Material im Frühjahr gedreht - Doppelfolge am 16. und 23. November 2017

"Die Kochprofis" im Pfahlkrug

Foto Kochprofis RTL II Elmshorn Pfahlkrug Inhaber
Foto: Urbatzka

"Wir sind ein zweites Mal hier, weil es viel zu tun gab. Es geht uns darum, ein neues kulinarisches Bewusstsein zu implantieren." So Starkoch Frank Oehler am Dienstag, 11. April 2017, beim Interview mit der Presse im Elmshorner Restaurant "Zum Pfahlkrug", bevor am Abend das Abschlussessen des Finaltages stieg. Im Hintergrund wurde auch während des Pressetermins fleißig gewerkelt - Lampen wurden aufgehängt, für neue Dekoration wurde gesorgt und an der Außenfassade wurde ein neues Schild montiert. Der gebürtige Allgäuer Oehler betont an diesem Tag, dass es ihm und seinen Mitstreitern in der Krückaustadt vor allem darum ging, Hürden im Kopf der Betreiber zu überwinden. Das sei natürlich auch verständlich, wenn ein Schuldenberg Sorgen bereite, aber man dürfte dann eben nicht davon erschlagen werden. Mit ihm besuchten auch Starkoch Andi Schweiger sowie Gast-Koch Christian Henze den Pfahlkrug von Inhaberin und Köchin Tina Steffens sowie ihrem Mann Jörn.

Einen ersten Besuch in der Krückaustadt hatte das Team der Sendung schon vor einigen Wochen absolviert. Insgesamt sechs Drehtage verbrachte das RTL II-Team der Sendung "Die Kochprofis" somit im Restaurant "Zum Pfahlkrug".

Wann gibt es das Material auf RTL II zu sehen?
Die Antwort steht nun fest: Das Elmshorner Restaurant "Zum Pfahlkrug" wird gleich Thema einer Doppelfolge sein. RTL II gab bekannt, dass diese am Donnerstag, 16. November 2017, und am Donnerstag, 23. November 2017, ausgestrahlt werden sollen. Allerdings hieß es in einer ersten Pressemitteilung Anfang November, dass dies um 20.15 Uhr der Fall ist. Mittlerweile wurde auf der Facebook-Seite "Der Kochprofis" veröffentlicht, dass sich die Sendezeit der Serie verändert hat. Gekocht wird nun erst ab 22.15 Uhr an diesen beiden Tagen. Spannend ist zum Zeitpunkt dieses Artikels, Mittwoch, 15. November 2017, 19:20 Uhr, was der Sender am 16. November 2017 um 20.15 Uhr ausstrahlt - im digitalen Sendeplan auf der Website ist in dieser Zeile gähnende Leere. Schaut man in Apps der TV-Zeitschriften gibt es aber doch Aufklärung: "Frauentausch - Ein Erziehungsspezial" wird vorher wohl zu sehen sein.

Zurück in die Krückaustadt und zum Interview: "Das sind hier ganz liebe Leute, die haben es echt verdient", so Oehler. Wie in vielen Gasthäusern gehe es auch im Pfahlkrug darum, besonders mehr jüngere Leute zu erreichen. Aber auch die Preiskalkulation sei in Elmshorn ein Thema gewesen – beim Testessen hätten 48 von 49 Gästen gesagt, sie seien grundsätzlich auch bereit, mehr für ihr Gericht zu bezahlen. Das müsse umgesetzt werden, denn – auch wenn es beim Mittagstisch im Pfahlkrug voll sei – für die Inhaber bleibe sonst am Ende des Tages kein Geld in der Kasse. Grundsätzlich, so Oehler weiter, sei dies alles zu günstig kalkuliert. Es ging also um gutes Handwerkszeug: weniger Fleisch, pfiffigere Zubereitungen, mehr Beilage, frische Produkte. Die Karte wird die traditionellen Gerichte behalten, aber es sollen auch einige modernere Speisen Einzug halten. Starkoch Christian Henze wirbt für ein neues Käse-Schnitzel, während Inhaberin und Köchin Tina Steffens erklärt: "Die klassische Rinderroulade gibt es nach wie vor, aber mit einer ganz tollen, neuen Soße." Ihr habe das Arbeiten mit den Stars in der Küche viel Spaß gemacht, es sei aber auch manchmal ganz schön stressig gewesen. Andi Schweiger ergänzt zum Engagement der Profis: "Wir haben Potential gesehen, mittags ist es eigentlich voll, aber das Essen ist zu günstig und man wollte die Preise nicht erhöhen, dadurch landete das Team immer in den Miesen."

Zur Bewerbung bei der Sendung "Die Kochprofis" kam es über eine E-Mail der Tochter Stefanie. Gleich am nächsten Tag hätte sich die Produktionsfirma auch tatsächlich gemeldet, dann sei alles recht flott gegangen. Inhaber Tina Steffen wurde von der Bewerbung überrascht - hätte sich letztlich aber doch gefreut. Das sagt sie heute auch: "Ich bin froh, es gemacht zu haben." Man kann den Betreibern des Restaurants daher nur die Daumen drücken, dass sich dauerhaft wirklich auch neue Gäste in den "Pfahlkrug" einladen lassen.

(Von Sascha Urbatzka, 15.04.17, 10:09 Uhr, aktualisiert: 15.11.17, 16:31 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Facebook-Seite des Restaurants...
Hier geht's zur Website der Sendung "Die Kochprofis" bei RTL II...

Elmshorner Philipp Raabe unternimmt wohltätige Wanderungen

Durch den Norden und noch weiter

Foto Philipp Raabe und Nico Rathje Wanderung
Foto: Raabe

Nach der Wanderung von Kiel nach Plön Mitte Juli 2017 rüstet der 25-jährige Elmshorner für seinen Trip aus der Landeshauptstadt in die Heimat auf: "Ich habe gemerkt, was gute Socken doch ausmachen", schmunzelt er. Im Reisebericht zur Testwanderung liest sich das dann so (Zitat): "Mein Begleiter und ich hatten zunehmend mit muskulären Beschwerden zu kämpfen, während meine Füße vergnügt die ersten Blasen warfen und meine arrogante Entscheidung, im Vorfeld keine anständigen Wandersocken zu kaufen, hämisch grinsend mit einem Mittelfinger quittierten. Kurzzeitig entstand in mir der sarkastische Gedanke, das Projekt in ‚Fersenschmerz‘ umzubenennen." "Da habe ich dazu gelernt", erklärt Philipp Raabe weiter und freut sich bereits auf den Start der Tour nach Elmshorn.

Am Montag, 7. August 2017, möchte er in Flensburg aufbrechen, um dann am Sonntag, 13. August 2017, in der Krückaustadt zu sein. Grobe Ideen für die Strecke habe er schon, doch da er ja auf Begegnungen setzt, schaut er bis zum Start der Wanderung noch, wer eventuell Kontakt zu ihm aufnimmt. "Da ist alles möglich", so Raabe weiter. Wer ein Stück mitwandern möchte, könne dies tun, wer ein Quartier anbieten könne, auch dies. Im Fokus stehen dabei immer die Begegnungen mit den Menschen im Norden. "Ob das komplett fremdbestimmt funktioniert, muss ich sehen", erklärt er gegenüber unserer Zeitung weiter. Vermutlich werde er die Westküste ansteuern, aber da sei er flexibel. Die genaue Route stellt er kurz vor Beginn auf seiner Website www.fersengeld.blog ins Netz, zudem plant er jeweils abends einen kleinen Tagesbericht und morgens ein Update zu schreiben.

Und wie sieht es mit noch weiteren Strecken aus? "Ja, das kann ich mir absolut vorstellen", schwärmt er. Sehr gern würde er von der dänischen an die österreichische Grenze laufen. Das sei während des Studiums nicht möglich, aber er denke darüber für 2018 nach. Auch Events schweben ihm vor. So könne es im Winter heißen: "Vom Weihnachtsmarkt in Hamburg zum Markt in Berlin." Immer im Blick hat er dabei, dass er Gutes tun möchte. Er bittet um Spenden für Oxfam Deutschland. Wer mit dem Elmshorner in Kontakt treten möchte, darf dies sehr gern tun – per E-Mail, über seine Website, Facebook, Instagram & Co. Zurzeit werde auch an einer neuen Website gebastelt. Sein Dank gilt zudem Bastian Kähler, der ein Fersengeld-Logo entworfen hat.

Philipp Raabe bittet um Spenden für das Oxfam Deutschland:
Oxfam Deutschland e.V.
IBAN: DE87 3702 0500 0008 0905 00
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft Verwendungszweck "Fersengeld"

(Von Sascha Urbatzka, 28.07.17, 12:01 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website des Projektes "Fersengeld" des Elmshorners...
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Projekt liegt nach Problemen weit hinter dem Zeitplan

Pumpenhaus: 650.000 Euro teurer

Foto Pumpenhaus Elmshorn Baustelle
Foto: Strandmann

Aufatmen in Elmshorn: Der schwierigste Teil der Baustelle für das Haus der Technik auf Vormstegen ist geschafft. Der Boden ist bis in eine Tiefe von knapp acht Metern ausgeschachtet und mit einer Schutzschicht abgedichtet worden. Wie berichtet, waren im Herbst sechs Arbeiter zum Teil schwer erkrankt, die in der Baugrube mit Aushubarbeiten beschäftigt waren. Vermutet wurde, dass sie giftige Dämpfe eingeatmet haben. Trotz Einsatz modernster Messinstrumente konnte die Ursache nicht gefunden werden. Weil der Restaushub mit Hilfe von Tauchern unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen werden musste, hat sich das Vorhaben um circa 650.000 Euro verteuert. Zahlen musss die Stadt. Das Projekt liegt etwa acht Monate hinter dem Zeitplan zurück.

(Von Rainer Strandmann, 31.03.17, 12:10 Uhr)

Elmshorn darf seit dem 15. März keine Nester mehr entfernen

Nächster Sieg für die Krähe

Foto Krähen Elmshorn Jörg Schmidt-Hilger und Rüdiger Albrecht
Foto: Strandmann

Raus mit den Nestern aus den Bäumen nach dem 15. März?

Nein, sagt das Land: "Die Vögel brüten jetzt. Es würde auch nichts mehr bringen, weil sie sofort neue Nester bauen würden", sagte Rüdiger Albrecht vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume am Dienstag, 21. März 2017, in Elmshorn. Der für Ausnahmegenehmigungen zuständige Biologe war am extra aus Flintbek gekommen, nahm vor Ort die bekannten Elmshorner Krähenstandorte unter die Lupe (Foto zusammen mit Jörg Schmidt-Hilger [li.] aus der Verwaltung). Ein kleiner Trost bleibt: Vergrämen mit Schüssen und Greifvogellauten darf Elmshorn weiter. Na, super - oder eher supernormal?

