Gala bekannt gegeben. Die Verleihung wird – moderiert von Barbara Schöneberger – bundesweit und live von zahlreichen öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosendern übertragen und ist in mehreren dritten Fernsehprogrammen der ARD sowie als Livestream im Internet zu sehen. Beim Radiopreis arbeiten öffentlich-rechtliche und private Radiosender zusammen, um gemeinsam herausragende Moderatoren, Reporter und Sendungen auszuzeichnen. Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen neben dem Grimme-Institut die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale – eine gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks - sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk.

(9. August) R.SH veranstaltet Kindertag am 4. September in Travemünde

Mit Pietro Lombardi, Dante Thomas, The Black Pony, Dominik Büchele und Fabian Buch verspricht der Kindertag, der in Kooperation mit den Lübecker Nachrichten, dem Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein und regionalen Sponsoren stattfindet, ein voller Erfolg zu werden. "Musiker wie
Pietro Lombardi und The Black Pony sorgen ganz sicher auch in diesem Jahr für ein 'volles Haus' und einen tollen zweiten Kindertag in Travemünde", so R.SH-Programmchef Bill De Lisle. Und auch Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer freut sich auf die Veranstaltung: "Travemünde wird bereits zum zweiten Mal in Folge Austragungsort des beliebten R.SH-Kindertages und ich denke, ein größeres Kompliment können wir für unser Seebad als 'Bühne zum Meer' nicht bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Event wieder ein einmalig schönes und unvergessliches Erlebnis für Familien mit Kindern werden wird. Ich freue mich auf einen Tag voller glücklicher Gesichter mit toller Stimmung und einem hochkarätigen Programm für die Jugend."

Am 4. September werden aber nicht nur die Musiker die Kinderaugen zum Leuchten bringen: Viele Attraktionen der zahlreichen Sponsoren und Vereine – wie zum Beispiel die KNAXiade der Sparkasse mit einem spannend-sportlichen Abenteuer-Parcour – versprechen jede Menge Spaß und Gelegenheit zum Spielen und Toben. R.SH organisiert den Kindertag in diesem Jahr bereits zum achtzehnten Mal. Jedes Jahr wird dabei für einen Tag eine Stadt unter 'Kinderflagge' gesetzt. Der Eintritt und alle Showprogramme sind kostenlos und es wird auf dem gesamten Gelände kein Alkohol ausgeschenkt. Der Kindertag mit R.SH ist eine feste Institution in Schleswig-Holstein: Zum ersten Kindertag 1991 in Hohenwestedt kamen 15.000 Besucher. Itzehoe begrüßte 1998 bereits 60.000 Kinder und Eltern. Alle Rekorde brachen die Kindertage mit R.SH in Schleswig und im vergangenen Jahr in Travemünde: Jeweils über 100.000 Besucher strömten über den Tag auf das Veranstaltungsgelände.

Die Musikstars auf der Sparkassenbühne, ein tolles Rahmenprogramm und das gut gelaunte Team um R.SH-Moderator Volker "Voller" Mittmann werden sicher auch diesmal tausende Eltern und Kinder aus ganz Schleswig-Holstein zum Kindertag 2011 nach Travemünde locken.

(14. Juli) Land fördert berufsvorbereitende Maßnahmen für junge Gefangene

Mit rund 763.000 Euro aus EU- und Landesmitteln fördert das Land in diesem Jahr berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und Maßnahmen zur schulisch-beruflichen Qualifizierung junger Gefangener in der Jugendanstalt Schleswig und in der JVA Neumünster. Einen entsprechenden  Zuwendungsbescheid hat jetzt der Ausbildungsträger TÜV NORD Bildung erhalten.  

Justizstaatssekretär Michael Dölp: "Wir wollen die jungen Gefangenen gezielt fördern und auch fordern, um ihnen den Weg zurück in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Vielen fehlen Schul- und damit auch Ausbildungsabschlüsse. Ausbildungsfähigkeit aber ist die Basis für den beruflichen Weg. Erst durch eine solche Qualifizierung haben junge Gefangene nach ihrer Haft überhaupt Chancen auf dem Arbeitsmarkt." Eine gelungene Resozialisierung jugendlicher Straftäter beginne daher während der Haftzeit schon mit dem Verinnerlichen eines geregelten Tagesablaufes, wie er durch solche Maßnahmen mit vorgegeben werde, so Justizstaatssekretär Dölp: "Wir wollen keinen Verwahrvollzug."

Mehr als 456.000 Euro der Fördersumme kommen über das Zukunftsprogramm Arbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, gut 306.000 Euro werden vom Land bereitgestellt. Mit der Zuwendung werden in der Jugendanstalt Schleswig bis zu 64 Teilnehmerplätze zur Berufsvorbereitung in den Bereichen Kochen und Servieren (Gastro), Gebäudereinigung, Metall, Holz, Bau- und Baunebenberufe (Multi), sowie arbeitstherapeutische Maßnahmen gefördert. Hilfen wie ergänzender Unterricht, die Vermittlung von PC-Kenntnissen oder ein arbeitsmarktorientiertes Übergangsmanagement kommen hinzu.

Am Vollzugstandort Neumünster werden weitere bis zu 21 Teilnehmerplätze im Qualifizierungsbereich Holz / Bau und einer allgemeinen Arbeitstrainingsmaßnahme für junge Strafgefangene (unter 25-Jährige) bereitgestellt. Insgesamt werden 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TÜV NORD Bildung zur Qualifizierung der Gefangenen und im arbeitsmarktorientierten "Übergangsmanagement" eingesetzt. Für diesen organisierten Übergang aus dem Vollzug in die Freiheit werden drei Stellen für Integrationsbegleiter finanziert, die - verteilt über das Land - den jugendlichen Haftentlassenen bei der Suche nach einem Arbeits-, Ausbildungs- oder Qualifizierungsplatz zur Seite stehen und auch zum Beispiel bei Behördengängen oder Wohnungssuche helfen.

(8. Juli) Schleswig-Holstein verleiht erstmals Integrationspreis

Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Integration sowie die Investitionsbank Schleswig-Holstein möchten Projekte und Maßnahmen aus dem Bereich der Integration von Migrantinnen und Migranten stärker würdigen und verleihen dazu 2011 erstmals den Schleswig-Holsteinischen Integrationspreis. Die Ausschreibung für den gemeinsam getragenen Preis ist heute gestartet worden. Unter dem Motto "Vielfalt macht stark" werden Ideen gesucht, wie es im Alltag gelingt, die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten sowie die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft zu gestalten. Verliehen werden zwei Preisgelder à 2.500 Euro sowie ein Sonderpreis der Investitionsbank über weitere 2.500 Euro.

"Vielfalt hat unser Land stark gemacht", sagte Integrationsminister Emil Schmalfuß. "Ob in Forschung und Lehre, in der Unternehmensleitung oder am Arbeitsplatz, in der Kultur oder in der Nachbarschaft: Migrantinnen und Migranten sind aus dem Leben in Schleswig-Holstein nicht mehr wegzudenken. Schleswig-Holstein ohne Zuwanderung wäre nicht das Land zwischen den Meeren, wie wir es lieben."

Die Investitionsbank verleiht im Rahmen des Integrationspreises erstmals einen Sonderpreis an ein Wohnungsbau-Unternehmen, das ein integratives Wohnungsbauprojekt unterstützt. Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, erklärte: "Die Zukunft gehört den Regionen, die offen sind für kulturelle Vielfalt, für neue Ideen und für die Auseinandersetzung mit Fremden und Fremdem." Damit unterstützt die Förderbank im Norden Migration und stärkt den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein.

Bewerben für den Schleswig-Holsteinischen Integrationspreis können sich Einzelpersonen, Personengruppen, Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Kommunen und Sonstige. Bedingung ist lediglich die Projektdurchführung in Schleswig-Holstein. Bewerbungsschluss ist am 24. August 2011. Das Bewerbungsformular und weitere Informationen finden Sie unter www.mjgi.schleswig-holstein.de. Die Preisverleihung erfolgt am 25. Oktober 2011. Der Schleswig-Holsteinische Integrationspreis soll künftig jährlich verliehen werden.

(7. Juli) "Jugend forscht" startet 47. Runde des Nachwuchswettbewerbs

Unter dem Motto "Uns gefällt, was du im Kopf hast!" startet "Jugend forscht" in die neue Wettbewerbsrunde. Ab sofort können sich Jugendliche mit Freude und Interesse an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, auch in der 47. Wettbewerbsrunde zu forschen, zu erfinden und zu experimentieren.

"Jugend forscht ist eine der ganz großen Erfolgsgeschichten in unserem Land", sagt Bundespräsident Christian Wulff, der Schirmherr des Wettbewerbs. "Viele Forscherinnen und Forscher der letzten Jahre sind heute engagierte und erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Unternehmerinnen und Unternehmer, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer. Es zählt zu den großen Qualitäten des Wettbewerbs, dass er junge Menschen motiviert, mit eigener Energie, mit eigener Kreativität und mit ganz viel Durchhaltevermögen Neues zu schaffen."

Wer bei "Jugend forscht" mitmachen will, sollte neugierig und kreativ sein, sollte die Herausforderung annehmen und zeigen wollen, was in ihm steckt. Der Wettbewerb ist das Richtige für Jugendliche, die Spaß am Forschen, am Erfinden und am Experimentieren haben, die neue Freunde finden wollen und Lust haben, Teil des großen Jugend forscht Netzwerks zu werden.

An Jugend forscht teilnehmen können junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studenten dürfen sich nur im Jahr ihres Studienbeginns anmelden. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Anmeldeschluss für die neue Runde ist der 30. November 2011. Beim Wettbewerb gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass es sich einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet reichen zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts. Im Januar 2012 müssen die Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale im Mai. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund einer Million Euro vergeben.

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung wie auch weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es unter www.jugend-forscht.de im Internet.

 

(5. Juli) Wolfgang Müller-Gabriel wird neuer Generalstaatsanwalt

Das Landeskabinett hat heute dem Vorschlag von Justizminister Emil Schmalfuß zugestimmt, Wolfgang Müller-Gabriel zum neuen Generalstaatsanwalt Schleswig-Holstein zu berufen. Müller-Gabriel ist derzeit Leitender Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig. Als ständiger Vertreter des Generalsstaatsanwaltes leitet er die Behörde seit dem Ausscheiden von Erhard Rex im August 2010 bereits kommissarisch.

"Mit Wolfgang Müller-Gabriel hat sich ein ganz ausgezeichneter Bewerber durchgesetzt, der sich seit mehr als 20 Jahren in der Behörde in Schleswig auskennt und zudem auch bereits die Aufgaben als Generalstaatsanwalt wahrgenommen hat", sagte Justizminister Schmalfuß. "Das hebt ihn aus einem sehr hochkarätigen Bewerberfeld deutlich hervor. Ich bin froh, dass die Stelle des Generalstaatsanwalts Schleswig-Holstein auf so reges Interesse stößt und jetzt mit einem geradezu idealen Kandidaten besetzt werden kann", so Schmalfuß. Wolfgang Müller-Gabriel soll das Amt des Generalstaatsanwalts Schleswig-Holstein im August 2011 antreten.

(30. Juni) Minister Schmalfuß begrüßt Verabschiedung des Atomausstiegsgesetzes

Zur Entscheidung des Deutschen Bundestages zum Atomausstieg erklärt der in Schleswig-Holstein für die Atomaufsicht zuständige Minister Emil Schmalfuß: "Ich begrüße ausdrücklich, dass der Deutsche Bundestag heute mit breiter Mehrheit und auch deutlicher Zustimmung aus dem Lager der Opposition das Atomausstiegsgesetz verabschiedet hat. Mit dem weiter beschlossenen Energiepaket werden die Weichen für eine nachhaltige Energiewende gestellt. Wir stehen damit in Deutschland vor einem dauerhaften Energiekonsens und der Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung in der Atomfrage."

Schmalfuß betonte, der Atomausstieg werde mit dem Ausstiegsgesetz stufenweise und geordnet eingeleitet sowie das endgültige Atom-Aus für das Jahr 2022 besiegelt. Zentralen, auch schon in der Laufzeitverlängerungsdebatte im Jahre 2010 vorgebrachten, Kritikpunkten und Forderungen der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht werde nunmehr Rechnung getragen. "Auch wenn man über das eine oder andere Detail der gesetzlichen Regelungen zur Beendigung der Kernenergienutzung diskutieren kann, begrüße ich dennoch im Ergebnis die im Lichte der Fukushima-Katastrophe erfolgte neuerliche Risikobewertung und Risikoentscheidung der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages nachdrücklich", so Schmalfuß.

Der Minister erklärte weiter: "Ich werte dieses Ergebnis auch als Erfolg schleswig-holsteinischer Atompolitik. In Übereinstimmung mit Ministerpräsident Carstensen hatte ich nach der Katastrophe von Fukushima wiederholt gefordert, dass die vom Vattenfall-Konzern betriebenen Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel nicht wie-der ans Netz gehen und dauerhaft abgeschaltet bleiben sollten. Diese zentrale Forderung wird erfüllt. Nun liegt dazu eine rechtsstaatlich notwendige eindeutige Rechtsgrundlage vor."

Schmalfuß zeigte sich davon überzeugt, dass diese in der kommenden Woche auch in den Beratungen des Bundesrates auf breite Zustimmung stoßen werde. Zudem sei er davon überzeugt, dass diese atompolitische Entscheidung auch gesellschaftspolitisch auf breite Zustimmung und Akzeptanz stoßen werde. Politik müsse die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst nehmen und hierauf angemessen und verantwortlich reagieren. Dies sei mit dem Atomausstiegsgesetz jetzt erfolgt, sagte der Minister.

Zentrale Regelungsgehalte des 13. Atomrechtsänderungsgesetzes sind:

*    Die mit dem 11. Atomrechtsänderungsgesetz Ende 2010 erfolgte Gewährung zusätzlicher Strommengen und damit die Laufzeitverlängerungen werden zurück genommen.
*    Für die sieben ältesten Kernkraftwerke und das Kernkraftwerk Krümmel wird mit Inkrafttreten des Gesetzes unmittelbar und sofort die Berechtigung zum Leistungsbetrieb erlöschen.
*    Die Genehmigungen zum Leistungsbetrieb der drei jüngsten Anlagen erlöschen spätestens im Jahre 2022. Für die übrigen Anlagen erlöschen sie gestaffelt bis spätestens 2015/2017/2019/2021.

(14. Juni) Kernkraftwerk Brokdorf geht für Wartung vom Netz

Das Kernkraftwerk Brokdorf wird am Mittwoch, 15. Juni, zum jährlichen Brennelementwechsel und der damit verbundenen planmäßigen Revision vom Netz genommen, teilt das zuständige Ministerium in Kiel mit. Während des diesjährigen Anlagenstillstandes sollen 44 der 193 im Reaktorkern befindlichen Brennelemente durch neue ersetzt werden. Wie innerhalb jeder Revision würden Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten und Veränderungen zur Optimierung der Sicherheit der Anlage durchgeführt.

Während der diesjährigen Revision werden unter anderem auch Funktionsprüfungen an Ventilen im nicht-nuklearen Wasserdampfkreislauf durchgeführt. Dabei kann es zum Austritt von reinem Wasserdampf kommen. Sämtliche Arbeiten werden vom in Schleswig-Holstein für die Atomaufsicht zuständigen Justizministerium sowie den von dort hinzugezogenen Sachverständigenorganisationen wie TÜV Nord, Energiesysteme Nord und Germanischer Lloyd überwacht.

(26. Mai) Lena ist jetzt Wachsfigur im Hamburger Panoptikum

Neun Monate arbeiteten die Bildhauer Saskia Ruth und Gottfried Krüger mit Unterstützung ihres Teams an der Figur. Jetzt ist Lena Meyer-Landrut ins Hamburger Panoptikum am Spielbudenplatz eingezogen. Ziel der Bildhauer war es, Lena als Siegerin beim 55. Eurovision Song Contest 2010 darzustellen. Die Figur soll Lenas mädchenhafte Unbekümmertheit, ihren Charme und Natürlichkeit ausstrahlen. Das Panoptikum ist die älteste Wachsfigurenausstellung in Deutschland. Seit seiner Gründung vor über 130 Jahren befindet es sich im Besitz der Familie Faerber, inzwischen in der vierten Generation.

Lenas Erfolg des Jahres 2010 war für das Panoptikum Grund genug, um mit einer alten Tradition zu brechen. Bisher sollten Prominente viele Jahre in der Öffentlichkeit gestanden haben, bis sie für würdig befunden wurden, dass ihr wächsernes Abbild einen Platz im Hamburger Panoptikum erhält. Bei Lena Meyer– Landrut wurde erstmals eine Ausnahme gemacht. Weitere Infos gibt es unter www.panoptikum.de

(23. Mai) Neuer Handy-Service am Flughafen Lübeck

Eine neue Kooperation zwischen dem Flughafen Lübeck und dem Portal flyamo.de macht es möglich, dass ab sofort aktuelle Informationen über Flüge an Reisende oder Abholer per SMS aufs Handy geschickt werden. Durch die Implementierung des neuen Multimedia-Tools auf die Flughafen Lübeck Website, wird die Reiseplanung ab sofort für Passagiere erleichtert, denn auf Wunsch erhalten diese oder auch Abholer, Informationen zu bestimmten Flügen kostenlos per SMS auf ihr Handy und/oder per Email. Abholer beispielsweise müssen somit keine unnötigen Wartezeiten mehr in Kauf nehmen, denn der mobile Flug-Info-Service, informiert auch über kurzfristige Änderungen.

