Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein

06.05.2021

Noch vor Pfingsten ist Tourismus und Innengastronomie möglich

Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein macht weiter auf. Ab dem 17. Mai dürfen Tourismus und Innengastronomie unter Auflagen und mit Testregime wieder öffnen, die Kontaktbeschränkungen im Außenbereich werden gelockert, Sportmöglichkeiten ausgeweitet. Auch Freibäder dürfen öffnen. Voraussetzung: Die Inzidenzzahlen bleiben weiter stabil auf niedrigem Niveau oder sinken weiter. Das hat Ministerpräsident Daniel Günther am Mittwochnachmittag bekanntgegeben.

Beherbergung für Geimpfte, Genesene und Getestete

Die bestehende Verordnung wird bis zum 16. Mai verlängert, ab dem 17. Mai gelten dann neue Regeln für zunächst drei Wochen. Demnach dürfen auch Beherbergungsbetriebe für Geimpfte, Genesene und Getestete wie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Somit ist noch vor Pfingsten Tourismus und Innengastronomie in Schleswig-Holstein möglich. Tourismusminister Bernd Buchholz sagte, dass Anreisende aber einen negativen Coronatest, der nicht älter sein darf als 72 Stunden, vorlegen müssen, der alle 72 Stunden wiederholt werden muss. Auch für die Innengastronomie gilt ein Testregime: Tests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Testpflicht. Die Tests müssen von den Betrieben kontrolliert und dokumentiert werden, zudem müssen sie im Schulterschluss mit der Kommune entsprechende Testkapazitäten vorhalten, so Buchholz.

Sperrstunde um 23 Uhr

Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr. Bei der Innengastronomie gilt weiterhin, dass maximal fünf Personen aus zwei Hausständen an einem Tisch sitzen dürfen. Diese Beschränkung hat auch bei Treffen in privaten Räumen weiter Bestand. Man greife bei diesen Regelungen bereits auf die ersten positiven Erfahrungen aus Modellregionen zurück, wo Infektionszahlen nicht steigen, sondern sogar sinken, sagte Buchholz.

Treffen mit zehn Personen ab 17. Mai möglich

Die Kontaktbeschränkungen im Außenbereich werden ebenfalls ab dem 17. Mai gelockert, es dürfen sich dann bis zu zehn Personen treffen, eine Haushaltsbeschränkung gibt es nicht. Das gilt auch für die Außengastronomie. Monika Heinold ergänzte, dass draußen kontakintensiver Sport für bis zu zehn Personen ermöglicht werde, bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren maximal 20 Personen.

Freibäder dürfen teilweise öffnen

Freibäder dürfen für Bahnschwimmen und Schwimmunterricht öffnen. Saunen und Whirlpools bleiben geschlossen, Gemeinschaftsduschen dürfen öffnen. Auch im Bereich Kultur geht es voran. Wie Heinold sagte, dürfen die Einrichtungen, die sich als Modellprojekt beworben hatten, aber nicht zugelassen wurden, obwohl sie das erfüllten, was zu erfüllen gewesen sei, mit ihren eingereichten Konzepten ab dem 17. Mai öffnen.

Veranstaltungsstufenplan

In der nächsten Woche solle ein Veranstaltungs-Stufenplan beraten werden, kündigte Günther an. Mögliche Lockerungen zum Beispiel für Hochzeiten seien aber frühestens ab dem 7. Juni möglich. In der ersten Stufe ab dem 17. Mai sind aber Veranstaltungen im Außenbereich für Gruppenaktivitäten bis 25 Teilnehmer (ohne private Feierlichkeiten) erlaubt. Märkte dürfen stattfinden bis 100 Teilnehmer gleichzeitig, Veranstaltungen mit Sitzungscharakter bis 50 Teilnehmer. Kontaktdatenerfassung, Testungen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können, und situationsangemessene Maskennutzung sind obligatorisch. Freizeit- und Kultureinrichtungen können ihre Außenbereiche öffnen.

Notbremse für Schulen und Kitas ab einer Inzidenz von 165

Ab einer Inzidenz von 100 werde aber die bundeseinheitliche Notbremse greifen, betonte der Ministerpräsident. Für den Bereich der Schulen und Kitas gelte bei einem Wert von 100 bis 164, dass man sich die Regelung des Bundes halte. Wenn aber zu erkennen sei, dass größere Infektionsgeschehen aus den Schulen oder Kitas heraus kämen, würden die Regelungen in diesen Bereichen auch schon vorher verschärft. (tc)

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Foto: Urbatzka

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