(Von Rainer Strandmann/Sascha Urbatzka, 21.03.17, 16:01 Uhr)

RTL2 drehte in der Elmshorner Gaststätte "Zum Pfahlkrug"

"Das Finale wird wohl verschoben"

Foto Gaststätte "Zum Pfahlkrug" Elmshorn Archiv 2008
Foto: Archiv/Urbatzka

Als der Sender RTL II es am Freitag, 17. Februar 2017, bekanntgab und wir es danach gleich über einen Online-Artikel und die sozialen Medien verbreiteten, rollte eine Lawine los. Bis heute haben über 23.000 Menschen unsere HAZOnline-Beiträge zum Thema "Die RTL II-Kochprofis im Pfahlkrug in Elmshorn" gelesen.

Im Restaurant im Elmshorner Norden arbeiteten die beiden Profi-Köche Andi Schweiger und Frank Oehler mit den Betreibern zusammen, um ein neues Konzept präsentieren zu können. Als Gastkoch wirkt beim Dreh in Elmshorn außerdem Starkoch Christian Henze mit. Dann sollte am Mittwoch, 22. Februar, ab 18.30 Uhr das Finale in der Gaststätte steigen. Dazu hatte der Sender auch Interessierte aufgerufen, als Gäste dabei zu sein und sich über das Restaurant anzumelden. Doch am Dienstag, 21. Februar, gegen 16 Uhr schickte RTL II dann eine weitere Information hinterher. Es deute sich an, dass der Finaltermin nicht zu halten ist und es verschoben werden müsse, so Eva Römhild vom Sender im Gespräch mit unserer Zeitung. Einen neuen Termin konnte sie spontan noch nicht nennen. Ob und wann die Folge der RTL II-Kochprofis mit dem Einsatz im TV zu sehen ist, weiß der Sender ebenfalls noch nicht. Nur so viel: "Wir haben aktuell einen Vorlauf von sechs bis acht Wochen", so Römhild.

(Von Sascha Urbatzka, 21.02.17, 11:01 Uhr, aktualisiert: 21.02.17, 18:34 Uhr)

Weiterführende Informationen zum Thema:
Hier geht's direkt zur Website der Sendung von RTL 2...

Elmshorner Rathaus-Neubau wird besonders getroffen

Sturmflut-Nacht am 24. Februar 1967

Foto Elmshorn Berliner Straße 1967 Sturmflut
Foto: Ernst-Gerhardt Scholz

Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW, Arbeitersamariterbund und 200 Bundeswehrsoldaten schleppen die ganze Nacht über Sandsäcke, versuchen wichtige Gebäude zu schützen. Im alten Rathaus tagt in der Sturmnacht zum 24. Februar 1967 unter Leitung von Bürgermeister Kurt Semprich ununterbrochen der Katastrophenstab. Niemand weiß, wie schlimm es wird. Deshalb bereitet der Stab sogar den Fall einer Evakuierung vor.

Denn Orkantief Xanthia tobt mit Macht über Elmshorn. Der Sturm deckt Dächer ab, drückt Scheiben ein. In der Innenstadt steigt das Wasser höher und höher. Als dann am frühen Morgen der Strom ausfällt, gleicht Elmshorn einer Geisterstadt. Die gefährlichsten Szenen spielen sich an einem Ort ab, den offenbar keiner der Verantwortlichen auf der Rechnung hatte: dem noch unfertigen Rathaus-Neubau auf dem Propstenfeld. Erst spät wird zum Schutz mit Bulldozern loser Sand an die Rathausmauern geschoben. Ein seltsamer Befehl: Was vermag loser Sand gegen eine Sturmflut zu bewirken? Das dämmert irgendwann auch den Verantwortlichen.

Später soll eine kleine Gruppe der Wehr mit Pumpen wichtige Bereiche des Kellers schützen. Als die Männer unten sind, geschieht das Unglück: Eine Tür hält dem Wasserdruck nicht Stand, wie ein reißender Strom quillt es in die Räume, reiß alles mit. Die Feuerwehrleute haben Glück: Weil sie sich in der Nähe einer Treppe befinden, können sie sich retten. Eine furchtbare Nacht für Elmshorn. Morgens entspannt sich die Lage ein wenig. Unzählige Freiwillige, berichtet die örtliche Zeitung, melden sich, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Weitere 100 Bundeswehrsoldaten werden nach Elmshorn abgeordnet. Ministerpräsident Helmut Lemke macht sich persönlich ein Bild von der Lage. An den Schulen fällt der Unterricht aus. Auch am Abend ist die Stromversorgung teilweise noch gestört, funktionieren 3000 Telefonanschlüsse nicht. Aus dem neuen Rathauskeller werden 6000 Kubikmeter Wasser gepumpt. Der Schaden ist immens: Telefon- und Klimaanlage, Heizung und weitere Versorgungseinrichtungen sind zerstört. Eigentlich sollten im März die ersten Abteilungen ins neue Rathaus einziehen. Doch das verschiebt sich um Wochen.

Zum Foto: Die Berliner Straße ist überflutet. Mensch und Tier müssen den Bahndamm benutzen. Das Fahrzeug rechts im Vordergrund ist der damals noch genutzte Culemeyer, mit dem Waggons auf der Straße transportiert wurden.

(Von Rainer Strandmann, 10.02.17, 15:10 Uhr)

Klappbrücke im Frühjahr 2017 mehrfach gesperrt

Wartungskosten sollen sinken

Foto Hafenspange Käpten-Jürs-Brücke Elmshorn
Foto: Strandmann

Die Kosten für die Wartung der Käpten-Jürs-Brücke sind nicht ohne: 100.000 Euro stehen dafür im Haushalt 2017 bereit. Künftig könnte dieser Posten deutlich kleiner ausfallen. Über eine Ausschreibung ist es der Stadt gelungen, eine erheblich günstigere Wartungsfirma zu finden. Deren Mitarbeiter werden Anfang Februar vom bisherigen Vertragspartner in das technisch anspruchsvolle Bauwerk eingewiesen.

Ingo Brüss, der im Rathaus für die Brücke zuständige Ingenieur, ist mit dem Ergebnis hochzufrieden. Denn es hätte auch anders ausgehen können. "An Brücken trauen sich nicht so viele Firmen ran", sagt er. Es habe schon Städte gegeben, die auf eine solche Ausschreibung hin nur ein Angebot erhalten hätten. In Elmshorn gaben von fünf in Frage kommenden Unternehmen auch nur zwei ein Angebot ab: Die Firma SEH Engineering (bis 2016 Eiffel Deutschland), die für den Bau der Brücke verantwortlich zeichnete und bisher auch für die Wartung zuständig war, und der Heider Betrieb HC-Hydraulik. Letzterer gab das deutlich günstigere Angebot ab. Wegen der hohen Differenz prüften Fachleute in einem aufwendigen Bietergespräch noch einmal stundenlang, wie beide Unternehmen zu ihren Preisen gekommen sind. Die nötige Kompetenz wird auch den Heidern zugetraut, denen Synergieeffekte zugute kommen, weil sie in der Nähe ohnehin Anlagen betreuen.

"Das Verhältnis zur Herstellerfirma hat darunter nicht gelitten", sagt Brüss. Er geht von einer vertrauensvollen Einarbeitung der neuen Wartungsfirma durch die alte aus. Grundsätzlich muss das Bauwerk zweimal im Jahr gewartet werden. Die jährliche Prüfung ergibt sich aus Vorschriften des Maschinenbaus, sogar halbjährlich sind die Elektrobauteile zu prüfen.

Zwischenzeitlich sind die ersten Sperrzeiten von der Stadt Elmshorn mitgeteilt worden: In der Zeit vom 6. Februar 2017 bis einschließlich 8. Februar 2017 wird die Käpten-Jürs-Brücke täglich jeweils von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr voll gesperrt.

(Von Rainer Strandmann, 10.01.17, 10:43 Uhr, aktualisiert: 02.02.17, 15:10 Uhr)

Elmshorns Bürgermeister über Entwurf für Wahlkarte 2017 empört

"Sie können auch Brief-Wahl machen"

Foto Bürgermeister Volker Hatje Elmshorn
Foto: Archiv

Als Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (Foto) den Entwurf der Wahl-Benachrichtigung für die Landtagswahl 2017 zugestellt bekam, hielt er das Ganze für einen Irrtum. "Ich habe im Büro des Landeswahlleiters angerufen, ob das Ernst gemeint sei." Ist es, wie ihm versichert wurde.

Wenn es dabei bleibt, bekommen auch die Wähler in Elmshorn eine Benachrichtigung, die überschrieben ist mit: "Die Wahl ist am Sonntag, den 07.05.2017, von 8 Uhr bis 18 Uhr." Dann folgen Informationen wie: "in Schleswig-Holstein wird der Land-Tag neu gewählt." "Sie können am Wahl-Tag zur Wahl gehen." "Sie können auch Brief-Wahl machen." Wer "Brief-Wahl" beantragt, bekommt als Hinweis: "Diese Angaben müssen drin stehen: Familien-Name, Vor-Name..." "Ihr Antrag muss spätestens um 12 Uhr mittags am Freitag vor der Wahl da sein. Wegen Krankheit gibt es eine Ausnahme."

Hatje sagt: "Eine solche Benachrichtigung ist einer Wahl nicht angemessen." Er rechnet mit Unverständnis der Bürger. Als Wahlbehörde vor Ort werde sich der Zorn gegen ihn und das Rathaus richten. "Der Bürger denkt doch, wir können kein Deutsch", so Hatje. Dann hätte man gleich einen Comic machen sollen. "Das wäre noch besser gewesen." Ihn treibt noch eine andere Sorge um: dass sich Bürger, die sonst wählen gehen, veräppelt fühlen und der Urne fernbleiben.

(Von Rainer Strandmann, 13.12.16, 17:01 Uhr)

Filiale der Optiker-Kette wechselt Standort in Elmshorn

Fielmann zieht in Königstraße 47

Foto Umbau Elmshorn Königstraße 47 Fielmann
Foto: Urbatzka

Nachdem die Firma Budnikowsky GmbH mit ihrer Filiale im Sommer 2013 aus der Königstraße 47 in das Einkaufszentrum "Neuer Markt" umgezogen ist, standen die Räumlichkeiten dort zunächst leer. Später eröffnete mitten in der Kö eine Filiale der Kette "Schuh Armbruster". Doch es handelte sich nur um ein kurzes Gastspiel.

Jetzt herrscht dort wieder hektische Betriebsamkeit. Die Fielmann AG bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung: "Aufgrund des erfreulichen Kundenzustroms ist unsere Niederlassung zu klein geworden. Der Umzug in die Königstraße 47 ermöglicht Fielmann neben einer besseren Lage für unsere Kunden eine Verdopplung der Verkaufsfläche sowie die Erweiterung unseres Angebotes um eine Hörgeräteabteilung." Angestrebt werde die Eröffnung im ersten Quartal 2017. Fielmann gibt es allerdings schon seit Jahren in der Königstraße, bis zum Umzug noch am alten Standort neben Arko, Königstr. 4-6.