Nicole Lacinik, Leiterin Marketing: "Der neue Flug-Info-Service ist nicht nur im Rahmen der Reiseplanung für Passagiere eine wichtige Serviceverbesserung, sondern auch für Abholer, die durch diesen Service nicht erst vor Ort am Flughafen über eventuelle Flugzeitenänderungen informiert werden." Die Registrierung für diesen neuen Service ist ganz leicht und über die www.flughafenluebeck.de Website möglich. Auf der Startseite der Internetseite findet man neben den aktuellen Ankünften und Abflügen ein kleines grünes Handy-Symbol. Durch Anklicken dieses Handy-Symbols, kann man sich für den Info-Service zu diesem speziellen Flug durch Angabe der Mobilfunknummer und/ oder Emailadresse registrieren. Im nächsten Schritt bestätigt man seine Anmeldung und erhält wenige Sekunden später bereits die Flug-Informationen als SMS auf das Mobiltelefon. Dieser Flug-Info-Service ist eine Kooperation zwischen dem Flughafen Lübeck und dem Portal www.flyamo.de

(19. Mai) Deutschlands Nachwuchsforscher treffen sich in Kiel

Start frei für den Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" in Kiel: Vom heutigen Donnerstag bis zum Sonntag, 22. Mai, treten die besten Jungforscher der 46. Runde in den wissenschaftlichen Wettstreit. 195 Jugendliche mit insgesamt 110 Projekten haben sich für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifiziert. Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten heute Dr. Sven Baszio, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V., und Dr. Philipp Murmann, Präsident des Forschungsforums Schleswig-Holstein e. V., alle Teilnehmer, Juroren und Gäste zum Finalauftakt im Kieler Landtag. „Wir freuen uns sehr, dass der Bundeswettbewerb in diesem Jahr erstmals in Schleswig-Holstein stattfindet“, so Murmann.

Anlässlich des Finalauftakts sagte Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung und zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V., in Berlin: „Zehn Jahre nach Veröffentlichung der ersten PISA-Studie gilt Deutschland in der OECD als Land mit signifikanten Verbesserungen in der naturwissenschaftlichen, technischen und mathematischen Bildung. Jugend forscht leistet in diesem Bereich einen entscheidenden Beitrag, begabte Jugendliche zu fördern. Das ist wichtig, denn um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, brauchen wir junge Menschen mit Ideen, Talent und Engagement.“

Beim Finale präsentieren die jungen Forscher und Erfinder ihre Projekte in den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Zu den Finalisten gehört Carolin Lachner (17) aus Lörrach. In ihrem Projekt befasste sich die Schülerin mit einem spannenden physikalischen Phänomen – der sogenannten Wasserbrücke. Unter Hochspannung entsteht zwischen zwei mit entionisiertem Wasser gefüllten Bechern eine deutlich sichtbare, allein aus Flüssigkeit bestehende Verbindung. Für den Bundeswettbewerb haben sich auch Simon Strasser und Stephanie Mehltretter aus Cham im Fach Biologie qualifiziert. Die 16-Jährigen entwickelten eine spezielle Online-Plattform, die ein auf unterschiedliche Lerntypen abgestimmtes Lernen ermöglicht. Mit der Anwendung können Jugendliche den Schulstoff schneller und effektiver aufnehmen, wodurch sie einen optimalen Lernerfolg erzielen.

Am Sonnabend, dem 21. Mai, findet um 18.30 Uhr die Sonderpreisverleihung auf Gut Altenhof statt. Vertreter von Ministerien, Stiftungen und akademischen Gesellschaften überreichen hochwertige Geld- und Sachpreise – darunter attraktive Forschungsreisen nach China, Australien und in die USA sowie zur Nobelpreisverleihung in Stockholm. Höhepunkt des 46. Bundesfinales ist die Bekanntgabe der Bundessieger am Sonntag, dem 22. Mai, um 10 Uhr vor 1200 geladenen Gästen. In Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und weiteren Ehrengästen werden Sieger und Platzierte in einer Feierstunde im Kieler Schloss ausgezeichnet. 

(10. Mai) Justizministerium informiert Kabinett über Sicherungsverwahrung

Justizstaatssekretär Michael Dölp hat heute dem Landeskabinett berichtet, welche Auswirkungen das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Sicherungsverwahrung auf Schleswig-Holstein hat. Er betonte zunächst, dass es zu keinen kurzfristigen Entlassungen von Sicherungsverwahrten kommen werde, da sowohl Begutachtungen als auch das justizielle Verfahren Zeit in Anspruch nehmen würden. "Bis Ende Mai 2013 muss das Recht der Sicherungsverwahrung gesetzlich vollständig neu geregelt werden. Dabei haben die Verfassungsrichter zunächst dem Gesetzgeber aufgegeben, die wesentlichen Leitlinien für ein freiheitsorientiertes und therapiegerichtetes Gesamtkonzept sowie Regelungen zur gerichtlichen Überprüfung der Fortdauer der Sicherungsverwahrung und für Verfahrensvorschriften vorzugeben. Die Landesgesetzgeber sollen im Rahmen ihrer Gesetzgebungszuständigkeit das Abstandsgebot sichern und effektive Regelungen für den Vollzug der Maßregel treffen", so Dölp.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil betont, dass das Abstandsgebot zwischen Strafhaft und Sicherungsverwahrung gesetzlich festgeschrieben werden muss. Die Sicherungsverwahrung muss künftig folgendes beinhalten:

- Zu Beginn der Sicherungsverwahrung hat unverzüglich eine umfassende, modernen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechende Behandlungsuntersuchung stattzufinden. Es hat eine intensive Betreuung des Untergebrachten durch ein multidisziplinäres Team qualifizierter Fachkräfte zu erfolgen.
- Das Behandlungs- und Betreuungsangebot muss nach Möglichkeit eine realistische Entlassungsperspektive eröffnen.
- Das Leben im Maßregelvollzug ist den allgemeinen Lebensverhältnissen an-zupassen, soweit Sicherheitsbelange dem nicht entgegenstehen.
- Vollzugslockerungen zum Zwecke der Erprobung sind von großer Bedeutung.
- Der Untergebrachte muss einen effektiv durchsetzbaren Rechtsanspruch auf Durchführung der Maßnahmen haben.
- Die Fortdauer der Sicherungsverwahrung muss in mindestens jährlichen Ab-ständen gerichtlich überprüft werden.
Auch für die vorangehende Strafhaft hat das Urteil Konsequenzen; denn schon während des Vollzuges müssen erforderliche psychiatrische, psycho- oder sozialtherapeutische Behandlungen zeitig beginnen und möglichst vor Strafende abgeschlossen sein. Ziel ist es, eine anschließende Sicherungsverwahrung zu vermeiden.

"Die Ausgestaltung der Sicherungsverwahrung nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes wird sehr aufwendig sein", so Dölp weiter. "Allein aus finanziellen Gründen sollten wir deshalb ernsthaft über eine Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern nachdenken." Zu den konkret zu erwartenden Kosten für die neue Sicherungsverwahrung können allerdings noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden.

(4. Mai) "Jugend forscht" Finale 2011 vom 19. Mai an in Kiel

Das Finale des 46. Wettbewerbs "Jugend forscht" findet vom 19. bis 22. Mai 2011 in Kiel – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. – statt.

Unter dem Motto "Bring frischen Wind in die Wissenschaft!" waren Anfang des Jahres 10677 Jugendliche in die 46. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb gestartet – so viele wie nie zuvor. Die Besten von ihnen, 195 vielversprechende Talente mit insgesamt 110 Projekten, haben sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Zwei Nachwuchstüftler präsentieren zum Beispiel eine spezielle Säge für Menschen mit Behinderung, die sich allein über die Bewegung des Kopfes bedienen lässt. Zu bestaunen gibt es in Kiel auch eine Zauberformel gegen Mundgeruch. Die neuartige Lösung zum Gurgeln wirkt sogar bei Knoblauch. Darüber hinaus zeigen zwei Jungforscher eine selbst programmierte Software, die Teichwirten künftig die Arbeit erleichtern kann. Mit ihr lässt sich der Sauerstoffgehalt in Fischteichen simulieren. Ein energiesparendes Haushaltsgerät für den Einsatz in sonnenreichen Entwicklungsländern konstruierte ein Teilnehmer-Trio. Ihr Kühlschrank läuft mit Solarstrom und nutzt die Verdampfungsenergie des Wassers, um dem Kühlraum Wärme zu entziehen.

Die Sieger und Platzierten des 46. Bundeswettbewerbs werden am Sonntag, dem 22. Mai 2011, um 10 Uhr in Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff und Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sowie weiteren Ehrengästen im Kieler Schloss im Rahmen einer Feierstunde ausgezeichnet.

 

(3. Mai) Privatradio-Sender geben Kieler Woche Line-Up bekannt

Auch in diesem Jahr präsentieren R.SH, delta radio und Radio NORA zur
Kieler Woche ihre Stars neben dem Hörn Campus. Direkt am Wasser wird es erneut die "Unser Norden"-Bühne auf dem Hörn-Gelände geben. Publikumsmagnet dürfte auch wieder der Musik-, Fun- und Erlebnispark der Kai-City Kiel, der von MACH 3 sowie Ahmad R. Zirakbash zwischen dem 17. und 26. Juni auf die Beine gestellt wird, werden.

Manuela Jelitto, Leiterin des Bereiches Entertainment & Events bei MACH 3, kündigt auch 2011 ein vielfältiges Programm auf dem 13 Hektar großen Gelände zwischen dem Hauptbahnhof und dem Ende der Kieler Förde an: Gentleman (Sa., 18.06. ab 19.30 Uhr), Human League (Mi., 22.06., ab 19.30 Uhr), die Wise Guys (Do., 23.06., ab 19.30 Uhr), Sunrise Avenue (Mo., 20.06., ab 19.30 Uhr), Dick Brave & the Backbeats (Fr., 24.06., ab 19.30 Uhr) oder Chris Thompson & Band (So., 19.06., ab 19.30 Uhr) sind nur einige der musikalischen Top-Acts, die R.SH, delta radio und Radio NORA auf der großen „Unser Norden“-Bühne präsentieren werden.

Bereits zum fünften Mal präsentiert die coop eG mit ihrer schleswig-holsteinischen Regionalmarke "Unser Norden" als Bühnen-Sponsor das zehntägige Live-Spektakel an der Hörn. Damit ein Besuch an der Hörn rundum gelingt, bringt auch in diesem Jahr ein breit gefächertes Spektrum gastronomischer Spezialitäten und Anbieter ein internationales Flair an die Bahnhofsseite des Kai-City-Geländes. Unter dem offiziellen Namen „Kieler Gastro-Meile“ liegt ein klarer Fokus auf der vielfältigen und bunten Gastro-Szene Kiels und der Region. Hier werden die Besucher mit Speisen und Getränken aus Marokko, Italien, Spanien, Thailand, der Türkei oder Deutschland verwöhnt. Mit Live-Musik wartet außerdem ein Afrika-Stand auf, an dem ein DJ für gute Stimmung sorgt und täglich ab 18 Uhr Tanzkurse stattfinden. Mit kulinarischen und vielen weiteren Angeboten
locken zudem das große „Unser Norden“-Dorf und das Bayernzelt.

Spektakulär geht es beim Ocean Jump zu: delta radio ist in diesem Jahr erstmals offizieller Partner der Ocean Jump WM, bei der die Sportler atemberaubende Sprünge über eine im Wasser endende Rampe darbieten. Für weiteren Spaß und Action sorgen so genannte Bumper Boote – Autoscooter auf dem Wasser. Das Können der Segelprofis kann auf hochmodernen Volvo-Ocean-Racern bestaunt werden, die ebenfalls an der Hörn liegen. Um das Element Wasser geht es auch in dem von NordwestLotto präsentierten Exponatepark zum Thema „Meer erleben“. Hier gibt es nicht nur vieles zum Ausprobieren, sondern auch den Showact Sabrina & Blubb. Abgerundet wird
das Angebot für Erwachsene und Jugendliche auch in diesem Jahr die mit dem Action-Park, der den Adrenalin-Spiegel steigen lässt: Ob feucht und spritzig in der Wildwasserbahn oder hoch und luftig im mit 66 Metern höchsten transportablen Freifallturm der Welt.

Außerdem feiert der Sender R.SH in diesem Jahr 25. Geburtstag und lädt
die Besucher der Kieler Woche in das R.SH-erleben-Zelt am Westufer der Hörn ein. Dort gibt es Impressionen aus 25 Jahren R.SH zum Sehen, Hören und gemeinsam Erinnern.

(18. April) NDR kündigt Procedere für Fanfest zum Song Contest an

Wie in den vergangenen Jahren wird es zum Eurovision Song Contest auch 2011 wieder eine große Grand Prix Party auf dem Hamburger Spielbudenplatz geben. Dies hat der Norddeutsche Rundfunk heute erklärt.

Von dort werden die Sendungen "Countdown für Deutschland" (20.15 Uhr bis 21 Uhr) und "Grand Prix Party" (0.15 Uhr bis 1.05 Uhr) live übertragen. Zu Gast bei Moderator Matthias Opdenhövel sind die Söhne Mannheims, Frida Gold, Aloe Blacc, Ina Müller, Juli, Zaz, Natasha Bedingfield und Selig. Ab 21 Uhr wird der "Eurovision Song Contest" dort direkt auf die Fanmeile übertragen.

Neu vom Ablauf her ist, dass für den Zugang zum Spielbudenplatz erstmals ein Einlass-Coupon benötigt wird. Coupons können ab Mittwoch, 20. April, unter www.ndrticketshop.de online bestellt werden, teilt der Sender mit. Ab Montag, 2. Mai, sind die Coupons auch im NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstraße 7, zu bekommen. Der Eintritt zur Grand Prix Party ist frei, für die Abgabe der Coupons wird eine Servicegebühr von 1,50 Euro erhoben (ggf. zzgl. Porto- und Versandkosten).

Wer keinen der 5000 Einlass-Coupons ergattern kann, der hat außerdem die Möglichkeit zu einem großen "Public Viewing" in die Fischauktionshalle zu kommen, der Eintritt ist auch hier frei, heißt es weiter.

(14. April) NDR stellt sein Bühnenprogramm für die diesjährige Kieler Woche vor

Die Highlights des Norddeutschen Rundfunks in diesem Jahr am Ostseekai an der Kieler Förde heißen: Saga, Silly und Juli. Dies gibt der Sender heute bekannt. NDR 2, N-JOY, die NDR 1 Welle Nord und das "Schleswig-Holstein Magazin" holen von Freitag, 17. Juni, bis Sonntag, 26. Juni, diese Top-Acts nach Kiel, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Saga:
Die Kanadier schafften in Deutschland bereits 1981 den Durchbruch. Damals traten Sie in der Sendung "Rockpop In Concert" auf, die rund 27 Millionen Zuschauer sahen. Legendär ist vor allem das in einem Aktenkoffer eingebaute elektronische Schlagzeug, auf dem Sänger und Gründungsmitglied Michael Sadler ein Solo spielte. Es folgten zahlreiche Goldene Schallplatten, Alben wie "Worlds Apart", "In Transit", "Heads Or Tales" und "Behaviour" sowie die Hits „On The Loose“, „Wind Him Up“ und „What Do I Know?“. NDR 2 Moderator Dirk Böge präsentiert die Band 34 Jahre nach ihrer Gründung in der Originalbesetzung am Sonntag, 26. Juni, ab 20 Uhr am Ostseekai.

Silly:
Mit ihrem ersten Studio-Album seit 14 Jahren und der neuen Frontfrau Anna Loos gelang der Kultband Silly das Comeback. Seitdem zählen die Ost-Berliner zu den gefragtesten Künstlern der deutschen Musikszene. Gefühl und Härte, Balladen und Rock, Melancholie und Leichtfüßigkeit – für Silly sind das keine Gegensätze. Das 2010er Album mit den Hits „Alles rot“ und „Ich sag nicht ja“ erreichte Platz drei der deutschen Charts. Jan Bastick, der neue Nachmittagsmoderator der NDR 1 Welle Nord, präsentiert Silly am Freitag, 24. Juni, auf der NDR Bühne am Ostseekai.

Juli:
Die Hits „Perfekte Welle“ und „Geile Zeit“ setzten vor Jahren neue Maßstäbe. Nach der Tour zu ihrem zweiten Album „Ein neuer Tag“ – das noch am Erstverkaufstag Platinstatus erreichte – nahm sich die Band eine kreative Auszeit. Wie sehr Juli in dieser Zeit gereift ist, zeigt ihr im September 2010 erschienenes Album „In Love“: Elektronische Beats treffen auf rhythmische Gitarren und nachdenkliche Lyrics. Am Mittwoch, 22. Juni, steht die Band für N-JOY auf der Bühne.

Neben den Stars, die in den Charts für Furore sorgen, präsentieren die NDR 1 Welle Nord und das „Schleswig-Holstein Magazin“ außerdem den „Schleswig-Holstein Hammer“ - den ganz besonderen Schleswig-Holstein-Show-Contest. Die Sieger des Wettbewerbs treten am Dienstag, 21. Juni, auf der großen NDR Bühne am Ostseekai auf – vor mehreren tausend Besuchern. Talente jeder Art – ob Gesang, Tanz, Zaubertricks, Jonglage, Parodie, Artistik oder Bauchrednerkunst - können sich noch bis zum 11. Juni bewerben. Bedingung: Die Teilnehmer müssen aus Schleswig-Holstein kommen. Eine prominente Jury, der unter anderen der Rock-Poet Heinz-Rudolf Kunze und Moderatorin Laura Lange angehören, entscheidet über die eingegangenen Beiträge. Alle Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt’s unter www.ndr.de/wellenord.

(8. April) "Domenica"-Wachsfigur nun im Panoptikum in Hamburg zu sehen

Nach dem Tod von Deutschlands berühmtester Prostituierten und Streetworkerin "Domenica" entstand im Panoptikum die Idee, ihr einen Platz zu geben, um sie so vor dem Vergessen zu bewahren, heißt es. Über ein Jahr arbeiteten der Bildhauer Gottfried Krüger und sein Team an der Figur, die nun fast zeitgleich mit der Domenica Ausstellung im St. Pauli Museum fertig gestellt wurde. Seit Donnerstag, 7. April, ist am Spielbudenplatz auf St. Pauli die Wachsfigur von "Domenica", Anita Niehoff, enthüllt.

Zeit ihres Lebens setzte sich "Domenica" für die Belange der Prostituierten ein und versuchte für sie ein Minimum an sozialer Sicherheit zu erreichen. Seit 1990 betreute sie bis zur Selbstaufgabe als Sozialarbeiterin drogenabhängige Mädchen und Frauen und war Mitinitiatorin mehrerer sozialer Projekte. Die Stadt Hamburg ehrte sie durch ein Begräbnis im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, wo bedeutende Hamburgerinnen ihre letzte Ruhestätte finden.

