Neue Stadtmarke am 26. Januar 2017 in der Nordakademie vorgestellt

Elmshorn zeigt sich "supernormal"

Foto Marke Elmshorn supernormal
Foto: Boy Strategie und Kommunikation GmbH

Es war ein jahrelanger Prozess: ein griffiger Slogan sollte für die Krückaustadt her, ein einprägsames Logo ... am Donnerstag, 26. Januar 2017, wurde die neue Stadtmarke für Elmshorn an der Nordakademie, Köllner Chaussee, vorgestellt. Damit ist Elmshorn nun "normal" - und zwar "supernormal".

Ausgangspunkt der Überlegungen war die Tatsache, dass Städte gern mit den irresten Eigenschaften werben - "noch toller, noch hübscher, noch unglaublicher" heißt es gern. In Elmshorn wurde nun eine Stadtmarke entwickelt, die normaler nicht sein könnte. Denn ... so der Tenor beim Markenlaunch: "Genau das schätzen die Bürger an ihrer Stadt - Elmshorn mit seinen gut 51.000 Einwohnern ist einfach normal."

Rückblick: Die neue Stadtmarke ist von vielen Krückaustädtern mitgestaltet worden. "Ein langer Weg mit vielen Interviews, Workshops und Analysen liegt hinter uns", so Wirtschaftsförderer Thomas Becken. In Kooperation mit der Kieler Kommunikationsberatung boy Strategie und Kommunikation GmbH wurden schließlich die verschiedensten Facetten des Lebens in Elmshorn beleuchtet und die Bürger ermutigt, zur Markenfindung beizutragen. Das Ergebnis überrascht und polarisiert - wird vermutlich Begeisterung auslösen, aber sicher auch Diskussionen hervorrufen.

Das Kernthema der neuen Marke ist die Normalität. "Mit dieser außergewöhnlichen Stadtmarke heben wir uns entscheidend von anderen Städten ab", so Bürgermeister Volker Hatje. Welche Stadt stelle schon ihre Normalität in den Vordergrund? Normalität sei längst nicht mehr Mittelmaß, sondern heutzutage schon wieder etwas Besonderes. Auf den Postkarten zum Thema heißt es unter anderem "Normal ist das neue Super" oder "In Elmshorn kann man super ein ganz normales Leben führen."

Philosophische Betrachtung und mehr
Bei der Vorstellung der Stadtmarke leitete Autorin und Philosophin Dr. Ina Schmidt das Thema aus der Fragestellung "Wie normal ist ein gutes Leben?" her. Von der Antike bis heute seien Menschen auf der Suche nach einem guten Leben. Aber wie werde das Gute überhaupt erkannt? Muss es stets höher, schneller, weiter sein? "Normalität ist das, was wir aus gutem Grund erwarten dürfen", so Schmidt.

"Und so sind wir in einer Welt, die sich mittlerweile eine 'postfaktische' nennt, dabei, uns von den alten Wahrheiten zu verabschieden, von den Gültigkeiten und Werten, die wir zur Geltung bringen wollen - nur noch damit beschäftigt, unser Handeln und Sein darauf hin zu überprüfen, wir wirksam, wie repräsentativ, wie anders es bei den anderen ankommt. Die Frage nach dem Guten, die wir schon seit Platon stellen, wird ersetzt durch die Frage nach dem 'Eigenen', oder nach dem, was wir als diese Eigene ausgeben können. Sind wir aber nur noch an eigenen 'Repräsentation' interessiert, dann geraten Orientierungen ins Wanken, wir wissen nicht mehr so recht, ob das, was wir als 'Norm' erleben, noch Gültigkeit hat – wenn jeder nicht nur ein einzigartiges Individuum sein will, sondern auch so handeln bzw. so gesehen werden möchte, dann fehlt uns der Rahmen, die Bedingung für das, was wir als 'normal' erleben, das, was der Philosoph Martin Heidegger schon in den 50er Jahren als Mangel an 'Bodenständigkeit' im wahrsten Sinne beschrieben hat, bei all der luftigen Flüchtigkeit haben wir nichts mehr, worauf wir stehen können – und: genau das beginnt uns zu fehlen."

Normalität sei zudem die Voraussetzung für ein gutes Leben - es gehe dabei immer um das rechte Maß, der eigene Maßstab schaffe also Normalität. So werde Normalität super, weil wir darin das Gute erwarten dürfen. So könne auch ein Superlativ damit ganz normal sein.

(Von Sascha Urbatzka, 26.01.17, 17:21 Uhr)

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180 Zuschauer verfolgten die Präsentation im Audimax der Nordakademie

Der Moment der Enthüllung der Marke im Bild

Foto Nordakademie Marke Elmshorn supernormal
Foto: Strandmann
Video wurde auf dem Bürgerempfang am 28. August 2016 vorgestellt

875 Jahre Elmshorn: Der Imagefilm

Foto Imagevideo Elmshorn 875 Jahre Klappbrücke
Foto: Stadt Elmshorn

Zum 875-jährigen Bestehen der Stadt Elmshorn wurde ein neuer Imagefilm vorgestellt. "Vielfalt, Offenheit und Lebensfreude – das ist Elmshorn", so das Motto. Die Stadt, das Stadtmarketing und die Initiative Elmshorn haben den Film in Auftrag gegeben.

Wie gefällt Ihnen das Video? Diskutieren Sie in den sozialen Medien gern mit! Die entsprechenden Links finden Sie direkt unter diesem Artikel. Der erste Kommentar auf Youtube kritisiert beispielsweise, dass der Stadtteil Hainholz überhaupt nicht im Film auftaucht - und das, obwohl dort in der Vergangenheit jede Menge Fördergelder investiert wurden.

(Von Sascha Urbatzka, 30.08.16, 12:10 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zum Imagefilm bei YouTube...

Ein Blick in die Historie zum 875. Jubiläum der Stadt

Elmshorn und die Schifffahrt

Foto Schiff "Stadt Altona" Aquarell von H. P. Jürgens
Foto: H. P. Jürgens

Der Elmshorner wohnt in einer alten Walfängerstadt - wird gern erzählt. Das ist auch nicht falsch. Aber um die Geschichten der Schifffahrt in der Krückaustadt ranken sich auch viele Mythen. Was ist denn nun wahr? Zum 875. Jubiläum der Stadt im Jahr 2016 haben wir ein paar Fakten zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen! Das obige Foto zu diesem Artikel ist übrigens nicht das Elmshorner Wappenschiff, die Flora, sondern ein ebenfalls von Elmshorn auf große Fahrt gegangenes Schiff, die "Stadt Altona".

 

Die falschen Grönlandfahrer
Es gibt Mythen, die halten sich ewig. Wie die Geschichte von den Elmshorner Grönlandfahrern. Jenen wagemutigen Seeleuten, die zwischen 1817 und 1872 zum Fang von Walen und Robben aufbrachen und dabei ihr Leben riskierten. Der Dreimaster "Flora" im Wappen der Stadt, der im März 1817 als erstes Elmshorner Schiff auf Walfang fuhr, zeugt noch heute von dieser maritimen Vergangenheit. Genauso wie die Namen Robbenschlägerweg und Grönlandstraße. Dem Historiker Peter Danker-Carstensen verdanken wir allerdings die Erkenntnis, dass die meisten der so genannten Grönlandfahrer niemals auch nur in die Nähe der Insel kamen, geschweige denn einen Fuß auf diese setzten. Schon im 1. Band der Reihe "Beiträge zur Elmshorner Geschichte" räumte er mit der verklärenden Sicht auf. Holländische Seeleute hielten demnach auf der Suche nach der Nordostpassage die große Inselgruppe Spitzbergen für die Ostküste Grönlands. Die Engländer übernahmen das Carstensen zufolge ungeprüft, so dass sich für die Gewässer um Spitzbergen und Jan Mayen der Begriff Grönlandfahrt einbürgerte. Die Seeleute hielten daran noch fest, als längst zwischen Grönland und Spitzbergen unterschieden werden konnte. Ein ganzer Wirtschaftszweig kam so zu einem falschen Namen.

 

Aufgemalte Kanonenpforten bei der Flora
Die "Flora" wird in Elmshorn heiß und innig geliebt. Dabei ist die Geschichte des Schiffes nicht nur eine Triumphfahrt gewesen. Schon als Elmshorner Reeder sie 1816 von Flensburg nach Elmshorn überführen ließen, musste sie zweimal in norwegischen Häfen vor schweren Stürmen Schutz suchen. Glücklich angekommen, erhielt sie einen mit Banden verstärkten Rumpf gegen Eispressung und – sehr pfiffig – eine Bemalung mit Kanonenpforten, um von englischen Kaperschiffen nicht sofort als leichte Beute erkannt zu werden. Von der ersten Fahrt kehrte die Flora, obwohl von vielen Zuschauern auf die Reise geschickt, ohne Wal und nur mit wenig Robbenfellen und -speck zurück. Das Rekordjahr war 1836 mit 5438 Robben und fünf Walen. Zahlen, die nie wieder erreicht wurden. 1872 kam sie sogar nur mit 26 Robben wieder. Es war ihre letzte Fahrt. Alles war leergefischt. Später lag sie noch als Gaststätte bei Steinwerder. Dass sie ein stabiles Schiff war, lässt ihr Ende vermuten: Sie wurde gesprengt. Außer der Flora fuhren von Elmshorn aus noch drei Schiffe: die "Stadt Altona" (1836-1865), die "Magdalene Friederike" (1853-1860) und die "Johann Christoph" (1853/54). Letztere ging schon auf der ersten Fangreise unter.

 

Wie lange hatte Elmshorn eine Werft?
Nichts hat Elmshorns Entwicklung so nachhaltig gefördert wie die Lage an der Krückau und der Eisenbahn-Anschluss. Schon zur Zeit der Reichsgrafen zu Rantzau von 1649 bis 1727 wurden über die Au Getreide, Torf und Holzkohle nach Hamburg verschifft. Einen richtigen Hafen gab es damals noch gar nicht. Etwa einen Kilometer von Elmshorn entfernt, an der Kruck, befand sich aber ein Platz zum Löschen und Laden. Zu den Ewern kamen Fangschiffe hinzu. Um 1850 an der Kruck endlich auch ein Hafen. Doch der war Elmshorner Kaufleuten zu weit draußen. Sie ergriffen erfolgreich die Initiative. Offiziell war der Bau des neuen am heutigen Standort am 1. Juni 1875 fertig. Bis 1891 kamen aber noch weitere Kaianlagen hinzu. Sie umfassten eine Länge von 480 Metern. Während der Industrialisierung wurde der Hafen zur starken Lebensader. Großen Anteil daran hatte auch die 1889 erfolgte Gründung der Dampf-Schleppschiffahrtsgesellschaft. Damit war der Transport unabhängig vom Wind. 1898 bescherte die Hafenbahn dem Schiffsverkehr den Anschluss an die Bahn. Der Hafen boomte. Um 1910 war Elmshorn der drittgrößte Getreidehafen Deutschlands. Einen weiteren starken Wirtschaftszweig bildeten die Werften. Um 1900 herum gab es hier mit Kremer, Thormählen und Finck gleich drei. Vor allem mit dem Bau der ersten eisernen Küstenfrachter zwischen 1910 und 1930 hatten sie ein starkes Betätigungsfeld. Doch letztlich war die Krückau zu klein. Immer größere Schiffseinheiten wurden nachgefragt und beendeten die Blütezeit der Elmshorner Werften. 1975 lief bei Kremer das letzte Schiff vom Stapel. Zwar wurde die Werft noch in den Glückstädter Außenhafen ausgelagert. Doch schon nach wenigen Jahren gingen die Lichter der Kemerwerft endgültig aus. Dennoch bildete der Hafen lange einen wichtigen wirtschaftlichen Eckpfeiler der Stadt. 1978 wurden hier von 349 Schiffen noch über 72.000 Tonnen umgeschlagen.

(Von Rainer Strandmann, 23.08.16, 12:10 Uhr)

Eine Analyse zum Baden in Elmshorn und Umgebung

Wann wird es welches Hallenbad?

Foto Hallenbad Elmshorn
Foto: Strandmann

Die EU-weite Ausschreibung für das Elmshorner Hallenbad läuft - und es gibt nach wie vor nur grobe Schätzungen zu den Kosten der Sanierung oder zum Fertigstellungstermin (zur Vorgeschichte um die Sperrung des Hallenbades lesen Sie auch die älteren Artikel zum Thema weiter unten auf dieser Seite/im ersten Artikel war als Prognose für die Sperrung Sommer 2016 (!) genannt - zum Schmunzeln).

Noch im Juni 2016 formulierte Siegfried Golz im Stadtwerke-Ausschuss: Ziel müsse es sein, dass das Bad nach dem Abbau der Traglufthalle 2018 zur Verfügung stehe. Das wäre dann das Frühjahr. Etwa sechs Wochen nach der Sitzung zeichnet sich jetzt ab, dass der Zeitpunkt wohl ein frommer Wunsch bleiben wird. In der Ausschreibung heißt es (Zitat): "Die Wiederinbetriebnahme ist für den 1. Oktober 2018 vorgesehen." Und weiter: "Das Gesamtobjekt befindet sich in einem altersbedingt sanierungswürdigen Zustand, einzelne Teile weisen aber mittlerweile erhöhten Sanierungsbedarf auf."Auch Angaben zum vorläufigen Raumprogramm werden in der Ausschreibung gemacht - danach sind ebenfalls viele Dinge optional: 25 m-Becken, 5 Bahnen; optional mit Sprungbereich 1 m-Brett/3 m-Turm, Aktiv-Kursbecken inkl. Hubboden, Erlebnisbecken mit Kinderbereich und Indoor-Rutsche, Optimierung freier Flächen zur Abrundung des Gesamtangebotes, zentraler Umkleidebereich und Sanitärbereich für Hallenbad- und Saunagäste, zentrale Gastronomie für Hallenbad und Sauna, zentraler Eingangsbereich inkl. Shop für Hallenbad/Sauna/Freibad, optionale Darstellung einer Großrutsche (etwa 100 m).