(Von Sascha Urbatzka, 29.11.16, 15:10 Uhr)

In Elmshorn geht eine Familientradition zu Ende

Dölling verkauft an Tönnies

Foto 2013 Dölling Hareico Geschäftsführer und Betriebsrat
Foto: Archiv/Strandmann

Die traditionsreiche Geschichte eines Betriebes in Familienhand geht zu Ende: Es war im Jahr 1907, da eröffnete der Bauernsohn Claus Dölling eine kleine Schlachterei am Sandberg. Bereits zwei Jahre später wurden bis zu 80 Schweine die Woche geschlachtet.

1952 übernahmen die Söhne Claus und Carl den Betrieb in zweiter Generation, bei der Sturmflut im Jahr 1962 stand die Firma komplett unter Wasser. Im Jahr 1972 übernahmen die Enkel des Gründers - Claus und Peter die Verantwortung. In den 70er Jahren wächst der Firmenumsatz auf 30 Millionen Mark. 1982 wird der neue Standort am Fuchsberger Damm eingeweiht. Schon im Jahr 1983 erwirtschaften über 100 Mitarbeiter einen Umsatz von mehr als 50 Millionen Mark. 1999 übernimmt Dölling den Mitbewerber hareico. 2003 kommt bereits die vierte Generation der Familie ins Unternehmen: Die Kinder von Claus Dölling, Carola und Ole, treten in das Familienunternehmen ein. Carola Dölling-Stanglmeier übernimmt die Bereiche Marketing und Vertrieb, Ole Dölling die Felder Qualitätssicherung, Produktion und Materialwirtschaft. 2011 übernimmt Ole Dölling (Foto rechts) die Geschäftsführung, doch schon 2014 müssen neue Wege beschritten werden: Andreas Subai übernimmt die Geschäftsleitung bei Döllinghareico, Carola Stangelmeier und Ole Dölling widmen sich "neuen Herausforderungen", wie es heißt. Am 21. November 2016 ist nun das Ende dieser Familientradition besiegelt: Unternehmer Maximilian Tönnies übernimmt die Anteile der Familie Dölling und wird damit neuer Eigentümer. Tönnies ist der Sohn von Fleischfabrikant und Schalke-04-Boss Clemens Tönnies.

"Es ist uns an diesem Wochenende gelungen, entscheidende Weichen für eine langfristig positive und erfolgreiche Entwicklung von Döllinghareico zu stellen", so der bisherige Mit-Inhaber Claus Dölling in einem Schreiben an die Mitarbeiter des Unternehmens am Montag, 21. November 2016. Damit sei das Überleben der Firma gesichert worden. Durch die Übernahme von Tönnies werde eine langfristige Zukunftsperspektive geschaffen. "Wir wollten einen Partner, der Döllinghareico als Produzent eine sinnvolle und glaubhafte Perspektive für das Unternehmen und die Mitarbeiter bietet", so Claus Dölling weiter. Aber: Es werde auch bei der neuen Konstellation Veränderungen geben. Weitere Einzelheiten des Übergangs sollen demnächst erarbeitet werden. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. Von der Übernahme sind insgesamt 230 Mitarbeiter betroffen, 170 am Standort in Elmshorn.

(Von Sascha Urbatzka, 21.11.16, 12:01 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website der Firma Döllinghareico...

Experten sehen Potential für Zimmer in der City

"Wo, bitte, geht's hier zum Hotel?"

Foto Elmshorn Rahmenplan Krückau-Vormstegen Krückaugärten 2010
Foto: SWW-Architekten/GTL Landschaftsarchitekten

Kernaussage der vorgestellten Hotel-Expertise für Elmshorn im Ausschuss am 29. September 2016: Der Betrieb eines zeitgemäßen Hotels in Elmshorns Innenstadt wird zwar kein Selbstläufer. Der Standort biete aber ausreichend Potential – ein professionelles Management vorausgesetzt.

Vier Suchbereiche wurden geprüft: Das alte Rathaus und die Knechtschen Hallen halten die Fachleute für zu groß, letztere aufgrund der nötigen Investitionen auch für zu teuer. Potential sehen sie am Nordufer und am Buttermarkt. Wobei eine Ansiedlung auf der Südseite der Krückau am Buttermarkt den Vorteil hätte, dass ein Hotel dort wesentlich zur Belebung beitragen würde. Dort würde es erstes Haus am Platz. Die Experten empfehlen ein 3 oder 3 Sterne+ Business- Hotel mit 75 Doppelzimmern, Bar, Lounge, Sauna, kleinem Fitnessraum und Außengastronomie, wobei 30 Prozent des Umsatzes mit der Gastronomie erwirtschaftet werden könnten. Die Einrichtung sollte zeitlos sein, eventuell mit Anklängen an Designhotel. Grob geschätzte Gesamtinvestition: rund 7 Millionen Euro.

Zielguppe seien neben Geschäftsleuten und Elmshorn-Gästen etwa bei Hochzeiten, insbesondere auch Hamburg-Besucher. Dort seien die Hotels etwa zu Messe-Zeiten oft ausgebucht. Allerdings: Mit einer Lösung in ein, zwei Jahren sei nicht zu rechnen. Erst müsse der Umbau der Innenstadt weiter vorangetrieben werden.

(Von Rainer Strandmann, 30.09.16, 12:10 Uhr)

Im Oktober 2016 schließt der Markt die Pforten

Das Aus für Lidl am Eiskeller

Foto Lidl am Eiskeller in Elmshorn
Foto: Strandmann

Bis zuletzt hat die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Lidl-Standortes am Eiskeller gekämpft, nun scheint alle Mühe vergebens gewesen zu sein. Auf Nachfrage unserer Zeitung erreichte uns Mitte September 2016 eine Mitteilung der Lidl-Pressestelle: "Die Gespräche mit der Stadt sind hinsichtlich der Erweiterung der Lidl-Filiale am Eiskeller leider ergebnislos geblieben. Da der Standort nicht mehr unseren Anforderungen an eine moderne Einkaufsstätte entspricht, haben wir uns dazu entschlossen, die Filiale im Oktober 2016 zu schließen."

Lidl spielt in der Erklärung den Ball zurück an die Stadt. Die Bürgerinitiative hatte zuletzt kritisiert, dass vor der Sommerpause die gesamte Fortschreibung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzeptes von der Politik debattiert wurde, nicht aber eine konkrete Lösung für den Standort am Eiskeller. Lidl erklärt weiter, dass zentrales Element für die Schließung die Anforderungen an eine größere Verkaufsfläche sind. Kunden der Krückaustadt müssen demnächst auf die zwei verbleibenden Lidl-Filialen in Elmshorn ausweichen – Märkte gibt es noch an der Ost-West-Brückesowie an der Hamburger Straße. Letzterer wurde nach Umbau jüngst neu eröffnet.

Tipp für mehr Hintergründe zur Geschichte: Zur Vorgeschichte rund um den Standort am Eiskeller siehe auch den Artikel weiter unten auf dieser Seite.

(Von Sascha Urbatzka, 09.09.16, 16:31 Uhr)

Spezialbehälter bieten keinen schönen Anblick

Die riesigen Beutel aus dem Park

Foto Schlicksack Elmshorn Schlangenau Krückaupark
Foto: Urbatzka

Spaziergängern und Anwohnern sind sie ein Dorn im Auge. Und auch die Stadtverwaltung ist alles andere als glücklich mit der Situation. Die Rede ist von den drei schwarzen Riesenbehältern aus Kunststoff, die bereits seit Mitte November 2015 im Bereich der Schlangenau im Elmshorner Krückaupark liegen. Darin befindet sich Baggergut aus dem Nebenarm der Krückau, das dort zum Austrocknen abgelegt wurde.

Mittlerweile liegen die Spezialbehälter dort schon so lange, dass sie bereits halb eingewachsen sind. "So hatten wir uns das nicht vorgestellt", sagt Jörg Schmidt-Hilger, der bei der Stadt für Grünfragen zuständig ist. Ginge es nach der Stadt, wären die Kolosse längst weg. Doch das ist nicht so einfach. Abnehmer ist die GAB, die aber nur weitgehend trockenen Schlamm entsorgt. Vier mal habe die Stadt das Baggergut seither bereits beprobt, sagt Schmidt-Hilger. Die Restfeuchte sei dem Unternehmen jedoch zu hoch. Wann die Behälter entfernt werden, ist damit weiter offen. Notwendig geworden war die Ausbaggerung, weil über einen Teil der Schlangenau unter anderem das Gebiet Am Fischteich entwässert wird. Der Abfluss war nicht mehr gesichert, so dass Handlungsbedarf bestand. Die Schlangenau ist als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet geschützt.

(Von Rainer Strandmann, 16.08.16, 15:34 Uhr)

"Ernsting's family" zieht in Elmshorn um

Verschiebe-Bahnhof in der Königstraße

Foto Königstraße Elmshorn New Yorker
Foto: Urbatzka

Schon seit Wochen prangern die Schriftzüge "erfolgreich vermietet" an der Ladenfläche mitten in der Elmshorner Königstraße, in der lange Zeit das Geschäft "New Yorker" zu finden war. Die zuständige Immobilienfirma hat einen Mieter für die Räumlichkeiten gefunden. Neu wird die Lösung für die Krückaustädter allerdings nicht ausfallen - die rund 380 Quadratmeter wird "Ernsting's family" beziehen. Das Geschäft ist zurzeit auf einer kleineren Fläche in der Marktstraße zu finden. Eine Bestätigung dieses  Umzugs in der Sommerzeit erreichte uns nun aus der Firmenzentrale in Coesfeld-Lette. Danach ist die Wiedereröffnung des Geschäftes in der Königstraße 43 in Elmshorn für September geplant.

(Von Sascha Urbatzka, 31.05.16, 14:34 Uhr)

Diskussion um Parkplätze für die neue Verwaltung läuft

Oder etwa ans neue Rathaus anbauen?

Foto Rathaus Elmshorn Archiv
Foto: Urbatzka

Jetzt kommt es knüppeldick: Bisher war die Elmshorner Politik davon ausgegangen, dass nach der Umgestaltung des Quartiers Krückau-Vormstegen genug öffentlicher Parkraum zur Verfügung steht, dass dieser auch fürs neue Rathaus reicht. Ein Irrtum. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat die Verwaltung jetzt dargestellt, dass die Stadt als privater Investor gesetzlich verpflichtet ist, zwischen 96 und 120 Stellplätze nachzuweisen. Die Idee, eine größere Anzahl etwa im ehemaligen, und in der Regel nicht voll belegten Hertie-Parkhaus anzumieten, funktioniert jedoch nicht. 317 der 326 dortigen Stellplätze sind bereits an eine bauliche Nutzung gebunden. Auch an anderen Standorten in der Innenstadt gibt es keine größeren Flächen, die in Anspruch genommen werden könnten – zumal eine Anmietung durch die Stadt die allgemeine Parkplatz-Not im Stadtkern weiter verschärfen würde. Die Verwaltung empfiehlt den Bau einer Tiefgarage unter dem neuen Rathaus.