Das Panoptikum ist die älteste Wachsfigurenausstellung in Deutschland. Seit seiner Gründung vor über 130 Jahren befindet es sich im Besitz der Familie Faerber, inzwischen in der vierten Generation. Weitere Informationen gibt es unter www.panoptikum.de

(8. April) In Schleswig-Holstein gibt es die "Partizipationslotsen"

Integrationsminister Schmalfuß hat heute in Bad Malente ein Bildungsseminar für rund 60 politisch interessierte Migrantinnen und Migranten aus ganz Schleswig-Holstein besucht. In seinem Grußwort betonte Schmalfuß: "Nur wer sich beteiligt und weiß, wie er sich beteiligen kann, bestimmt auch selbst über seinen Lebensentwurf. Möglichst viele Neuangekommene, viele Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund sollen unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten und so bereichern. Daher ist es wichtig, dass Sie jetzt als sogenannte 'Partizipationslotsen' ihr erworbenes Wissen über eine aktive Teilhabe am Leben in Deutschland weitergeben." Neben der Anerkennung für das Engagement der Teilnehmer wollte der Minister auch mehr über Probleme und Erwartungen der Migrantinnen und Migranten erfahren und Anregungen mitnehmen, "wo man etwas verbessern könnte, um Menschen mit Migrationshintergrund das Zurechtfinden bei uns zu erleichtern".

Das Bildungsseminar in Bad Malente wird gemeinsam von der Gustav Heinemann Bildungsstätte, dem AWO-Landesverband Schleswig-Holstein und dem Integrationsministerium ausgerichtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen ursprünglich aus allen Erdteilen und erfahren in Workshops mehr über das politische System und Teilhabemöglichkeiten in Deutschland. Zudem treffen sie in Gesprächskreisen Politiker der im Landtag vertretenen Parteien, um über Integration zu diskutieren. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bereits durch das AWO Partizipationsprojekt Schleswig-Holstein in für Zuwanderer wichtigen Bereichen wie Bildung, Sozialsysteme, bürgerschaftliches Engagement und eigene Teilhabemöglichkeiten schulen lassen. Sie wollen sich ehrenamtlich in der eigenen Muttersprache als Multiplikatoren in ihrem Umfeld und den Migrantenselbstorganisationen einbringen. Das "Partizipationsprojekt Schleswig-Holstein" wurde im September 2009 gestartet, läuft über drei Jahre und hat ein Projektvolumen von rund 300.000 Euro. Es wird je zur Hälfte vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Bundesmitteln und vom schleswig-holsteinischen Integrationsministerium mit Landesmitteln gefördert.

(1. April) Neue Flugtickets von Lübeck aus nach Neapel und Keflavik (Island)

Der Reiseveranstalter Globalis bietet im neuen Lübecker Sommerflugplan nicht nur Pauschal- bzw. Rundreisen nach Italien, Island, Marokko, Jordanien, Ägypten und Israel an, sondern ab sofort ist es auch möglich, nur reine Flüge zu den Zielen Neapel und Keflavik (Island) zu buchen.

Der Reiseveranstalter bietet an den Terminen 05. April 2011 (nach Neapel) sowie 01. Juni 2011 (nach Keflavik) Flugtickets im Einzelplatzverkauf an. Gebucht werden können diese Flüge direkt im Reisebüro am Flughafen Lübeck, Altstadt Reisekontor UG oder im LN Hapag-Lloyd Reisebüro in der Lübecker Innenstadt. Hin- und Rückflüge zu den Zielen Neapel und Keflavik sind ab sofort günstig zu erwerben. So kostet das reine Flugticket ab/bis Lübeck nach Neapel 245 Euro pro Person und nach Keflavik 445 Euro pro Person inkl. aller Steuern und Gebühren, einschließlich der Luftverkehrssteuer und Kerosinzuschlag.

Markus Lohmann, Globalis Erlebnisreisen: "Wir freuen uns, dass wir nun auch bei zwei unserer Reisen ab Lübeck Flugtickets im Einzelplatzverkauf anbieten können. Wir arbeiten ganz eng mit dem Reisebüro am Flughafen Lübeck sowie dem LN Hapag-Lloyd Reisebüro zusammen. Es ist somit auch Nichtpauschalreisenden möglich, ihre Reise nach Neapel und Keflavik selber zu gestalten und zusammenzustellen, da das reine Flugticket buchbar ist." Auch der Flughafen Lübeck freut sich über den Einzelplatzverkauf. Nicole Lacinik, Leiterin Marketing: "Wir begrüßen den Schritt von Globalis, denn viele Interessierte möchten individuell zu diesen Zielen reisen und ihr eigenes Programm gestalten. Italien sowie Island sind attraktive Ziele, besonders Island ist ein häufig nachgefragtes Ziel."

(1. April) Jugend forscht: Neue Cocktailmaschine aus Hamburg-Harburg

Zwei Preisträger von Jugend forscht zeigen ab Montag, 4. April, ihr prämiertes Projekt auf der Hannover Messe 2011 – der größten Industriemesse der Welt. Vom 4. bis 8. April ist ihre innovative technische Entwicklung am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 2 zu bestaunen. Die Jugend forscht Arbeit war in der 45. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im vergangenen Jahr im Fachgebiet Technik ausgezeichnet worden.

Tim Meinhardt (20) und Axel Utech (19) präsentieren in Hannover ihre selbst gebaute Cocktailmaschine. Barkeeper mixen ihre Cocktails normalerweise von Hand. Die beiden Jungforscher setzten sich zum Ziel, diesen Vorgang durch den Bau einer speziellen Cocktailmaschine soweit wie möglich zu automatisieren. Ihr Gerät kann bis zu acht verschiedene Zutaten mittels Pumpe und Shaker zu einem wohlschmeckenden Cocktail mischen. Die Auswahl des passenden Rezepts wie auch die zentrale Steuerung erledigt ein Computer. Die Maschine der talentierten „Mixexperten“ ist kostengünstig und bislang konkurrenzlos. Beide Jungforscher studieren seit Herbst 2010 Elektrotechnik – Tim Meinhardt an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Axel Utech an der Fachhochschule Wismar.

In diesem Jahr findet das Jugend forscht Finale in Kiel statt. Beim 46. Bundeswettbewerb vom 19. bis 22. Mai 2011 werden rund 200 Jugendliche ihre herausragenden Arbeiten präsentieren. „Sie alle zeigen eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über ein großes Potenzial an begabten, zielstrebigen und leistungsstarken jungen Forschern und Erfindern verfügen“, sagt Dr. Nico Kock, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Präsentation auf Messen und Ausstellungen ist ein wichtiger Bestandteil der Anschlussförderung bei Jugend forscht. Für die Jugendlichen ist die Hannover Messe eine exzellente Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus bietet Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb erfolgreichen Teilnehmern noch weitere Möglichkeiten, bestehende Interessen zu vertiefen und Fähigkeiten fortzuentwickeln. Das Förderangebot umfasst unter anderem Studienreisen, Forschungspraktika und die Hilfe bei der Patentanmeldung.“

(1. April) Drei neue Gebäude an Jugendanstalt Schleswig übergeben

Die Jugendanstalt Schleswig verfügt ab heute über drei neue Gebäude – eine Sporthalle, eine Sozialtherapie und ein Funktionsgebäude. Der Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), Henrik Harms, überreichte symbolisch die Schlüssel an die Leiterin der Jugendanstalt Schleswig, Anne Damberg und an Justizstaatssekretär Michael Dölp. "Auf einem geschlossenen Vollzugsgelände zu bauen, bedeutet ein sehr hohes Maß an Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen. Diese wurden während der Bauzeit mit einer zusätzlichen Schleuse in der Außenmauer und einem zusätzlichen Abgrenzungszaun mit Pforte erfüllt und gewährleistet", erklärte Harms während der Feierstunde.

Justizstaatssekretär Michael Dölp sprach von einem neuen Maßstab für den modernen Strafvollzug in Schleswig-Holstein. "Mit diesen drei Baumaßnahmen setzen wir eine elementare Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum modernen Jugendvollzug aus dem Jahre 2006 vorbildlich um. Die Richter hatten seinerzeit die Anforderungen an den Jugendvollzug u. a. im Hinblick auf die Behandlung, die therapeutische Betreuung, die Ausbildung, den Sport, das soziale Lernen in Gemeinschaft und der Unterbringung neu festgeschrieben. Diese Vorgaben sind im Jugendstrafvollzugsgesetz von Schleswig-Holstein 2008 berücksichtigt und hier in der Jugendanstalt Schleswig baulich umgesetzt worden. Gerade der Bau der sozialtherapeutischen Abteilung mit 30 Haftplätzen bietet im Jugendvollzug Schleswig erstmalig die Möglichkeit, bereits vorhandene und neu einzuführende Therapien und Trainingsprogramme in einem Gesamtkonzept zu verwirklichen", so Dölp.

Die Sozialtherapie mit 30 Plätzen für Jugendliche und Heranwachsende vervollständigt das Behandlung- und Therapieangebot des Jugendvollzuges. Eine weitere Sozialtherapie gibt es für erwachsene Männer in der JVA Lübeck. Durch die Sporthalle wird dem hohen Stellenwert des Sports im Jugendvollzug aufgrund der besonderen Umstände des Freiheitsentzuges Rechnung getragen. Sport ist ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungsangebotes. Der Sport dient hierbei nicht nur der sinnvollen Freizeitgestaltung, sondern wirkt auch schädlichen Folgen des Freiheitsentzuges entgegen, unterstützt die Gesundheitsfürsorge und ermöglicht es den Gefangenen, das Einhalten von Regeln zu lernen und soziale Kompetenzen zu erwerben.

Die Sporthalle, das Sozialtherapiegebäude und das Funktionsgebäude wurden im Rahmen des Investitionsprogramms Justizvollzug des Landes durch die GMSH errichtet. Die ursprünglich eingeplanten Kosten von insgesamt etwa 10,3 Mio. Euro wurden um etwa 1 Mio. Euro unterschritten. Den Großteil der Bauaufträge, knapp 80 Prozent, hat die GMSH an schleswig-holsteinische Firmen vergeben. Die Bauzeit dauerte von Sommer 2009 bis Februar 2011.

(24. März) Wikinger Rallye in Süderbrarup mit Johanniter Ehrenamtlichen

Ab heutigen Donnerstag, 24. März, dröhnen in Süderbrarup bei Flensburg die Motoren im Rahmen der Wikinger Rallye. Bis zum Sonnabend, 26. März, findet dort nicht nur der 1. Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) statt, auch ein Prädikat zur Dänischen Rallyemeisterschaft wurde erzielt. Die Fahrer müssen 12 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 150 Kilometern absolvieren.

Erneut wird der Ortsverband Schleswig-Flensburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. den Sanitätsdienst zu diesem Highlight der Deutschen Rallyemeisterschaft stellen. Circa 40 ehrenamtliche Helfer sorgen neben der Sicherheit an der Strecke auch für die Verpflegung der Rallye. Die Logistik-Gruppe wird insgesamt 500 Lunchpakete für die Streckenposten, Organisatoren etc. herstellen und die Versorgung der eigenen Kräfte übernehmen. Für den
Sanitätsdienst erhalten die Johanniter zwei Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz. Zusätzliche Unterstützung kommt von den Johannitern aus Harburg und Berlin. Insgesamt werden elf Fahrzeuge – inklusive 2 Motorrädern der Motorradstaffel – den Tross der Rallye begleiten. Die Rallye startet heute ab 18 Uhr mit dem Shakedown, einem letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen. Die entscheidende Samstagesetappe über acht
weitere Wertungsprüfungen beginnt ab 10 Uhr. Gegen 17.30 Uhr werden die
Sieger über die Zielrampe auf dem Marktplatz in Süderbrarup fahren. Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Zuschauer aus ganz Norddeutschland erwartet.

(22. März) Prüfung am Kernkraftwerk Brokdorf ergibt Schalterdefekt

Im Kernkraftwerk Brokdorf hat sich bei einer monatlich durchzuführenden wiederkehrenden Prüfung eine Pumpe des Zwischenkühlsystems nicht wie vorgesehen automatisch eingeschaltet. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" wurde der Atomaufsichtsbehörde heute vom Betreiber fristgerecht gemeldet.

Als Ursache wurde ein defekter Schalter ermittelt. Eine nach dem Austausch des Schalters durchgeführte Funktionsprüfung verlief ohne Beanstandung. In jedem Strang des vierfach redundant aufgebauten Zwischenkühlsystems gibt es zwei Kühlpumpen. Das Zwischenkühlsystem hat u.a. die Aufgabe, die anfallende Abwärme aus Nachkühlsystemen der Reaktoranlage zu übernehmen und an das mit Elbewasser gekühlte Nebenkühlwassersystem abzugeben.

(10. März) Tim Mälzer kocht für Deutschlands Schulen

Einmal mit Tim Mälzer kochen! Dieser Wunsch ging heute für die Schülerinnen und Schüler der Schule Am Fehntjer Berg in Moormerland in Erfüllung. Anlass hierfür war die Einweihung einer neuen Übungsküche, die die Schule im Rahmen des IN FORM-Projektes "Küchen für Deutschlands Schulen" erhalten hat.

Der Wettbewerb „Küchen für Deutschlands Schulen“ wurde vom Bundesernährungsministerium gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung, dem Küchenhersteller Nolte und Fernsehkoch Tim Mälzer ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kinder für gesunde Ernährung zu begeistern und bereits in der Schule die Grundlagen für die Zubereitung von Lebensmitteln zu vermitteln. Bis heute konnten sich sieben Schulen über eine neue Übungsküche freuen. Zehn weitere Küchen werden an Schulen vergeben, die im Wettbewerb mit ihren Konzepten zur Ernährungsbildung überzeugt haben.

Ende März 2011 werden diese Gewinner bekannt gegeben und die nächste Runde des Wettbewerbs gestartet. „Küchen für Deutschlands Schulen“ ist Teil von IN FORM – „Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Mit IN FORM verfolgt das Bundesernährungsministerium das Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen unter www.kuechenfuerdeutschlandsschulen.de und www.in-form.de.

(8. März) Land bewilligt 45 neue Straßennetz-Projekte

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt Kreise, Städte und Gemeinden beim Ausbau und Erhalt des kommunalen Straßennetzes mit rund 67 Millionen Euro, so Verkehrsminister Jost de Jager bei der Vorstellung des diesjährigen "Förderprogramm für den kommunalen Straßenbau" heute in Kiel. "Mit den Fördermitteln und den Finanzierungsanteilen der Kommunen sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Straßen im Land sicherer werden und die vorhandenen Erhaltungsdefizite im Kommunalstraßennetz weiter abgearbeitet werden können", sagte de Jager. Für die Sanierung von Fahrbahndecken auf den verkehrswichtigen Straßen hatte der Verkehrsminister den Kommunen bereits Anfang Februar eine erhöhte Förderung zugesagt. Die Förderung beträgt in diesem Jahr 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Rund 48,3 Millionen Euro werden über das Landesförderprogramm für den kommunalen Straßenbau projektbezogen für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zum Beispiel durch den Um- und Ausbau verkehrswichtiger Straßen, den Neubau von Entlastungsstraßen, die Sicherung und den Ersatz von Bahnübergängen, den Bau von Geh- und Radwegen und für die Erneuerung schadhafter Fahrbahndecken bereitgestellt. Die Mittel stammen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Schleswig-Holstein (GVFGSH) und aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG). Ergänzend erhalten die Kommunen über den kommunalen Finanzausgleich weitere 18,8 Millionen Euro für die Erhaltung und Unterhaltung ihrer verkehrswichtigen Straßen.

Mit dem Förderprogramm 2011 werden auch die Finanzierungen von Vorhaben fortgesetzt, zu denen als Großprojekte unter anderem der Neubau der Hafenspange in Elmshorn und der Ausbau des Knotenpunktes Ochsenzoll in Norderstedt zählen. Nach Angaben des Verkehrsministers konnten in diesem Jahr 45 Vorhaben neu in das Förderprogramm aufgenommen werden, zu denen mit der auszubauenden Seestraße auch der letzte Bauabschnitt der südlichen Sammelstraße in Ratzeburg gehört. Insgesamt sind im Förderprogramm zurzeit 390 Einzelvorhaben enthalten.

(1. März) Lehrer mehr für "Jugend forscht" begeistern

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat heute anlässlich ihres Rundgangs auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover den Startschuss für die neue Jugend forscht Kampagne „Betreuen Sie junge Talente“ gegeben. Ziel der auf drei Jahre angelegten Initiative ist es, neue Betreuer für Jugend forscht Projekte zu gewinnen, um noch mehr interessierten Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, sich an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb zu beteiligen. Denn die individuelle Betreuung durch Lehrer und Ausbilder ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Projektarbeit der Jungforscher. Gefördert wird die Betreuerkampagne vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Friedrich Stiftung in Hannover sowie der Heinz und Gisela Friederichs Stiftung in Frankfurt am Main.
 
„Die Projektbetreuer werden helfen, die Talente zu finden und zu fördern, die in der Forschung gebraucht werden“, sagte Bundesbildungsministerin Schavan. „Die Schülerzahlen in Deutschland nehmen ab. Daher wird der Bedarf an jungen Naturwissenschaftlern, Mathematikern und Technikern noch weiter zunehmen.”
 
Schirmherr der Betreuerkampagne von Jugend forscht ist Bundespräsident Christian Wulff. „Ich wünsche mir, dass besonders auch junge Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilderinnen und Ausbilder neu zur großen Gemeinschaft der Projektbetreuer hinzukommen und mit ihrer eigenen leidenschaftlichen Begeisterung für ihr Fach noch mehr Kinder und Jugendliche für Jugend forscht begeistern können“, hebt der Bundespräsident hervor. „Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilderinnen und Ausbilder für eine erfolgreiche Teilnahme junger Menschen am Wettbewerb Jugend forscht Schüler experimentieren kann nicht hoch genug bewertet werden und alle, die sich ehrenamtlich für diese Aufgabe einsetzen, verdienen großen Dank und Respekt.“

(28. Februar) Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt vergibt Förderpreis 2011

Zum fünften Mal wird der mit je 2000 Euro dotierte Förderpreis der Arthur Boskamp-Stiftung vergeben. Die Auszeichnung richtet sich an junge Künstlerinnen und Künstler, die aus Norddeutschland stammen, dort leben oder studiert haben. Die Arbeiten der Preisträger werden zum Jahresende 2011 in zwei parallelen Einzelausstellungen im Ausstellungshaus M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt präsentiert. Förderpreisträger sind in diesem Jahr Wiebke Elzel und Johannes Jensen.

