Neues Impfzentrum in Elmshorn

Kreis Pinneberg: Ab Montag 3,5-mal mehr Corona-Impfungen als bisher möglich

Foto: Das Impfzentrum liegt im Gewerbegebiet Grauer Esel an der Otto-Hahn-Straße. (Jan-Hendrik Frank)

Elmshorn In Schleswig-Holstein sind neue Lieferungen mit Impfstoff gegen das Corona-Virus eingetroffen. Das Land eröffnet daher zum 1. März weitere 13 Impfzentren, kündigte das Gesundheitsministerium bereits am Dienstag in einer Pressemitteilung an. Der Kreis Pinneberg wird in Folge am kommenden Montag ein Impfzentrum in Elmshorn an der Otto-Hahn-Straße in Betrieb nehmen, wie Sprecherin Silke Linne auf Anfrage bestätigte.

Zahl der Impflinien wird erhöht

Das erste Impfzentrum des Kreises in Prisdorf ist seit Anfang Januar geöffnet. Der Kreis wird die Zahl der Impflinien dort von zwei auf vier verdoppeln. Das Zentrum in Elmshorn wird von Anfang an mit allen drei möglichen Impflinien an den Start gehen. Die Zahl der Impflinien im Kreis Pinneberg erhöht sich damit um das 3,5-fache von zwei auf sieben.

Marc Dupas ist ärztlicher Leiter beider Impfzentren

Der Uetersener Allgemeinmediziner Dr. Marc Dupas leitet bereits das Impfzentrum Prisdorf und übernimmt auch die ärztliche Aufsicht über den zweiten Standort. Die Kassenärztliche Vereinigung stellt die Ärzte, das Deutsche Rote Kreuz die Medizinisch-technischen Assistenten, die den Ärzten zur Hand gehen.

Ortswahl bei der Anmeldung möglich

Bürger können bei der Anmeldung zum Impftermin einen Standort auswählen, auch über Kreisgrenzen hinweg. So dürfen sich Horster zum Beispiel für eine Impfung im nahegelegenen Elmshorn registrieren lassen. Menschen über 80 Jahre erhalten Einladungsschreiben und können sich daraufhin telefonisch zur Impfung anmelden. Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen buchen Termine im Internet unter www.impfen-sh.de.

Nicht einmal die Hälfte der über 80-Jährigen vereinbarte Impftermine

Bislang wurden mehr als 110.000 über 80-Jährige angeschrieben, 44.000 von ihnen haben bereits Impftermine vereinbart. Zurzeit werden die letzten 77.600 Schreiben an Menschen in dieser Altersgruppe geschickt.

Zwei Impfstoffe stehen bereit

Seit dem 24. Februar werden in den 15 im Januar eröffneten Impfzentren jeweils zwei unterschiedliche Impfstoffe zur Verfügung stehen. Von jeweils 9 bis 12 Uhr werden Termine für Impfungen mit AstraZeneca angeboten. Zwischen 13 und 18 Uhr gibt es Impftermine für mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Moderna).

Unterschiedliche Impfintervalle

Die verschiedenen Mittel müssen mit unterschiedlichen Abständen zwischen der Erst- und der Zweitimpfung verabreicht werden. Die Ständige Impfkommission (StiKo) empfiehlt folgende Zeiträume: für den Impfstoff von BioNTech 3 bis 6 Wochen, für das Mittel von Moderna 4 bis 6 Wochen und für das Produkt von AstraZeneca 9 bis 12 Wochen. Deshalb werden in Schleswig-Holstein BioNTech und Moderna in einem Intervall von 35 Tagen sowie AstraZeneca mit einem Abstand von zehn Wochen geimpft.

AstraZeneca-Impfstoff für Pflegepersonal

Seit 15. Februar wird in den Zentren vor allem medizinisches und pflegerisches Personal mit dem Stoff von AstraZeneca geimpft. Die Impfzentren kontaktieren dazu die ambulanten Pflegedienste und vereinbaren Termine. Krankenhäuser in Schleswig-Holstein erhalten ebenfalls AstraZeneca-Dosen für das Personal.

Mobile Impfteams besuchen weitere Einrichtungen

Die Erstimpfungen in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen sind nahezu abgeschlossen. Am 11. März werden die verbliebenen Einrichtungen auf Föhr, Amrum und Helgoland besucht. Deshalb folgen nun Einrichtungen der Eingliederungshilfe, der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohnformen für Ältere. Diese können sich auf Einladung anmelden, um von den mobilen Teams direkt vor Ort Impfungen zu erhalten. Verwendet wird dabei weiterhin der BioNTech-Impfstoff.

Keine Auswahl zwischen Impfstoffen möglich

Ab 1. März werden in den 28 Impfzentren in Schleswig-Holstein verschiedene Impfstoffe verfügbar sein. Eine Auswahl ist aufgrund der Knappheit nicht möglich. Gemäß der Impfverordnung des Bundes werden berechtigte Personen der höchsten Priorisierungsstufe unter 65 Jahren mit dem AstraZeneca-Mittel behandelt.

Mehr als 200.000 Impfungen in Schleswig-Holstein

Bis zum 21. Februar 2021 wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 200.719 Impfungen vorgenommen, davon 123.399 Erst- und 77.320 Zweitimpfungen. (Von Jan-Hendrik Frank)

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Foto: Urbatzka

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