Zurück zum Sommer 2016, draußen ist es zu frisch, drinnen in Elmshorn gesperrt: Bleibt die Hoffnung auf einen schönen Spätsommer und das kühle Nass unter freiem Himmel. Das Strandbad in Barmstedt besuchten seit Ende Mai 3910 Gäste – 2015 waren es noch 4103 Besucher. Das Kremper Freibad liegt mit fast 18.900 Besuchern nur rund 500 unter der Vorjahreszahl. Dort fasst es treffend Schwimmmeister Ralf Roters zusammen: "Die Temperatur war bisher okay, aber es ist einfach zu nass".

(Von Sascha Urbatzka, 09.08.16, 17:05 Uhr)

Flächen für legale Graffiti in Elmshorn gesucht

Weniger graue Wände

Foto Graffito Steindammpark Elmshorn Beast
Foto: Urbatzka

Sein Pseudonym "Beast" klingt bedrohlicher, als der junge Mann ist. Wir fragen ihn, warum er sich das Kürzel ausgesucht hat. Antwort: "Die Übergänge zwischen den Buchstaben ließen sich so schön gestalten." Man suche sich halt eine Buchstabenkombination, die einem selbst gut gefalle. Und selbst würde er sich auch nicht "Graffiti-Künstler" nennen. "Für mich ist es eher Spaß, ich will Leute unterhalten und keine grauen Wände sehen."

Nachdem er schon früher 13 Jahre als Graffiti-Maler aktiv war, legte der Krückaustädter eine Pause ein, fing erst in diesem Jahr wieder damit an. Schnell hat er dabei festgestellt, dass es viele der legalen Flächen in Elmshorn nicht mehr gibt. Das Parkhaus am Südufer ist im Zuge des Stadtumbaus dem Erdboden gleich gemacht worden und auch viele Schulen wurden saniert – neue Backsteinfassaden haben Einzug gehalten, die natürlich nicht mehr für Graffiti freigegeben werden. Für eine Stadt mittlerer Größe sieht "Beast" das kritisch – zwei, drei Flächen sind nicht viel.

Ideen zur Verbesserung der Situation hätte er beim Stadtjugendpfleger durchaus vorgebracht. "Der graue Fußgängertunnel zum Rosengarten zum Beispiel. In vielen Städten werden die Brücken für legale Graffiti freigegeben", erklärt er. Oder Industriefassaden? Vielleicht wäre das auch eine Anregung für die Knechtschen Hallen? "In Magdeburg gibt es eine Arena, in der legal gemalt werden kann. Auf den neuen Schallschutzwänden der Bahn sähe das auch gut aus", fügt "Beast" an, schmunzelt aber sofort. Er weiß, wie zäh Gespräche mit der Bahn AG sind. Da brauche man ja nur einen Blick auf die Fortschritte in puncto Bahnhofsneubau in Elmshorn werfen.

Doch zurück zum Ist-Zustand: "Dass ein Bild nicht länger als zwei Wochen steht, damit kann ich umgehen, das ist völlig normal. Aber nur 24 Stunden – das ist schon ärgerlich." Wenn sich seitens der Stadt keine neuen Flächen auftun, hofft "Beast", dass sich vielleicht Privatleute finden. Unternehmer zum Beispiel, die große Fassaden haben und Graffiti einfach schick finden. Wer mit ihm diesbezüglich in Kontakt treten möchte, kann dies per Mail an graffiti.elmshorn[at]gmail.com gern tun.

(Von Sascha Urbatzka, 17.06.16, 14:10 Uhr)

Stadtwerkeausschuss vor schwerer Entscheidung

Hallenbad kostet bis zu 17,4 Mio Euro

Foto Hallenbad Elmshorn
Foto: Strandmann

Der Tagesordnungspunkt der Vorlage für die Sitzung des Stadtwerkeausschusses in Elmshorn am Montag, 2. Mai, war kurz und knackig: "Zukunft Hallenbad" hieß es dort. Doch dahinter verbarg sich ein gigantisches Problem. Es werden grobe Kostenschätzungen genannt, wie es am Krückaupark in Elmshorn weitergehen kann - Abriss, Sanierung oder Neubau. Und... die Sache ist richtig, richtig, richtig teuer.

Zur Erinnerung: Das Gesundheitsamt hatte das Hallenbad Anfang September 2015 geschlossen, weil teerhaltige Flecken in den Fliesen-Fugen dort entdeckt worden waren (siehe Artikel dazu weiter unten auf dieser Seite). Nach vielen Diskussionen wurde die Werkleitung der Stadtwerke von der Politik beauftragt, ein Raumprogramm für das Hallenbad aus den ersten Erkenntnissen zu erarbeiten. Betrachtet sollten dabei die Varianten Neubau und Sanierung/Umbau des Hallenbades werden. Nun gibt es eine erste Schätzung.

Variante 1: Abriss und Neubau - bei fünf Bahnen im Sportbecken und zusätzlich einem Erlebnisbecken. Hier werden Investitionskosten von 17,4 Millionen Euro geschätzt. Als Variante 1a stellt die Vorlage für die Politik außerdem als Alternative ein Kombibecken vor, drei Sportschwimmbahnen und ein integrierter Erlebnisbereich - spart dann etwas Geld, Kostenpunkt etwa 15,0 Millionen Euro.

Variante 2: Sanierung und Rückbau - bei den gleichen Inhalten wie in Variante 1 wird mit Kosten von 15,4 Millionen Euro gerechnet. Auch hierzu gibt es eine Variante 2a, die Alternative mit Kombibecken, Kostenpunkt schlappe 13,0 Millionen Euro.

Last but not least sei erwähnt, dass diese Schätzungen keine neuen Attraktionen zum Zustand vor der Schließung beinhalten würden, sondern sogar ein Rückschritt wären. Eine Großrutsche käme noch einmal mit etwa 1,0 Millionen Euro obendrauf, ein Sprungbereich mit etwa 200.000 Euro.

Ein kleiner Trost erscheint da nur, dass die Sitzungsvorlage ebenfalls empfiehlt, im Badepark künftig ein Gesundheitscenter zu etablieren, um freie Räume für private Anbieter nutzbar zu machen und so private Investoren einzubeziehen. So könnten dort beispielsweise Physiotherapeuten, Beauty, Podologie, Fitness und mehr eingebunden werden.

Fazit: Politik strebt Beschluss über Neubau oder Sanierung für Ende Juni an

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Dennoch spricht einiges dafür, dass sich die Politik für eine Sanierung des Elmshorner Hallenbades aussprechen wird. Während der Sitzung des Stadtwerkeausschusses am Montagabend wagte sich jedenfalls keine Fraktion mit großen Wünschen nach vorn. Stattdessen warnten sowohl Stadtwerke-Direktor Sören Schuhknecht wie Bürgermeister Volker Hatje vor überzogenen Erwartungen. Hatje betonte, der Innenminister rüge schon jetzt jedes Jahr die hohe Verschuldung Emshorns. Nun komme das Bad mit seinen Kosten noch obendrauf. Es gehe darum, überhaupt eine Genehmigung aus Kiel zu erhalten. Dort könne auch argumentiert werden, mit Kaltenkirchen und Norderstedt befänden sich Bäder in zumutbarer Entfernung. "Wenn ein Erhalt des Bads gelingt, ist das ein Erfolg. Viel mehr ist wirtschaftlicher Harakiri", so Hatje, der selbst als Leistungsschwimmer seine halbe Jugend im Bad verbracht hat.

Schuhknecht erklärte ebenfalls, es gelte, die wirtschaftlichen Auswirkungen im Blick zu haben. Architekt Christoph Keinemann hatte zu Beginn sowohl die Pläne für einen Neubau wie für eine Sanierung vorgestellt. Klar ist: In beiden Fällen soll eine deutlich aufgewertete Gastronomie Bad und Sauna gleichermaßen bedienen. Es soll eine Kindererlebniszone mit spielerischen Elementen geben. "Das ist bisher nur rudimentär entwickelt", sagte Keinemann. Charme eines Neubaus wäre, dass die Badeflächen im Erdgeschoss untergebracht würden und von außen Einblicke möglich wären. Die Sanierung hat den Vorteil, dass der entkernte Rohbau, der komplette Saunabereich und die Umkleiden weiter genutzt werden könnten. Das spare deutlich Kosten. Ein Neubau ohne Außenrutsche und Sprungbereich wird mit 17,4 Millionen Euro taxiert, eine Sanierung mit 15,4 Millionen, zumal bei einem Neubau auch noch Boden-Probleme mit der Gründung hinzukommen könnten. Absehbar ist, dass die Diskussion darauf hinauslaufen wird, ob ein fünfbahniges Schwimmerbecken und ein davon abgetrenntes Aktivbecken (Spaßbecken) gebaut wird oder auf ein deutlich günstigeres Kombibecken mit nur noch drei Schwimmbahnen gesetzt wird. Eine Lösung, die aus Sicht der Leistungsschwimmer für sie keine wäre. "Wann nutzen Sie es?", fragte Ausschussvorsitzender Siegfried Golz (CDU) die Leistungssportler immer wieder. Schließlich nutzten diese überwiegend Freibad und Traglufthalle. Dass nur noch drei Bahnen auch für nicht vereinsgebundene Schwimmer nicht optimal seien, räumte allerdings auch Schuhknecht ein: "Natürlich ist das eine Einschränkung."

(Von Sascha Urbatzka und Rainer Strandmann, 28.04.16, 17:01 Uhr, aktualisiert: 03.05.16, 17:10 Uhr)

Baum vor Weißer Villa mehr als 75 Jahre alt

Magnolie wird gehegt und gepflegt

Foto Magnolie blühend Elmshorn Weiße Villa
Foto: Strandmann

Dass die Magnolie vor der Weißen Villa nicht mehr taufrisch wirkt, ist kein Wunder: Gepflanzt wurde sie bereits 1940. Damit ist sie mehr als 75 Jahre alt. Fachleute sprechen von einer Lebenserwartung von Tulpen-Magnolien von 80 bis 100 Jahren.

Dramatisch sieht Stadt-Gärtnermeister Thomas Miller die Situation des Wahrzeichens dennoch nicht. "Noch ist der Baum vital", beruhigt er. Auch sei er an seinem Standort keinem Stress etwa durch Bodenverdichtung ausgesetzt. Mit leichten Schnittmaßnahmen solle der Magnolie geholfen werden, ein hohes Lebensalter zu erreichen. Ins Starkholz wird nicht gesägt. "Bei älteren Bäumen weiß man nicht, ob sich die Wunden wieder schließen", sagt Miller. Solche Schnitte hält er hier aber auch nicht für nötig. Auch von einer schwächeren Blüte in dem ein oder anderen Jahr sollte sich niemand leiten lassen, auf den Zustand der Magnolie zu schließen. "Das variiert von Jahr zu Jahr. Wir Menschen geben auch nicht immer hundert Prozent", erklärt er. Und was geschieht, wenn der Baum tatsächlich einmal sein Lebensalter erreicht haben sollte? Auch da beruhigt Miller: "Man kann Bäume in nahezu jeder Größe kaufen. Das ist eine Frage des Geldes." Denkbar sei auch, beizeiten einen Ersatzbaum daneben zu pflanzen, das gäbe die Fläche her. Oder eine Magnolie von einem anderen Standort, etwa die vom Propstenfeld, könnte umgesetzt werden.

(Von Rainer Strandmann, 15.04.16, 16:10 Uhr)

Öffentliche Gruppe hat bereits über 340 Mitglieder

Fahrgastinitiative bei Facebook

Foto Interview NDR Fernsehen Busverkehr Elmshorn die linie Cliff Luers
Foto: Urbatzka

"In dieser Gruppe wollen wir nach Möglichkeiten und Mitstreitern suchen, um den Misstand bei der Personenbeförderung, speziell auf der Linie 6501, zu beheben. In der Vergangenheit ist es leider schon öfter vorgekommen, dass Mütter mit ihren Kindern oder aber auch Gehbehinderte mit Rollatoren nicht mitgenommen werden konnten, weil der Bus schlichtweg keinen Platz für weitere Fahrgäste hatte", heißt es im sozialen Netzwerk Facebook. Dort sind aktuell bereits über 340 Personen eingetragen, die die Organisatoren der Fahrgastinitiative unterstützen möchten bzw. die Aktion richtig finden.

Am Montag, 11. April, schwärmten die Aktiven aus, um Unterschriften zu sammeln. Aktuell, so Sören Vollertsen von der Bürgerinitiative, werden auch nach wie vor noch Menschen gesucht, die in der Zeit vom 11. bis 25. April Unterschriften sammeln können. Das soll in Bussen, aber auch in Betrieben oder Vereinen geschehen. Wer Zeit und Lust hat, das Projekt zu unterstützen, kann sich direkt bei Facebook an die Organisatoren wenden. Die Gruppe ist über den Suchbegriff "Fahrgastinitiative Elmshorn" gut zu finden. Vor allen Dingen soll bei der Lokalpolitik mehr Druck gemacht werden, um Verbesserungen im ÖPNV-Angebot zu erreichen.

