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04.02.2021

AOK: Frühjahrs-Lockdown bremste Läuse aus

Foto: Kopfläuse sollten aber auf jeden Fall behandelt werden. Außerdem ist es wichtig, die Schule oder KiTa sofort zu informieren. (AOK/hfr)

Kreis Pinneberg. Die Nachricht tröstet nicht wirklich über die Schrecken der Pandemie hinweg. Zumindest sorgt sie für einen Moment des Schmunzelns: Corona hat die Kopfläuse ausgebremst. Wie die AOK Nordwest mitteilt, gibt es im Kreis Pinneberg weniger Übertragungen mit Kopfläusen.

Aktuelle Auswertung

So sind von Januar bis November 2020 die Verschreibungen von Arzneimittel gegen Läusebefall gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 56,6 Prozent gesunken. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Nordwest hervor. „Wir gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen und KiTa- sowie Schulschließungen in der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu diesem starken Rückgang geführt haben. Damit wurde den Kopfläusen praktisch der Weg abgeschnitten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Kopfläuse verbreiten sich beim gemeinsamen Spielen

Kopfläuse sind nicht gesundheitsgefährdend. Allerdings sorgen sie für einen unangenehmen Juckreiz und vermehren sich schnell. Betroffen sind meist Kinder, vor allem die Sieben- bis Zwölfjährigen. Bei engem Kontakt zum Beispiel beim Spielen verbreiten sich die kleinen Parasiten von Kopf zu Kopf.

Schule und Kita bei Befall informieren

Läuse sollten aber auf jeden Fall behandelt werden. In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, um Läuse zu bekämpfen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Behandlung sollte nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. Außerdem ist es wichtig, die Schule oder KiTa sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist. Beim Distanzunterricht spielt das Problem allerdings eher eine untergeordnete Rolle. (jhf)

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Foto: Urbatzka

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