Die Ausstellungen werden von Publikationen begleitet. Zusätzlich zum Förderpreis können im Stiftungs- und Ausstellungsgebäude eine großzügige Künstlerwohnung mit angeschlossenem Atelier für drei Monate mietfrei genutzt werden. Über die Vergabe der Preise entscheidet jeweils eine Fachjury, die sich in diesem Jahr aus Ulrike Boskamp, Brigitte Kölle, Barbara Scheuermann und Pia Witzmann zusammensetzte. Der Preis wird in jedem Jahr unter einer anderen Kategorie ausgeschrieben. Unter dem Motto „Interdisziplinäre Konzepte“ richtete sich die Ausschreibung dieses Jahr an bildende Künstler, deren künstlerische Arbeit von einer interdisziplinären Herangehensweise geprägt ist. Die beiden diesjährigen Preisträger Wiebke Elzel und Johannes Jensen wurden aufgrund ihrer Eigenständigkeit aus einer Vielzahl qualitativ hochwertiger Einreichungen ausgewählt. Sie stellen zwei Positionen dar, die auf sehr individuelle Weise außerkünstlerische Ansätze, Denkweisen und Methoden in ihre Arbeit einbeziehen. Fern von einer Festlegung auf eine spezifische künstlerische Gattung ist die Wahl ihres Mediums und seiner Ausprägung abhängig von der konzeptuellen Fragestellung, der sich die Künstler widmen. Auf teils experimentell-ironische, teils ernsthaft-absurde Art und Weise wissen beide Künstler das Potential, das eine interdisziplinäre und medienübergreifende Versuchsanordnung in sich birgt, für die Kunst zu nutzen.

(22. Februar) Frauenhäuser in Ahrensburg und Schwarzenbek bleiben erhalten

Die Frauenhäuser in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) und in Ahrensburg (Kreis Stormarn) bleiben jeweils erhalten. Damit ist die geplante Zusammenlegung beider Häuser vorerst vom Tisch. Dazu erklärte heute Gleichstellungsminister Emil Schmalfuß: "Ich freue mich sehr darüber, dass es nun mit tatkräftiger Unterstützung der Städte Schwarzenbek und Ahrensburg gelungen ist, die beiden in diesen Städten ansässigen Frauenhäuser zu erhalten. Auch wenn die von mir vorgesehene Mindestgröße von 15 vorgehaltenen Plätzen nicht erreicht wird, ist eine Fusion nicht mehr nötig. Beide Einrichtungen haben mir solide Finanzplanungen für die nächsten acht Jahre vorgelegt. Damit sind die Voraussetzungen für die weitere Förderung erfüllt, und die entsprechenden Bescheide heute versandt worden", betonte Schmalfuß.

In beiden Häusern werden die Plätze von 12 auf 13 aufgestockt. Beim Frauenhaus in Schwarzenbek bedeutet dies größere An- und Umbaumaßnahmen, da das genutzte städtische Gebäude zu klein ist, um 13 Personen unterzubringen. Die Stadt Schwarzenbek will die Baumaßnahmen noch in diesem Jahr durchführen.

(8. Februar) Radrouten der Metropolregion Hamburg auf Reisen-Messe 2011

Erstmalig auf der Reisemesse in Hamburg vom 9. bis zum 12. Februar präsentieren sich die Radtouren der Metropolregion Hamburg gemeinsam und zentral. Alle Tourismusorganisationen bündeln ihre Informationen an einem Stand.

Ob auf dem Nordseeküstenradweg auf dem Deich im Alten Land, quer durch die Lüneburger Heide oder durch verwunschene Moorlandschaften – unzählige Themenrouten bzw. Radfernwege warten auf große und kleine Entdecker. Reizvolle Städte und idyllische Dörfer laden zu Erkundungstouren ein. Die typisch norddeutsche Landschaft mit ausgedehnten Wäldern und Heideflächen, verzweigten Flussläufen und naturbelassenen Seen bietet viel Raum zum Radeln und Verweilen.

Der Gemeinschaftsstand der Metropolregion Hamburg findet sich auf dem Hamburger Messegelände wie folgt: Outdoor-Welt in Halle B, Stand-Nr. B5.2178.  Parallel dazu stellt Stefan Kayser, Radtouristiker mit dem Schwerpunkt auf GPS-Touren, in Vorträgen auf der Erlebnisinsel in Halle B „Die schönsten Radtouren rund um Hamburg“ vor: Mittwoch 9.2. bis Freitag 10.2., jeweils um 14.30 Uhr. Weiterführende Beschreibungen aller Touren, die im Rahmen der diesjährigen Tagestourismuskampagne der Metropolregion Hamburg ständig erweitert werden, finden sich unter: www.metropolregion.hamburg.de/radfahren

(4. Februar) Leckage im Kernkraftwerk Brunsbüttel festgestellt

Im Kernkraftwerk Brunsbüttel ist eine Leckage in einem Zwischenkühler im Nebenkühlwassersystem festgestellt worden. Die Leckage des Zwischenkühlers hatte keine Auswirkungen auf die Reaktoranlage und keine sicherheitstechnische Bedeutung, erfüllt jedoch ein formelles Meldekriterium. Dieses Meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" hat die Betreiberin der Atomaufsichtsbehörde heute fristgerecht gemeldet. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde hat zur Bewertung des Meldepflichtigen Ereignisses externe Sachverständige hinzugezogen. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist seit Mitte 2007 abgeschaltet.

(4. Februar) Hamburg ehrt Menschenrechtler Rüdiger Nehberg

Der Hamburger Senat hat den Abenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg (75) heute mit der "Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber" geehrt. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus überreichte die hohe Auszeichnung im Kaisersaal des Rathauses vor rund 100 Gästen. "Sir Vival", Gründer der Menschenrechtsorganisation Target e.V., wurde für sein Engagement gegen Weibliche Genitalverstümmelung geehrt. Sein einzigartiger Verdienst bestehe darin, dass das Verbrechen von der Elite der Islamgelehrten geächtet und zur Sünde wider höchste Werte des Islam erklärt wurde. Damit werden 90 Prozent der immer noch täglich achttausend Opfer erreicht.

"Rüdiger Nehberg hat mit seinem langjährigen Engagement gegen die Weibliche Genitalverstümmelung und für die Rechte der Frauen und Mädchen gezeigt, wie wichtig der interkulturelle und interreligiöse Dialog bei der Beendigung dieses grausamen Brauches ist. Seinem unermüdlichen persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Weibliche Genitalverstümmelung in vielen islamischen Ländern von höchster Stelle als Verbrechen und unislamisch erklärt wurde. Für dieses außerordentliche Engagement verdient Rüdiger Nehberg unsere größte Anerkennung. Deshalb freue ich mich, ihm die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber zu verleihen", betonte Bürgermeister Ahlhaus.

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer. "Rüdiger Nehberg ist der richtige Mann als Menschenrechtler und Kämpfer. Es ist sein Verdienst, dass er 2006 im Al-Azhar-Konferenz-Zentrum zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Persönlichkeiten an einen Konferenztisch gebracht hat. Er hat ein Umdenken eingeleitet und bringt damit die Menschheit einen großen Schritt voran. Er ist ein großer friedlicher Revolutionär, der gewaltlos das Leben von Millionen Mädchen und Frauen schützt und rettet", sagte Imeyer, der in der Hansestadt auch Honorargeneralkonsul Bulgariens ist.

Rüdiger Nehberg: "Diese Ehrung gebührt eigentlich unseren hohen islamischen Verbündeten. Ohne ihre Offenheit und die Bereitschaft, einer Jahrtausende lang vertretenen Meinung entgegenzutreten, wären wir nicht so weit vorangekommen."

Die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber wird seit 1953 an Bürger verliehen, die sich in herausragender Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Die Verleihung an Rüdiger Nehberg fand in einem besonders würdigen Rahmen statt. Rüdiger Nehberg gründete Target am 5. August 2000 mit seiner heutigen Frau Annette (51).

(1. Februar) Urheberrechtsverfahren beim Landgericht nun elektronisch

Ab heute können beim Landgericht Flensburg urheberrechtliche Verfahren auf elektronischem Wege eingereicht werden, heißt es aus dem Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Integration. Möglich wird dies durch den sogenannten elektronischen Briefkasten (EGVP) - ein Verfahren, das den Notaren im Lande bereits durch das elektronische Handelsregister bekannt ist. Das Landgericht Flensburg hat seit über einem Jahr eine Vielzahl von Verfahren zu bewältigen, in denen Auskunft über Personen begehrt wird, denen Verletzungen des Urheberrechts vorgeworfen werden.

Der Präsident des Landgerichts Flensburg, Dr. Volker Willandsen, zeigte sich erleichtert: "Die Möglichkeit, die Verfahren mithilfe des elektronischen Postfachs zu bearbeiten, wird bei uns zu einer Erleichterung der Arbeitsabläufe und Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen, die bislang die Faxgeräte zu bedienen hatten. Auch die Verfahrensbeteiligten haben großes Interesse an dieser modernen Möglichkeit, mit der Justiz zu kommunizieren".

(26. Januar) Notrufservice PAKOO für das Handy

Pakoo, die mobile Notrufsäule zur "Pannenkoordination und Ortung", steht ab sofort auch für Smartphones mit dem Betriebssystem Android kostenlos zum Download bereit. Der anschließende Einsatz ist ebenfalls kostenfrei. Erst vor sechs Monaten hatte die GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG (GDV DL) diesen Service als iPhone-Applikation gestartet.

"Mit dem Android-PAKOO reagieren wir auf die internationale Marktentwicklung, in der dieses offene Betriebssystem bei Herstellern und Nutzern rasant an Bedeutung gewonnen hat", erklärte Birgit Luge-Ehrhardt, Pressesprecherin der GDV DL, und verwies auf den 20prozentigen Marktzuwachs innerhalb eines Jahres, mit dem die Android-Smartphones die iPhones mittlerweile überflügelt haben. "Wir bedienen mit diesem neuen Service nun auch Smartphones anderer großer Hersteller." Die iPhone-Version wurde seit ihrer Einführung bereits über 10.000 Mal in Anspruch genommen.

Hier geht es direkt zum Download: www.gdv-dl.de/pakoo.html

(19. Januar) Justizminister Schmalfuß gratuliert Heide Simonis

Anläßlich der Verleihung eines japanischen Ordens an Heide Simonis hat Justizminister Emil Schmalfuß am 18. Januar deren großes Engagement für die deutsch-japanischen Beziehungen gewürdigt. Der früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin war im vergangenen November von Japans Kaiser Akihito der Orden "The Order of the Rising Sun, Gold Rays with Neck Ribbon" verliehen worden. Heute wurde die hohe Auszeichnung in Kiel durch den Japanischen Generalkonsul Seisuke Narumiya überreicht.

In einem Grußwort für die Landesregierung sagte Schmalfuß: "Auch zwischen Norddeutschland, insbesondere der Metropolregion Hamburg/Schleswig-Holstein, und Japan bestehen enge Kontakte, an denen Frau Simonis entscheidenden Anteil hat. Es sind bewährte und herzliche Bindungen, die aber eher selten im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. So pflegt beispielsweise die Universität Kiel vielfältige Kontakte nach Tokio und Kobe, es gibt auch eine Partnerschaft zwischen der Kieler Humboldt-Schule und der Hyogo Prefectural International Highschool in Kobe. In regelmäßigen Abständen besuchen japanische Delegationen das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein oder Einrichtungen und Firmen im Bereich Medizintechnik, der Meeres- und Umwelttechnologie. Im Jahr 2005 war Japan Länder-Schwerpunkt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. In hohem Maße zu diesen intensiven Kontakten beigetragen hat die ehemalige Ministerpräsidentin unseres Landes. Sie, liebe Frau Simonis, haben Japan bereits 1970 kennen und schätzen gelernt, als Sie mit ihrem Mann für zwei Jahre nach Tokio gingen und dort am Goethe-Institut als Deutsch-Tutorin tätig waren. Und ich freue mich sehr, dass Sie heute für Ihr großes Engagement auch um die schleswig-holsteinisch-japanischen Beziehungen geehrt werden. Im Namen der Landesregierung darf ich Ihnen sehr herzlich zu Ihrer Auszeichnung gratulieren."

(14. Januar) NDR sucht freiwillige Helfer für den Eurovision Song Contest

Für den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf sucht der NDR rund 500 freiwillige Helfer, sogenannte "Volunteers", teilt die zuständige Pressestelle heute mit. Es gehe bei dem Job darum, die internationalen Delegationen zu betreuen, sich um den reibungslosen Transport der Mitarbeiter und Gäste zu kümmern oder Journalisten aus der ganzen Welt weiterzuhelfen.

Wer mitmachen möchte, muss zum Zeitpunkt des Einsatzes (vom 9. bis 15. Mai) mindestens 18 Jahre alt sein sowie gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache mitbringen. Zusätzliche Sprachkenntnisse sind von Vorteil.

Wie sich vermuten lässt, gibt es für den Einsatz als Volunteer allerdings keine Bezahlung, auch eine Unterkunft in Düsseldorf stellt der Sender nicht zur Verfügung, so die Pressemitteilung weiter. Die Helfer sind unfall- und haftpflichtversichert während ihres Einsatzes.

Wer sich für den Job als "Volunteer" interessiert, findet genauere Informationen unter www.eurovision.de

(14. Januar) Klinikum Wedel kooperiert weiter mit Eppendorf

Die Kooperation zwischen dem Regio Klinikum Wedel und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wird künftig noch weiter intensiviert. Zum 1. Juli erhält die Urologie im Regio Klinikum Wedel weitere medizinische Verstärkung aus dem UKE. Der Urologe Dr. Ousmann Doh wird künftig als Chefarzt der Urologischen Abteilung in Wedel arbeiten. „Dr. Ousmann Doh ist ein äußerst erfahrener Spezialist auf dem Gebiet der chirurgischen Urologie. Wir freuen uns sehr, dass uns das UKE Dr. Doh als Chefarzt unserer Urologischen Abteilung zur Verfügung stellen wird“, erklärt Paul Kudlich, kaufmännischer Direktor des Regio Klinikums Wedel.

Die Kooperation zwischen der Wedeler Klinik, der Universitätsklinik und dem Netzwerk Urologie Schleswig-Holstein–Süd (NUSS) wird so weiter gefestigt. Im Rahmen der Kooperation findet u.a. ein regelmäßiger fachlicher Austausch zwischen den Kliniken und dem Netzwerk Urologie statt. Die Fachabteilung Urologie im Klinikum Wedel verfügt über 40 Betten. Durch die wissenschaftliche Arbeit und spezielle operative Schulung am UKE können in Wedel alle Bereiche der Urologie wohnortnah auf  universitären Standard  angeboten werden.

Dr. Ousmann Doh arbeitete bisher als leitender Oberarzt an einer renommierten urologischen Klinik in Hamburg. Die medizinische Gesamtleitung für das urologische Zentrum in Wedel wird auch künftig bei Frau Prof. Dr. Margit Fisch liegen. Sie ist seit 2008 Klinikdirektorin der Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Eppendorf.

(12. Januar) Ministerpräsident verlieh 20 Ehrennadeln des Landes

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat heute 20 engagierte Frauen und Männer mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet. "Uns sind die Menschen wichtig, denen ihre Mitmenschen wichtig sind. Ich bin sehr froh über das Ausmaß des bürgerschaftlichen Engagements, über die Solidarität und Mitmenschlichkeit, die in unserem Land anzutreffen sind", sagte Carstensen im Haus B in Kiel. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Kabinetts überreichte er die Auszeichnungen.

Soziale Wärme könne es nach Meinung des Ministerpräsidenten nur geben, wenn die Menschen über den eigenen Tellerrand hinaussehen und sich für andere engagieren. "Freiwilligenarbeit, wie Sie sie leisten, bedeutet Lebensqualität für alle. Sie macht unsere Gemeinschaft herzlicher, einträchtiger und menschlicher, und sie stärkt das Vertrauen der Menschen untereinander und in unsere Gesellschaft", so Carstensen. Ihm und der gesamten Landesregierung sei es ein Anliegen, dem ehrenamtlichen Engagement die ihm gebührende Anerkennung zu geben. Die Ehrennadel solle Bestätigung und Motivation zugleich sein.

Justizminister Emil Schmalfuß, Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug, Innenminister Klaus Schlie, Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf und Sozial-Staatssekretärin Dr. Bettina Bonde überreichten die Ehrennadeln an: Behrend Clausen (Treia), Hans Erhardt Clausen (Wittbek), Heinrich Egge (Stördorf), Helga Garber (Lübeck), Frank-Michael Gormanns (Halstenbek), Edith Griese (Wahlstedt), Helge Hinz (Rendsburg), Walter Holldorf (Dannewerk), Meike Jorga (Lübeck), Peter Klinker (Nübel), Rüdiger Liebetrau (Heikendorf), Harald Lill (Klein Offenseth-Sparrieshoop), Dimitrios Mastoras (Kiel), Egon Mordhorst (Rieseby), Dörte Nittka (Lübeck), Werner Oldekop (Bad Malente), Günter Otho (Gemeinde Schenefeld), Manfred Thiel (Hattstedt), Hans-Joachim Trikowsky (Neumünster), Friedrich Wobig (Seeth).

(12. Januar) Schleswig-Holsteins Justizminister begrüßt Mediationsgesetz

Zum heute von der Bundesregierung beschlossenen Gesetz zur Förderung der Mediation erklärt Schleswig-Holsteins Justizminister Emil Schmalfuß:

"Insgesamt begrüße ich den Beschluss der Bundesregierung zur Förderung der Mediation. Damit wird erstmals ein fester gesetzlicher Rahmen für die gerichtliche und die außergerichtliche Mediation geschaffen. Ich habe in meiner Zeit als Richter selbst viele Mediationen durchgeführt und schätze dieses Verfahren sehr. Ich sehe darin einen sehr guten Weg, Gerichtsverfahren abzukürzen oder ganz zu vermeiden, Streitigkeiten nachhaltig (und ohne Verlierer) zu lösen und natürlich auch die Gerichte zu entlasten."