Auch das Fernsehen ist längst auf die Fahrgastinitiative aufmerksam geworden. Am Montag, 11. April, fanden bereits Dreharbeiten in Elmshorn statt (siehe Foto, Interview mit Cliff Luers von der Busbetreiberfirma "die linie"). Danach bestieg das TV-Team selbst den Bus und führte Interviews mit den Fahrgästen. Auch ein Besuch bei Bürgermeister Volker Hatje stand noch auf dem Programm. Der Beitrag soll bereits am Abend im "Schleswig-Holstein Magazin", im Regionalprogramm des NDR-Fernsehens, zu sehen sein. Beginn der Sendung ist um 19.30 Uhr.

(Von Sascha Urbatzka, 11.04.16, 10:31 Uhr)

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Mercedes Baujahr 1961 und alte Motorräder wurden ausgestellt

Oldtimer waren mitten im Modehaus

Foto Mercedes SL Cabrio 1961
Foto: Ramelow

Im Elmshorner Mode- und Markenhaus Ramelow in der Königstraße waren Ende März/Anfang April 2016 nicht nur Outfits die Hingucker - dort waren auch zahlreiche PS-starke, fahrbare Untersätze mitten im Modehaus zu bewundern. Es handelte sich um ein Mercedes SL Cabrio aus dem Baujahr 1961 in schickem Silber sowie alte Motorräder aus der Nachkriegszeit (siehe Foto). Übrigens waren das Leihgaben von Privatbesitzern: Familie Apfelbaum aus Hasloh und Herr Wünsche aus Quickborn haben ihre Schmuckstücke zur Verfügung gestellt.

(Von Sascha Urbatzka, 31.03.16, 17:01 Uhr)

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Ein Bauwerk, eine Geschichte und ein unbekannter Name

Wie heißt diese Brücke? Wirklich?

Foto Elmshorn Berliner Brücke Stadtarchiv
Foto: Koopmann/Stadtarchiv

Im Magistratsprotokoll der Sitzung vom 7. November 1961 ist vermerkt: "Beschluss a) Die neuerbaute Krückaubrücke im Zuge der Berliner Straße erhält den Namen 'Berliner Brücke'. Die Namensgebung ist beim Einweihungsakt der Bevölkerung bekanntzugeben." Zudem sei unverzüglich die Genehmigung des Stadtverordnetenkollegiums einzuholen. Das stimmte am 29. November 1961 zu.

Unklar ist, ob der Name – ein Vorschlag des Bauamts – bei der Einweihung durch Bürgervorsteher Weinhold, der nur zwei Tage nach dem Magistratsbeschluss das symbolische Band durchschnitt, fiel. Im Bericht der Tageszeitung von dem Ereignis taucht der Begriff nicht auf. Da ist nur von der Krückaubrücke die Rede. Gebaut wurde sie übrigens 1958. Die Bezeichnung Berliner Straße wiederum gibt es schon länger. Scholz und Köhncke zufolge seit 1955/56. Damals wurden die Austraße und der südliche Teil der Holstenstraße zur Berliner Straße zusammengelegt. Das geschah auf Anregung des Bundes der vertriebenen Deutschen. Damit sollte der geteilten ehemaligen Reichshauptstadt und dem Aufstand vom 17. Juni 1953 gedacht werden.

(Von Rainer Strandmann, 04.03.16, 14:10 Uhr)

Vorbereitungen auf Flüchtlingssituation bei der Stadt

Elmshorn stellt Vier-Stufen-Plan vor

Foto Stadtrat Dirk Moritz Elmshorn
Foto: Strandmann

Noch im Dezember sah es so aus, als würde Elmshorn die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge kaum mehr bewältigen können. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Kamen im November 104 und im Dezember 117 Flüchtlinge, wurden der Stadt im Januar nur 43 zugewiesen. In den nächsten Monaten könnten es sogar noch weniger sein als 43, erklärte Stadtrat Dirk Moritz.

Der Grund: Zunächst füllt das Land die Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen, deren Kapazitäten längst nicht ausgeschöpft sind. Verlassen will sich Elmshorn aber nicht darauf, dass diese Entwicklung so bleibt. "Wir alle schauen Fernsehen", sagte Bürgermeister Volker Hatje mit Blick auf die vor der Grenze der Türkei wartenden Flüchtlinge. Und: 2015 seien Elmshorn 545 Flüchtlinge zugewiesen worden, die Stadt selbst rechne für 2016 mit weiteren 750.

Um vorzusorgen, hat die Stadt einen Vier-Stufen-Plan entwickelt. Stufe 1: Unterbringung in Wohnungen oder möblierten Zimmern, Stufe 2: größere Einheiten wie Kurt-Wagner-Straße 15, Hallenbad, Stufe 3: Wohncontainer-Anlagen, Stufe 4: Als letzte Alternative: Zeltdörfer und Turnhallen.

"Derzeit befinden wir uns noch in Stufe 1 und entwickeln Stufe 2", sagt Moritz. Für das Stufenmodell hat die Stadt nahezu alle leerstehenden Liegenschaften geprüft, ob sie als Unterkünfte in Frage kommen könnten. "Das Postgebäude an der Kurt-Wagener-Straße hat die Kriterien am besten erfüllt", so der Stadtrat. Dort sollen bis zu 80 Personen untergebracht werden. "Bei der Auswahl werden wir mit Fingerspitzengefühl vorgehen", sagt Bürgermeister Hatje. Gedacht ist an Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive. Dort werde es auch eine feste Betreuung durch einen Träger und Sozialarbeiter geben. Auch für die Reinigung der Gemeinschaftsräume und die Sicherheit wird gesorgt. "Wir schaffen keinen Hotel-Komfort, wollen aber auch, dass Reibungspunkte vermieden werden." Erfahrungen mit größeren Einheiten hat die Stadt bereits gesammelt. Im Anbau des Hotel Royal sind heute 52 Personen in Hotelzimmern untergebracht. Dort gibt es aber keine Gemeinschaftsduschen oder -WCs. Bürgemeister und Stadtrat sind vom Elmshorner Weg überzeugt: "Der Umgang mit Flüchtlingen ist, auch dank der bislang dezentralen Unterbringung, bis heute vorbildlich." Die Willkommenskultur durch Ehrenamtliche sei großartig. Bisher gebe es weder nennenswerte Probleme mit Flüchtlingen noch mit fremdenfeindlichen Übergriffen.

(Von Rainer Strandmann, 09.02.16, 12:01 Uhr)

Unternehmen Semmelhaack bestätigt Vertragsabschluss

Altes Gebäude von C&A ist verkauft

Foto altes C&A-Gebäude Elmshorn
Foto: Urbatzka

HAZOnline exklusiv: Veränderungen an exponierter Stelle in der Elmshorner Innenstadt stehen an. Wie unsere Zeitung erfuhr, hat das ehemalige Gebäude der Modekette C&A an der Kreuzung Schul-/Feld- und Holstenstraße in Elmshorn den Besitzer gewechselt. Auf HAZ-Nachfrage bestätige Hartmut Thede, Pressesprecher der Elmshorner Firma Semmelhaack: "Ja, der Vertrag wurde abgeschlossen." Er kündigt zudem an, dass das Unternehmen in Kürze weitere Details zu den Planungen für den Standort veröffentlichen wird.

Zur Erinnerung: Das Gebäude wurde viele Jahre lang durch die Elmshorner Filiale der Modekette C&A genutzt. Seit Mitte 2013 ist das Unternehmen im Einkaufszentrum "Neuer Markt" zu finden. Mit dem Wechsel wurde der alte Standort aufgegeben. Seither steht das große Gebäude mit mehreren Etagen leer. Im Sommer 2015 wurde die Atos Asset Management GmbH mit Sitz in Hamburg neuer Eigentümer. Plakate in den Schaufenstern vor Ort boten die Immobilie weiter zum Kauf an. Nun gab es einen Erfolg. Im Vorfeld brodelte die Gerüchteküche gewaltig. Schon 2015 gab es eine Phase, in der die wildesten Ideen aufkamen – von einem großen Hotel in der Innenstadt war im Volksmund plötzlich unter anderem die Rede. Das scheint allerdings abwägig.

Im Vorfeld des Kaufes soll es ein konstruktives Gespräch mit der Stadt gegeben haben. Danach ist eher davon auszugehen, dass der neue Eigentümer ein Konzept zur Gestaltung von Wohn- und Geschäftsräumen vorgestellt hat. Hierzu liegen uns noch keine genauen Angaben vor. Bei der Verwaltung herrscht scheinbar aber vorsichtiger Optimismus, dass sich bereits in diesem Jahr auf dem Gelände etwas tun wird. Die Schaufenster wurden derweil schon einmal "schier" gemacht – die Plakate des Vorbesitzers wurden entfernt. Spannend dürfte auch die Frage sein, ob ein Teil des Baukörpers erhalten wird oder ob dem Gebäude der komplette Abriss droht.

(Von Sascha Urbatzka, 06.01.16, 0:01 Uhr)

Elmshorns Klappbrücke wird viel genutzt

Hafenspange: Fast 12.000 Fahrer

Elmshorn Hafenspange
Foto: Strandmann

Die Häufigkeit der Brücken-Klappungen hat im Laufe der Zeit leicht zugenommen. 2 Mal wurde die Brücke im Eröffnungsjahr (ab Anfang September) für durchfahrende Schiffe hochgeklappt. 116 Mal war dies 2014 der Fall; im laufenden Jahr wurden im sogenannten Brückenbuch bis heute 127 Klappvorgänge notiert. Nicht darin enthalten sind Schließungen für Wartungsarbeiten. Gut möglich ist allerdings, dass mittel- bis langfristig häufiger geklappt werden könnte. Die Stadt arbeitet an einer attraktiveren Hafengestaltung – das könnte auch mehr Schipper anlocken. Haken der Brücke: Ihre Wartung ist aufwendig und teuer. Unstrittig ist die Notwendigkeit der Hafenspange: 11.821 Fahrzeuge täglich queren dort die Krückau, ergab eine Zählung.

(Von Rainer Strandmann, 13.11.15, 10:10 Uhr)

Neue KGSE: Schüler machten den Anfang / Großes Festprogramm

Einweihung begann mit "Flashmob"

Foto KGSE rote Schleife Einweihung 2015
Foto: Urbatzka

Der Neubau der Elmshorner Erich Kästner Gemeinschaftsschule im Stadtteil Hainholz umfasst 49 Klassen- sowie 20 Fachräume. Von den Kosten von insgesamt 36 Millionen Euro trägt 29,3 Millionen Euro die Stadt selbst. Das Projekt wurde aber auch mit Städtebauförderungsmitteln der Sozialen Stadt in Höhe von etwa fünf Millionen Euro sowie 1,8 Millionen Euro aus dem Investitionspaket des Bundes, der Länder und der Kommunen zur energetischen Sanierung der sozialen Infrastruktur realisiert. So war zur Feierstunde am 12. Oktober in Elmshorn nicht nur Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig gekommen, auch Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, machte sich aus dem fernen Berlin auf den Weg.

Der Neubau der Schule erfolgte abschnittsweise und wurde im Oktober 2010 begonnen. Das Richtfest wurde im Januar 2012 gefeiert. Obwohl es immer wieder zu Verzögerungen durch Insolvenzen beteiligter Betriebe kam und auch noch Restarbeiten in den Bauteilen C und D zu erledigen sind, wurde nun - fünf Jahre nach Baubeginn - die Einweihung offiziell gefeiert. Vor dem Festakt im Forum der Schule waren die Schüler dran: Mit einem Flashmob auf dem Schulhof ging der Tag der Feierlichkeiten an der KGSE um 9.30 Uhr am Morgen los. Auch das Programm im Forum wurde von den Schülern der größten Gemeinschaftssschule in Schleswig-Holstein gestaltet, durch das Programm führten die Schülervertreter Aline Hell und Michael Morisch (Foto unten).

(Von Sascha Urbatzka, 12.10.15, 11:31 Uhr)

Weitere Bilder von der Einweihung der KGSE

Foto KGSE Elmshorn Einweihung Forum Technik
Foto: Urbatzka
Foto KGSE Einweihung Schülervertretung Aline Hell Michael Morisch
Foto: Urbatzka
Im Winter müssen Vereine und Schulen zusammenrücken

Hallenbad bis Sommer 2016 dicht

Foto Hallenbad Badepark Elmshorn
Foto: Strandmann

Seit Ende Mai 2015 ist das Elmshorner Hallenbad geschlossen. Grund war die Entdeckung teerhaltiger Flecken in Fliesen-Fugen (siehe dazu auch der Artikel weiter unten auf dieser Seite). Mittlerweile steht fest: Die Stadtwerke werden um eine aufwändige Sanierung nicht herumkommen. Ob es "nur" eine Sanierung oder zugleich eine attraktivere Gestaltung wird, darüber wird die Politik noch befinden müssen. An eine Wiedereröffnung vor dem Sommer ist wegen der Wahrung von Ausschreibungsfristen jedoch nicht zu denken. Im Winter werden Schulen, Vereine und Besucher zusammenrücken müssen. Zur Verfügung steht dann nur die Traglufthalle, die ab 14. September einsatzbereit sein soll. Während der Öffnungszeiten sollen nach HAZ-Informationen jeweils drei Bahnen für den normalen Schwimmbetrieb zur Verfügung stehen.

