Unterquerung der K23 wird wieder möglich

Die Ampel ist vom Tisch

Foto Landrat Oliver Stolz und Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje K23 Brücke
Foto: Urbatzka

Um das Ende der Geschichte gleich an den Anfang zu stellen: Eigentlich wird alles, wie es einmal war (zumindest für den geneigten Verkehrsteilnehmer). Doch die finale Lösung hat zahlreiche Planer beim Kreis Pinneberg und bei der Stadt Elmshorn richtig Nerven gekostet. Kurze Rekapitulation: Die Brücke über die Wittenberger Straße (K23) in Elmshorn war marode und musste dringend saniert werden. Ein Neubau hätte ein zeitintensives Planfeststellungsverfahren nach sich gezogen, das locker zwei Jahre in Anspruch genommen hätte. Es wurde entschieden, auf eine grundlegende Veränderung der geometrischen Höhe der Brücke zu verzichten und den Neubau dadurch zu beschleunigen.

Ende 2017 war es dann soweit, die neue Brücke über die Krückau konnte für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden. Doch nun gab es ein neues Problem, denn die neue Brücke, in neun Monaten gebaut und von 20.000 Fahrzeugen auf der Wittenberger Straße (K 23) täglich befahren, ist niedriger als die alte. Damit blieb unter ihr zu wenig Platz, um eine normgerechte Querung für Fußgänger und Radfahrer zu erlauben – aus Haftungsgründen durfte der Weg folglich nicht freigegeben werden. Seither ging es offiziell auf dem Krückauwanderweg in diesem Bereich nicht mehr entlang – nur einige Mutige waren es, die sich davon nicht abschrecken ließen und trotzdem den Weg über Stock und Stein wählten.

Wie konnte eine Lösung ohne die Gefahr von Unfällen aussehen? Schnell wurde eine Ampel ins Spiel gebracht. Die Anlage sollte über die vielbefahrene Kreisstraße 23 in diesem Bereich führen. Doch weder der Kreis Pinneberg noch die Stadt Elmshorn sahen diese Lösung als befriedigend an – noch eine Ampel entlang der Straße wäre für den Verkehrsfluss dort vermutlich auch das endgültige K.O. gewesen.

Die Lösung verkündeten Kreis Pinneberg und Stadt Elmshorn nun am 21. Juni 2018: "Durch die Anpassung von Neigungen und einer anderen Ausführung des Pflasters für die Oberflächenentwässerung kann zumindest eine für Fußgänger zulässige Durchgangshöhe geschaffen werden. Entscheidend ist hier letztlich aber das Prüfergebnis des Kommunalen Versicherers, dieses Vorgehen mitzutragen. Dieses Einverständnis liegt jetzt vor", so Landrat Oliver Stolz. Fazit: Der Krückauwanderweg kann für Fußgänger unter der Brücke wieder freigegeben werden. Die nötigen Pflasterarbeiten vor Ort laufen bereits.

Vor Herbst 2018 wird die endgültige Freigabe aber wohl dennoch nicht erfolgen können. Denn auch eine Fußgängerbrücke über die Au muss in vorgelagerten Bereich des Wanderweges noch erneuert werden. Hier ist das Flächenmanagement der Stadt Elmshorn gerade in der Planungsphase und hofft, dass bis zum Herbst alles fertig ist. Die alte Holzbrücke war baulich in einem schlechten Zustand und musste damals abgebaut werden.

Zurück zur Unterquerung der Kreisstraße 23: Für Radfahrer gilt die neue Lösung nicht. Radler müssen an dieser Stelle des Krückauwanderwegs ihre Tour unterbrechen und das Rad unter der Brücke zu Fuß entlang schieben. Warnhinweise sollen darauf künftig deutlich hinweisen. Zur Krückau hin wird unter dem Bauwerk zudem ein Geländer errichtet.

Elmshorner dürften sich nun vermutlich an den Kopf fassen – was hat sich denn gegenüber früher geändert? Natürlich müssen die wichtigen Fragen nach den Haftungen geklärt werden, das dürfte unstrittig sein. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Elmshorner wissen: Auch unter der alten Brücke wurde es immer schon eng, auch unter der alten Brücke ging dort nichts mehr, wenn die Au viel Wasser führte und auch unter der alten Brücke war das Fahren mit dem Rad schon eine besondere Herausforderung. Nun denn … ab Herbst 2018 könnte es wieder den Krückauwanderweg entlang gehen, wie früher, vielleicht, wenn … wenn es nicht zu viel regnet und wenn die Stadt die vorgelagerte Brücke installiert. Immerhin dürfte die Bedeutung des Wortes "wenn" am 21. Juni 2018 deutlich kleiner in diesem Zusammenhang geworden sein.

Übrigens: Die Steuerzahler dürfen sich über diese Lösung durchaus freuen. Eine Ampel an dieser Stelle wäre noch einmal teuer geworden. Schließlich liegt in der Nähe nicht einmal ein Stromkabel. "Es konnte damit ein fünfstelliger Betrag eingespart werden", erklärt Oliver Carstens, Pressesprecher des Kreises Pinneberg.

(Von Sascha Urbatzka, 21.06.18, 16:21 Uhr)

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