Wichtig sei auch, dass in dem heute beschlossenen Gesetz klare Anforderungen an die Mediatoren selbst formuliert sind. "Allerdings hätte ich mir hier noch stärker verbindliche Standards bei Ausbildung und Zertifizierung gewünscht", so Schmalfuß. "Dies ist wichtig, um den Bürgern eine qualitativ gute Mediation zu bieten. Wir in Schleswig-Holstein sind dabei schon auf einem guten Weg, hier ist die gerichtliche Mediation bereits eine Erfolgsgeschichte. Das neue Gesetz schafft den Rahmen, dies auch bei der außergerichtlichen Mediation zu erreichen."

(7. Januar) Kein neues Sonderprogramm zur Beseitigung von Winterschäden

Die Kommunen können in diesem Jahr nicht mit der Neuauflage eines Sonderprogramms aus dem Kommunalen Investitionsfonds zur Beseitigung von durch Eis und Frost verursachten Straßenschäden rechnen. Darauf haben sich die Kommunalen Landesverbände (Landkreistag, Städteverband und Gemeindetag) und das Innenministerium verständigt. Für das "Sonderprogramm zur Behebung winterbedingter Straßenschäden" gab es im vergangenen Jahr aus dem Kommunalen Investitionsfonds insgesamt rund 25 Millionen Euro an Zuschüssen.

Innenminister Klaus Schlie sagte am Freitag (7. Januar) in Kiel, der Kommunale Investitionsfonds sei keine Gelddruckmaschine, die bei Bedarf nur eingeschaltet werden müsse. Eine ständige Entnahme von Zuschüssen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe würde die Substanz des Fonds auf Dauer auszehren. Für andere wichtige kommunale Investitionen wie beispielsweise den Schul- und Sportstättenbau stünde dann weniger Geld zur Verfügung.

Der Kommunale Investitionsfonds ist ein zweckgebundenes Sondervermögen des Landes, das aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs gebildet worden ist. Die Gemeinden, Kreise, Ämter, Zweckverbände sowie Wasser- und Bodenverbände, soweit sie kommunale Aufgaben wahrnehmen, erhalten aus dem Kommunalen Investitionsfonds Darlehen und Zuschüsse für kommunale Infrastrukturmaßnahmen.

(6. Januar) Dioxin-Skandal: Hotline der Landesregierung

Nach Erkenntnissen der Behörden sind 50 Landwirtschaftsbetriebe und acht landwirtschaftliche Genossenschaften in Schleswig-Holstein mit dioxinhaltigem Tierfutter beliefert worden. Aktuelle Informationen zum Thema finden Sie auf den Internetseiten der Landesregierung. Zusätzlich bietet das Verbraucherschutzministerium seit heute Telefon-Hotline unter der 0431 160-6666 an. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr zu erreichen.

Die Betriebe sollen von einem Hamburger Futtermittelhändler beliefert worden sein, der ins Visier der Hamburger Behörden geraten ist. Er hatte dioxinhaltige Vorprodukte aus Uetersen bezogen. Die Hamburger Behörden haben daraufhin das Kieler Ministerium informiert. Die betroffenen Betriebe in Schleswig-Holstein wurden laut Staatssekretär Rabius umgehend informiert und das Futter gesperrt. Seitdem wird geprüft, ob das Futter belastet ist. Staatssekretär Rabius zufolge deuten jedoch alle bisherigen Erkenntnisse darauf hin, dass eine mögliche Belastung für Verbraucher sehr gering ist.

Da es sich bei den landwirtschaftlichen Betrieben überwiegend um solche der Schweinemast handelt, hat das Ministerium am 5. Januar ein Schlachtverbot veranlasst, bis die Laboruntersuchungen der Futtermittel abgeschlossen sind.Laboruntersuchungen laufen. Die Analyseergebnisse dürften bereits in wenigen Tagen vorliegen. Dagegen gibt es bisher keine Anzeichen, dass in nach Schleswig-Holstein geliefertem Futter für Legehennen dioxinbelastetes Fett verarbeitet wurde. Somit gibt es derzeit auch keine Anzeichen, dass Eier aus Schleswig-Holstein mit Dioxin belastet sein könnten.

Aufgrund des Anfangsverdachts einer Straftat hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ein Ermittlungsverfahren gegen den Uetersener Futtermittelhersteller Harles & Jentzsch eingeleitet. Wie Staatssekretär Rabius betonte, werden im Auftrag des Ministeriums regelmäßig Kontrollen auf allen Ebenen der Futter- und Lebensmittelproduktion durchgeführt. Vor menschlichem Versagen oder kriminellen Handlungen sei man jedoch nie gefeit.

(30. Dezember) "Der Wendler" geht nicht in den RTL-Dschungel

Ekelprüfungen, kein fließend Wasser, abgehalfterte C-Promis und auch sonst äußerst widrige Bedingungen – das sind die Zutaten für das Dschungelcamp von RTL. Am 14. Januar startet die nächste Staffel im australischen Dschungel und eines steht schon jetzt fest: Der Wendler, wird nach seinem Titel „König des Pop-Schlagers“ keinen weiteren Königstitel dazu bekommen.

„Auch wenn die Medien es weiterhin vermuten und vielleicht auch gerne sehen würden, Michael Wendler wird nicht am Dschungelcamp teilnehmen!“ räumt Wendler-Manager Markus Krampe alle Gerüchte ein für alle mal aus dem Weg. Dabei hat die Absage einen einfachen Grund: „Michael Wendler ist zu erfolgreich, um im Dschungelcamp zu starten! Wir sind im kommenden Jahr nahezu komplett ausgebucht und allein schon aufgrund dieser Verpflichtungen ist es unmöglich im Januar in den australischen Dschungel zu reisen“. Aber auch ohne diese Termine dürfte sich das Interesse von Michael Wendler an Dschungelprüfungen, Zickenterror und gehässigen Moderatoren stark in Grenzen halten: „In den Dschungel gehen ja doch eher die „Künstler“, die aktuell nicht so erfolgreich sind und ihre besten Zeiten entweder hinter sich haben oder nie welche hatten – was also soll ein Michael Wendler im Dschungel?“ so die provokative Frage von Wendler-Manager Krampe.

(27. Dezember) Ohnsorg-Theater trauert um Jens Scheiblich

"Er war ein begnadeter Komiker, voller Lust, sein Publikum aber auch seine Kollegen zum Lachen zu bringen", heißt es in einer Erklärung des Ohnsorg-Theaters Hamburg. Schauspieler Jens Scheiblich ist am 25. Dezember 2010 nach schwerer Krankheit verstorben.

Der "Hamborger Jung" kam am 2. November 1942 im Stadtteil Uhlenhorst auf die Welt. Aufgewachsen in Wellingsbüttel und Volksdorf ging er nach Abitur und Bundeswehrzeit auf die Schauspielschule und bekam schon während seines Studiums ein Engagement am Thalia Theater. Nach Abschluss seiner Schauspielausbildung ging er 1968 nach München, wo er für zwei Jahre Mitglied des Kabaretts “Die Zwiebel” wurde. Zurück in Hamburg spielte er in den folgenden Jahren in der Hansestadt an verschiedenen Theatern, unter anderem 1971 auch das erste Mal am Ohnsorg-Theater, wo er von 1974 bis 1983 festes Ensemblemitglied wurde und mit Heidi Kabel, Heidi Mahler, Jürgen Pooch und vielen anderen Ohnsorg-Stars auf der Bühne stand.

In den anschließenden Jahren als freier Schauspieler ist Jens Scheiblich auf Tournee gegangen und hat verstärkt Fernsehrollen übernommen. So werden viele Zuschauer ihn als den Dorfpolizisten Heitmann aus der Fernsehserie "Der Landarzt" in Erinnerung behalten, eine Rolle, die er 15 Jahre lang verkörperte. Seit 1996 war das Ohnsorg-Theater wieder feste künstlerische Heimat für Jens Scheiblich. Mit Bravour spielte er unter anderem zwei Rollen, mit denen seinerzeit Henry Vahl berühmt geworden war: den Schustergesellen Matten in "Meister Anecker" und den knorrigen Beamten a.D. Brummer in "Tratsch im Treppenhaus".

Unvergessen bleiben auch seine komödiantischen Kabinettstücke in Rollen wie „Lustfohrt in´t Paradies“, “De Muusbuck” oder “Twee as Katt un Hund” (“Sonny Boys”) und dem “Hörrohr”. All diese Rollen, genauso wie die des Familienvaters Richard in der 13teiligen NDR-Fernseh-Familienserie "Die Ohnsorgs", gestaltete Jens Scheiblich mit seinem unverwechselbaren künstlerischen Profil als Komiker, über den die Zuschauer lachen konnten und der gleichzeitig vielschichtige menschliche Charaktere auf die Bühne brachte. Jens Scheiblich gehörte zu den Schauspielern, die das Ohnsorg-Theater in den letzten vier Jahrzehnten mitgeprägt haben. Jens Scheiblich wurde 68 Jahre alt. "Das Ohnsorg-Theater trauert um einen wunderbaren Schauspieler, einen lieben Freund und unvergessenen Kollegen", heißt es weiter.

Am Silvesterabend, 31. Dezember, um 22 Uhr ist Scheiblich noch einmal im Ohnsorg-Stück "Morgen wird alles anders" mit Hilde Sicks im NDR Fernsehen zu erleben.

(16. Dezember) Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Brokdorf

Im Kernkraftwerk Brokdorf ist bei einer Wiederkehrenden Prüfung festgestellt worden, dass eine Absperrklappe im Lüftungssystem nicht ganz geschlossen hatte. Eine zweite dahinter installierte Klappe hätte im Anforderungsfall den Lüftungskanal verschlossen. Der Antrieb der Lüftungsklappe wurde unverzüglich nachjustiert. Die anschließende Funktionsprüfung verlief ohne Beanstandung. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" wurde der Atomaufsichtsbehörde heute fristgerecht gemeldet. Zur Klärung der Schadensursache hat die Atomaufsichtsbehörde unabhängige Sachverständige hinzugezogen.

(15. Dezember) Schleswig-Holstein schreibt Bahnnetz aus

Verkehrsminister Jost de Jager gab heute den Startschuss für die Ausschreibung des so genannten "Bahnnetz Mitte". Die entsprechende Bekanntmachung wird in Kürze im europäischen Amtsblatt veröffentlicht sein. Die Angebote der interessierten Bahnunternehmen können bis zum 30. Juni 2011 eingereicht werden, über die Vergabe wird Ende 2011 entschieden. "Wir erwarten Dank des Wettbewerbs mehr Qualität für die Fahrgäste zu einem besseren Preis", sagte de Jager.

Zum "Netz Mitte" gehören die Bahnlinien Hamburg - Kiel, Hamburg - Flensburg und Hamburg - Itzehoe. Das Netz umfasst rund 247 Streckenkilometer, auf denen die Züge jährlich rund 5,7 Millionen Kilometer zurücklegen. Nach der Ausschreibung soll diese Verkehrsleistung um mindestens 10 Prozent auf dann jährlich rund 6,3 Millionen Zugkilometer steigen. "Ich bin sicher, dass die Angebotsausweitung dazu beitragen wird, nicht nur mehr Fahrgäste zu gewinnen, sondern auch den Marktanteil des Nahverkehrs weiter zu erhöhen", so der Minister. Die Aus-schreibung mit zwei Teillosen erfolgt in einem europaweiten Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Der Betriebsstart für den neuen Betreiber ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 geplant. Im "Netz Mitte" sind täglich rund 28.400 Fahrgäste unterwegs. Derzeitiger Betreiber auf den Strecken ist die DB Regio AG Regionalbahn Schleswig-Holstein.

(14. Dezember) Meldepflichtige Ereignisse in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel

Die Betreiberin des Kernkraftwerks Krümmel hat im Rahmen einer wiederkehrenden Funktionsprüfung an einer der vier Nachkühlstränge festgestellt, dass eine Nachkühlpumpe nicht eingeschaltet werden konnte. Als Ursache wurde eine defekte Einschaltspule festgestellt. Der Schaden konnte kurzfristig behoben werden. Die Nachwärmeabfuhr war jederzeit gewährleistet. Dieses Meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" hat die Betreiberin der Atomaufsichtsbehörde heute fristgerecht gemeldet. Die Atomaufsichtsbehörde hat zur Bewertung des Meldepflichtigen Ereignisses externe Sachverständige hinzugezogen. Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit Mitte 2007 - mit einer rund zweiwöchigen Unterbrechung im Jahr 2009 - abgeschaltet.

Zum Kernkraftwerk Brunsbüttel hat die Betreiberin mit einer heute eingereichten Folgemeldung die Aufsichtsbehörde über erneute Befunde an Dübelplatten informiert. In dem Kernkraftwerk wurden im Rahmen der Dübelsanierungsarbeiten an einer Rohrleitungshalterung eines Kühlwasserstrangs der Notstromdieselkühlung zwei gebrochene und ein loser Dübel vorgefunden. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde hat eine vertiefte Untersuchung des Schadens und der Schadensursache veranlasst. Hierzu sind der TÜV NORD und Bausachverständige eingeschaltet. Die Untersuchung und weitere Bewertung erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Bauaufsichtsbehörden. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist seit Mitte 2007 abgeschaltet.

(14. Dezember) 10.677 Anmeldungen für "Jugend forscht 2011"

Jugend forscht freut sich über einen neuen Anmelderekord: Insgesamt 10 677 Jugendliche wollen sich 2011 an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb beteiligen. Das sind die höchsten Anmeldezahlen in der 46-jährigen Jugend forscht Geschichte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das Ergebnis eine Steigerungsrate von 4,7 Prozent.

In der aktuellen Wettbewerbsrunde melden acht Bundesländer Zuwächse bei den Anmeldezahlen: An der Spitze liegt Bayern mit einer Steigerungsrate von knapp 24 Prozent. Es folgen Hamburg mit knapp 23 Prozent, Sachsen mit knapp 17 Prozent und Bremen mit mehr als 11 Prozent. Der Favorit unter den sieben Jugend forscht Fachgebieten ist wie in den Vorjahren Biologie mit knapp 25 Prozent aller angemeldeten Teilnehmer. Es folgen die Fächer Technik mit rund 18 Prozent und Chemie mit gut 17 Prozent. Der Anteil der Mädchen liegt in der 46. Wettbewerbsrunde bei 37 Prozent.

„Der Anmelderekord beweist die große Attraktivität von Jugend forscht bei Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. „Naturwissenschaften, Mathematik und Technik stehen ohne Zweifel zunehmend stärker im Fokus junger Menschen. Das beweisen auch die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie, die verbesserte Kompetenzen der Jugendlichen in diesen Fächern zeigen.“ Die Jungforscherinnen und Jungforscher treten ab Anfang Februar 2011 zunächst bei einem der bundesweit 78 Regionalwettbewerbe an. Dort präsentieren sie insgesamt 5.707 Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Die Besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März und April. Den Abschluss der 46. Runde bildet der Bundeswettbewerb vom 19. bis 22. Mai 2011 in Kiel – gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. als Bundespate.

Auch im kommenden Jahr wird das herausragende Förderengagement von Schulen bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb mit dem Jugend forscht Schulpreis gewürdigt. Die von der CTS GmbH aus Lemgo, einem europaweiten Anbieter von Gruppen- und Studienreisen, gestiftete Auszeichnung ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert und wird bei allen Regionalwettbewerben der 46. Runde je einmal verliehen.

(9. Dezember) Atomaufsicht mit "Nein" zu neuer Kraftwerksleitung Krümmel

"Ich werde der Bestellung von Frau Welte zur Kraftwerksleiterin in Krümmel derzeit nicht zustimmen. Es ist Frau Welte bislang nicht gelungen, die fehlende praktische Erfahrung im Produktionsbereich hinreichend zu kompensieren. Dies wäre jedoch zwingend Voraussetzung dafür gewesen, dass Frau Welte die Aufgabe der Kraftwerksleiterin übernehmen kann", so  Schleswig-Holsteins für die Atomaufsicht zuständiger Justizminister Emil Schmalfuß heute.

"Wir bedauern diese Entwicklung, können im Interesse der Sicherheit aber nicht anders entscheiden", so Schmalfuß weiter. "Denn es entspricht dem aktuell von den Atomexperten des Bundes und der Länder festgestellten Standard, dass der Leiter eines Kernkraftwerkes grundsätzlich eine Fachkundeprüfung für Schichtleiter in einem Kernkraftwerk bestanden haben muss. Dies ist bei Frau Welte nicht der Fall. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann diese Qualifikation durch langjährigen, verantwortlichen Einsatz in Kernkraftwerken und ein individuelles Ausbildungsprogramm für die vorgesehene Anlage nachgewiesen werden."

"Wir haben seit über einem Jahr wiederholt deutlich gemacht, dass es Frau Welte noch an dieser Qualifikation für die Leitung eines Kernkraftwerks fehlt. Es liegt nun an Vattenfall, einen neuen Vorschlag zu machen. Aus meiner Sicht darf das Kernkraftwerk Krümmel erst wieder ans Netz gehen, wenn es eine neue Leiterin oder einen neuen Leiter hat", betonte der Minister.