(Von Rainer Strandmann, 01.09.15, 12:10 Uhr)

Elmshorner Kaufleute hoffen auf Fläche am Südufer

3000 Unterschriften für mehr Parkraum

Foto Volker Hatje und Christel Glattkowski
Foto: Strandmann

Mehr als 3000 Bürger haben die Forderung von Geschäftsleuten der Elmshorner Innenstadt unterzeichnet, die Parkplätze am Südufer nicht nur an Markttagen fürs Parken freizugeben. Dazu kommen wird es wohl nicht. Das machte Bürgermeister Volker Hatje der Gruppe um Christel Glattkowski, Inhaberin des Geschäfts "Bajazzo", schon im Rathaus deutlich, als sie ihm den Stapel mit den Unterschriften überreichte. Es handele sich immer noch um ein Hafengelände mit allen Rechten und Pflichten, die damit verbunden seien. Betreiber sei auch nicht die Stadt, dies seien die Stadtwerke. Auch gelte es, betriebliche Bedürfnisse der dort ansässigen Köllnflockenwerke zu berücksichtigen. Hatje erklärte aber auch seine persönliche Sicht. Er vertrete die Auffassung, dass Parken in der Innenstadt generell etwas kosten dürfe. Solche Einnahmen aus der Bewirtschaftung fordere nicht nur das Land. Eine Unterscheidung zwischen kostenfreien und gebührenpflichtigen Stellplätzen wie jetzt in Elmshorns Innenstadt führe auch zu unnötigem Suchverke hr, der Straßen verstopfe und die Umwelt belaste. Die Verwaltung dränge schon seit Jahren auf ein Parkraum-Bewirtschaftungskonzept. Das sei aber wegen des Stadtumbaus zurückgestellt worden, weil in dieser Bauphase Stellplätze kurzfristig aufgehoben oder an anderer Stelle neu ausgewiesen werden müssten. Auch müsse die Freiraumplanung zur Gestaltung am Hafen abgewartet werden. Glattkowski zeigte Verständnis, erklärte aber auch die Nöte der Geschäftsleute. Kunden aus der Marsch etwa wichen auf andere Städte und Einkaufszentren aus, wenn sie hier fürs Parken bezahlen müssten. Auch Mitarbeitern falle es zunehmend schwer, für ihr Fahrzeug noch einen Stellplatz zu finden. Hatje erklärte, er werde das Park-Thema an die Politik weiterleiten.

(Von Rainer Strandmann, 14.07.15, 09:15 Uhr)

Lehr- und Sportbecken müssen länger zu bleiben

Gesundheitsamt schließt Hallenbad

Foto Hallenbad in Elmshorn
Foto: Urbatzka/Archiv

Im Hallenbad läuft die Suche nach der Ursache für die Teerfunde seit der Schließung auf Hochtouren. Nach Angaben der Stadtwerke Elmshorn hatte es bereits am 20. Mai eine Begehung mit Fachleuten gegeben. Einer Nutzerin waren die salmiartigen Flecken am Boden aufgefallen. Sie hatte den Kreis eingeschaltet. Die Experten nahmen Proben, deren Ergebnisse am Donnerstag, 28. Mai, schließlich vorlagen. Tags darauf beschloss das Amt die Schließung. 43 Badegäste mussten das Gebäude verlassen, konnten als Ersatz zwischen der Rückerstattung des Eintrittsgeldes oder einem Besuch der Gastronomie wählen.

"Uns tut das sehr Leid", sagte Olaf Deich, Technischer Leiter der Stadtwerke, im HAZ-Gespräch. Betroffen seien rund zwei Drittel des Fliesenbereichs, wenn auch nur punktuell. "Wir müssen der Ursache jetzt auf den Grund gehen", so Deich. Dazu sollen Fliesen herausgenommen und Bohrproben genommen werden. Wann wieder geöffnet werden kann, ist offen. "Frühestens nach den Sommerferien", sagt Deich. Das hängt stark davon ab, worum es sich bei dem "Ausblühen" handelt. Denkbar ist, dass sich unter den Fliesen eine Art Teerpappenschicht befindet. Das wäre die harmlose Variante. Auch dann müssten zwar alle Fliesen raus. Dann könnte das schädliche Material möglicherweise aber abgekratzt und der Boden versiegelt werden. Aufwändiger wäre die Sanierung, wenn seinerzeit beim Bau bitumenhaltiger Esstrich verwandt worden wäre. Genaues weiß jedoch keiner.

Immerhin: Die Fliesen sollten ohnehin in absehbarer Zeit ersetzt werden. Auch der Zeitpunkt für eine Sanierung ist relativ günstig: In den Sommerferien wäre das Hallenbad ohnehin geschlossen worden. Aus Sicht von Deich ist all das indes unerheblich: "Die Gesundheit unserer Kunden steht an oberster Stelle." Schmonzette am Rande: Bei der Beprobung wurde auch ein besonders auffälliger Fleck untersucht. Sehr schädlich war er nicht: Es handelte sich um ein Fruchtgummi.

Untersuchungen des Wassers und des Filterschlamms der Becken haben nach der Schließung nun allerdings keine Rückstände von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen ergeben. Das Wasser ist unbelastet. Es wurde mittlerweile abgelassen. Ein Fachmann soll bis zum Freitag, 19. Juni, mit weiteren Untersuchungen beauftragt werden. Dann wird sich wohl auch entscheiden, ob nur Fliesen ausgetauscht oder ein neuer Stahlbehälter eingebaut werden muss.

(Von Rainer Strandmann, 29.05.15, 17:31 Uhr, aktualisiert: 16.06.15, 17:34 Uhr)

Baumaßnahmen vor dem Zeitplan / Neue Verkehrsführung

Freie Fahrt auf der Ansgarstraße

Foto Ansgarstraße Elmshorn
Foto: Strandmann

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Anderthalb Monate früher als geplant konnten die Straßen- und Kanalbauarbeiten in der Ansgarstraße beendet werden. Ab Montag, 15. Juni, soll der Verkehr dort wieder ungehindert fließen. Möglich machten es laut Stadt der milde Winter und die gute Zusammenarbeit aller an der Maßnahme Beteiligter.

Mit der Freigabe ist auch eine für Elmshorn neue Regelung für Radfahrer an der umgestalteten Kreuzung Ansgarstraße/Wasserstraße/Stormstraße in Betrieb. Sie werden über gekennzeichnete Furten über die Kreuzung geführt. Neu ist auch die Einrichtung von zwei indirekten Linksabbiegern: Radfahrer, die aus der Ansgarstraße in Richtung Wasserstraße oder Stormstraße abbiegen möchten, fahren zunächst mit dem Geradeausverkehr über die Kreuzung. Dort haben sie eine eigene Aufstellfläche und eine zusätzliche kleine Ampel (Fahrradsymbol mit Linkspfeil). Die abbiegenden Fahrradfahrer queren dann zuammen mit den Autos aus den Nebenrichtungen die Ansgarstraße – Regelungen, die sich in vielen Städten schon bewährt haben.

(Von Rainer Strandmann, 12.06.15, 14:20 Uhr)

Fraktion möchte Feedback von Einwohnern zu Rathaus-Plänen

CDU Elmshorn fragt die Bürger

Foto CDU Elmshorn Steffen Strünke, Immo Neufeldt, Andreas Hahn
Foto: Strandmann

Mehr Bürgerbeteiligung ist ein Thema, das sich alle Elmshorner Parteien auf die Fahne geschrieben haben. Die CDU-Fraktion macht nun ernst damit. Noch in diesem Monat will sie mit den Elmshornern über den Rathaus-Neubau sprechen. "Demnächst beginnt der Architektenwettbewerb. Das Ergebnis hängt davon ab, welche Bedingungen wir vorab stellen, daher brauchen wir die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger jetzt!", sagt Steffen Strünke, Mitglied im Sonderausschuss Rathaus.

Wie soll das Rathaus aussehen? Sollen im Erdgeschoss Gewerbeflächen entstehen? Welche Ideen haben die Bürger noch? Um Fragen wie diese geht es. "Bei dem hohen Schuldenstand der Stadt können wir beim Neubau des Rathauses sicher nicht jeden Wunsch erfüllen", schränkt Fraktionschef Immo Neufeldt ein. "Dennoch soll das neue Rathaus ein schönes und funktionelles Gebäude werden, welches über Jahrzehnte Sitz von Verwaltung und Selbstverwaltung bleibt." Drei Ideen möchte die CDU speziell zur Diskussion stellen: Die Fraktion will Flachdächer und innenliegede Entwässerung für das Gebäude verbieten. Hintergrund sind die vielen Probleme damit, zuletzt an der KGSE. Sie will deshalb eine Dachneigung von mindestens 20 Prozent vorschreiben. Zweitens möchte die CDU beim Rathaus-Bau einen festen Kostenrahmen vorgeben. Die Obergrenze dürfte dann während des Projekts nicht mehr geändert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Drittens plädieren die Christdemokraten für eine Klinkerfassade. Zu diesen Vorschlägen hoffen sie auf viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Einsendungen erbittet die CDU bis 31. Mai unter rathausneubau.elmshorn[at]gmail.com. Über die Ergebnisse will die Fraktion danach informieren.

(Von Rainer Strandmann, 12.05.15, 11:15 Uhr)

Betreiberfirma in Elmshorn sagt: "Der Bus war voll"

Hebbelplatz: 13-Jährige bleibt stehen

Foto Bus Hebbelplatz Elmshorn
Foto: Strandmann

Die Verärgerung steht Mario Westphal ins Gesicht geschrieben: Drei Mal ist seine Tochter Chen Yo (13) seinen Angaben zufolge binnen weniger Monate morgens vom Bus nicht mitgenommen worden. Grund: Das Gefährt sei stets bereits voll gewesen, als es am Hebbelplatz ankam.

Zweimal kam die 13-Jährige dadurch im Winter mit dem 7.19 Uhr-Bus nicht pünktlich zur Boje-C.-Steffen-Schule, zuletzt fuhr der Bus am 4. März um 8.19 Uhr ohne sie weiter. Als Folge "steht dann sogar im Zeugnis, dass meine Tochter zu spät zur Schule gekommen ist", empört sich Westphal. Er ließ die Vorfälle nicht auf sich beruhen, wandte sich telefonisch und per Mail an den Busbetreiber "die linie". "Gibt es da nicht eine Verantwortung des Busunternehmens gegenüber den Kindern?", fragte er. Geradezu als Frechheit empfinde er den Hinweis des Fahrers, den es gegeben haben soll, in 30 Minuten komme doch der nächste Bus. Cliff Lüers, Betriebsleiter des Unternehmens "die linie", entschuldigte sich schriftlich bei Westphal. "Volle Busse in den Stoßzeiten sind normal, gerade im Stadtverkehr, wo kurze Wege zurück gelegt werden", heißt es darin. Es gebe gesetzliche Bestimmungen, die regelten, wie viele Fahrgäste im Bus mitgenommen werden dürften. "Diese halten wir ein (...)."

Zudem würden ständig Kapazitäten überprüft. So sei auf der besagten Linie 6501 mittlerweile ein längerer Gelenkbus eingesetzt worden. "Das Problem ist seit dem Fahrplanwechsel gelöst", sagt Claudius Mozer, Geschäftsführer der Südholstein Verkehrsservicegesellschaft mbH. Eine Überfüllung des Busses um 8.19 Uhr am Hebbelplatz, so Lüers, habe es bis zum Vorfall am 4. März noch nie gegeben. Grund sei eine Schulkasse gewesen, die unangemeldet zugestiegen sei. Die Leitstelle habe den Fahrer angewiesen, die Fahrgäste im Bus bis nach hinten durchzuschicken, um möglichst viele mitnehmen zu können. Dadurch habe der Wagen eine Verzögerung eingefahren. Das nachfolgende Fahrzeug sei deshalb zehn Minuten später gekommen. Dies habe der Fahrer den Wartenden sagen sollen. Bei seiner Tochter, entgegnet Westphal, sei diese Information nicht angekommen. "Wie sollte sie auch, wenn der Fahrer vielleicht die Tür aufmacht und nur der erste in der Warteschlange dies hört", so Westphal. Fest steht für ihn: "Volle Busse in Stoßzeiten sind für mich nicht normal. Damit ist doch programmiert, dass meine Tochter irgendwann wieder nicht mitgenommen werden kann."

(Von Rainer Strandmann, 14.04.15, 12:01 Uhr)

Umweltminister auf Diskussionsveranstaltung in Elmshorn zu Gast

Habeck wirbt für mehr Dialog

Foto Mahnwache Anti-Atom-Initiative Elmshorn
Foto: Urbatzka

Nach einer Mahnwache am 4. Jahrestag des Reaktorunfalls in Fukushima am 11. März 2015 auf dem Alten Markt trafen sich Atomkraft-Gegner anschließend zu einer Diskussionsveranstaltung mit Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck im Elmshorner Rathaus. Etwa 80 Interessierte folgten der Einladung und nahmen im Kollegiumssaal an der Schulstraße Platz.

