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Samstag, 4. Februar 2012
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Neue Perspektiven für die Knechtschen Hallen in Elmshorn

Foto: Strandmann

(Elmshorn/rs) Die Zeisehallen in Hamburg-Ottensen sind ein Vorzeigeobjekt. Dort, wo bis 1979 noch Schiffsschrauben gegossen wurden, ist schon vor Jahren ein Kulturzentrum entstanden. Ein namhaftes Kino, Läden, Gastronomie und eine Jugendbibliothek ziehen Publikum auch von weiter weg an. Zu einer solchen Perle könnten auch Elmshorns Knechtsche Hallen an der Schlossstraße werden. Denn die Krückaustadt zählt zu acht Modellkommunen bundesweit, die vom Bundesbauministerium speziell gefördert werden, was die Wiederbelebung leerstehender Großimmobilien anbelangt.

Elmshorn hatte sich mit dem Vorhaben zur Revitalisierung der Knechtschen Hallen beworben und sich unter 130 Kommunen mit weiteren Städten wie Nürnberg, Peine und Offenbach durchgesetzt. Für die acht Kommunen stehen zusammen 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Elmshorn rechnet mit rund 265.000 Euro. Mit dem Geld sollen konkrete Machbarkeitsstudien finanziert werden. Die Knechtschen Hallen wurden um 1916 für die Lederfabrik Knecht & Söhne errichtet. Die Firma existierte bis in die 50er Jahre hinein. Später erwarb Kibek das Gebäude und nutzte es als bundesweites Zentrallager. Das beeindruckende Zeugnis früherer Industriekultur steht heute unter Denkmalschutz. Die vielen zerstörten Scheiben wirken wie eine Mahnung, endlich eine neue Nutzung zu realisieren. Das Bundesbauministerium will, dass bis Oktober 2014 konkrete Ergebnisse erzielt werden "und erste Impulsprojekte baulich umgesetzt werden".

Einkaufen früher und heute

(Barmstedt/rs) Bei diesem Diaabend dürfte es voll werden: Am Montag, 6. Februar, zeigt Peter Steenbuck im Restaurant „Zum Bootssteg“ seinen Vortrag „Einkaufen in Barmstedt gestern und heute“. Steenbuck  spannt einen Bogen von der Zeit, als sich die Geschäfte noch um die Kirche drängten, bis zur heutigen Entwicklung. Der Abend beginnt um 19 Uhr. Eintritt: 3 Euro. Eine Anmeldung im Lokal ist erforderlich, eine Abendkasse gibt es nicht.      

Freiwilligen-Stelle im Weltladen

(Elmshorn/rs) Beim Weltladen Top 21 in Elmshorn kann ein Freiwilligen-Halbjahr absolviert werden. Grund ist, dass Malin Lindenberg, die derzeit dort im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) beschäftigt ist, ihre Stelle wegen eines Studienplatzes vorzeitig räumt. Wer Interesse an Eine-Welt-Themen, Kommunikationsfreude und Kreativität mitbringt, sollte sich rasch bewerben. Das FÖJ läuft noch bis Juli 2012. Kontakt: (04121) 8989762.    

Regio Kliniken unterstützen Rollstuhlsport: Neue Handbikes für den HSV

Foto: Regio Kliniken

(Pinneberg/Hamburg) Die im Aufbau befindliche Rollstuhlsportabteilung des Hamburger Sport-Verein (HSV) hat einen neuen Schub bekommen. Mit der Unterstützung der Regio Kliniken sind acht neue Handbikes in der Imtech-Arena von Vertretern der Klinik und der Alexander-Otto-Stiftung offiziell an den Verein übergeben worden. Die Alexander-Otto-Stiftung hat den finanziellen Grundstock für die Handbike-Gruppe gelegt. Die Stiftung der Unternehmer-Familie Otto lobt einmal im Jahr in Hamburg den Werner-Otto-Preis für besondere Projekte im Behindertensport aus. Handbikes sind Fahrradvorsätze für Rollstühle. Mit diesem technischen Zusatz können Rollstuhlfahrer das Tempo eines Radfahrers erreichen und ihren Aktionsradius um bis zu 500 Prozent steigern.