Eine zweigeschossige Tiefgarage unter dem neuen Rathaus würde rund 4 Millionen Euro kosten. Würde der alte Güterschuppen im Innenhof des künftigen Elmshorner Rathauses abgerissen und dort Parkraum geschaffen, reichte eine eingeschossige Tiefgarage für rund 2 Millionen Euro. Das widerspräche aber der gewünschten Aufenthaltsqualität. Denkbar wären aber auch ein oberirdischer Parkhaus-Anbau ans Rathaus oder ein eigenständiges Parkhaus auf dem Rathaus-Karree. Kosten: voraussichtlich ebenfalls jeweils 2 Millionen Euro. Politiker reagierten entsetzt.

Jens Petersen (FDP) sprach von einem "Tiefschlag." Er sei "überrascht und entsetzt, dass die Thematik jetzt auf uns zurollt". Der Grüne Matthias Pitzer nannte das Vorhaben einen "120-Stellplätze-Klotz". SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk erklärte: "Es hieß immer, im Gebiet seien genug Stellplätze vorhanden." Seine Fraktion sei der Meinung, es müssten auch nicht alle Mitarbeiter-Plätze im Areal nachgewiesen werden. Ein Vorgehen, vor dem Bürgermeister Volker Hatje warnte: Schaffe die Stadt nicht selbst alle Stellplätze im Quartier, könne sie es auch von privaten Investoren nicht verlangen. Johanna Skalski (SPD) riet, das Problem der Rathaus-Parkplätze zusammen mit den fehlenden Plätzen für Pendler zu lösen – also ein großes Parkhaus zu schaffen. Dies könnte neben dem ehemaligen Sky-Markt stehen. Darüber hinaus äußerte Skalski später der HAZ gegenüber eine persönliche, noch nicht mit der Fraktion abgestimmte Idee. Wenn sich bislang kein Investor für einen Parkhaus-Bau gefunden habe, warum nicht eine Genossenschaft vieler Pendler für eine Finanzierung gründen?, lautete ihre Anregung.

(Von Rainer Strandmann, 26.04.16, 12:12 Uhr)

Am Eiskeller: Viele Interessen spielen eine Rolle

Lidl-Markt: Zukunft weiter ungewiss

Foto Lidl-Markt Am Eiskeller Elmshorn
Foto: Strandmann

Die Anwohner kämpfen dafür, dass der Standort Am Eiskeller in Elmshorn für einen Nahversorger erhalten bleibt. Doch der Wunsch scheint schwer in die Tat umzusetzen zu sein. Denn drei Interessen müssten dazu unter einen Hut kommen: Die Wünsche des Eigentümers, der Verbrauchermarktfirma und die der Stadt. Das macht die Gespräche offenbar schwierig und zäh.

Zur Erinnerung: Wie berichtet, hatte die Stadt einen ersten Bauantrag des Eigentümers zu einer Großbebauung auf 1000 Quadratmetern am Eiskeller abgelehnt. Dieser reichte daraufhin Klage ein. Das Verfahren läuft aktuell noch. Im zuständigen Ausschuss ging es Ende 2015/Anfang 2016 vor allem aber auch um die Frage nach einem Konzept zur generellen Entwicklung der Nahversorgersituation in diesem Teil der Stadt. Bürgermeister Volker Hatje erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung erneut: "Wir warten die Konkretisierung des Einzelhandelsgutachtens dazu ab." Derweil hat der Eigentümer offenbar einen zweiten Bauantrag – trotz laufender Klage – eingereicht. Das macht die Gespräche mit der Verwaltung zu dem Thema nicht einfacher. Fakt ist auf jeden Fall, dass die Debatte nach Ostern wieder an Fahrt gewonnen hat. Kurz vor Redaktionsschluss teilte uns Stefan Meyer von der Firma Saller Gewerbebau zudem mit: "Ich kann bestätigen, dass eine schriftliche Ablehnung des Bauantrages vorliegt."

(Von Sascha Urbatzka, 12.04.16, 13:16 Uhr)

Elmshorner Stadtrat spricht von zu hohem Aufwand

Aus für das Kinderkulturfest

Foto Kinderkulturfest 2014 in Elmshorn
Foto: Strandmann

Fünf Mal hat es das Kinderkulturfest in Elmshorn bisher gegeben, nun ist Schluss. Das bunte Treiben entlang der Bismarckallee für Kinder im Grundschulalter findet nicht mehr statt. Dazu erklärt Stadtrat Dirk Moritz auf Nachfrage unserer Zeitung (Zitat): "Hinsichtlich des Kinderkulturfestes ist es so, dass Mittel für dieses Haushaltsjahr 2016 nicht mehr eingestellt wurden. Hintergrund ist, dass eine dafür extra eingesetzte Verwaltungskraft im Amt für Kultur und Weiterbildung nicht mehr zur Verfügung steht und benötigte Zuarbeiten (unter anderem Betriebshof) nicht mehr geleistet werden konnten. Der verwaltungsseitige Vorbereitungs- und Organisationsaufwand war erheblich." Auch wenn die Stände auf dem Fest hauptsächlich von Ehrenamtlichen besetzt waren, lasse die Personalsituation im Rathaus die Entwicklung der Veranstaltung so nicht mehr zu. Auch Künstlerin Ruth Alice Kosnick ist traurig über diese Entscheidung. Die Elmshornerin hatte regelmäßig nicht nur Mitmachaktionen auf dem Fest angeboten, sondern unter anderem auch Titelmotive für die Plakate entworfen: "Ich kann das alles verstehen, aber finde es trotzdem schade." Ein Verlust für die Vielfalt ist der Wegfall ganz sicher. Denn hier standen bis zuletzt immer kreative Mitmachaktionen, Aufführungen und Co im Vordergrund – das Fest hatte Flair und hob sich deutlich von Sauf- und Trinkmeilen ab.

(Von Sascha Urbatzka, 08.04.16, 16:10 Uhr)

2. Weihnachts-CD: Casting des Stadtmarketings

Ostern schon an Weihnachten denken

Foto Cover 1. Elmshorner Weihnachts-CD
Foto: Stadtmarketing Elmshorn

Die Entscheidung ist gefallen: Nach dem sensationellen Erfolg der ersten Elmshorner Weihnachts-CD wird noch in diesem Jahr die Produktion einer zweiten folgen. Bis zum 29. April haben interessierte Elmshorner Musiker die Möglichkeit, sich beim Stadtmarketing zu bewerben. Um die 15 Beiträge auszuwählen, die später auf der CD zu hören sein werden, gibt es auch diesmal ein Casting: Dieses wird am Sonnabend, 4. Juni, zwischen 10 und 18 Uhr in der Aula der Erich Kästner Gemeinschaftsschule veranstaltet. Auch die zweite Weihnachts-CD wird gemeinsam von der Initiative Elmshorn und dem Stadtmarketing produziert. Bewerbungsunterlagen können von den Websites beider Organisationen heruntergeladen werden. Neben etablierten Musikern können sich auch Schulen, Kitas oder Firmen Teams bewerben. Auch Bewerber aus dem Vorjahr können sich mit anderen Beiträgen beteiligen. Ausgewählt werden 15 Künstler. Produziert werden die Aufnahmen im Juli und August. Der Erlös von 10 Euro pro CD wird zur Förderung des Musikunterrichts an den Elmshorner Grundschulen gespendet, im Jahr 2015 konnten darüber tolle 17.000 Euro verteilt werden.

(Von Rainer Strandmann, 22.03.16, 10:10 Uhr)

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Einwohnerzahl Ende 2015 auf Rekordwert

Jetzt über 51.000 Elmshorner

Foto Einwohnerzahlen Elmshorn
Foto: elmshorn.de

Erstmals in der Geschichte der Krückaustadt weist die Statistik über die Einwohner eine Zahl größer als 51.000 aus. Zum Ende des Jahres 2015 betrug der intern im Rathaus der Stadt ermittelte Wert genau 51.017 Einwohner. Ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 49.986 Menschen gewesen. Wichtig ist zu betonen, dass es sich um die eigene Erhebung der Elmshorner Verwaltung handelt. Die Zahlen der Zensus-Erhebung vor einigen Jahren wiesen deutlich weniger Einwohner aus. Diese Ergebnisse sind aber nicht nur in Elmshorn umstritten. Hier hat sich auch die Krückaustadt einem Einspruch anderer Städte und Kommunen angeschlossen. Eines scheint aber klar: Da Politik und Verwaltung die Verdichtung von Wohnraum weiter voran treiben, wird diese Zahl in naher Zukunft wohl noch weiter steigen. Einige Baugebiete sind bereits in der Planungs- und Umsetzungsphase.

(Von Sascha Urbatzka, 05.02.16, 16:30 Uhr)

Unternehmen Woolworth bestätigt Anmietung in Elmshorn

Ein Leerstand in der City weniger

Foto Woolworth Luftballons
Foto: Woolworth

Bei der Woolworth GmbH stehen die Zeichen ganz klar auf Wachstumskurs: Das Unternehmen mit Sitz im westfälischen Unna ist im Sommer 2010 mit 158 Standorten, neuen Angeboten, neuem Konzept, neuen Eigentümern und neuer Geschäftsführung gestartet, inzwischen hat sich die Gesamtzahl der Kaufhäuser auf etwa 285 erhöht. Das Filialnetz soll weiter ausgebaut werden. In Deutschland wird langfristig Potenzial für 500 Woolworth-Kaufhäuser gesehen, heißt es aus der Kommunikationsabteilung der Firma.

Nun ist Elmshorn an der Reihe. Am Freitag, 29. Januar, bestätigt das Unternehmen unsere Anfrage: "Ja, wir kommen definitiv nach Elmshorn." Im City Center (CCE) wurden 1.450 Quadratmeter angemietet. Und das, obwohl die nächste Filiale der Kette gar nicht so weit weg ist - in Uetersen nämlich. Dort ist das Haus sogar noch etwas größer. Auf etwa 2000 Quadratmeter kommt der Vollsortimenter dort. Weitere Standorte in der Nähe sind Pinneberg und Henstedt-Ulzburg, dazu kommen noch einmal 8 Filialen in Hamburg.

Zum neuen Konzept von Woolworth gehört die Kommunikation "Das Aktionskaufhaus". Es sollen besonders günstige Angebote im Rahmen von Aktionen präsentiert werden. Außerdem wurde an der Optik der Läden gearbeitet, teilt uns Diana Peisert aus der Abteilung Kommunikation mit. Die Filialen kommen in neuer, rustikaler Holzoptik daher und bieten alles, was das Herz begehrt - von Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, über Haushalts-Accessoires und mehr. Große Veränderungen gegenüber dem Sortiment in Uetersen sind aber nicht geplant. "Und... bei uns gibt es Wolle und Zubehör", betont Peisert. Das sei vielen Kunden gar nicht unbedingt bekannt.

Last but not least werden durch die neue Filiale in Elmshorn außerdem 15-20 Arbeitsplätze entstehen, schätzt Peisert. Die Eröffnung soll auf jeden Fall noch im Sommer 2016 sein. Das geht dann ja doch recht flott.