Als Thema des Abends hatten die Veranstalter der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, der Bürgerinitiativ Brokdorf-akut, des BUND Kreis Steinburg und des BUND Kreis Pinneberg "Atommüll - wohin damit?" vorgegeben. Der Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt sowie zugleich auch Vertreter Schleswig-Holsteins in der Endlagersuchkommission des Bundes holte bewusst aus, um die Anwesenden von seinem Vorgehen zu überzeugen: "Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft erledigt sich das Thema Atommüll auf Jahre hinaus ja nicht."

Habeck verdeutlichte, dass Deutschland auch nach dem Atomausstieg lange Zeit weiter Atommüll produzieren werde. Er schilderte, dass es in der Endlagersuchkommission des Bundes, in der er als Vertreter Schleswig-Holsteins dabei ist, immer nur in kleinen Schritten voran geht, weil sehr viel diskutiert werden muss. Jeder Millimeter, den die Kommission an Raumgewinn inhaltlich mache, werde sofort von unzähligen Seiten kritisch beäugt. Immerhin gebe es aber langsam erste konkrete Schritte. Mitte 2016 sei danach ein Bericht an den Deutschen Bundestag geplant. Allerdings nicht darüber, wo es ein Endlager geben kann, sondern vielmehr über die Kriterien, die zum Suchprozess gehören sollen. Erst im Jahr 2031 soll wirklich ein Endlager im Land gefunden sein, bis 2050 sogar erst erschlossen. "Und das scheint mir auch noch ein sehr, sehr ambitioniertes Vorhaben", so der Minister zu diesem langwierigen Prozess.

Zur Situation in Schleswig-Holstein wurde er konkret: Für die teils beschädigten Fässer im Keller des Atomkraftwerkes Brunsbüttel gebe es nun ein Bergungskonzept der Firma Vattenfall. Ab Sommer soll der Atommüll in einem aufwendigen Verfahren über komplizierte Greiftechniken gehoben und für die Endlagerung umgefüllt werden. Habeck schilderte aber auch, dass im Kernkraftwerk Brokdorf noch etwa 50 Brennelemente lagern, die im Reaktor-Druckbehälter nur "realtiv sicher" seien und ebenfalls später besser gelagert werden müssten. Durch eine erfolgreiche Klage zum Standort Brunsbüttel liege dort dafür aber keine Genehmigung vor. Sein Fazit: Entweder komme der Zeitplan zum Rückbau der AKWs ins Stocken, das Zwischenlager bekommt eine neue Genehmigung oder aber es muss eine ganz andere Lösung her. Es käme auch in Betracht, dass Brokdorf als Zwischenlager fungiere. "Aber wollen wir das überhaupt?", warf Habeck als Frage in den Raum. "Ich versuche aber, Gespräche in diese Richtung zu führen", so der Umweltminister weiter. Brunsbüttel komme zurzeit überhaupt nicht in Frage. Schließlich müsse Deutschland noch insgesamt 21 Castoren aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage laut Vertrag zurücknehmen, dazu kommen noch die Brennelemente aus Brokdorf, die auch in Summe noch einmal 10 bis 12 weitere Castoren ausmachten.

In Bezug auf mittel-radioaktiven Atommüll sprach sich Habeck zudem für die Nutzung des Schachtes Konrad bei Salzgitter aus. Das Lager habe die Genehmigung dafür. "Ich setze darauf, dass dies ab 2022 passiert", so der Minister. Es werde auch dann noch bis zu 40 Jahre dauern, bis auch dort alles eingelagert ist. Er warb allerdings dafür, weiter in den Dialog einzutreten: "Das Beste, was wir leisten können, ist nach dem derzeitigen Wissen stets die beste Lösung zu finden." Dies bedeute zugleich auch Einschnitte in Herzen und in Seelen, das sei ihm bewusst. Der halbgare Zustand in der Atompolitik - wir haben die Technologie zwar eingeführt, wissen aber nun nicht wohin mit dem Müll - könne so nicht bleiben.

(Von Sascha Urbatzka, 11.03.15, 21:50 Uhr)

Tätergruppe beging offenbar zahlreiche Brandlegungen in Elmshorn

Polizei vernimmt Jugendliche

Foto Brand Beethovenstraße Elmshorn
Foto: Polizei

Drei junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren, zwei aus Elmshorn und einer aus Pinneberg sowie eine 16-jährige Frau ebenfalls aus der Kreisstadt stehen im Verdacht, zahlreiche Brände in Elmshorn gelegt zu haben. Nach einem Einbruchsversuch am Koppeldamm nahm die Polizei die Jugendlichen fest. Bei den anschließenden Ermittlungen kamen mehr als 20 weitere Taten ans Licht, überwiegend Containerbrände im Elmshorner Stadtgebiet, darunter auch der Containerbrand in der Nacht zum 3. Februar 2015 am Holstenplatz, bei dem auch am angrenzenden Gebäude nicht unerheblicher Schaden entstanden war. Die Taten wurden von dieser Personengruppe sowie Personen aus dem Umfeld dieser Gruppe begangen, so die Polizei weiter.

Zudem ist einer der Festgenommenen bereits einschlägig wegen Brandlegungen vorbelastet. Der 17-jährige Elmshorner wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl. Der Jugendliche wurde der Jugendanstalt Schleswig zugeführt. Die übrigen drei Tatverdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen zunächst entlassen. Nun prüfen die Ermittler ganz genau, ob die Täter auch für die Brände in der Sporthalle der Schule am Koppeldamm in der Nacht zum 30. Dezember und in der Beethovenstraße im Juni und August 2014 verantwortlich sind. Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.

Zur Erinnerung: Damals schilderten die Beamten das Vorgehen nach den Hochhausbränden wie folgt: "Der ehemalige Dachboden zweier Gebäudeteile des Wohnblocks in der Beethovenstraße ist komplett niedergebrannt und von Trümmerteilen übersät. Bevor hier jeder Winkel untersucht werden kann, müssen Unmengen von Schutt beiseite geschafft werden. Die jetzt veröffentlichten Bilder der Brandermittler zeigen die enorme Zerstörung."

Brandsachverständige des Landeskriminalamtes Kiel hatten ihre Arbeit aufgenommen und unterstützten damals die Ermittler bei den elektrotechnischen und chemischen Untersuchungen. Damals konnte allerdings ein technischer Defekt weder verneint noch bestätigt werden. Auch eine Brandstiftung, ob fahrlässig oder vorsätzlich, konnte nie ausgeschlossen werden.

(Von Sascha Urbatzka, 27.06.14, 11:00 Uhr, aktualisiert: 13.02.15, 10:10 Uhr)

Lkw und Kleintransporter kollidieren auf Hamburger Straße

Schwerer Unfall am 10. Februar

Foto Unfall Hamburger Straße Elmshorn 10. Februar 2015
Foto: Holweg

Drei Verletzte und über 20.000 Euro Sachschaden - das ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich auf der Hamburger Straße in Elmshorn am Dienstag, 10. Februar, ereignete. Der Fahrer eines Transporters befuhr um kurz vor zwölf Uhr die Hamburger Straße von der Autobahn kommend in Richtung Hans-Böckler-Straße. Als er nach links in die Hans-Böckler-Straße abbiegen wollte, übersah er einen entgegenkommenden LKW. Daraufhin fuhr dieser in die rechte Seite des Transporters. Aufgrund des Zusammenstoßes schleuderte der Transporter anschließend mit der linken Fahrzeugfront gegen den Auflieger eines Sattelzugs, der die Hamburger Straße in Richtung Innenstadt befuhr. Der Fahrer des Transporters wurde durch den Unfall eingeklemmt und musste aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er wurde ebenso wie der 30-jährige Fahrer des Lkw aus Talkau und dessen 49-jähriger Mitfahrer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der 41-jährige Fahrer des Sattelzugs aus Polen blieb unverletzt. Alle Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

(Von Sascha Urbatzka, 10.02.15, 15:25 Uhr)

Susanne Drdack erhält Kulturpreis der Stadt Elmshorn

Das wichtigste ist die Musik

Kulturpreisträgerin Susanne Drdack
Foto: Meisberger

(Elmshorn/mm) „Musik ist nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Berufung“, sagte Susanne Drdack in ihrer Dankesrede. Zuvor hatte ihr Bürgermeister Volker Hatje den Kulturpreis der Stadt Elmshorn verliehen, mit dem bei seiner siebten Auflage „eine herausragende Kulturschaffende aus dem Bereich Musik“, so Hatje, ausgezeichnet wurde. Dazu überreichte Thorsten Stockfleth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Elmshorn, den symbolischen Scheck mit dem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro.„Das wichtigste ist die Musik, die ich jede Woche mache“, betonte Susanne Drdack, die sich bei allen bedankte, die „geleitet und begleitet haben“.  Zu ihnen zählt auch Sabine Holst, mit der Drdack seit über 30 Jahren gemeinsam Musik macht. Holst‘ Laudatio bot einen Einblick in das Wirken und Schaffen der Preisträgerin, die insgesamt fünf Chöre in der Krückaustadt leitet, darunter drei Chöre der Liedertafel Elmshorn, aber auch der Kirchenchor St. Marien und das Ensemble Elmshorn, mit dem sie im Rahmen der Verleihung einige Kostproben ihrer Arbeit ebenso präsentierte wie mit dem Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn. „Du bist wissbegierig und hast den Mut, Neues auszuprobieren“, sagte Holst, die errechnete, dass jede Woche 260 Elmshorner im Alter von sieben bis 86 Jahre mit Drdack Musik machen. Dabei strebe sie nach Perfektion, sei präzise, konsequent und lasse nie locker, bleibe aber dabei immer aufmunternd, geduldig und voller Humor. Schließlich „kann sie auch über sich selbst lachen“, so Holst.

Mit dem Akkordeon-Trio „Handregal“ steht Susanne Drdack übrigens am Sonnabend, 24. Januar, wieder auf der Bühne. Um 18 Uhr spielt sie mit Thomas Wamsat und Helena Meyer, die seit Anfang 2014 dritte Stimme und Bass von Robin Klein übernommen hat, in der Ansgarkirche Elmshorn, Ansgarstraße 54. Der Eintritt ist frei.

Neue Technik soll möglichst rasch zum Einsatz kommen

Pilotprojekt gegen die Krähen-Plage

Foto: Strandmann

In Großstädten waren es Tauben, die schon vor Jahrzehnten zum Problem wurden; in Elmshorn sind es Krähen, die sich zu Hunderten in der Innenstadt festgesetzt haben. Da es sich um eine geschützte Tierart handelt, dürfen die Vögel nur mit Genehmigung des Landes vertrieben werden. Das tut die Stadt seit Jahren, indem sie den Tieren mit Schreckschüssen und dem Entnehmen von Nestern das Leben in der City schwer zu machen versucht. Das Vergrämen wird auch in diesem Frühjahr auf dem Alten Markt und in der Bismarckstraße passieren. Erstmals werden die schwarzen Gesellen auch im Bereich der Bushaltestelle am Probstendamm vergrämt. Nicht mehr geschossen wird am Zeppelinplatz. Dort hat sich die Lage nach Angaben von Jörg Schmidt-Hilger, dem für Grünfragen zuständigen Mitarbeiter beim Amt für Stadtentwicklung, entspannt.

Vergrämt werden darf bis zum 15. März – dann startet die Brutsaison. Die Stadt will es dabei allerdings nicht belassen. Denn meist lassen sich die schlauen Vögel nur vorübergehend stören, errichten dann mit umso größerer Energie neue Nester. In der Bismarckstraße möchte die Stadt mit neuer Technik direkt im Anschluss an den 15. März weitermachen. Dort sollen die Plagegeister mit einem System vertrieben werden, das mit eigenen Warnrufen der Krähen und den Schreien von Greifvögeln arbeitet. Diese werden in natürlicher Lautstärke abgespielt. "Es darf selbstverständlich kein Gewöhnungseffekt eintreten", erklärt Schmidt-Hilger. Aus diesem Grund soll möglichst viel variiert werden: nicht nur bei der Reihenfolge der Schreie, sondern auch was Tageszeit oder Pausen anbelangt. Voraussichtlich Mitte Januar werde es ein Gespräch mit der Fachfirma geben, die das System anbietet.

Die Stadt spricht von einem Pilotprojekt, weil die Technik zwar bereits eingesetzt worden ist, dies aber etwa auf Sportanlagen. "Wir wollen schauen, welchen Effekt es in bebauter Lage hat", so Schmidt-Hilger. Eine Hürde gibt es allerdings noch: Es fehlt noch die Zustimmung des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, auch nach dem 15. März zu vergrämen. Insbesondere die CDU hofft sehr darauf. Sie war es auch, die im Fachausschuss beantragt hatte, Geld für mehr als nur ein Gerät zur Verfügung zu stellen. Deren Fraktionschef Immo Neufeldt ist froh, dass es dafür am Ende eine politische Mehrheit gab. "Die Krähen in der Innenstadt sind einfach zur Plage geworden", so Neufeldt.

(Von Rainer Strandmann, 09.01.15, 12:10 Uhr)

Genaue Wette noch geheim, es soll um ein Wurfelement gehen

Sie wollen Wettkönig bei "Wetten, dass..?" werden

Hier geht's zur Website von "Wetten, dass..?"
Foto: Urbatzka

Millionen Zuschauer werden vor dem Fernseher sitzen, wenn TV-Geschichte geschrieben wird. Das ZDF hatte angekündigt das einstige Flagschiff der Sonnabend-Abend-Unterhaltung nach Sternstunden mit Thomas Gottschalk und zuletzt einer durchwachsenen Quote in den Ausgaben mit Moderator Markus Lanz Ende 2014 einzustellen.