(9. Dezember) Sieger von "Jugend forscht" reist zur Nobelpreisverleihung

Bei der Nobelpreisverleihung am 10. Dezember in Stockholm ist auch ein Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs von "Jugend forscht" zu Gast. Florian Schober wird miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Der Festakt ist für ihn der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 24 Nachwuchswissenschaftlern aus 17 weiteren Ländern nimmt der Jungforscher derzeit am "Stockholm International Youth Science Seminar" (SIYSS) teil, das seit 35 Jahren von der Nobel-Stiftung und der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

Florian Schober aus dem bayerischen Hutthurm gewann die Reise nach Stockholm beim Jugend forscht Finale im Mai 2010 in Essen. Für sein Biologie-Projekt "Flechten als Klimaarchive" wurde der 19-Jährige nicht nur mit dem Bundessieg ausgezeichnet, sondern erhielt von der Bremer Ernst A. C. Lange-Stiftung auch das Ticket nach Schweden. In seiner prämierten Arbeit stellte der Nachwuchswissenschaftler einen neuen Ansatz vor, um vergangene Klimasituationen präzise nachzuvollziehen. Bei der Vermessung von Flechtenstrukturen unter dem Mikroskop entdeckte Florian Schober klar erkennbare Wechselwirkungen mit der Klimaentwicklung. Mit diesen Ergebnissen kann der junge Forscher belegen, dass sich die Lebensgemeinschaft von Pilz und Alge sehr gut als Klimaarchiv eignet. Mit anderen Worten: Die klimatischen Verhältnisse der vergangenen Jahrhunderte lassen sich aus den Flechten ableiten. Seine Methode könnte vor allem im Hinblick auf das hohe Alter, das Flechten erreichen, und deren Verbreitung in nahezu jeder Klimazone eine sinnvolle Ergänzung zu bisherigen Analyseansätzen darstellen.

"Ich bin ungemein gespannt auf die Teilnehmer der anderen Länder und ihre Projekte", sagt Florian Schober. "Besonders freue ich mich darauf, nicht nur die aktuellen Nobelpreisträger, sondern auch die zukünftige Forschergeneration kennenzulernen." Der Jungforscher bestand im Sommer sein Abitur am Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen und studiert seit Oktober Molekulare Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Nach der Nobelpreisverleihung wird der Jungforscher mit den Preisträgern und rund 1300 Gästen am traditionellen Bankett teilnehmen und anschließend auf dem festlichen Ball im Stockholmer Rathaus tanzen. In der Woche zuvor absolviert er beim SIYSS ein attraktives wissenschaftliches und kulturelles Programm: Die Jugendlichen hören unter anderem Vorträge der Nobelpreisträger und haben die Möglichkeit, beim Empfang des Nobelkomitees die Nobelpreisträger kennenzulernen. Sie stellen Wissenschaftlern und Studenten ihre eigenen Forschungsprojekte vor, besuchen das Nobel Museum wie auch das Karolinska Institut, eine der weltweit renommiertesten medizinischen Hochschulen.

(6. Dezember) Bei der Meeresforschung enger zusammenarbeiten

Die norddeutschen Wissenschaftsminister wollen beim Thema Meeresforschung enger zusammenrücken und mit einer Stimme sprechen. Darauf verständigten sich die Ressortchefs der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein heute auf der turnusmäßigen Konferenz der norddeutschen Wissenschaftsminister in Kiel. Anlass für den Schulterschluss ist das geplante Gespräch mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Anfang 2011 zu den Perspektiven der Meeresforschung in Deutschland im Zusammenhang mit der Überführung des bisherigen Leibniz-Forschungsinstituts IFM-GEOMAR in die Helmholtz-Gesellschaft.

"Eine Abstimmung zwischen den norddeutschen Ländern stärkt die Position der Meeresforschung, wovon alle fünf Küstenländer künftig profitieren können", sagte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Jost de Jager als Gastgeber der Konferenz. Die Forschungseinrichtungen in den fünf Ländern beschäftigen sich neben der Meeresforschung unter anderem mit Polar- und Klimaforschung.

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Konferenz waren nach den Worten von de Jager die Empfehlungen der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) zur Zusammenarbeit in der Forschung in den Bereichen Energie sowie Biowissenschaften und Medizin. Die Strukturanalysen der WKN sollen dazu beitragen, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der fünf norddeutschen Länder zu verbessern und das in der deutschen Forschung wahrgenommene Nord-Süd Gefälle zu verringern. Nach dem WKN-Gutachten hat sich unter anderem gezeigt, dass die Erfolge im bundesweiten und internationalen Wettbewerb im Bereich der Forschung noch nicht überall den Leistungen entsprechen. Dies sei auch auf eine mangelnde länderübergreifenden Vernetzung der Akteure zurückzuführen.

Die Länderminister begrüßten die Strukturanalysen ausdrücklich als Grundlage für mehr länderübergreifende Zusammenarbeit in wichtigen Forschungsfeldern. Sie stellten aber fest, dass die aufgezeigten Kooperationsmöglichkeiten und -potentiale vielfach mit einem erheblichen zusätzlichen Mitteleinsatz gekoppelt sind. Sie verständigten sich darauf, die Empfehlungen der WKN auf ihre Umsetzungs-möglichkeiten in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe intensiv zu prüfen.

(3. Dezember) Integrationsminister gratuliert Türkischer Gemeinde

Integrationsminister Emil Schmalfuß hat heute der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein zum 15-jährigen Bestehen gratuliert. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Landeshaus dankte der Minister der Türkischen Gemeinde für die engagierte Arbeit, die einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft darstelle. "Sie sind uns kompetenter Ansprechpartner, Projektpartner und Impulsgeber", sagte Schmalfuß. "Ich bin auch deshalb heute gerne zu ihnen gekommen, weil ich weiß, dass ich hier engagierten Frauen und Männern einer Gemeinde begegne, von denen ich gerade im persönlichen Gespräch viel darüber erfahre, wie es um die Befindlichkeiten und die gesellschaftliche Einbindung von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund bestellt ist. Ihr Leben ist ein beständiger Teil des deutschen Alltags. Mir ist wichtig, anlässlich Ihres Jubiläums zu unterstreichen, welch großen, materiell nicht messbaren Beitrag die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein in unserer und damit für unsere Gesellschaft leistet", betonte der Integrationsminister mit Blick auf die zahlreichen Projekte, die die Türkische Gemeinde unterstützt.

Dazu zählt zum Beispiel ein landesweites Beratungsprojekt, bei dem die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein mit dem Ministerium Justiz, Gleichstellung und Integration zusammenarbeitet. Ziel der Arbeit der Berater und Beraterinnen der Türkischen Gemeinde ist die Verbesserung der Chancengleichheit für türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Hierbei kommt der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein als Migranten-Selbstorganisation eine maßgeblichen Schlüsselstellung zu. Darüber hinaus fördert das Land auch Projekte, die das Ausbildungspotential vom Migrantenbetrieben und jugendlichen Migrantinnen und Migranten nutzen und unterstützen sollen.

(30. November) Winter-Hotline des Bildungsministeriums Schleswig-Holstein

Das Bildungsministerium hat eine Winter-Hotline eingerichtet, die über aktuelle wetterbedingte Unterrichtsausfälle an den öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen informiert. Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0431 - 9882333 erreichbar und fasst rund um die Uhr zusammen, an welchen Schulen der Unterricht ausfällt. Das teilte das Bildungsministerium heute mit.

Dieser Dienst ist besonders in der kalten Jahreszeit wichtig, weil es durch Eis und Schnee zu wetterbedingten Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen kann. In der Folge kann dies auch bedeuten, dass eine Beförderung zur Schule nicht möglich ist und der Unterricht ausfallen muss. All diese Informationen sind für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler jederzeit unter der neuen Winter-Hotline verfügbar. Parallel informiert der Verkehrsinformationsdienst der Rundfunkanstalten über einen möglichen Schulausfall.

(26. November) Metropolregion Hamburg: Eine Reihe von Beitrittskandidaten

Der Regionsrat, oberstes Gremium der Metropolregion, hat in seiner diesjährigen Sitzung am 25. November in Cuxhaven den neuen strategischen Handlungsrahmen für die Region festgelegt. Für eine Erweiterung der Metropolregion gibt es positive Signale.

Auf der Basis ihrer Stärken stellt sich die Metropolregion Hamburg den Herausforderungen der Zeit. Globalisierung, demographischer Wandel, Klimaveränderungen und die öffentlichen Finanzen erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Handlungskonzepte. Die Vereinbarkeit von dynamischer, wirtschaftlicher Entwicklung und nachhaltig lebenswerter Region muss praktisch gezeigt werden. Beides gemeinsam stellt den weiteren Erfolg der Metropolregion Hamburg sicher und stärkt die Anziehungskraft der Region.

Der Regionsrat hat das Interesse des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ludwigslust, der Hansestadt Lübeck und der Stadt Neumünster an einem Beitritt zur Metropolregion Hamburg begrüßt. Die Beitrittskandidaten sind eingeladen, an den Sitzungen der Gremien, insbesondere des Lenkungsausschusses, als Gäste teilzunehmen. Der Regionsrat hat sich darauf verständigt, die Strukturen der Zusammenarbeit effektiver zu gestalten. Über die Beitritte wird der Regionsrat im nächsten Jahr eine Entscheidung fällen. Dazu der diesjährige Vorsitzende des Regionsrates Landrat Kai-Uwe Bielefeld aus Cuxhaven: "Entscheidungen im Konsens zu fällen erfordern oft lange Diskussionen und schwierige Verhandlungen. Auf dem Weg sind wir einen Schritt weiter gekommen."

(25. November) Wiegard: Land nimmt weniger Kredite 2011 auf

"Der Konsolidierungskurs steht und wird sogar noch verstärkt", sagte Finanzminister Rainer Wiegard bei der Vorlage der Nachschiebeliste zum Haushaltsentwurf der Landesregierung heute im Finanzausschuss. "Wir werden 2011 mit 1,27 Milliarden Euro rund 350 Millionen Euro weniger Kredite aufnehmen als bisher geplant. Für 2012 werden es mit 1,02 Milliarden Euro fast 330 Millionen Euro weniger sein", sagte Wiegard. Insgesamt seien dies 680 Millionen Euro weniger neue Schulden gegenüber dem Ursprungsentwurf vor der November-Steuerschätzung.

"Trotz aller Unkenrufe wird entschlossen fortgesetzt, was nur durch die Wirtschaftskrise kurzzeitig unterbrochen wurde: Jeder Steuer-Euro, der mehr als erwartet in die Kasse kommt, wird konsequent zur Senkung des Defizits genutzt", betonte der Finanzminister. Ab 2012 müsse er nur noch neue Schulden aufnehmen, um damit die Zinsen für die Altschulden zu bezahlen. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, wie die Zukunft von der Vergangenheit aufgefressen werde und warum eine Haushaltskonsolidierung zwingend notwendig bleibe.

Wegen der geringeren Kreditaufnahme und des anhaltend niedrigen Zinsniveaus würden die Zinsausgaben geringer ausfallen als bisher geplant. Mit dem Ausbau der Infrastruktur werde der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein gestärkt und die Grundlage für künftiges Wachstum gelegt.

(19. November) Aufenthaltsperspektive für integrierte Jugendliche

Die Konferenz der Innenminister und -senatoren von Bund und Ländern hat sich heute in Hamburg dafür ausgesprochen, in Deutschland gut integrierten Jugendlichen und Heranwachsenden ohne aufenthaltsrechtlichen Status eine dauerhafte Aufenthaltsperspektive zu eröffnen. Die Eltern der Begünstigten sollen ein Aufenthaltsrecht erhalten können, wenn sie ausreichende Integrationsleistungen erbracht haben und den Lebensunterhalt der Familie überwiegend sichern. Der Bundesgesetzgeber ist aufgefordert, die entsprechenden Neuregelungen im Aufenthaltsgesetz vorzunehmen.

Dazu erklärte der in Schleswig-Holstein für ausländerrechtliche Fragestellungen zuständige Justizminister Emil Schmalfuß: "Der von der Innenministerkonferenz beschlossene Aufruf an den Gesetzgeber stellt ein richtiges Signal dar. Aufenthaltsbeendigungen, die in solchen Fällen aufenthaltsrechtlich bislang nicht zu umgehen waren, führten in der Vergangenheit angesichts der tatsächlich häufig vollzogenen Integration gerade junger Menschen zu Ergebnissen, die nicht zufriedenstellen konnten. Mit den geforderten gesetzlichen Neuregelungen wird es erstmals gelingen, den Jugendlichen und Heranwachsenden, die sich in der Schule und ihrem Umfeld gut integriert haben, aus diesem Grund unabhängig vom aufenthaltsrechtlichen Status der Eltern eine dauerhafte Lebensperspektive in Deutschland zu eröffnen. Neu wäre auch, dass diese Regelung stichtagsunabhängig, also auch zukunftsgerichtet greifen wird. Damit würde nicht nur bereits vollzogene Integration belohnt, sondern auch ein Integrationsanreiz für nachwachsende junge Ausländerinnen und Ausländer gesetzt.

Dass dieses Aufenthaltsrecht nicht - wie vor der IMK in der Presse diskutiert - von Schulnoten abhängig gemacht werden soll, begrüße ich ausdrücklich."

(18. November) Fünf deutsche Streifen für den "European Film Award" nominiert

Noch zwei Tage, dann startet das 14. Tallinner Filmfestival der dunklen Nächte (PÖFF), in dessen Zuge in diesem Jahr auch die Europäische Filmpreis-Gala stattfindet. Am 4. Dezember steht fest, ob einer der fünf deutschen Filme, die für einen European Film Award nominiert sind, tatsächlich eine der begehrten Statuen ergattern konnte.

PÖFF ist das älteste estnische Filmfestival, bei dem traditionell die besten europäischen Filme präsentiert werden. Die 23. Europäische Filmpreis-Gala ist das Highlight der Veranstaltung in diesem Jahr: Die Gala findet jährlich abwechselnd in Berlin und einer anderen europäischen Stadt statt: dieses Jahr im winterlichen Tallinn.

Als Filme mit deutscher Beteiligung sind in der Katgeorie „European Film“ nominiert: Soul Kitchen (Fatih Akin), The Ghost Writer (Roman Polanski), Lebanon (Samuel Maoz), BAL – Honig (Semih Kaplanoðlu). The Ghost Writer gilt mit insgesamt sieben Nominierungen als heißer Favorit. In der Rubrik „European Discovery“ hat der Film von Feo Aladag "Die Fremde" eine Chance auf die Trophäe.

(12. November) VdK-Präsidentin kritisiert Regierungsbericht zur Rente mit 67

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, spricht sich auch nach dem Bekanntwerden des Prüfberichts der Bundesregierung zur Rente mit 67 gegen eine Erhöhung des Rentenzugangsalters aus. „Das sind keine Erfolgsmeldungen, wenn festgestellt wird, dass weniger als ein Viertel der 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist und somit über drei Viertel der Älteren nach wie vor keine Beschäftigung finden. Bei den 63- und 64-jährigen liegt die Beschäftigungsquote nach wie vor unter zehn Prozent. Für die Mehrheit bedeutet die Rente mit 67 somit keine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern eine längere Arbeitslosigkeit und eine Ausdehnung der Altersarmut. Solange sich die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer nicht drastisch verbessert, ist man von einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit noch weit entfernt", erklärte Mascher.

Mascher: „Auch wenn die Beschäftigungsquote Älterer langsam steigt, so haben sich die Chancen älterer Arbeitsloser nur wenig verbessert. Wer als 55-Jähriger arbeitslos wird, hat kaum eine Chance, einen neuen Job zu finden. Bevor man über eine Rente mit 67 nachdenkt, muss man zunächst dafür sorgen, dass Arbeitnehmer bis 65 gesund in Arbeit bleiben können. Um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten, brauchen wir mehr Weiterbildung und Gesundheitsförderung in den Betrieben".

Für Menschen, die nicht bis 65 durchhalten und früher aufhören müssen zu arbeiten, bedeutet das höhere Abschläge bei der Rente, 3,6 Prozent pro Jahr des vorzeitigen Rentenbeginns. Deshalb darf die „Rente mit 67" unter heutigen Arbeitsmarktbedingungen nicht starten. Sie würde das Problem der Altersarmut für Viele verschärfen.

(10. November) Vorschlag zur Schließung der JVA Flensburg

Die Haushaltsstrukturkommission hat in ihren Sparvorschlägen eine Schließung der Justizvollzugsanstalt Flensburg im Jahr 2013 vorgeschlagen. Grundlage war die Annahme, dass der Betrieb kleinerer Justizvollzugsanstalten unwirtschaftlicher sei als der Betrieb größerer Anstalten. Eine hierzu im Justizministerium erstellte und nun vorliegende Wirtschaftlichkeitsberechnung bestätigt diese Annahme nachdrücklich. Danach wären bei einer Schließung der JVA Flensburg für den Landeshaushalt bis 2020 Einsparungen von mindestens 13,3 Millionen Euro zu erwarten. Die dauerhafte jährliche Entlastung für den Haushalt läge bei rund 900.000 Euro.

Dazu erklärte Justizminister Emil Schmalfuß: "Diese Zahlen basieren auf sehr detaillierten Statistiken und Angaben sowie einer konservativen Berechnung. Wir sind bei den einzelnen Posten immer vom niedrigsten, dafür aber sicheren Wert ausgegangen. Zum Beispiel haben wir einen eventuellen Verkaufserlös der Immobilie nicht einberechnet, weil es dafür keine belastbaren Annahmen gibt. Deshalb ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Einsparungen noch höher ausfallen werden. Aber bereits die vorliegenden Zahlen belegen deutlich, dass das Land durch die Schließung der JVA Flensburg erheblich sparen kann. Und das, ohne im Bereich des Justizvollzugs Standards abzubauen", betonte Schmalfuß.

Grundlage der Berechnungen waren zum einen Statistiken des Ministeriums etwa zu Haftplätzen und Belegung, Daten des Investitionsprogramms sowie Zahlen aus dem Haushalt und der Kosten- und Leistungsrechnung. Darüber hinaus wurden durch die JVA Flensburg Daten erhoben, um insbesondere Aussagen zu den höheren Fahrleistungen bei den Zuführungen durch die Polizei sowie dem höheren Transportaufkommen für Vorführungen durch Justizvollzugsbedienstete treffen zu können. Es wurden auch Daten zu den Besuchen und zu den Gesprächskontakten innerhalb der JVA mit Staatsanwaltschaft, Gericht, Polizei, Verteidiger usw. erhoben. Auf dieser Basis wurden für die JVA Flensburg detailliert und differenziert die durch die Schließung zu erwartenden Einsparungen und Mehrbedarfe ermittelt und ausgewertet.