(Von Sascha Urbatzka, 29.01.16, 12:01 Uhr)

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Krähen-Plage: Politik diskutierte in Elmshorn viele Maßnahmen

Man weiß nur, was nicht funktioniert

Foto Krähen Elmshorn
Foto: Strandmann

Naturschützer werden nicht müde zu betonen, dass Saatkrähen bundesweit vom Aussterben bedroht sind. In Schleswig-Holstein allerdings haben sie in den Städten Rückzugsmöglichkeiten gefunden. In Kurorten genauso wie in Elmshorn. In der Krückaustadt stieg die Anzahl der Brutpaare von 4 im Jahr 1994 auf 1035 in 2014.

Lärm in der Brutzeit, verkotete Parkbänke und Pausenhöfe, Gastronomen, die um die Sauberkeit ihrer Außensitzplätze kämpfen, verdreckte Straßen durch aufgerissene Gelbe Säcke – wo sich die Krähen heimisch niedergelassen haben, ist der Ärger groß. Wirksame Gegenmittel brachte jedoch auch die Umfrage des Städtetags nicht zu tage. Im Gegenteil: Deutlich wurde nur, was nicht funktioniert. Auf Schreckschusswaffen reagierten die Tiere schon nicht mehr, wenn der Ausführende immer in der gleichen Kleidung und dem gleichen Auto kam. Krähenklatschen waren nur kurzfristig wirksam. Ein Wüstenbussard wurde selbst von den Krähen vertrieben, statt diese zu jagen. Die Beseitigung von Nestern und Freischneiden von Ast abeln halfen nur bedingt. Ob die akustische Vergrämung mit eigenen Panikrufen der Vögel in der Elmshorner Bismarckstraße langfristig etwas bringt, darüber will die Stadt noch kein Urteil fällen. Beobachtet wurde in den Kommunen, dass die Kolonien bei durchgeführten Maßnahmen nie komplett aufgegeben worden seien, aber "sich Splitterkolonien bildeten und dadurch die Zahl der Krähen anstieg". Andreas Hahn (CDU) formulierte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt: "Das Vergrämen war in der Gesamtschau kontraproduktiv." In einer Verwaltungsvorlage der Stadt zur Städtetag-Umfrage heißt es: "Die Maßnahmen werden alle zumeist als nicht zielführend und erfolgreich bewertet. Im besten Fall werden sie noch als "netter Versuch bewertet", heißt es. Wie hilflos die Kommunen der Situation landesweit gegenüberstehen, verdeutlicht folgende Einschätzung der Kommunen: Wenn schon das eigentliche Problem nicht lösbar sei, müsste versucht werden, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Verwiesen wird etwa auf den Krähenlehrpfad in Ascheberg. SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk sagt zum Krähen-Problem nur noch: "Hier ist der Landesgesetzgeber gefordert."

(Von Rainer Strandmann, 20.11.15, 15:10 Uhr)

Die weltweit größte Sammlung an Taschenspiegeln

Sie spiegeln die Vergangenheit wider

Foto Taschenspiegel Irene Braun Elmshorn
Foto: Holweg

"Es kommt mir auf die Vielseitigkeit der Motive und die unterschiedlichen Werbesprüche an, sagt die Elmshorner Taschenspiegel-Sammlerin Irene Braun und ergänzt, "jeder einzelne meiner Spiegel spiegelt die Vergangenheit wider."

Werbespiegel sind heute sehr selten geworden, berichtet sie. Aber trotzdem findet sie immer wieder neue, alte Spiegel, die noch nicht in ihrer Sammlung archiviert sind. Am 10. Juni 2010 kam Irene Braun mit dieser ungewöhnlichen Sammlung sogar ins Guinness Buch der Rekorde. In ihrer Wohnung, die im Stil der 60er Jahre eingerichtet ist – als würde die Zeit stehengeblieben sein - hängt das Zertifikat an der Wand. Ihr wurde bescheinigt, mit damals 698 unterschiedlichen Taschenspiegeln, die sie bis dahin gesammelt hatte, einen Weltrekord aufgestellt zu haben, erzählt sie stolz. Bis heute habe sich niemand bei ihr gemeldet, dass dieser Rekord nicht mehr gültig ist. Folglich steht für die Elmshornerin fest, dass sie mit etwa 1000 Spiegeln heute noch immer Rekordhalterin ist.

Das Spiegelbild in einem ebenen Spiegel gibt ein wahrheitsgetreues, unverzerrtes Abbild wider, so ist die Definition bei Wikipedia. Wenn sich der Betrachter in die Lage seines Spiegelbildes versetzen möchte, so erscheint es ihm, als ob rechts und links vertauscht wären – alles erscheint im Wortsinne spiegelbildlich. Irene Brauns Lebenspartner habe sich anfangs über das besondere Hobby der 66-jährigen gewundert: "Dafür hatte ich früher nur ein Lächeln übrig", heute trage der ehemalige Antiquitätenhändler Werner Wendland die Leidenschaft von Irene aber voll mit.

Nach den heute mehr als 40 Jahren intensiver Suche nach den besonderen Objekten, ist Irene Braun immer noch dankbar für jeden Spiegel, insbesondere hat sie sich jetzt auf gläserne, rechteckige Spiegel spezialisiert. Spiegel, die in Plastik oder Leder gebunden sind, sind für sie nicht mehr so sehr von Interesse. Die Sammlerin ist mit ihrem seltenen Hobby offenbar weit und breit allein. Sie wünscht sich sehnlichst noch einen Spiegel mit Elmshorn-Bezug für ihre Sammlung. Dass es solche Spiegel von alten Elmshorner Unternehmen noch gibt, weiß Irene Braun ganz genau. Leider haben diese nur noch nicht den Weg in ihre Sammlung gefunden. Wer also einen solchen alten Taschenspiegel eines Elmshorner Unternehmens mit einem Werbeaufdruck hat, den bittet Irene Braun, sich zu melden.

(Von Tilman Holweg, 23.10.15, 10:10 Uhr)

Duschanlagen weiterhin gesperrt, auch Mensa der Blauen Schule zu

Legionellen: Sporthallen freigegeben

Foto Blaue Schule Elmshorn
Foto: Strandmann

Die Stadt Elmshorn hat zum Legionellen-Problem am 9. September erklärt: "Bei der Olympiahalle und den Sporthallen Blauen Schule, Hafenschule und Paul-Dohrmann-Schule wurden bei den Kaltwasserentnahmestellen zwischenzeitlich Filter eingesetzt, die die Legionellen komplett aus dem Wasser herausfiltern. Eine Gefahr besteht für die Kaltwasserbereiche nicht weiter. Daher können alle dafür gekennzeichneten Handwaschbecken mit Filter und Toiletten ab sofort wieder genutzt werden. Die Sperrung der Olympiahalle und der Sporthallen ist aufgehoben. Sie stehen ab sofort wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Die Nutzung der Duschräume ist gegenwärtig leider noch nicht möglich, weil die Leitungsnetze noch weiter umgebaut und beprobt werden müssen. Alle derzeit noch nicht freigegeben Bereiche sind in den Gebäuden gekennzeichnet. Die Mensa in der Blauen Schule muss bis auf Weiteres weiter gesperrt bleiben. Die Reparaturarbeiten sind in Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg Fachdienst Umwelt abgestimmt und werden durch das Gebäudemanagement mit höchster Priorität veranlasst. Nachdem diese Arbeiten erledigt sind, werden erneute Beprobungen in Auftrag gegeben. Sollten diese Beprobungen einen unauffälligen Laborbefund ergeben, ist von einer Freigabe weiterer Objekte innerhalb der nächsten drei Wochen auszugehen. In den Turnhallen konnten aber je eine Dusche in den Lehrerumkleiden sowie eine Entnahmestelle für die Reinigungskräfte freigegeben werden. Die Einliegerwohnungen der Blauen Schule sind bereits nach Einbau von Spezialfiltern in den Duschen wieder uneingeschränkt nutzbar."

(Von Sascha Urbatzka, 09.09.15, 19:01 Uhr)

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Elmshorner CDU Fraktion lässt zur Plage nicht locker

Fragenkatalog zum Thema Krähen

Foto Krähen Elmshorn
Foto: Strandmann

Den Krähen in Elmshorn soll es an den Kragen gehen. Diese Auffassung vertritt die CDU-Fraktion. Sie hält die bisher getroffenen Maßnahmen für unzureichend. Bislang verscheucht die Stadt die Tiere nur an wenigen, vom Land genehmigten Plätzen. Dazu zählt etwa die Bismarckstraße mit dem dortigen Pausenhof. Dort läuft ein Pilotversuch, die intelligenten Tiere nicht nur mit Schüssen, sondern auch mit eigenen Gefahrenrufen zu vertreiben (wir berichteten). Im Stadtverordnetenkollegium verlas CDU-Fraktionschef Immo Neufeldt nun einen Fragenkatalog an die Verwaltung. Habe diese auf die negative Berichterstattung "bereits reagiert und eine Anfrage bei der unteren Naturschutzbehörde zur Reduzierung der Populationen im Elmshorner Stadtgebiet gestellt?", will die Fraktion beispielsweise wissen. In ländlichen Bereichen würden Ausnahmeregelungen vom Schutz der Vögel bei Schäden oder Gefahren sehr schnell und fast formlos erteilt – auch ein Weg für Elmshorn? Auch die Kurorte des Landes seien betroffen. "Gibt es Anfragen vom Städteverband bei seinen Mitgliedern? Falls nein, warum stellt Elmshorn nicht eine beim Städteverband und gründet eine Initiative betroffener Städte?", fragt Neufeldt. Zudem wisse die CDU aus Gesprächen, dass sich auch betroffene Bürger finanziell an Maßnahmen zur Reduzierung beteiligen würden. Wie könnte eine solche "Bürgerbeteiligung" aussehen? Der Fragenkatalog liegt nun bei der Stadtverwaltung, wird von dieser bearbeitet werden.

(Von Rainer Strandmann, 17.07.15, 12:10 Uhr)

Steg-Abriss: SMC Elmshorn muss an den Bokeler See ausweichen

Modellbauer können nicht fahren

Foto SMC Elmshorn Steganlage Steindammpark
Foto: Urbatzka

43 Mitglieder zählt allein der Schiffsmodellbauclub Elmshorn (SMC). Doch in der Krückaustadt ist auch noch die Interessengemeinschaft (IG) Schiffsmodellbau zu Hause, die eine ähnliche Mitgliederzahl hat. Alle lieben es, ihre Flitzer, Segler, Frachter, Schlepper oder sogar U-Boote en miniature fahren zu lassen. Bis vor kurzem auf dem See im Steindammpark. Doch nachdem der Steg gesperrt wurde, müssen die Schiffsmodellbauer ihre Hauptsaison neu planen.

"Die Seen in Sibirien, im Liether Wald oder im Krückaupark sind aus den verschiedensten Gründen für uns nicht geeignet", weiß der SMC-Vorsitzende, Volker Engler. Von den Flüssen ganz zu schweigen. Einmal verhindere ein Naturschutzgebiet das Fahren, an anderer Stelle sei das Wasser so flach, dass der Untergrund die Modelle beschädige und bei den Fließgewässern, da sind sich die SMC-Mitglieder einig, "treibe derartig viel Zeug im Wasser herum", dass Schäden ebenfalls unvermeidlich wären. Doch bei den Modellbauern hat die Saison gerade erst begonnen.