Doch bevor es soweit ist, flimmert am Sonnabend, 13. Dezember, ab 20.15 Uhr die letzte Show live aus Nürnberg in die heimischen Wohnzimmer - und die Elmshorner Cheerleader der Maniacs sind dabei! Schließlich darf die letzte Ausgabe der Sendung nicht ohne Cheerleader als Wettkandidaten ablaufen. Diese Aufgabe übernehmen die Mädels der Elmshorn Fighting Pirates.

Zwar bleibt der genaue Ablauf der Wette bis zur Show geheim, doch so viel kann verraten werden: Den Einsatz haben sich Kartika Darumi und Lotta Matthiesen während eines Cheerleading-Trainingslagers zur Landesmeisterschaft einfallen lassen. Das Duo hat die Wette danach eingereicht. Im Mittelpunkt sollen dabei der Football-Sport, das Cheerleading sowie ein Wurfelement stehen. Ein etwa 15-köpfiges Team bricht zur Sendung nach Nürnberg auf.

Ganz Elmshorn - alle anderen Fans natürlich auch - ist aufgerufen, für die Maniacs während der Sendung anzurufen und sie zum Wettkönig zu machen. Die Cheerleader sind ehrgeizig und haben sich die 50.000 Euro Siegprämie fest vorgenommen. Ihr Traum wäre es, von dem Geld eine professionelle Auftrittsmatte anzuschaffen - Neupreis etwa 35.000 Euro. Dann wäre sogar noch Geld übrig, um beispielsweise auch einmal ein Trainingslager in Spanien zu absolvieren.

Unterstützt werden die Cheerleader bei ihrer Wette auch von einigen Footballern der Fighting Pirates. Wer allerdings vertretend für die Cheerleader von den Prominenten mit Markus Lanz wettet, wird erst kurz vor der Sendung bekanntgegeben. Wie dem auch sei - selbst, wenn es mit dem Titel Wettkönig nicht klappen sollte, das Spekatakel kann den jungen Elmshornerinnen keiner mehr nehmen. Denn die Aftershow-Party verspricht ein Highlight zu werden. In der Sendung werden neben Helene Fischer und Olli Dittrich auch Unheilig und Die fantastischen Vier erwartet.

Im Laufe des Nachmittags am Freitag, 5. Dezember, gab der Sender außerdem bekannt, dass viele prominente Wegbegleiter sich in Nürnberg nochmal die Ehre geben werden. Markus Lanz begrüßt Til Schweiger, der bereits vor 20 Jahren das erste Mal auf der "Wetten, dass..?"-Couch saß. Neben ihm nehmen seine Schauspielkollegen Wotan Wilke Möhring, Jan Josef Liefers und Hollywoodstar Ben Stiller Platz. Bereits zehnmal war Otto Waalkes in der Unterhaltungsshow, auch Michael "Bully" Herbig ist die "Wetten, dass..?"-Bühne nicht unbekannt. Außerdem dabei sind die Sportgrößen Wladimir Klitschko, Hermann Maier, Katarina Witt und Moderator Elton.

Außerdem verspricht das ZDF eine spektakuläre Außenwette: Der sportliche Lehramts-Student Jakob Vöckler (21) aus München wettet, dass er in einer besonderen Wertungsprüfung schneller ist als Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier. Moderiert wird die Außenwette von Olli Dittrich. Thomas Egolds Wett-Welt besteht aus 26 Buchstaben. In Nürnberg möchte der 45-jährige Bankfachwirt aus Königsdorf beweisen, dass er durch gutes Zuhören immer zum richtigen Ergebnis kommt. Wenn Dave Janischak aus Windsbach bei Nürnberg puzzelt, spielt ein ganz spezielles Geräusch die Hauptrolle. Der 18-jährige Gymnasiast ist seit seinem dritten Lebensjahr blind und will bei "Wetten, dass..?" beweisen, dass er beim Puzzeln vor allem gut hinhören muss. Die Cheerleader der Elmshorner "Maniacs" wollen in Nürnberg an die Wäsche gehen. Charlotta (15) und Kartika (16) werden dabei zu wahren Überfliegern. Die Kinderwette bestreitet der siebenjährige Paul Altmaier aus Rheinhessen (Gau-Odernheim). Er lässt sich gern küssen, allerdings nicht von jedem. Gleich 22 Freiwillige will er mit nach Nürnberg bringen, und denen ist Pauls Wette überhaupt nicht "wurscht".

(Von Sascha Urbatzka/ZDF, 05.12.14, 14:35 Uhr, aktualisiert: 05.12.14, 20:10 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website der Sendung "Wetten, dass..?"...
Hier geht's zur Website der Maniacs ...

Stadtwerke Eisvergnügen in Elmshorn beginnt am 21. November

Alle Fakten zum Eisbahn-Spaß

Foto Eisvergnügen 2014 Organisatoren und Sponsoren
Foto: Urbatzka

Wer quält sich schon gern durch lange Artikel? Hier gibt es alle Daten und Fakten rund um das 7. Stadtwerke Elmshorn Eisvergnügen auf dem Holstenplatz vor dem Bahnhof in der Innenstadt:

Was?
7. Stadtwerke Elmshorn Eisvergnügen, 350 qm Open-Air-Eisbahn

Wo?
Holstenplatz am Bahnhof

Wann?
21. November 2014 bis 4. Januar 2015
Öffnungszeiten für das öffentliche Eislaufen: Mo. bis Fr., 12 bis 18.30 Uhr, Sa. und So. 10 bis 18.30 Uhr. Öffnungszeiten in den Ferien vom 22. Dezember bis 4. Januar (außer Feiertage): 10 bis 18.30 Uhr. Feiertage: Heiligabend geschlossen, 1. und 2. Weihnachtstag 12 bis 18.30 Uhr, Silvester 10 bis 14 Uhr, Neujahr 12 bis 18.30 Uhr.

Schulen und Kindergärten?
Eislaufen jeweils Mo. bis Fr. 8 bis 12 Uhr
Anmeldungen sind unter Tel. (0157) 87610743 möglich

Kurse im Schlittschuhlaufen?
Jeden Do. vor Weihnachten, 17 bis 18 Uhr
Kosten: 3 Euro pro Person zzgl. Eisbahn-Eintritt

Eisstockschießen?
Mo. bis Mi. vor Weihnachten, 18.30 bis 21.30 Uhr
Finale am Mittwoch, 17. Dezember
Insgesamt 208 Teams in diesem Jahr möglich
Veranstalter ist der EMTV, Anmeldungen direkt über den Verein, hier gibt es genauere Informationen...

Eintrittspreise?
3,50 Euro Erwachsene (Tageskarte)
3 Euro Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre
Jeweils am Mittwoch ist Familientag: 3 Euro (Erwachsene), 2,50 Euro (Kinder)
Es werden Bändchen vergeben, die den ganzen Tag gültig sind
Schulklassen und Kindergärten bekommen ab einer Gruppengröße von 10 Teilnehmern günstigere Preise: 2,50 Euro pro Person.

Schlittschuhe?
Schlittschuhe können mitgebracht oder geliehen werden. Die Leihgebühr von 3,50 Euro gilt für zwei Stunden. Für Schulklassen und Kindergärten in Gruppen gilt, dass die Leihschlittschuhe 2,50 Euro kosten.

Eröffnung?
Die Eröffnung findet in diesem Jahr am Freitag, 21. November, um 18 Uhr statt. Es wird eine Feuershow gezeigt, danach ist das Einweihen der Eisbahn für Besucher kostenlos.

Firmenfeiern?
Exklusiv für Weihnachtsfeiern können auch Firmen separat das Eisstockschießen buchen. Interessenten können sich direkt beim Stadtmarketing Elmshorn unter Tel. (04121) 266074 melden.

Live-Musik an der Eisbahn?
An den Freitagen treten jeweils Newcomer-Bands auf, an den Sonnabenden bekannte Bands der lokalen Szene, außerdem gibt es zusätzliche Termine mit Live-Musik. Der Eintritt ist zu jedem Termin frei (Eislaufen natürlich nicht).

Der Plan für die Freitage 2014:
28. November: 19 Uhr - "The Pies", 20 Uhr - "Soundstory"
05. Dezember: 19 Uhr - "Fin The Chaef", 20 Uhr - "Kahuna"
12. Dezember: 19 Uhr - "Burning Jim Stone", 20 Uhr - "Martin Root"
19. Dezember: 19 Uhr - "Five2Five", 20 Uhr - "Hicri Einzinger und Band

Der Plan für die Sonnabende 2014:
22. November: 19 Uhr - "Cool Meadow"
29. November: 19 Uhr - "Dirk Theege Band"
06. Dezember: 19 Uhr - "Mary Jane Killed The Cat"
13. Dezember: 19 Uhr - "Nyquist"
20. Dezember: 19 Uhr - "Sixty 5"

Sondertermine 2014:
27. Dezember: 19 Uhr - "Gabi Liedtke"
29. Dezember: 19 Uhr - "Rock On Wood"
02. Januar: 19 Uhr - "Harry und die Mitternachtskometen"
03. Januar: 19 Uhr - "Geff Harrison"

Außerdem gibt es jeweils am Sonntag von 18 bis 20 Uhr einen "Chill-Out" mit Lounge-Musik

Specials Events?
Ja, auch die gibt es: Am 2. Dezember ist eine Autogrammstunde der Hamburg Freezers geplant, am 6. Dezember soll es eine Promotion-Aktion der Freezers geben. Welche Spieler an diesen Tagen vor Ort sein werden, steht aber erst kurz vor den Terminen fest.

Sponsoren?
Die Sponsoren des 7. Elmshorner Eisvergnügens sind: Stadtwerke Elmshorn, Kersig Immobilien und die Sparkasse Elmshorn.

(Von Sascha Urbatzka, 28.10.14, 16:01 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website des Veranstalters...

Stadt bessert Belag aus/Aus vier Fahrspuren werden künftig zwei

Bauarbeiten Steindamm/Mühlenkamp

Foto Steindamm Elmshorn Herbst 2014
Foto: Urbatzka

Es war einmal ... so wie auf dem Foto soll der Steindamm in Elmshorn künftig nicht mehr aussehen - sowohl vom Straßenbelag her nicht, als auch von der Größe der Straße insgesamt her nicht. Die Bauarbeiten sollen am Montag, 13. Oktober, beginnen.

Die Pressemitteilung der Stadt Elmshorn dazu im Wortlaut: "In den Straßen Steindamm und Mühlenkamp wird ab der 42. Kalenderwoche ein komplett neuer Straßenbelag aufgebracht. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte DSK. Das Bauverfahren DSK ist eine kostengünstige Asphaltbauweise ("Dünne Schichten in Kaltbauweise"). Die DSK wird auf die vorhandene und vorher gereinigte Asphaltfahrbahn ohne die Asphaltdeckschicht abzufräsen vollflächig aufgetragen. Die Vorteile des DSK-Bauverfahrens sind die geringe Einbaudicke von maximal 1,5 Zentimetern, eine geringe Verkehrsbeinträchtigung während der Bauphase, eine geringere Nachbearbeitung von vorhandenen Einbauten sowie eine erfreuliche Energiebilanz durch den Einsatz von kaltverarbeitbaren Produkten. Die beschichteten Verkehrsflächen können im Regelfall nach 15-30 Minuten wieder für den Verkehr freigegeben werden. Nach dem Auftragen des DSK-Belages werden auf dem Verlauf Mühlenkamp/Steindamm nach einer Frist von etwa zwei Wochen beidseitige Fahrradschutzstreifen neu markiert. Mit der Markierung wird der bisherige vierspurige Verlauf für Kraftfahrzeuge auf zwei Spuren verjüngt. Die Maßnahme dient einerseits der Sanierung der Fahrbahn und kann gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Komfortsteigerung des Radverkehrs leisten, da eine glatte Oberfläche mit gut sichtbaren Markierungen für die geplanten Schutzstreifen geschaffen werden kann. In den Einmündungen werden die Furten für den Radverkehr zur besseren Aufmerksamkeit zusätzlich rot eingeschlämmt."

Sowohl bei der Sanierung nach DSK-Verfahren als auch bei den geplanten Fahrradschutzstreifen scheiden sich die Geister - es gibt Befürworter und Gegner. Böse Zungen behaupten, dass beispielsweise in Glückstadt bereits Straßen nach erfolgter DSK-Sanierung wieder in schlechtem Zustand sind, weil die Lebensdauer arg begrenzt ist. Böse Zungen in puncto Fahrradschutzstreifen argumentieren meist damit, dass so viele Radfahrer dort gar nicht unterwegs seien und es die Streifen daher nicht brauche.

(Von Sascha Urbatzka, 12.10.14, 18:01 Uhr)

Elmshornerin Susanne Drdack erhält Kulturpreis der Stadt 2014

Fünf Chöre und ein Orchester

Foto Kulturpreis 2014 Bekanntgabe
Foto: Urbatzka

Insgesamt zwölf Vorschläge lagen der Jury vor, die über die Vergabe des 7. Kulturpreises der Stadt Elmshorn zu entscheiden hatte. Am 25. August wurde darüber abgestimmt, am 2. Oktober die Wahl verkündet. Die gebürtige Krückaustädterin Susanne Drdack ist die diesjährige Preisträgerin. Dazu erklärte Stadtrat Dirk Moritz im Namen der Jury: "Die Vergabe erfolgt an eine Preisträgerin, die seit vielen Jahren besondere Leistungen auf dem künstlerischen Gebiet der Musik zeigt. Mit der Chor-, Akkordeon- und Klaviermusik in Elmshorn ist ihr Name fest verbunden."