(9. November) Sozialverband für Anpassung der Renten analog zu den Löhnen


Der Sozialverband VdK warnt davor, "die Rentner von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung abzuhängen". Die Deutsche Rentenversicherung Bund prognostizierte heute in Würzburg eine Rentenanpassung von knapp einem Prozent für das Jahr 2011 bei zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen von rund drei Prozent.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, erklärte hierzu: "Die Schere zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer und der Einkommen der Rentner geht weiter auseinander. Nachhaltigkeitsfaktor, Riesterfaktor und Nachholfaktor verwandeln eine mögliche deutliche Rentenerhöhung in eine kleine Rentenanpassung." Der VdK fordert deshalb die Rückkehr zu einer dynamischen Rentenanpassung, bei der die Renten analog zu den Löhnen und Gehältern steigen.

Mascher: "Die drohenden steigenden Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung werden den Kaufkraftverlust bei den Rentnern weiter vergrößern. Das sind unterm Strich keine guten Zukunftsaussichten für Rentnerinnen und Rentner."

(8. November) Preisträger der Arthur Boskamp-Stiftung

Mit dem Förderpreis für junge Künstler aus Norddeutschland trägt die Arthur Boskamp-Stiftung seit vier Jahren wesentlich zur Stärkung der zeitgenössischen Kunst in der Region bei. 2010 war der Preis medienunabhängig unter dem weit gefassten Begriff "Raumkonzepte" ausgeschrieben. Die Preisträger, Björn Beneditz (*1978 in Husum) und Daniel Müller-Friedrichsen (*1975 in Hannover), verstehen auf jeweils sehr individuelle Weise Raum als gelebte Bühne. Humorvoll, poetisch und kritisch beschäftigen sie sich mit meist sozialen Aspekten der Nutzung und Definition von Raum.

Björn Beneditz befasst sich mit "sozialen Räumen". Dabei stehen insbesondere die Orte in ihrer Funktion und Wechselwirkung mit den dort agierenden Menschen zur Disposition. Beneditz ist an einer Öffnung von Räumen sowie dem Auflösen der Grenze zwischen vermeintlicher Hochkultur und Populärkultur gelegen. Sein Förderpreisbeitrag "VIII Spots" thematisiert den Bühnenraum und das Spotlight. Visuell findet diese Auseinandersetzung ihre Form in einem ortsspezifischen Ensemble unter anderem aus einer raumgreifenden Bühnenkonstruktion, Plakaten und einem Fanzine.

Daniel Müller-Friedrichsen adaptiert für seine künstlerische Arbeit so genannte "Matte-Paintings", eine frühe Erfindung der Filmindustrie, um Raumillusionen herzustellen. Mit Ölfarbe lässt er auf Glasscheiben Räume entstehen, die sowohl als eigenständige Kunstwerke fungieren, als auch die Kulissen für seine Filme bilden. In der Ausstellung werden neben diesen Malereien zwei Filme gezeigt. Letzte verweben Text, Raum und Schauspiel zu einem paradoxen Geflecht aus Liebe, Sehnsucht und der Unmöglichkeit diese in Worte zu fassen, ohne dabei in Allgemeinplätze zu verfallen.

(5. November) R.SH-Moderatorin Nicolaisen aus Babypause zurück

Nach ihrer Babypause ist R.SH-Moderatorin Katharina Nicolaisen wieder on air. Seit dem 30. Oktober tauscht die frisch gebackene Mama Kinderwagen, Windeln und Schnuller einmal wöchentlich gegen Studioluft und Mikrofon. Zusammen mit Frank Bremser moderiert sie die Frank Bremser-Show immer samstags von 8 bis 12 Uhr, während ihr gut zwei Monate alter Sohn Carl den Papa auf Trab hält.

Die 37-Jährige stand bis zu ihrer Babypause neben Carsten Köthe und Autopilot Nils Söhrens als Wetterexpertin im Studio des Frühstücksclubs und informierte die Hörer über die Hochs und Tiefs des norddeutschen Wetters und moderierte auch die Frank Bremser-Show bereits zuvor. Ab sofort stehen die beiden nun wieder gemeinsam am Mikrofon.

(5. November) Modernes Zentrum für Lithium-Batterien in Itzehoe

Weiterer Technologie-Sprung am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe: Im Beisein von Wirtschaftsminister Jost de Jager ist heute ein hochmodernes Beschichtungszentrum für Elektrodenfolien in Betrieb genommen worden. Elektrodenfolien werden für die Herstellung von Lithium-Batterien benötigt, die sich immer mehr als universaler Speicher für elektrischen Strom erweisen - von der Kleinstbatterie im Handy bis zum Akku in der neuen Generation von Elektroautos.

"Hier in Itzehoe werden die Kompetenzen aufgebaut, die wir für den sinnvollen Ausbau der regenerativen Energien brauchen", sagte de Jager. Die Kompetenzen des ISIT in der Entwicklung von Lithium-Batterien hätten zudem bereits zur ersten Ansiedlung eines innovativen Unternehmens geführt. Die Dispatch Energy Innovations GmbH werde künftig am Standort Itzehoe seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrieren sowie die Kleinserienproduktion beginnen. "Bereits in der Startphase werden 20 Arbeitsplätze durch das neue Unternehmen geschaffen", sagte de Jager.

Dispatch Energy wird nach eigenen Angaben Batteriesysteme produzieren, die die Zwischenspeicherung und Eigennutzung von Strom aus Fotovoltaikanlagen ermöglichen. Die Systeme sind für Eigenheimbesitzer gedacht, die ihren selbst erzeugten Strom rund um die Uhr nutzen wollen. 1000 Fotovoltaik-Haushalte sollen pro Jahr mit dem neuen System ausgestattet werden. Attraktiv wird diese Art der Stromnutzung durch besondere Vergütungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Das 1,5 Millionen Euro teuere Beschichtungszentrum ist nach den Worten von de Jager zu 70 Prozent mit Mitteln der Konjunkturpakete der Bundesregierung und zu 30 Prozent mit Mitteln des Fraunhofer ISIT finanziert worden.

(2. November) Defektes Ventil am Notstromdiesel in Krümmel entdeckt

Die Betreiberin des Kernkraftwerks Krümmel hat im Rahmen einer Anlagenbegehung an einem von sechs vorhandenen Notstromdieseln an einem Ventil des Schmierölsystems eine Ölleckage festgestellt. Ursache hierfür war ein Riss in einer Gummimembran des Ventils. Infolge der Leckagemenge war die uneingeschränkte Betriebsfähigkeit des Notstromdiesels nicht gewährleistet. Das Ventil wurde von der Betreiberin zwischenzeitlich ausgetauscht und wird weitergehend untersucht. Der Notstromdiesel ist wieder verfügbar.

Die erforderliche Notstromversorgung war auch während des Ausfalls des betroffenen Diesels gewährleistet. Bei abgeschalteter Anlage müssen stets drei Notstromdiesel verfügbar sein. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" hat die Betreiberin der Atomaufsichtsbehörde heutefristgerecht gemeldet. Die Atomaufsicht hat zur Bewertung des Meldepflichtigen Ereignisses externe Sachverständige hinzugezogen. Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit Mitte 2007 - mit einer rund zweiwöchigen Unterbrechung im Jahr 2009 - abgeschaltet.

(28. Oktober) Anmeldestart zum 17. Hella Hamburg Halbmarathon

Ab sofort sind Anmeldungen zum 17. hella hamburg halbmarathon am Sonntag, den 3. Juli 2011 möglich. Bei Anmeldungen bis zum 31. Dezember 2010 beträgt das (ermäßigte) Meldegeld für Läufer und Skater 27 Euro. Der Start befindet sich auf der Reeperbahn (St. Pauli); das Ziel erreichen die Teilnehmer nach 21,0975 km auf der Rothenbaumchaussee/Höhe Hallerstraße.

Die Strecke vom hella hamburg halbmarathon ist nach den Bestimmungen der IAAF/AIMS als DLV-Straßenlauf offiziell vermessen worden, sodass die gelaufenen Zeiten in die Bestenlisten aufgenommen werden können.

Der Melderekord aus diesem Jahr (2010) liegt bei insgesamt 6.085 Teilnehmern. Streckenrekord Männer: Gilbert Kipruto Kirwa (Kenia, 2009) 1:01:52 Std., Streckenrekord Frauen: Caroline Chepkwony (Kenia, 2010) 1:13:57 Std.

Zum 3. Mal unterstützt der hella hamburg halbmarathon die Elterninitiative rheumakranker Kinder e.V. mit einem gemeinsamen Schülerlauf ("Bärenlauf") rheumakranker und gesunder Kinder. Seit 12 Jahren setzt sich der Verein dafür ein, dass Kinder, die an Kinderrheuma leiden, ambulant behandelt werden und so gut es möglich ist, ihr Leben in ihrem familiären und sozialen Umfeld wie gewohnt fortsetzen können. Dazu gehört ganz entscheidend, dass die Kinder sich weiterhin bewegen.

(27. Oktober) FIFA veranstaltet 1. Gala FIFA Ballon d'Or im Januar 2011

Wer gewinnt den FIFA Ballon d'Or und wer die Auszeichnung für die FIFA-Weltfussballerin 2010? Wer wird erster FIFA-Männerfussballtrainer und wer erste/erster FIFA-Frauenfussballtrainerin/-trainer des Jahres? Die FIFA und France Football haben heute die Anwärterinnen und Anwärter für diese Auszeichnungen bekanntgegeben. Die endgültige Wahl werden die Spielführer/Spielführerinnen und Trainer/Trainerinnen der Männer- und Frauennationalteams sowie die von France Football ausgewählten internationalen Medienvertreter treffen.

Die Sieger werden am 10. Januar 2011 bei der ersten Gala FIFA Ballon d'Or in Zürich bekanntgegeben. Im Rahmen der Fernsehshow werden zudem zum zweiten Mal die Auszeichnung für die FIFA/FIFPro World XI und der FIFA-Puskás-Preis für das schönste Tor des Jahres vergeben. Ebenso verliehen werden der FIFA Presidential Award und der FIFA-Fairplay-Preis.

Die Vorauswahl der 23 Spieler und 10 Spielerinnen sowie der je zehn Trainer wurde von den Fussballexperten der Fussballkommission, der Kommission für Technik und Entwicklung sowie der Kommission für Frauenfussball und die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft sowie von einer Expertengruppe von France Football getroffen. Mit dem FIFA-Männerfussballtrainer und der/dem FIFA-Frauenfussballtrainerin/-trainer des Jahres wurden zudem zwei neue Preiskategorien geschaffen.

Am 6. Dezember 2010 werden die FIFA und France Football bei einer Medienkonferenz in Paris die Namen der je drei Spieler und Spielerinnen sowie der je drei Männer- und Frauenfussballtrainer bekanntgeben, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Das sind die nominerten Fußballer:
Xabi Alonso (Spain), Daniel Alves (Brazil), Iker Casillas (Spain), Cristiano Ronaldo (Portugal), Didier Drogba (Côte d'Ivoire), Samuel Eto'o (Cameroon), Cesc Fabregas (Spain), Diego Forlán (Uruguay), Asamoah Gyan (Ghana), Andrés Iniesta (Spain), Júlio César (Brazil), Miroslav Klose (Germany), Philipp Lahm (Germany), Maicon (Brazil), Lionel Messi (Argentina), Thomas Müller (Germany), Mesut Özil (Germany), Carles Puyol (Spain), Arjen Robben (Netherlands), Bastian Schweinsteiger (Germany), Wesley Sneijder (Netherlands), David Villa (Spain) and Xavi (Spain).

Das sind die nominierten Fußballerinnen:
Camille Abily (France), Fatmire Bajramaj (Germany), So Yun Ji (Korea Republic), Marta (Brazil), Birgit Prinz (Germany), Caroline Seger (Sweden), Christine Sinclair (Canada), Kelly Smith (England), Hope Solo (USA) and Abby Wambach (USA).

Das sind die nominierten Trainer:
Carlo Ancelotti (Italy/ Chelsea FC), Vicente del Bosque (Spain/Spain national team), Alex Ferguson (Scotland/Manchester United), Pep Guardiola (Spain/FC Barcelona), Joachim Löw (Germany/Germany national team), José Mourinho (Portugal/FC Internazionale Milano and Real Madrid CF), Oscar Tabárez (Uruguay/Uruguay national team), Louis Van Gaal (Netherlands, FC Bayern Munich), Bert Van Marwijk (Netherlands/Netherlands national team) and Arsène Wenger (France/Arsenal).

Das sind die nominierten Trainer im Frauenfußball:
Bruno Bini (France/France national team), In Cheul Choi (Korea Republic, Korea Republic U-20 national team), Maren Meinert (Germany/Germany U-20 national team), Albertin Montoya (USA/ FC Gold Pride), Silvia Neid (Germany/Germany national team), Hope Powell (England/England national team), Norio Sasaki (Japan/Japan national team), Bernd Schröder (Germany/FFC Turbine Potsdam), Pia Sundhage (Sweden/USA national team), Béatrice von Siebenthal (Switzerland/Switzerland national team).

(27. Oktober) Neuer Schlagzeuger bei der Gruppe "Lordi"

Nur wenige Tage vor Halloween präsentieren die rockenden Monster
von "Lordi" eine neue Kreatur am Schlagzeug. Sie hört auf den Namen Otus und wird mit den Finnen, die 2008 den Eurovision Song-Contest gewannen, in Kürze auf Deutschlandtournee zu bewundern sein.

Wer oder was Otus genau ist, darüber will sich auch Chef-Monster "Lordi" nicht wirklich auslassen: "Der Name bedeutet übersetzt so viel wie 'Kreatur',” verrät der Musiker aus Helsinki, dessen wahres Gesicht noch kaum jemand erblickt hat. “Wir sind uns nicht ganz sicher, wer oder was er ist. Er bewegt sich irgendwo zwischen Metzger, Henker, Alien und Zombie. In jedem Fall ist er das insgesamt zehnte Mitglied, das bislang bei Lordi ein Instrument bedient.” Sein Name Otus ist finnisch und bedeutet übersetzt nichts anderes als “Kreatur”. Otus ersetzt das vor einigen Wochen ausgestiegene Band-Monster Kita, das bislang Schlagzeug spielte.

Mit “Babez For Breakfast” erschien erst im September das neue Album der Gruppe. Es ist eine monstermäßig humorvolle Persiphlage auf altbekannte Rock On O Roll-Klischees. Das Titelstück selber erzählt mitdeutlichem Augenzwinkern von zwei Rockstars, die hinsichtlich ihres Sexualtriebs zu maßloser Übertreibung neigen und karikiert damit das Paradebild, das rominenten Vertretern der Rockszene ganz gerne zuteil wird. “Außerdem gibt es eine Sage, dass Monster zum Frühstück kleine Babies verspeisen würden”, so Gesangsmonster Lordi. “Auch diesen Aspekt mussten wir natürlich ironisch verarbeiten.”

Die Tourdaten von "Lordi": 25.11. D-Tuttlingen - Stadthalle; 10.12. D-Burglengenfeld - VA Zentrum; 11.12. D-Kaufbeuren - All Karthalle; 12.12. D-Stuttgart - LKA; 13.12. A-Wien - Szene; 15.12. D-Koeln - Essigfabrik; 17.12. D-Langen - Stadthalle; 18.12. D-Pirmasens - Quasimodo; 19.12. D-Hannover – Capitol.

 

(21. Oktober) Autogrammstunde mit Wolke Hegenbarth in Hamburg

Stars zum Anfassen: Die Newcomer-Band "kleinstadthelden" kommt am Sonnabend, 23. Oktober zu einem Kurztrip nach Hamburg. Bei der Eröffnung des neuen Base-Shops im Überseequartier präsentieren die Teilnehmer des diesjährigen Bundesvision Song Contest ab 11 Uhr vorab das Video zu ihrer neuen Single "Nicht nur", die Mitte November erscheint. Die Single ist zugleich Titelmusik des Kinofilms "kleinstatthelden", der bundesweit ab 21. Oktober anläuft. Außerdem signieren die jungen Musiker aus Osterholz-Scharmbeck ihr aktuelles Album im Shop. Für alle, die die kleinstadthelden mit nach Hause nehmen wollen: Mit etwas Glück können Besucher eines von zehn handsignierten Alben gewinnen.

Darüber hinaus holt Base die Schauspielerin Wolke Hegenbarth ("Mein Leben & ich") auf das neugeschaffene Gelände am Überseeboulevard. Im Rahmen einer Autogrammstunde während der Eröffnung stellt sie sich ab 13 Uhr den Fragen ihrer Fans.

"Die Menschen sind auf dem Weg ins mobile Webzeitalter. Durch den massiven Ausbau unseres Highspeed-Datennetzes und kundenorientierte Angebote wie günstige Smartphones mit der Base Internet Flat Inklusive räumen wir die letzten Hürden aus dem Weg. Unser Ziel ist das mobile Internet für alle. Dazu präsentieren wir in Hamburg jetzt den passenden Mobilfunk-Shop der nächsten Generation. Denn wir wollen mit unseren Produkten und Services schon heute zukunftsprägende Kundenerlebnisse schaffen", erklärt Matthias Engelke, zuständiger Direktor Vertrieb Nord der E-Plus Gruppe.

(6. Oktober) Bildungsminister Klug: Personalausstattung so gut wie nie

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug legte heute (6. Oktober) dem Landtag den Bericht zur Unterrichtsversorgung vor. Demzufolge seien im Schuljahr 2009/10 1.200 Unterrichtsstunden mehr erteilt worden trotz rückläufiger Schülerzahlen. "Mit mehr als 23.000 Stellen war die Personalausstattung im schleswig-holsteinischen Schulsystem noch nie so gut wie heute ist", sagte Klug. Er betonte, dass die Unterrichtsversorgung auch in den kommenden Jahren stabil bleiben werde.
Der Bericht über das Schuljahr 2009/10 zeigt, dass in den allgemein bildenden Schulen die Schülerzahl rückläufig ist (minus 6.350 Schüler), während sie an den berufsbildenden Schulen etwa durch steigende Zahlen von Auszubildenden mit plus 1.900 Schülern noch ansteigt. Auch innerhalb der allgemein bildenden Schulen zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Grundschulen verringerte sich um 4.000, während sie an Gymnasien und Gesamtschulen um 1.100 und 400 stieg. Die neuen Schularten Gemeinschafts- und Regionalschulen hatten ein Plus von 12.500 zu verzeichnen. Klug: "Aus diesen Veränderungen lässt sich auch ablesen, dass die Tendenz zu höheren Schulabschlüssen weiter zunimmt." In der Summe habe sich, so erläuterte der Minister weiter, die Unterrichtsversorgung verbessert.