Was tun? Engler nahm Kontakt zum Eigentümer des Bokeler Sees auf – mit Erfolg. Kurzfristig gab es von dort eine Zusage. In diesem Sommer kann der Verein die Modelle in Bokel zu Wasser lassen. Die SMC-Mitglieder müssen damit die knapp 20 Kilometer pro Strecke in Kauf nehmen, um ihrem Hobby in der Natur nachgehen zu können. "Auch für das Publikum im Park ist es schade", so die Elmshorner weiter. Oft fänden sich Zaungäste ein, um die Schiffe auf dem Wasser zu beobachten. Positiv aufgenommen haben die Schiffsmodellbauer, dass zurzeit geprüft werden soll, wie trotz leerer Kassen ein kostengünstigerer Steg aussehen könne. "Hauptsache, es gibt etwas", so Engler. Die alte Steg-Größe sei ja auch gar nicht erforderlich. Er könne sich auch sehr gut ein paar befestigte Stufen bis an die Wasseroberfläche heran vorstellen. Sorge bereite ihm aber schon, dass die Politik "Beratungsbedarf" angemeldet habe. Schließlich sei bald Sommerpause, dann passiere nichts mehr. Auch dürfe das Thema sich nicht dahin schleppen, dann wäre die Gefahr da, dass es zu den Akten gelegt werde.

Lesen Sie zu diesem Artikel auch die Vorgeschichte weiter unten auf dieser Seite zur Sperrung des Stegs im Elmshorner Steindammpark.

(Von Sascha Urbatzka, 09.06.15, 12:10 Uhr)

Stadt halt kein Geld für Neubau im Steindammpark

Steganlage wird abgerissen

Foto Steg Auszeit am See gesperrt
Foto: Urbatzka

Die Entscheidung fiel einstimmig: Der Ausschuss für kommunale Dienstleister (AKD) der Stadt Elmshorn hat am Montag, 1. Juni, beschlossen, die marode Steganlage im Steindammpark abreißen zu lassen. Der Abriss soll möglichst schnell erfolgen, da die Absperrung keinen schönen Anblick bietet. Laut Verwaltung könnte er noch Ende Juni erfolgen. Noch keinen Beschluss hat die Politik gefasst, was einen Ersatzbau anbelangt. Vom Tisch sind allerdings sämtliche teuren Lösungen, die eine Wiederherstellung in ähnlicher Form bedeutet hätten. Dafür, ist sich die Politik einig, ist kein Geld da. Näher untersucht werden sollen eine kleine Schwimmsteg-Lösung oder eine kleine feste Plattform, die in den See hineinragt. Entscheidungen dazu stehen aber noch aus.

(Von Rainer Strandmann, 02.06.15, 11:06 Uhr)

Elmshorner Fläche am Philosophenweg wird nicht verkauft

Ausschuss stoppt Bebauungsplan 113

Grafik Bebauuungsplan 113 Elmshorn
Foto: Stadt Elmshorn

So sah es im Bebauungsplan 113 "Langenmoor/Philosophenweg" aus: Der dortige Spielplatz sollte in ein etwa 1000 Quadratmeter großes Baugrundstück umgewandelt werden. Diese Maßnahme gliederte sich in andere Bauvorhaben der Stadt ein, bei denen es darum geht, städtische Flächen für den Wohnungsbau zu erschließen. Das Thema "Spielplatz Philosophenweg" ist allerdings nicht neu. Schon vor drei Jahren beschäftigte es die Politik. Schon damals bemängelte die Selbstverwaltung, dass ein Gesamtüberblick über die Spielplatzsituation in Elmshorn fehle.

Für die SPD-Fraktion erklärte in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung (ASU) am Donnerstag, 21. Mai, Ulrich Lenk: "Wir werden dem hier und heute genauso wenig zustimmen, wie vor zwei Jahren." Er forderte erneut ein Gesamt-Spielplatzkonzept der Stadt ein, um die Maßnahme bewerten zu können. Der Ausschussvorsitzende Andreas Hahn (CDU) machte danach deutlich, dass das Thema bei einer Ablehnung wohl durch sei, da ansonsten zu einem späteren Zeitpunkt erst ein völlig neuer Bebauungsplan aufgestellt werden müsse. Den drei Ja-Stimmen der CDU-Fraktion standen vier Nein-Stimmen der SPD-Fraktion entgegen, damit wurde der Bebauungsplan 113 für den Spielplatz im Ausschuss gestoppt.

(Von Sascha Urbatzka, 22.05.15, 13:01 Uhr)

Vollalarm am Dienstag, 24. März, für die Feuerwehr Elmshorn

Feuer in Reitstall auf Kaltenweide

Foto Feuer 24. März 2015 Kaltenweide Reitstall Elmshorn
Foto: Holweg

Ein Großbrand an der Kaltenweide hat am Dienstag, 24. März, am späten Vormittag die Wehren von Elmshorn, Kölln-Reisiek und Bokholt-Hanredder stundenlang in Atem gehalten. In Höhe Wilhelmshöhe stand ein Reitstall für 14 Pferde lichterloh in Flammen. Zum Glück befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers keine Tiere darin. Trotz des Einatzes von fast 100 Feuerwehrleuten brannte das Gebäude komplett ab. Den Wehren gelang es aber, ein Nachbargebäude und einen Stall zu schützen. Die Straße Kaltenweide wurde für die Rettungsarbeiten zeitweise voll gesperrt. Susanne Wraage, die Lebensgefährtin des Stallbesitzers, schilderte, dass sie gegen 9 Uhr die Pferde auf die Weide gebracht habe und die Boxen gesäubert habe. Sie sei dann kurz im Haus gewesen. "Als ich dann wieder um die Ecke kam, brannte der Stall lichterloh", sagte Wrage. Inhaber Uwe Wobcke ist erleichtert, dass bei dem Feuer keine Menschen und Tiere verletzt worden sind. Das Stallgebäude, Futter, Stroh und ein Trecker wurden durch das Feuer zerstört. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar.

(Von Rainer Strandmann/Tilman Holweg, 24.03.15, 12:10 Uhr)

Elmshorner Verwaltung rüstet sich für Großprojekt

Wird der Bahnhof 2018 abgerissen?

Grafik Bahnhof Entwurf Schaltraum Architektur
Foto: Schaltraum Architektur

Die Entwicklung des Stadtquartiers Krückau-Vormstegen ist das größte Planungsvorhaben der Elmshorner Stadtgeschichte. Auch die Entscheidungen zum Rathaus-Neubau zählen zu diesem Komplex. Dass die Krückaustadt neben diesem Sanierungsgebiet noch mit einem weiteren, das Gesicht der Innenstadt nachhaltig prägenden Projekt beschäftigt ist, gerät in der öffentlichen Wahrnehmung dabei fast aus dem Fokus. Die Rede ist vom Neubau des Bahnhofs mitsamt der Umgestaltung des Vorplatzes. Parallel zum Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen gehen jedoch auch hier die Vorarbeiten weiter. 50.000 Euro sind in diesem Jahr zur Konkretisierung der Planung von Bahnhof und ZOB, der direkt vor die Gleise auf den Holstenplatz verlegt werden soll, vorgesehen. Weitere 50.000 Euro sind für den Bebauungsplan Bahnhof in den beiden Folgejahren vorgesehen. Zugleich rüstet sich die Stadt für einen Abriss des Bahnhofs. "Wir bereiten uns darauf vor, dass dies in 2018 passieren könnte", erklärt Silke Faber, Leiterin des Amts für Stadtentwicklung. Allerdings würden die Maßnahmenpläne jährlich angepasst. Noch keine Einschätzung gibt es im Rathaus darüber, wie lange sich Abriss und Neubau hinziehen werden. "Die Bahntechnik spielt dabei eine große Rolle", erklärt Faber. Konkrete Aussagen darüber seitens der Bahn lägen noch nicht vor.

(Von Rainer Strandmann, 13.03.15, 16:39 Uhr)

Neugestaltung hat etwa 32.000 Euro gekostet, die das Land zahlt

Bahnhofstunnel wurde kräftig frisiert

Foto Bahnhofstunnel Elmshorn Neugestaltung 2015
Foto: Strandmann

Jahrelang war der Elmshorner Bahnhofstunnel eingangs der Königstraße ein schäbiger Ort. Nun wurde er neu gestaltet. Auch der schmuddelige Charakter der Unterführung, "in der sich die Leute genauso verhielten und alles fallen ließen" (Bürgermeister Volker Hatje), ist Geschichte. Seit kurzem wirkt der Tunnel hell und freundlich. Den Durchbruch, sagt Hatje, der sich intensiv dafür einsetzte, habe im vorigen Jahr ein Treffen mit dem Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG, Manuela Herbort, gebracht. Alle waren sich einig, dass etwas getan werden müsse und nicht weiter abgewartet werden könne, bis Elmshorn einen neuen Bahnhof habe.

Das Aufhübschen ist mittlerweile passiert. Die Decke wurde geweißt, die Beleuchtung durch moderne LED-Technik ersetzt. Clou sind aber die neuen Fliesen. Vor etwa 25 Jahren war es die Elmshorner Firma Fliesen Baas gewesen, die auf der Südseite des Tunnels die Skyline der Krückaustadt abbildete und die Arbeit damals spendete. Nun gestaltete Baas die gegenüberliegende Tunnelseite. Dort werden Besucher der Stadt nun mit dem Schriftzug "Willkommen in Elmshorn" und dem Stadtwappen empfangen. "Ein Meisterwerk", lobte Hatje diese Handarbeit. Die 32.000 Euro teure Tunnel-Neugestaltung zahlte das Land.

(Von Rainer Strandmann, 10.02.15, 10:01 Uhr)

Ministerin Kristin Alheit hielt Festrede in Elmshorn

Nordakademie als Leuchtturm

Foto Nordakademie Elmshorn Schlüsselübergabe Neubauten 2015
Foto: Urbatzka

"Sie sind so etwas wie ein Leuchtturm geworden, der weit über die Elbe nach Süden leuchtet und den Hochschulstandort Schleswig-Holstein stärkt", so die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des nördlichsten Bundeslandes, Kristin Alheit, bei ihrer Festrede am 14. Januar in der Elmshorner Nordakademie. Die ehemalige Bürgermeisterin der Kreisstadt Pinneberg stellte fest, dass die Hochschule der Wirtschaft nicht nur durch die Eröffnung der zwei neuesten Gebäude eine ganz wichtige Rolle im Wissens- und Forschungsbereich des Landes spielt, sondern dies bereits seit Jahrzehnten tut.