Seit 1996 leitet Drdack das Akkordeonorchester der Musikschule Elmshorn e.V., neben dieser Arbeit leitet sie auch fünf Chöre: den gemischten Chor, das ensemble elmshorn, den Kinderchor und den Jugendchor der Liedertafel sowie den Kirchenchor der katholischen Gemeinde St. Marien. Ihr Schaffen gehe weit über die Stadtgrenzen Elmshorns hinaus, damit sei sie eine würdige Trägerin des Kulturpreises 2014, so die Jury weiter. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

"Ich freue mich und fühle mich sehr geehrt", so Drdack bei der Verkündung. Applaus sei für Künstler immer eine feine Sache, der Preis der Stadt aber dann doch noch etwas Besonderes, den gebe es nur einmal im Leben. Die feierliche Verleihung findet am 17. Januar 2015 in den Räumen der Sparkasse Elmshorn um 14 Uhr statt. Selbstverständlich dürfen dabei Drdacks Orchester und das ensemble elmshorn nicht fehlen.

(Von Sascha Urbatzka, 02.10.14, 16:40 Uhr)

Einmal wurden Bilder vom Bahnhofsgeschehen bereits entpixelt

Den Übeltätern auf der Spur

Foto Videoüberwachung Bahnhof Elmshorn Monitore

Die Bilder der sechs Überwachungskameras können jeweils Bildschirm füllend vergrößert werden. Personen sind darauf nicht zu identifizieren. "Dennoch können wir schon mit dieser Darstellung eine Lage besser abschätzen", erklärt Revierleiter Thorsten Buchwitz. Ziel der Videoüberwachung sei die Gefahrenabwehr. Personen mit dunklen Absichten sollen wissen, dass die Polizei sie im Auge hat. 15 Polizeibeamte des Reviers wurden für die Überwachung geschult. Um Täter zu identifizieren, dürfen die Bilder entpixelt werden. Das geschieht nach dem Vieraugenprinzip mit jeweils zwei Karten und muss dokumentiert werden. Einmal wurde davon bereits Gebrauch gemacht. Buchwitz dazu: "Ich finde das Prinzip der Verpixelung gut."

(Von Rainer Strandmann, 16.09.14, 17:54 Uhr)

Team der Volksbank Pinneberg-Elmshorn erneut geschlagen

Sieg bevor der Regen wieder kam

Foto Drachenboot-Cup 2014, Team Nordakademie
Foto: Urbatzka

Nach dem großen Finale im Elmshorner Hafen drehten die Sieger des Bootes Nordakademie und die Zweitplatzierten der Volksbank Pinneberg-Elmshorn nicht nur eine Ehrenrunde auf dem Wasser, sondern sie paddelten auch die letzte Distanz mit den Inhabern der Plätze drei und vier im Verbund zurück zum Anleger an der Wedenkampbrücke - damit endete die zweite Auflage des fröhlichen Wettbewerbs, den Torsten Bluhm vom EMTV im vergangenen Jahr initiiert hatte.

Auch wenn der Spaß bei der Sache klar im Vordergrund steht, wurde auf den letzten Metern jeweils kräftig gekämpft. Mehrere Male musste das Beweisfoto herhalten, um den Sieger der jeweiligen Zweier-Duelle eindeutig zu ermitteln - Foto-Finish also. Die Plätze eins bis fünf belegten in diesem Jahr: 1. Platz: Nordakademie, 2. Platz: Volksbank Pinneberg-Elmshorn, 3. Platz: Lions Club, 4. Platz: Leibnizschule, 5. Platz: Peter Kölln.

Direkt nach dem Finale setzte erneut ein Platzregen ein, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bei der Siegerehrung auf der Bühne um 16 Uhr wurde weiter kräftig gefeiert. Wasser von oben gab es vor dem Finale übrigens auch für die Vorstände der Sparkasse Elmshorn. Bürgermeister Volker Hatje hatte sie zur Ice Bucket Challenge nominiert. Thorsten Stockfleth und Matthias Bungert wählten den ganz kleinen Rahmen des Hafenfestes, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Die Sparkasse spendet zudem 500 Euro im Rahmen der Aktion.

Ein dickes Lob bekamen die Veranstalter am Montag, 1. September, auch von der Polizei ausgestellt: "Das diesjährige Elmshorner Hafenfest ist aus polizeilicher Sicht absolut ruhig und friedlich verlaufen. Besonders erfreulich ist auch die Wirkung der jährlich stattfindenden Jugendschutzkontrollen zu beurteilen: Die Zahl der sichtbar betrunkenen Kinder und Jugendlichen ist erneut stark rückläufig und tendiert in diesem Jahr gegen Null", heißt es von Pressesprecherin Sandra Mohr. Zum Hintergrund: Mitarbeiter des Jugendschutzes des Kreises, der Stadt Elmshorn und der Ermittlungsgruppe Jugend der Polizei sind gemeinsam seit fünf Jahren im Einsatz. Im Rahmen des Hafenfestes 2014 sei es lediglich zu zwei Anzeigen wegen Körperverletzung sowie zu einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gekommen.

(Von Sascha Urbatzka, 31.08.14, 16:15 Uhr, aktualisiert: 01.09.14, 13:40 Uhr)

Stadt Elmshorn appelliert an Bürger, besser mit Müll umzugehen

"Container-Orte sind keine Deponien"

Foto Müllcontainer Elmshorn Adenauerdamm
Foto: Urbatzka

Die Autobatterie liegt mitten im Grünstreifen, die alte Matratze wurde unmittelbar hinter die Container gefeuert - die Stadt Elmshorn ruft aktuell auf ihrer Website unter www.elmshorn.de zu mehr Sorgfalt bei der Müllentsorgung in der Stadt auf.

Das Problem ist zwar keineswegs neu, doch in der jüngsten Vergangenheit sieht es an einigen Standorten der Papier- und Glascontainer besonders schlimm aus. "Von den 60 Stellplätzen in Elmshorn fahren Mitarbeiter des Betriebshofs dreizehn Orte zusätzlich an", erklärt Maren Wehrmann vom Flächenmanagement den erhöhten Aufwand, den die Stadt betreiben muss. Dort wird dann der ganze Dreck beseitigt, der trotz des Aufräumens der Entsorgerfirmen immer noch liegen bleibt. Die Nutzungsvereinbarung mit der GAB (Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung mbH) sieht zwar vor, dass Papier und Scherben rund um die Standorte der Container aufgenommen werden, doch dies reicht in vielen Fällen als Säuberung nicht aus. Und es fallen nicht nur Arbeitsstunden an, die Mitarbeiter des Betriebshofes an anderer Stelle gut einsetzen könnten. Da wie bei einer Mülldeponie einfach weggeworfen wird, was das Zeug hält, muss die Stadt letztlich auch die Entsorgungskosten tragen – von der Matratze, die hinter den Containern im Dreck liegt, bis zur Autobatterie, die in den Grünstreifen gedonnert wurde.

"Entsorgen Sie Ihren Müll vorschriftsmäßig, die Umwelt und ein schöneres Stadtbild werden es Ihnen danken", so der Appell aus dem Rathaus. Den Eindruck, dass es im Sommer besonders schlimm rund um die Container aussieht, kann übrigens GAB-Mitarbeiterin Ulrike Stickforth auf unsere Anfrage hin nicht bestätigen. Das Verhalten der Bürger sei durchgehend das ganze Jahr gleich. Sie fügt aber hinzu: "Es gibt auch Container-Standorte an denen alles klappt." Wie es richtig geht, ist kein Hexenwerk. Das beginnt beim Falten und Zerdrücken von Papier, bevor es in die Schlitze der Behälter gesteckt wird. Hilfe bietet auch die Abfallfibel oder – noch viel schneller – ein Blick auf die Abfallseite des Kreises Pinneberg im Internet (Link siehe unten).

(Von Sascha Urbatzka, 29.07.14, 10:30 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Der Appell der Stadt Elmshorn auf der Website www.elmshorn.de...
Informationen zur Entsorgung von Abfällen unter www.pi-abfall.de...

Unternehmer entlang der Ansgarstraße auf den Barrikaden

"Schreiben der Stadt mit wenig Inhalt"

Foto Ansgarstraße Baustelle Elmshorn
Foto: Urbatzka

Die ausführenden Baufirmen seien nicht nur sehr fleißig, sondern würden wirklich viel tun, um die Unannehmlichkeiten der Baustelle so gering wie möglich zu gestalten, so die Unternehmer entlang der Ansgarstraße im Baustellbereich. Aber darum geht es den rund zehn Protestierenden nicht. Die Unternehmer kritisieren scharf das Verhalten der Stadt, insbesondere die Tatsache, dass bislang keine Umleitungsschilder aufgestellt wurden. Der Kern des Protestes dabei ist, dass die jetzigen Schilder den Schriftzug "Ansgarstraße weiträumig umfahren" zeigen und nicht etwa Umleitungen verdeutlichen. So sei in keinster Weise irgendwo erklärt, wie die aktuellen Wege durch die Baustelle sind. Von einem Schriftzug wie die anliegenden Geschäfte zu erreichen sind ganz zu schweigen.


"Seit Tagen kommt hier kein Kunde mehr", erklärt Norbert Böhlke von der Firma Wulff Badgestaltung. Dieser Aussage stimmen auch Vedi Kirat, der dort den Pizzaservice Dinos betreibt und Mehmet Altunel vom Geschäft Blumenliebe zu. Kirat erklärt, dass das Mittagsgeschäft vort Ort nahezu komplett eingebrochen sei. Außerdem hätten ihn nun erste Beschwerden von Kunden erreicht, weil die Essenslieferungen kalt angekommen seien. Teilweise müssten Fahrer minutenlang warten, bis ein Bagger die Ausfahrt freigebe. Dramatisch sei die Lage auch beim Blumengeschäft von Altunel. Die Laufkundschaft bleibt nahezu aus, weil niemand den Weg findet oder auf sich nimmt. Er hatte bei der Stadt auch um eine Übergangslösung an anderer Stelle gebeten, schließlich ist das Frühjahr eine der wichtigsten Zeiten im Blumenhandel. Dort habe er zwar die Möglichkeit für einen Stand in der Innenstadt bekommen – doch der ist direkt auf dem Alten Markt, keine 50 Meter gegenüber ist das Geschäft eines Mitbewerbers. „Das ist doch Blödsinn“, sagt er. Seine Bitte um eine andere Fläche sei mit den Worten „Nein, das ginge nicht“ bei der Verwaltung auf taube Ohren gestoßen.


"Das ist aktive Sterbehilfe", ergänzt Böhlke. Direkt an der Badewanne habe man schon seit Sommer 2012 die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten am Trog dort ertragen. Damals hätte man das zwar auch am Umsatz gespürt, aber man habe sich zurückgehalten, auch als die Fertigstellung sich immer wieder verzögert habe. Nun sei das Maß aber voll. Aktuell lassen die Anlieger gemeinsam rechtliche Schritte in Bezug auf Schadenersatz prüfen. Bei Wulff hätte die Situation schon dazu geführt, dass ein Arbeitsplatz verloren gegangen sei. Besonders gingen den Unternehmern die "freundlichen Schreiben der Stadt mit wenig Inhalt" auf den Geist, heißt es weiter. Die Methode des "freundlichen Abwimmelns" sei ziemlich klar herauszulesen. Dabei gebe es sicher Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen: "vernünftige Umleitungsschilder, darunter deutlich zu lesen 'Geschäfte erreichbar'." Böhlke betont zwar, dass das Flächenmanagement auch angeboten hätte, die Unternehmen könnten alle eigene Schilder anfertigen lassen, die die Stadt dann aufhängen würde. "Das kann es aber auch nicht sein", erklärt er weiter. Dann gebe es ja bald an jeder Laterne ein Schild zur Sperrung und darunter zehn weitere in allen Formen und Farben, die auf die offenen Geschäfte hinweisen würden.


Viele weitere Unternehmer kritisieren die Situation: Lynne Jazwinski-Hohlen kümmert sich um Maßnahmen der Glückstädter Werkstätten, die direkt in den Räumen über Wolfsteller und Wulff zu Hause sind. Dort finden handwerkliche Schulungen statt, Menschen werden über Praktika in den ersten Arbeitsmarkt gebracht. "Aber wir haben auch Rollstuhlfahrer", betont sie. Aktuell könnten diese überhaupt gar nicht mehr zu ihr gelangen. Das ist wohl die Spitze des Eisbergs, doch auch andere Probleme äußern die Gewerbetreibenden. "Thema Lieferverkehr", so Kirat vom Pizzaservice. Die Fahrer würden nun in der Reichen- oder Berliner Straße anhalten und die Ware zu Fuß in die Ansgarstraße bringen. Das sei auch eine gefährliche Situation – für alle Verkehrsteilnehmer.

Weiterführende Links zum Thema:
Lesen Sie hier ein vorangegangenen Artikel zur Umleitungssituation...