(5. Oktober) Regionalkonferenzen zur geplanten kommunalen Selbstverwaltung

Das Gesetzgebungsverfahren der Landesregierung zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung ist angelaufen. Innenminister Klaus Schlie informierte am Dienstag (5. Oktober) das Kabinett über Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Kommunalverfassungsrechts. Es handelt es sich dabei um Vorschläge des Innenministeriums und aus dem kommunalen Bereich. "Es gibt keine Vorfestlegungen und keine Entscheidungen", sagte der Minister. Das Eckpunktepapier zeige mehrere Möglichkeiten auf, wie die Amtsordnung im Lichte des Urteils des Landesverfassungsgerichts neu gestaltet werden könne und enthalte zahlreiche Vorschläge für mehr Eigenverantwortung und erweiterte Handlungsspielräume der Kommunen. Schlie wird die Eckpunkte Anfang November in vier Regionalkonferenzen in Bad Oldesloe, Itzehoe, Tarp und Bordesholm mit Kommunalpolitikern diskutieren. Der Gesetzentwurf zur Änderung der Amtsordnung und weiterer Vorschriften des kommunalen Verfassungsrechts soll in der ersten Hälfte 2011 vom Kabinett beschlossen werden.

Bei der Amtsordnung geht es im Wesentlichen um die Frage, ob die Möglichkeit eingeschränkt wird, Selbstverwaltungsaufgaben auf die Ämter zu übertragen oder ob der Gesetzgeber bestimmt, dass künftig die Amtsausschüsse direkt vom Volk gewählt werden. Um die Eigenverantwortung der Kommunen zu stärken und ihre Handlungsspielräume zu erweitern, enthält das Eckpunktepapier Vorschläge wie beispielsweise den Verzicht auf kommunalverfassungsrechtliche Vorgaben zur Gleichstellungsbeauftragten, zu Beiräten und Beteiligungsrechten, zur Unterrichtungspflicht und zur Einwohnerversammlung. Über die Möglichkeit, größere amtsangehörige Gemeinden mit zentralörtlicher Funktion selbständig über die Bestellung eines hauptamtlichen Bürgermeisters entscheiden zu lassen, wird ebenso gesprochen werden wie über die Einführung einer kommunalen Schuldenbremse. Die Eckpunkte und die Termine für die Regionalkonferenzen stehen im Internet unter www.innenministerium.schleswig-holstein.de

(1. Oktober) Schleswig-Holstein schafft Lohnsteuerkarte jetzt ab

Wer auf seine Lohnsteuerkarte für 2011 wartet, tut dies vergebens. "Nach 85 Jahren geht die Ära der Lohnsteuerkarte in Papierform zu Ende. Sie wird durch eine elektronische Datenübermittlung ersetzt", sagte Finanzminister Rainer Wiegard. Das sei zeitgemäß sowie für Bürger, Arbeitgeber und Steuerverwaltung einfacher. Für 2011 gilt die bisherige Lohnsteuerkarte weiter, danach erhalten die Arbeitgeber die notwendigen Daten direkt von der Steuerverwaltung.

Mit der Verfahrensänderung gibt es nur noch eine einzige Zuständigkeit. "Beim Finanzamt sind Sie jetzt immer richtig", sagte Wiegard. Während bisher die Kommunalverwaltung Kinderfreibeträge oder Lohnsteuerklasse änderte, erledigt dies nun das örtlich zuständige Finanzamt - so wie dies bisher schon bei Freibeträgen für Werbungskosten der Fall war. Bei allen Änderungen, die für 2011 erforderlich sind, ist die Lohnsteuerkarte 2010 dem Finanzamt vorzulegen.

Wird im kommenden Jahr zum ersten Mal eine Lohnsteuerkarte benötigt, stellt das Finanzamt eine sogenannte Ersatzbescheinigung aus. Ausgenommen hiervon sind Ledige, die 2011 ein Ausbildungsdienstverhältnis beginnen. Hier kann der Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.), sein Geburtsdatum sowie die Religionszugehörigkeit mitteilt und schriftlich bestätigt, dass es sich um das erste Dienstverhältnis handelt.

In Schleswig-Holstein sind neben Arbeitgebern, Steuerberatern, Lohnsteuerhilfevereinen, Meldebehörden und Finanzämtern rund 1,3 Millionen Erwerbstätige betroffen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Finanzministeriums unter www.schleswig-holstein.de/fm und unter www.elster.de.

(1. Oktober) Yes, we can – ein neuer Präsident auf St. Pauli

Am 30. September 2010 wurde im Hamburger Panoptikum am Spielbudenplatz auf St. Pauli die Wachsfigur von Barack Obama enthüllt. Neun Monate arbeiteten die Bildhauerin Saskia Ruth und ihr Team an der Figur.

Nach mehreren Jahrzehnten zieht wieder einmal ein amerikanischer Präsident als Wachsfigur in das Panoptikum ein und leistet dort John F. Kennedy Gesellschaft. Barack Obama hat wie John F. Kennedy mit seinem jugendlich optimistischen Auftreten und seinem Charisma in den USA für eine Aufbruchstimmung gesorgt und die ganze Welt begeistert. Inzwischen ist auch dieser Präsident in der Realität angekommen. Bildhauerin Saskia Ruth hat ihn daher bewusst nicht in strahlender Siegerpose, sondern mit ernstem Gesichtsausdruck bei einer Rede dargestellt, in der er versucht, seine Zuhörer zu überzeugen.

Das Panoptikum ist die älteste Wachsfigurenausstellung in Deutschland. Seit seiner Gründung vor über 130 Jahren befindet es sich im Besitz der Familie Faerber, inzwischen in der vierten Generation.

(30. September) Metropolregion Hamburg stellt Flyer für "Grünes Band" vor

Das "Grüne Band“ - heute Nationales Naturerbe und einzigartiges Biotop - blickt auf eine bewegende Geschichte zurück. Einst innerdeutsche Grenze zwischen Bundesrepublik und DDR, verläuft es von der Ostseeküste bis zum Erzgebirge und umfasst eine Länge von fast 1.400 Kilometern. Die Metropolregion Hamburg lädt ein, diesen Teil der deutschen Geschichte zu erkunden.

Im Oktober 2010 jährt sich die deutsche Einheit zum 20. Mal - seit etwas mehr als 20 Jahren ist das "Grüne Band" nunmehr auch für die Menschen zugänglich und erlebbar. Ein wesentlicher Teil des norddeutschen Grünen Bandes liegt in der Metropolregion Hamburg. Hier verbindet es Naturräume wie den Lauenburger See mit dem Ratzeburger See und dem Schaalsee im Norden über die Elbtalaue bis zur Landgraben-Dumme-Niederung im Süden.

Die Fach-Arbeitsgemeinschaft Naturhaushalt der Metropolregion Hamburg hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, ein Faltblatt zu entwickeln, in dem die Bedeutung und die vielfältigen Facetten des "Grünen Bandes" in der Metropolregion anschaulich dargestellt werden. Neben der Vielfalt an Arten und Biotopen werden hier Projekte zur nachhaltigen Sicherung und touristischen Entwicklung vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Darstellung von Möglichkeiten zum Erleben des "Grünen Bandes" gelegt, um dessen touristische Bedeutung zu veranschaulichen und Anreize für Besucher zu schaffen, das "Grüne Band" oder eine der dortigen Informations- und Erlebniseinrichtungen zu besuchen.

Das Grüne Band verfügt nicht nur über eine einzigartige Artenvielfalt, es bietet auch eine große Bandbreite an Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten. Ob Naturpark oder Biopshärenreservat - die Entdeckung fällt leicht auf Rad- und Wanderwegen, auf Naturerlebnispfaden oder in Ausstellungen.

Hier finden Sie das Faltblatt und eine kleine Auswahl der Erlebnismöglichkeiten am Grünen Band: www.metropolregion.hamburg.de.

(29. September) Erstes Stifterforum Bürgerstiftungen für Schleswig-Holstein

Am 16. Oktober 2010 findet in Ahrensburg das erste landesweite Stifterforum der Bürgerstiftungen statt. Das Stifterforum gehört zur Kampagne Bürgerstiftungen für Schleswig-Holstein, die zur Gründung weiterer Bürgerstiftungen im Norden beitragen will. Zugleich ist dies die Jahrestagung der norddeutschen Bürgerstiftungen und Treffpunkt der Holsteiner Stiftungen.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ist Schirmherr der Kampagne Bürgerstiftungen für Schleswig-Holstein; er sagt in seinem Grußwort dazu: „Bürgerstiftungen sind eine attraktive und moderne Form, sich für andere einzusetzen. Sie sind Einrichtungen von Bürgern für Bürger, arbeiten und wirken in der jeweiligen Region – unabhängig und transparent. Bürgerstiftungen bieten Raum für ein Engagement auf Augenhöhe. Jede und jeder kann sich nach den eigenen Möglichkeiten einbringen und selbst mit kleineren Beiträgen dauerhaft Gutes tun.“

Staatssekretär Volker Dornquast aus dem Innenministerium in Kiel wird das Stifterforum eröffnen. Das Forum umfasst eine Diskussionsrunde, Fachvorträge zu rechtlichen und steuerlichen Themen und Praxisberichte von Stiftern. Über Perspektiven des Engagements in der Region werden Jörg Bülow, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages und Cord Wöhlke, Geschäftsführer der Hamburger Firma Budnikowsky, sprechen. Eine Vertreterin des Innenministeriums und eine Rechtsanwältin informieren über die Gründung und steuerliche Fragen des Stiftens. Vertreter mehrerer Bürgerstiftungen werden aus der Praxis ihrer Arbeit berichten.

Derzeit sind bundesweit über 260 Bürgerstiftungen aktiv“ so Dr. Burkhard Küstermann, Leiter der Initiative Bürgerstiftungen in Berlin. Dr. Michael Eckstein, Vorsitzender der Bürgerstiftung Region Ahrensburg und Sprecher der Kampagne in Schleswig-Holstein: „Mehrere Bürgerstiftungen sind hier bereits erfolgreich. Dies nehmen wir zum Anlass, um über Gründung, Voraussetzungen und Erfolgspotentiale der Bürgerstiftungen zu informieren. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.“

Das Stifterforum findet am 16. Oktober 2010 von 14 bis 17 Uhr im Marstall, Lübecker Straße 8 in Ahrensburg statt. Die Teilnahme ist frei; allerdings ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen sind bis 6. Oktober 2010 zu richten an die BürgerStiftung Region Ahrensburg, An der Reitbahn 3, 22926 Ahrensburg, Telefon 04102 / 67 84 89, E-Mail: Info(at)Buergerstiftung-Region-Ahrensburg.de, www.Buergerstiftungen-fuer-Schleswig-Holstein.de.

(28. September) Fotowettbewerb "Weltnaturerbe Wattenmeer"

Am 29. April 2011 startet das vierte Foto-Festival Nationalpark Wattenmeer mit Vorträgen, Workshops und einem Fotowettbewerb in der Stormstadt Husum.
Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist eines der letzten großen Wildnisgebiete in Europa. Im Juni 2009 ist es zusammen mit dem Wattenmeer vor der niedersächsischen und der niederländischen Küste in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbestätte aufgenommen worden.

Das Festival möchte daher unter dem Motto „Welterbe – Natur vom Feinsten“ die einzigartige Landschaftsvielfalt des Weltnaturerbes und anderer Schutzgebiete dieser Erde mit eindrucksvollen (Bild-)Vorträgen und herausragenden Ausstellungen dokumentieren. Das Husumer Foto-Festival bietet aber wie schon in den Vorjahren auch die Möglichkeit, sich selbst fotografisch weiterzubilden. International und national bekannte Fotografen und Referenten vermitteln in ihren Workshops Grundkenntnisse der Fotografie, bieten Anregung und Raum für eigene Bildgestaltung. Die Workshops und Vorträge werden ergänzt durch fachkundige Fotomessen im Schloss vor Husum und im NABU-Naturzentrum im Katinger Watt, in denen namhafte Hersteller Neuigkeiten aus den Bereichen Fernoptik, Digiscopie und Fototechnik präsentieren.

Ein weiteres Highlight des Festivals wird auch wieder der Fotowettbewerb sein, der natürlich thematisch passend das Weltnaturerbe Wattenmeer als Ausschreibungsmotto hat. Gesucht werden die schönsten, stimmungsvollen und aussagekräftigsten Fotos, die die Einmaligkeit dieses Lebensraumes wiedergeben. Gefragt sind individuelle Sichtweisen, Bilder also, die die Wildnis, die Schönheit, die Tier- und Pflanzenwelt und die verborgenen Details dieses einzigartigen Naturraums Wattenmeer fotografisch umsetzen. Den Gewinnern winken interessante Sachpreise wie ein Warengutschein im Wert von 500 Euro von AC-Foto, ein Fotoflug über das Wattenmeer, ein Fotoseminar mit dem GEO-Fotografen Heinz Teufel sowie ein Wochenende auf der Insel Pellworm. Den prämierten Bildern des Wettbewerbes wird im Sommer 2011 eine eigene Ausstellung gewidmet.

Die Teilnahme ist natürlich gebührenfrei. Der Einsendeschluss ist der 31. März 2011. Ausschreibungsbedingungen und Teilnahmeunterlagen sind auf der Festivalwebsite, auf der auch das ausführliche Programm zu finden ist, abzurufen: www.foto-festival-nationalpark-wattenmeer.de

(28. September) Schleswig-Holstein auf dem Tag der Deutschen Einheit

Mit landestypischen Spezialitäten und einer Ausstellung über das Wattenmeer präsentiert sich Schleswig-Holstein zum Tag der Deutschen Einheit am kommenden Wochenende in Bremen. Das Multimar Wattforum zeigt am 2. und 3. Oktober im Schleswig-Holstein-Zelt auf der Ländermeile die typische Landschaft des Wattenmeeres. Neben Informationen über das Unesco-Weltnaturerbe sollen die Besucher auch auf den Geschmack kommen und können Muscheln, Austern, Käse sowie Angebote der Sylter Schokoladenmanufaktur probieren. Der Spielmannszug Bredstedt vertritt Schleswig-Holstein bei der Musikparade. Auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen reist nach Bremen und nimmt am 3. Oktober an den offiziellen Festlichkeiten wie dem Ökumenischen Gottesdienst im St. Petri Dom, dem Festakt in der Bremen-Arena und dem anschließenden Empfang des Bundespräsidenten teil.

Drachenbootrennen: "Team SH" geht an den Start Die 2006 in Kiel begonnene Tradition des Drachenbootrennens wird fortgesetzt. "Team SH" geht für Schleswig-Holstein in Bremen an den Start. Seit 2009 bereitet sich die Mannschaft auf ihren Einsatz vor. In diesem Jahr wird der Chef der Staatkanzlei, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, das Team unterstützen.

"Deutschland macht Schule": Schüler aus Itzehoe lesen vor Am 2. und 3. Oktober werden junge Menschen im Zelt "Deutschland macht Schule" auf der Festmeile ihre Sicht auf die Deutsche Einheit beschreiben. Schleswig-Holstein wird von Schülern der Kaiser-Karl-Schule Itzehoe vertreten. Sie haben für Gleichaltrige zwölf Geschichten zur Deutschen Einheit mitgebracht, die auf Erzählungen ihrer Eltern über den Tag des Mauerfalls beruhen. Diese Geschichten werden die Jugendlichen in Bremen vorlesen.

Bürgerdelegation mit ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern: Eine 15-köpfige Bürgerdelegation aus ehrenamtlich aktiven Frauen und Männern, die sich seit vielen Jahren für die Deutsche Einheit und das Zusammenleben von Ost und West eingesetzt haben, reist am 2. Oktober nach Bremen und wird dort vom Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft begrüßt.  Am 3. Oktober nehmen die Schleswig-Holsteiner am Ökumenischen Gottesdienst, am Festakt und am Empfang des Bundespräsidenten teil. Auch ein Empfang durch Bürgermeister Jens Böhrnsen im Rathaus gehört zum offiziellen Programm.

Die Bürgerdelegation setzt sich zusammen aus: Hans Carstens (Simonsberg), Jens Christian (Ostenfeld), Helmar Dorka (Hohenlockstedt), Hella Fabricius (Lübeck), Harm Früchtenicht (Bahrenfleth), Bernd Geisler (Trittau), Adolf Hamester (Lauenburg), Knut Hinrichsen (Flensburg), Peter Kramer (Wedel), Annegret Lietzau (Hohenlockstedt), Heike Müller (Eckernförde), Sabina Strzylecki (Kronshagen), Clemens Tismer (Trittau), Wolfgang Twesten (Trittau), Wolf-Dieter Wulff (Lauenburg).

(24. September) Wettbewerb "Sportfreundliche Kommune" startet erneut

Städte und Gemeinden können auch in diesem Jahr wieder um den Titel „Sportfreundliche Kommune“ konkurrieren. Der Wettbewerb geht damit bereits in die fünfte Runde. Prämiert werden Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Weise für den Erhalt ihrer Sportstätten engagieren, Sportvereine unterstützen und das ehrenamtliche Engagement im Sport fördern. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wird an drei Kommunen in den Kategorien über 8.000 Einwohner, 1.000 bis 8.000 Einwohner und unter 1.000 Einwohner vergeben.

Interessierte Städte und Gemeinden könnten sich bis zum 17. Dezember 2010 im Innenministerium bewerben. Der Wettbewerb „Sportfreundliche Kommune“ wird vom Innenministerium zusammen mit den Kommunalen Landesverbänden und dem Landessportverband (LSV) veranstaltet. Unterstützung gibt es von den Volksbanken Raiffeisenbanken, die zusammen mit dem Innenministerium das Preisgeld zur Verfügung stellen. Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.innenministerium.schleswig-holstein.de

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