Im Hinblick auf die Namen der beiden neuen Häuser (Lise Meitner Gebäude und Joseph Weizenbaum Gebäude) lobte Alheit zugleich: "Als Wissenschaftsministerin ist es gut zu wissen, dass sie sich dabei auch ethische Gedanken gemacht haben und Kritik durchaus auch ein Thema ist." Sie spielte damit auf den 2008 verstorbenen Wissenschaftler Joseph Weizenbaum an, der als Kritiker einer gedankenlosen Computergläubigkeit gilt. Außerdem begrüßte Alheit, dass mit den Neubauten nun auch Studentenwohnungen auf dem Gelände geschaffen wurden. "Ich habe das für mich so erlebt, dass das Zusammenwohnen im Wohnheim eine gute Sache ist", schilderte sie während ihrer Festrede eigene Erinnerungen. Seitens der Nordakademie dürften besonders ihre Ausführungen zum neuen Hochschulgesetz gern gehört worden sein. Alheit sagte, ihr Ziel sei es, das Vorhaben noch im Frühjahr 2015 auf den Weg zu bringen, so dass den Hochschulen bereits Anfang 2016 neue Möglichkeiten für die Promotion zur Verfügung stünden.

Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch schloss sich den Worten der Ministerin an und betonte: "Als wir vor 23 Jahren an der Gründung der Nordakademie mitgewirkt haben, haben natürlich viele auf einen Erfolg gehofft. Aber keiner hätte gewagt zu glauben, dass binnen zwei Jahrzehnten aus einer kühnen Idee eine der größten Privathochschulen Deutschlands wird." Er stellte fest: "Die Nordakademie macht uns bei Nordmetall in jeder Hinsicht stolz."

Bürgermeister Volker Hatje griff die einleitenden Worte von Prof. Dr. Georg Plate, Vorsitzender des Vorstandes der Nordakademie, auf, die auch schon Dipl.-Ing. Klaus Bartram von der beauftragten Baufirma vor der Schlüsselübergabe nicht ohne einen Schmunzler stehen ließ: Es handele sich bereits um die achte Eröffnungsfeier an der Hochschule. Zwar hätte Professor Plate gerade geäußert, dass das Grundstück nun wirklich komplett bebaut sei und nichts mehr ginge - doch diese Aussage habe längst überall den Status "Running Gag" erreicht, Ähnliches habe der Vorsitzende des Vorstandes auch bei den zurückliegenden Eröffnungsfeiern immer betont. Elmshorns Verwaltungschef Volker Hatje kündigte zudem an, dass er sich ein Projekt für das Jahr 2015 auf die Fahne geschrieben habe. Er wolle erstmals als Stadt einen dualen Studiengang in Betriebswirtschaftslehre an der Elmshorner Hochschule ins Leben rufen.

Im Anschluss an die offizielle Feierstunde konnten sich die Gäste einen ausführlichen Eindruck von den neuen Gebäuden machen. Die Nordakademie hat insgesamt fünf Millionen Euro investiert, die aus Eigenmitteln der Trägergesellschaft stammen. Die beiden Neubauten bieten eine Nutzfläche von insgesamt fast 2700 Quadratmetern. Zu den Innovationen vor Ort zählt beispielsweise ein neues "Collaboration Lab" mit dem nicht nur über zwei große LED-Leinwände mit Videokonferenzen mit der Niederlassung im Hamburger Dockland zusammengearbeitet werden kann. Auch Arbeitsplätze zum "Pair-Programming" sind vorhanden. Master-Student Kai Hufenbach führte am Eröffnungstag unter anderem die Möglichkeiten der Arbeit mit einer sogenannten Oculus Rift-Brille vor. Das Modell für Entwickler führt den Studenten die Zukunft der virtuellen Realität quasi leibhaftig vor Augen. Das Produkt ist im Handel für Endverbraucher noch gar nicht zu bekommen. Das sogenannte "Developer Kit" soll es Softwarenentwicklern ermöglichen, ihre Produkte für diese virtuellen Realitäten zu optimieren. Zu den weiteren Vorführungen aus dem IT-Bereich zählten aber auch Beobachtungssimulationen im Testraum via Exe-Tracking-System und Face Reader, das sogenannte Card Board Engineering, der 3D Druck sowie der kollaborationsfähige Roboter.

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website der Elmshorner Nordakademie...

(Von Sascha Urbatzka, 14.01.15, 17:10 Uhr)

Jetzt kann das Schiff ein lebendiges Stück Elmshorner Geschichte werden

Kauf unter Dach und Fach

Foto: Strandmann

Freunde des Elmshorner Hafens und der "Klostersande" können aufatmen: Nicht nur die Politik sprach sich im Dezember für den Verbleib des ehemaligen Getreidefrachter der Köllnflockenwerke in seiner Heimatstadt aus, sondern nun wurde bei einem Notar in Hamburg der Kauf besiegelt. Der Förderverein um den Vorsitzenden Frank Lexau hat das Binnenmotorschiff am Freitag, 19. Dezember 2014, für 55.000 Euro vom Hamburger Eigner Andreas Bätjer erworben.

Auch die Ideen zur Nutzung sollen nun vorangetrieben werden: Die Politiker beauftragten die Verwaltung mit der Prüfung, ob und wie eine "qualitätsvolle Integration" des Schiffes in die Freiraumgestaltung rund um den Hafen möglich wäre. Auch soll die Verwaltung klären, welche späteren Nutzungen des Schiffes von der Stadt unterstützt werden könnten. Mit dem Beschluss hatte sich die Politik viel Zeit gelassen. Im November dieses Jahres wäre das Schiff um ein Haar wieder in Hamburg gewesen. Der Eigentümer wollte es an seinen eigenen Ponton verlegen lassen, weil er dort keine Liegegebühr zahlen muss. Ein Verkauf an den Verein wäre unwahrscheinlich geworden.

(Von Rainer Strandmann, Sascha Urbatzka, 19.12.14, 11:59 Uhr)

Viel Bewegung in der Vorweihnachtszeit im Elmshorner Einzelhandel

Schuh Armbruster in ehemaligen Budny

Foto: Urbatzka

Na, wer hämmert da so spät noch im ehemaligen Budnikosky-Laden mitten in der Elmshorner Königstraße? Dieses Foto entstand während der Weihnachtsparade am 5. Dezember am Abend. Das Plakat an der Scheibe deutet es an. Wer dort vorbeigeht und das kleine Logo nicht übersieht, der liest, dass dort die Schuhkette Armbruster neues Personal sucht.

Bereits am Donnerstag, 11. Dezember, öffnen sich die Pforten in den Räumen des ehemaligen Drogeriemarktes Budnikowsky gegenüber der Eisdiele mitten in der Königstraße. Dies wurde auf Anfrage unserer Zeitung durch die Betreiberfirma Eggers Schuh und Sport GmbH mit Sitz in Kappeln bestätigt. Das Unternehmen mit den Marken Schuh Eggers, Quick Schuh und Armbruster ist mit mehr als 75 Filialen im norddeutschen Raum vertreten.

Außerdem soll sich auch etwas in der ehemaligen Zweitfiliale von Rossmann in der Königstraße tun (direkt gegenüber dieses Fotos, nach einer Drehung um 180 Grad). Nach unseren Informationen sind die Verhandlungen mit einer großen Dessous-Kette bis zum Redaktionsschluss allerdings nicht zum Abschluss gebracht worden. Über Veränderungen in einer anderen Ecke gibt es bislang leider nur Spekulationen: In der ehemaligen Filiale des Rosenbäckers Holstenstraße/Ecke Schulstraße soll ein Bio-Laden eröffnen.

Last but not least soll nicht unerwähnt bleiben, dass zurzeit auch im Schaufenster links neben der New Yorker-Filiale mitten in der Königstraße fleißig gearbeitet wird. Wie wir gehört haben, soll es sich dort zwar nicht um eine neue Vermietung handeln, aber der zuletzt sehr verwahrloste Bereich wird aktuell neu dekoriert und optisch aufgewertet.

(Von Sascha Urbatzka, 06.12.14, 7:15 Uhr)

Weiterführende Informationen zum Thema:
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Elmshornerin besitzt über 500 besondere Gefäße aus Porzellan

Ein Herz für Dosen in Herzform

Foto: Urbatzka

Herzdosen aus Porzellan gibt es in nahezu jeder Größe - über 30 Zentimeter lang oder auch nur 1,2 Zentimeter klein. Natürlich gibt es auch total kitschige Exemplare, weiß Sammlerin Brigitte Amaning-Demudia (57). Die gehören zwar irgendwie dazu, doch sie ist eher auf die außergewöhnlichen Exemplare aus. Die Stücke, die aus zartem, dünnen Porzellan hergestellt sind, die filigranen, handgemachten Döschen haben es der Elmshornerin besonders angetan.

"Oder Herzdosen mit durchbrochenem Porzellan", schwärmt Amaning-Demudia. Damit meint sie Döschen, die vom Design so entworfen sind, dass offene Stellen zum Gesamtbild des Schmuckstückes dazugehören. Wo bekommt sie ihre Objekte der Begierde her? "Flohmärkte sind allesamt meine", lacht sie. Beim Bummeln weiß sie genau, wonach sie Ausschau halten muss. Selbst Ehemann Holger habe den Blick langsam perfekt drauf. Aber in Zeiten des Internets ist natürlich auch die Online-Recherche eine praktische Sache – so manches außergewöhnliche Döschen schaut sich die Elmshornerin auch im weltweiten Netz genauer an. Aber das ist nur ein Teil der Suche – wenn Brigitte Amaning-Demudia unterwegs ist, wird eben auch schnell einmal eine Herzdose mitgebracht. "Man muss halt nur gucken", sagt sie. Selbst auf der Expo 2000 habe sie damals ein Döschen erstanden.

In guter Erinnerung ist ihr auch ein Flohmarkt in Berlin kurz nach der Wiedervereinigung geblieben. Dort hat sie zwei ihrer eindrucksvollsten Döschen ersteigert – sie sind beide aufwendig verziert, die eine ist milchig-gelb, die andere bläulich-türkis. Schöne, alte Stücke. Die Serie des Herstellers Ernst Leitner ELW ist allerdings eigentlich ein Quartett – für Amaning-Demudia würden Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, käme wer mit den anderen beiden Döschen in hellblau und rosa um die Ecke. Wer nun rein zufällig nach dem Lesen des Artikels über eine Herzdose fällt und sie sogar schon entsorgen wollte, sollte besser zum Telefon greifen und die Redaktion unserer Zeitung informieren. Wir stellen gern den Kontakt zur fleißigen Elmshorner Herzdosen-Sammlerin her.

(Von Sascha Urbatzka, 28.11.14, 12:10 Uhr)

"Bücher auf Reisen": Modernes Hobby wird immer populärer

Bookcrossing - Treffen in Elmshorn

Foto Treffen Bookcrosser November 2014 Elmshorn
Foto: Urbatzka

Vor einigen Jahren waren es nur ein paar einzelne Bücherbegeisterte in Elmshorn oder Barmstedt, die gern Bücher auf Reisen schickten. Doch anno 2014 ist die Fangemeinde der "Bookcrosser" groß, deutschlandweit haben sich auf der zugehörigen Website mehr als 1,3 Mio. Nutzer registriert. Regelmäßig finden auch ganz reale Treffen in der Region statt, jüngst beispielsweise in Elmshorn (siehe Foto).