(Von Sascha Urbatzka, 04.04.14, 18:30 Uhr)

30 Mutige nach Facebook-Aufruf dabei

Auch Elmshorn hat nun ein "Happy-Video"

Foto Video-Dreh Happy in Elmshorn

Die ganze Welt scheint im "Happy-Fieber" - der Ohrwurm-Song von Pharrell Williams wird zurzeit im Internet überall benutzt, um dazu Videos fröhlicher Menschen auf der ganzen Erde zu zeigen. Große Städte wie Hamburg oder Köln haben es gemacht – "das können wir im kleineren Rahmen in Elmshorn auch", so die Meinung vieler Krückaustädter, die im sozialen Netzwerk Facebook aktiv sind und dort regelmäßig in der Gruppe "Du bist ein echter Elmshorner, wenn..." mitmischen.

Am 1. März trauten sich Mutige und waren beim Video-Dreh dabei. Zwar war den etwa 30 Freiwilligen auf dem Alten Markt zunächst anzumerken, dass es eben nicht ganz ohne Überwindung geht, spontan in der Öffentlichkeit auf "Happy" umzuschalten, doch nach und nach wurden Hemmungen abgebaut. Keine 24 Stunden später hatte Kameramann Christian Klimaschewski das Material auch schon zu einem Clip zusammengeschnitten und stellte es bei Youtube ein. Dann ging es noch schneller. Aktuell hat der Clip über 4000 Aufrufe.

Besonders schön dabei: Die teils rüde Kritik einiger Youtube-User wie unprofessionell das alles sei, prallt an den Mitwirkenden scheinbar gut ab: "Es war unser erstes Mal, uns ging es um den Spaß dabei", sagen die Elmshorner. Außerdem rollt die "Happy"-Welle nun auch komplett durch Norddeutschland. Auf der Website des Privatradiosenders R.SH läuft aktuell eine Abstimmung, welches das schönste Happy-Video des Nordens ist. Auch hier ist der Beitrag aus Elmshorn neben Clips aus Flensburg, Lübeck oder Kiel zu sehen.

(Von Sascha Urbatzka, 01.03.14, 18:12 Uhr, aktualisiert: 04.03.14, 18:30 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht es direkt zum "Happy"-Song, Elmshorn Edition, bei Youtube...
Hier geht es zu unserer Fotogalerie vom Video-Dreh am 1. März...
Hier geht es direkt zur Abstimmung über die Happy-Songs bei R.SH...

Betreiber Brücke Elmshorn sucht bereits nach neuem Pächter

Ist für die "Auszeit am See" bald alles aus?

Foto Café Auszeit am See Steindammpark
Foto: Urbatzka

Das Café "Auszeit am See" im Elmshorner Steindammpark steht vor dem Aus. Der Grund: Die Gastronomie arbeitet nicht kostendeckend. "Ja, wir suchen einen neuen Pächter", bestätigte Detlef Witthinrich, Geschäftsführer der Brücke Elmshorn, spürbar traurig auf HAZ-Anfrage. Die Einrichtung war ihm ein Herzensanliegen. Ziel war, Menschen mit Behinderung oder schwer Vermittelbare für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Menschen mit und ohne Handicap arbeiteten in der "Auszeit" dreieinhalb Jahre Hand in Hand. Doch die Brücke bekam das finanzielle Minus nicht in den Griff.

Zwar waren die Wochenenden mit Schlemmerfrühstück und Sonntagsbrunch gut  frequentiert. Doch unter der Woche mangelte es vor allem in der dunklen Jahreszeit an Gästen. Witthinrich zieht jetzt die Reißleine. Er hofft, dass es gelingt, noch im Winter oder Frühjahr einen Pächter zu finden, der die Einrichtung mit sozialer Ausrichtung weiterführt. Sieben Stammkräfte sind dort – neben Minijobbern – mit jeweils 20 bis 40 Wochenstunden beschäftigt. So lange will die "Brücke" die "Auszeit" noch betreiben. Bitter wäre eine Pause auch für die Stadt. Denn das Konzept, mit einer Gastronomie den Park zu beleben und damit auch für mehr Sicherheit zu sorgen, ist in der Vergangenheit aufgegangen.

Zur Erinnerung: Es war ein harter Kampf, den die Brücke Elmshorn vor Jahren geführt hat, um das Café durchzusetzen. Denn lange befürchteten ortsansässige Gastronomen, dass im Steindammpark mit Fördergeldern für soziale Projekte ein Gastronomiebetrieb entstehen könnte, der mit Dumpingpreisen ihr Geschäft kaputt macht. Nun ist alles ganz anders gekommen. Erst gaben die Gastronomen ihre Vorbehalte auf, nun steht das Projekt sogar unmittelbar vor dem Aus.

(Von Rainer Strandmann, 04.02.14, 09:21 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website des Cafés "Auszeit am See"...
Hier geht's zur Website des Betreibervereins der Brücke Elmshorn...

Es soll umgehend Gespräche mit der Stadt geben

Ausschilderung der Kreisverwaltung soll nun kommen

Foto Pressesprecher Marc Trampe
Foto: Strandmann

Nach der Anfrage unserer Zeitung zu den fehlenden Hinweisen soll nun rasch nachgebessert werden. Schließlich ist die Kreisverwaltung mit Sitz in Elmshorn für etwa 300.000 Bürger zuständig. Rund 500 Mitarbeiter arbeiten dort. Ein Verwaltungszentrum.

Dennoch findet sich nicht ein einziges Hinweisschild in der ganzen Stadt Elmshorn. Zwar prangt in dezenten Buchstaben der Schriftzug "Kreishaus" an der Fassade. Damit hat es sich aber auch: Kein einziges Schild weist an den Straßenkreuzungen darauf hin, wo die große Verwaltung zu finden ist. Das räumt auf Anfrage unserer Zeitung ein wenig kleinlaut auch Kreissprecher Marc Trampe (Foto) ein. "Ja, stimmt. Es gibt kein Schild." Das Versäumnis sei wahrscheinlich untergegangen, "weil sich bei uns auch niemand beschwert hat", so Trampe.

Viele wüssten offenbar, wo die Kreisverwaltung ihren neuen Sitz hat. Andere ließen sich durchs Navi zur Kurt-Wagener-Straße lotsen. Trampe verspricht aber, dass nun nachgebessert werden soll. "Wir werden kurzfristig mit der Stadt Elmshorn sprechen", erklärt er.

(Von Rainer Strandmann, 28.01.14, 11:16 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Website des Kreises Pinneberg...
Hier geht's zu den Kontaktdaten von Kreis-Pressesprecher Marc Trampe...

CDU-Stadtverordneter Siegfried Golz moniert lange Staus

Keine Abbiegespur zur Brücke

Foto Siegfried Golz
Foto: Strandmann

Aus Sicht des CDU-Stadtverordneten Siegfried Golz (Foto) muss in puncto Verkehrswege im Rahmen der neuen Hafenspange in Elmshorn auf jeden Fall nachgebessert werden. Morgens gebe es auf der Westerstraße aus Richtung Uetersen regelmäßig "einen Rückstau bis zur Blücherstraße", monierte er im Ausschuss für Kommunale Dienstleister. Den Schuldigen hat Golz auch ausgemacht: "Es fehlt ein eigener Linksabbieger zur Brücke."

Petra Langefeld, Amtsleiterin des Flächenmanagement entgegnete, dass die Verwaltung erst einmal die Entwicklung der Verkehrsströme abwarten wollte, bevor Ampelschaltungen angepasst würden. Auch Verkehrszählungen werde es in dem Zusammenhang geben. Langefeld ist sich sicher, dass im Bereich der Hafenspange auch nach Änderungen von Ampelphasen noch häufiger nachgesteuert werden muss. Schließlich sei mit der Hafenspange eine bedeutende Verkehrsader hinzugekommen. Ob von vornherein tatsächlich der Bau eines eigenen Linksabbiegers hätte eingeplant werden müssen, dahinter setzt die Amtsleiterin ein Fragezeichen. Die derzeitigen Erkenntnisse reichten dafür nicht aus. Sie empfiehlt, erst Zählungen und neue Ampelschaltungen abzuwarten. Denkbar sei auch, dass nur eine Geradeausspurreiche. Dann könnte die zweite zum reinen Linksabbieger umfunktioniert werden.

(Von Rainer Strandmann, 12.11.13, 12:24 Uhr)

Lange Baupause an der KGSE in Elmshorn

KGSE-Neubau: Rien ne va plus?

Foto alte und neue KGSE
Foto: Archiv

Schock für Verwaltung und Politik: An Elmshorns Großbaustelle droht ein halbjähriger Stillstand zwischen Februar und August 2014. Schon die ersten beiden neuen Gebäude der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE), die Bauteile A und B, konnten nur mit Zeitverzug bezogen werden. Dieses Schicksal droht die Schule nun auch bei den noch ausstehenden Bauteilen C (Mensa, Fachräume) und D (Anbau an die Sporthalle) zu ereilen. Zwar schreiten die Rohbauarbeiten sichtbar voran. Doch dann hakt es – gravierend.

"Die Ausführungsplanung und Ausschreibung für die Bauteile C und D und für alle weiteren Gewerke ist (...) seitens der planenden Büros nicht termingerecht erfolgt bzw. es wurden bislang keine weiteren Ausschreibungsblankette zur europaweiten Veröffentlichung der Ausschreibungen bei der Stadt Elmshorn vorgelegt", teilt das Gebäudemanagement mit. Der jüngste Ablaufplan datiere vom 14. Januar 2013 und beinhalte die Endfertigung von Bauteil C bis August 2014 und von Bauteil D bis März 2014. Diese Termine seien nicht mehr haltbar. Die Übergabe eines fortgeschriebenen Bauzeitenplanes mit Vergabeterminplanung sei seitens der Planer unterblieben, heißt es aus dem Rathaus. Dabei habe die Stadt die Freigabe für die Planungen der Bauteile C und D schon im Dezember 2012 erteilt. Derzeit liefen erst die Planungen für die Fassadenarbeiten. Die aber seien ein Schlüsselgewerk. Erst wenn die Fassade dicht sei, könne es innen weitergehen. Ein Baustillstand sei zu befürchten.

(Von Rainer Strandmann, 05.11.13, 14:18 Uhr)

Elmshorn: Netzwarte der neuen Klappbrücke 365 Tage im Jahr aktiv

Noch wird recht selten geklappt

Foto Hafenspange Elmshorn
Foto: Strandmann

Die Verkehrsteilnehmer an Land wird es freuen: Seit ihrer Einweihung am 6. September musste die Käpten-Jürs-Brücke nur selten hochgeklappt werden. Neun Mal für Schiffe, dazu noch einige Male zur Feinabstimmung der Technik. Staus vor der Brücke gab es daher kaum. Gesteuert wird das Bauwerk von der Netzwarte der Stadtwerke. Die ist 24 Stunden lang an 365 Tagen im Jahr besetzt. Auf vier großformatigen Monitoren wird der Klappvorgang überwacht. Jeder Schritt, vom Rotlicht der Ampel über Durchsage und akustisches Signal für Fußgänger und Radfahrer, Runterlassen der Schranken bis zum Klappen, wird per Menü manuell vorgenommen. Sicherheit steht dort an erster Stelle.

Die Einweihung der Brücke am 6. September war ein riesiges Spektakel - bei sogar bestem Wetter. Nach der offiziellen Eröffnung mit Ministerpräsident Torsten Albig und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek erstürmten etwa 2500 Schüler im Rahmen des großen AOK-Lauftages das neue Elmshorner Wahrzeichen. In den späten Abendstunden des Eröffnungstages wurde das Bauwerk für den Verkehr freigegeben.

(Von Rainer Strandmann, Sascha Urbatzka, 08.10.13, 11:12 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier gibt es einen Artikel des Stadtschreibers zum Projekt auf elmshorn.de...

Elmshorner Stadtverordnete entscheiden über Vertragsverlängerung

"die Linie" soll mindestens bis 2017 fahren

Foto Busverkehr Elmshorn
Foto: Strandmann

"Die Zufriedenheit mit der 'Linie' ist hoch“, so Andreas Hahn, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Eine Einschätzung, die andere offenbar teilen. Denn der Ausschuss stimmte einer einseitigen Verlängerung des Vertrages einstimmig zu. 

Das Stadtverordneten-Kollegium folgte dieser Linie. Am 26. September wurde einstimmig beschlossen, den Vertrag mit "die linie" bis Ende 2017 verlängern zu wollen. Damit verbanden die Politiker zugleich die Erwartungshaltung, dass die Stadt im voraus zu viel gezahlte Gelder künftig früher als bisher zurück erhält.

(Von Rainer Strandmann, 25.09.13, 10:12 Uhr,
aktualisiert: Sascha Urbatzka, 27.09.13, 15:14 Uhr)

Weiterführende Links:
Hier geht's direkt zur Tagesordnung der Stadtverordneten-Sitzung...
Hier gibt es weitere Informationen über das Unternehmen "die linie"...

FLORA WOCHE 2016
Foto Flora Woche 2016 Festmeile Elmshorn
Foto: Urbatzka

Fotogalerie vom Fest bei uns

Fotos vom Hafenfest

Die 44. Flora-Woche ist vorbei und zahlreiche schöne Eindrücke sind geblieben. Wir haben die unzähligen Fotos vom Hafenfest zu einer großen Fotogalerie zusammengeführt. Über 80 Aufnahmen haben es in die Übersicht der Impressionen aus dem Jahr 2016 geschafft. Hier geht's zur Fotogalerie...