Die Rollstuhlsportler verbindet seit zwei Jahren eine Partnerschaft mit dem Sanitätshaus der Regio Kliniken in Pinneberg. Deswegen lag es für Markus Werner vom Rollstuhlsport nahe, beim Leiter des Sanitätshauses, Sascha Feustel und seinem Team ein Angebot für die Handbikes einzuholen. Feustel zögerte nicht lange und nahm Kontakt mit der Firma Proaktiv auf. Gemeinsam vereinbarten sie, auschließlich die Selbstkosten anzusetzen und den Rollstuhlsportlern für das Geld der Alexander-Otto-Stiftung ein Maximum an Technik zu liefern. Acht Handbikes sind deutlich mehr, als man normalerweise für den Betrag, der uns zur Verfügung stand, bekommt, erklärt Sascha Feustel. Den HSV freut es. Seine Rollstuhlsportler haben jetzt genügend Handbikes zur Verfügung um zu trainieren oder für Ausflüge an Angehörige auszuleihen, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

65 Jahre Elmshorner Siedlerverein groß gefeiert

Foto: Strandmann

(Elmshorn/rs) Wenn der Elmshorner Siedlerverein zur Feier ruft, dann strömen die Mitglieder: 160 Gäste begrüßte Vorsitzender Johannes Konetzny aus Anlass des 65-jährigen Vereinsbestehens im großen Saal der Gaststätte Sibirien. Dass die „Siedlung“ etwas Besonderes und der Verein nicht wegzudenken ist, verdeutlichten die stellvertretende Bürgermeisterin und SPD-Fraktionschefin Beate Raudies und CDU-Stadtvertreter Siegfried Golz. Schließlich sorgt der Verein mit seinen Festen nicht nur für Zusammenhalt in der Siedlung. Auch politisch meldet er sich unüberhörbar zu Wort. Das war beim Kampf für eine Aufweichung der Baumschutzsatzung genauso der Fall wie zuletzt beim Einsatz für die Interessen der Anlieger, was die Entwässerung der Siedlung anbelangt.  Der ehemalige Bürgervorsteher Günther Friedrich blickte auf die Anfänge zurück. Die reichen bis vor dem Krieg zurück, als die Stadt Handwerkern Grundstücke für den Bau von Häusern zur Verfügung stellte. Aus dem damaligen Siedlerbund ging 1946 der Siedlerverein hervor. Bis 2 Uhr wurde noch mit Theatereinlagen, Gesang und DJ-Musik ausgelassen gefeiert.

Begegnungsstätte am Klinikum: Förderverein weiht "Roten Pavillon" ein

Foto: Meisberger

(Elmshorn/mm) „Der Weg war nicht einfach, aber wir haben es geschafft“, sagte Helmut Kehrhahn, Vorsitzender des Fördervereins für Menschen im Regio Klinikum Elmshorn, anlässlich der Einweihung des „Roten Pavillons“ auf dem Gelände des Regio Klinikums an der Agnes-Karll-Allee. Der Förderverein sei sehr stolz auf das Ergebnis.
Der Klinik-Treff solle ein Ort der Begegnung werden. Für Patienten und Anghörige, aber auch für die Mitarbeiter des Klinikums. „Es soll ein Ort sein, in dem Wellness für Geist und Seele zu Hause ist“, so Kehrhahn, der im Rahmen der Feierlichkeiten den Pavillon dem Klinikum zur Nutzung übergab.
Der Ort der „kleinen Kultur“ bietet seinen Besuchern unter anderem eine Hör-Bar mit Musik und Hörbüchern – vom Roman bis zum Krimi. Geplant sind zudem Lesungen und andere kleine Veranstaltungen  in der 44 Quadratmeter großen Räumlichkeit, bei der bis zu 40 Personen Platz finden. „Unsere Erwartungen sind übertroffen“, zeigte sich auch Chefarzt Dr. med. Ernst Thies begeistert, er lobte das Engagement des Fördervereins und bot bei der Bepflanzung der Außenanlagen im nächsten Frühjahr Hilfe an. Als Geschenk überreichte Thies ein Bild des „Roten Pavillons“ und ein Fotobuch über die Bauentwicklung des Projekts, das zugleich als Gästebuch fungieren könne, so Thies.
Rund 100.000 Euro hat der neue Klinik-Treff gekostet – Geld, das der Förderverein über Spenden eingeworben hat. Allerdings war auch hier aller Anfang schwer. Doch es gab „viele, die uns verstanden haben“, sagte Helmut Kehrhahn.

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