Doch wer sind diese Menschen eigentlich? Bookcrosser können es beispielsweise schwer mit ansehen, wenn ein ausgelesenes Exemplar im Regal ein tristes Dasein fristet. Aber es dann auf einem Flohmarkt verkaufen? Nein, das ist für die geselligen Leseratten nun auch keine wirkliche Option. Hier kommt die Internetplattform bookcrossing.com ins Spiel: Mit wenigen Klicks ist dort ein Buch registriert und mit einer sogenannten Buch-Identifikations-Nummer (BCID) versehen. Ein entsprechender Aufkleber wird unter dem Motto "Buch auf Reisen – Mitnehmen, lesen, freilassen" auf das Lesewerk aufgebracht und schon geht es los. Das macht Spaß, kostet nichts und bringt Kontakte.

Das System lebt natürlich vom Engagement des Finders. Wer ein Buch mit einem Bookcrossing-Vermerk findet, meldet auf der Website über die BCID, wann er es wieder auf die Reise geschickt hat – klappt alles, kann sich ein Roman problemlos auf einen Trip um die ganze Welt begeben. "Ich habe einmal im Urlaub im Hotel auf Rügen ein Buch ins Regal gestellt", erinnert sich Bookcrosserin Katrin Wieckhorst. "Wochen späterist es bei einer schwedischen Möbelkette in Stuttgart registriert worden." Das sind die Momente, die Bookcrosser besonders lieben. Auf der Website kann die Reise des Buches auf diese Art verfolgt werden – es ist eben nicht einfach weg, sondern irgendwie noch da.

Doch Bookcrossing ist nicht nur ein Hobby, das vor dem Computer stattfindet. "Bücher lesen, Menschen treffen" heißt es auf der Plattform. Mittlerweile gibt es Events wie "Bücherbäume" und mehr. Bäume? "Ja!", so die Bookcrosser weiter. Denn der Platz im Wald sei wirklich ein guter Tipp – dort fühlen sich Finder offenbar nicht beobachtet und schicken Bücher auch wirklich weiter auf die Reise. Wer nun Appetit auf das Hobby bekommen hat und selbst Bücher freilassen möchte, kann natürlich sofort im Internet beginnen. Natürlich freuen sich die Bookcrosser der Region auch darüber, wenn Interessierte zu ihnen Kontakt aufnehmen. Das geht über die Facebookgruppe oder auch persönlich – schonam Sonntag, 30. November, ab 14 Uhr, im Coffee Cero, Dingstätte 34, findet wider ein ganz reales Treffen statt.

(Von Sascha Urbatzka, 07.11.14, 15:10 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
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Hier geht's direkt zur Bookcrossing-Community...

Elmshorns Bürgermeister hängt an der Idee/Prüfung läuft

Ein Jugendcafé, das nichts kosten darf

Foto Bürgermeister Elmshorn Volker Hatje
Foto: Urbatzka

Irgendwie darf ein Jugendkonzept für Elmshorn nichts kosten, da der Haushalt der Stadt keine großen Sprünge hergibt. Andererseits hängt Bürgermeister Volker Hatje sehr an der Idee eines Jugendcafés - denn, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, bekommt man heutzutage die Teenager nicht über Jugendzentren abgeholt: "Jugendliche ab 14/15 Jahren wollen sich irgendwo treffen, die wollen chillen", so Hatje. Es müsste eine lockerere Treff-Möglichkeit her.

Nachdem allerdings bereits vor einigen Jahren 500.000 Euro in das Konzept des damaligen Apollo-Jugendzentrums gesteckt wurden und dies bekanntlich scheiterte, scheuten sich die Ausschussmitglieder verständlicherweise erneut so eine große Summe für einen neuen Plan bereitzustellen. "Apollo 2" wird es also in Elmshorn nicht geben. Doch - was tun?

Nun prüft die Verwaltung in alle Richtungen günstigere Optionen, um sie der Politik erneut vorzustellen. Dabei wurde im Ausschuss auch die Idee geäußert, in der "Klostersande" im Hafen von Elmshorn ein Jugendcafé einzurichten. Auch hier soll es daher nun konkrete Gespräche geben. Stadtrat Dirk Moritz betont, dass dazu alles offen sei und sich auch hier die Frage stelle, wie viel Geld investiert werden müsse. Frank Lexau vom Förderverein des Binnenmotorschiffes bestätigte auf HoWo-Anfrage, dass es in Kürze weitere Gespräche zur Zukunft der "Klostersande" geben werde. "Es gibt ganz viele Ideen, ein Jugendcafé wäre nicht die schlechteste", so der Geschäftsführer des Autohaus Elmshorn.

(Von Sascha Urbatzka, 10.10.14, 15:16 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website des Wahrzeichens Klostersande...

60 "Herzen gegen Schmerzen" aus dem Jahr 2013 komplett vergriffen

Patientinnen ein Herz schenken

Foto Initiative Brustgesundheit Elmshorn und Herzkissen
Foto: Urbatzka/Initiative Brustgesundheit

Bei der Vorstellung des neuen Herbst-Programms der Initiative für Brustgesundheit Elmshorn am Freitag, 29. August, standen nicht nur zahlreiche Veranstaltungen im Mittelpunkt, die das Netzwerk anbietet, damit Frauen eine Erkrankung frühzeitig erkennen bzw. nach einer Diagnose nicht allein gelassen werden, sondern auch eine besonders liebenswerte Aktion wurde besonders erwähnt, die "Herzen gegen Schmerzen" (siehe Foto unten).

Die weichen Kissen in Herzform sind für Frauen bestimmt, die an Brustkrebs erkrankt sind und werden am Brustzentrum im Regio Klinikum Elmshorn ausgegeben. Die fröhlich-bunten Kissen können nicht nur die Laune der Patientin heben - sie können ganz wunderbar unter den Arm geklemmt werden und dort den Wundschmerz nach der Operation lindern.

2013 fanden sich spontan viele fleißige Näher, die bei einer Nähwerkstatt 60 Kissen fertigten. Schon damals zeigte sich Dr. Christian Wilke von der Klinik für Gynäkologie überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft - doch, so erklärte er jüngst, der Bedarf an Kissen im Jahr liegt in Elmshorn bei etwa 120 Stück. Zurzeit sind schlicht keine Herzkissen mehr auf Lager. Wer das ändern möchte, kann nicht nur sofort ein fertiges Kissen im Frauentreff, Kirchenstraße 7, abgeben, sondern sich auch Freitag, 17. Oktober, fest in den Terminkalender eintragen. Ab 17 Uhr gibt es die Neuauflage der Nähwerkstatt im Industriemuseum, Catharinenstraße, bei der ausschließlich Herzkissen hergestellt werden. Eine Anmeldung wird dazu gern gesehen. Ansprechpartnerin der Aktion ist die Gleichstellungsbeauftragte Maren Schmidt, Tel. (04121) 231357, E-Mail: gleichstellungsbeauftragte[at]elmshorn.de

(Von Sascha Urbatzka, 29.08.14, 16:05 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website der Aktion "Herzen gegen Schmerzen"...

Grömitz zieht im Finalkampf allen anderen Städten davon

Kampf der Bürgermeister

Foto Moderatorin Vèrena Püschel beim Wetteinsatz
Foto: Urbatzka

Die Stadtwette der diesjährigen NDR-Sommertour am 9. August war für die Elmshorner keine Hürde: Souverän bauten sie eine Brücke aus Schwimmflügeln über die Krückau. Der Deal war: NDR 1 Welle Nord und das Schleswig-Holstein Magazin tippten, dass die Bürger von Elmshorn es nicht schaffen, innerhalb von 20 Minuten eine 20 Meter lange Brücke aus Schwimmflügeln, Luftmatratzen und Gummitieren über die Krückau zu legen. Doch die Krückaustädter waren fix bei der Sache. Bereits fünf Minuten vor der Zeit lag die fertige Schwimmflügelbrücke im Krückauwasser und musste von den Helfern des THW nur noch fixiert werden. Zu unserer Fotogalerie vom Wetteinsatz geht es direkt hier...

Am 23. August galt es, das Finale in Grömitz zu gewinnen: Der Stadtrat Dirk Moritz (Bürgermeister Volker Hatje ist im Urlaub) hatte es bei der Abschlussveranstaltung der Tour in Grömitz in der Hand, für Elmshorn einen sensationellen Preis zu gewinnen. Doch es sollte nicht sein. Mit deutlichem Vorsprung sicherten sich die Lokalmatadoren aus Grömitz den Sieg.

Die Aufgabe war durchaus lösbar: Zunächst musste die Elmshorner Delegation ein Feuerwehrauto aus 36 Strohballen errichten und danach von dort über eine historische Wasserspritze einen Tennisball treffen.

(Von Sascha Urbatzka, 04.08.14, 16:01 Uhr, aktualisiert: 09.08.14, 21:10 Uhr, erneut aktualisiert: 10.08.14, 12:30 Uhr, 23.08.14, 19:56 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Website des NDR mit den Sommertour-Infos...
Hier geht's zu unserer Fotogalerie vom 9. August...

Karte des ADFC Elmshorn listet 78 Mängel in der Stadt

Die Radwege: Es gibt viel zu tun

Foto Mängelkarte ADFC Elmshorn Juli 2014

Sicher, bei fast 80 Mängeln in einer Gesamtkarte zur Fahrradsituation in Elmshorn wird niemand von der Verwaltung erwarten können, dass alles umgehend abgestellt wird. Schließlich sind da auch bauliche Klopper dabei. Es seien dafür exemplarisch nur der Mangel an der Ollnsstraße oder am Flamweg erwähnt. In beiden Straßen gibt es keinen Fahrradweg (Flamweg südlicher Teil). Radfahrer brettern über die Gehwege. Doch beispielsweise in der Ollnsstraße gibt es noch ganz andere Probleme - die Straße ist insgesamt in desolatem Zustand.

Aber die Karte des ADFC, Ortsgruppe Elmshorn, die seit Sommer 2013 existiert, listet auch Dinge, die ohne große Millionenbeträge abgestellt werden könnten. Da ist zum Beispiel ein Sackgassenschild in der Hinterstraße hinter dem famila-Markt, das schlicht falsch aufgestellt ist. Da die Straße für Fußgänger und Radfahrer gar keine Sackgasse darstellt, sollte es so ein Schild eigentlich anzeigen - es müsste korrekt ausgetauscht werden. Schlimmer noch dürfte aber der Mangel "Poller vor dem ehemaligen Kibek-Hochhaus an der Reichenstraße" sein. Insgesamt neun dicke Steinpoller stehen dort zwischen Rad- und Fußweg. Hinzu kommt, dass die Straßenlaternen dort so aufgestellt sind, dass abends so gut wie kein Licht dorthin fällt. Im Klartext: Manch ein Fahrradfahrer bemerkt diese Ungetüme im Dunkeln sehr spät. Eine gefährliche Sache. Die Poller müssten dort einfach weg. Angesichts der Kanalarbeiten, die etwa 100 Meter weiter die Straße hinunter in Höhe Osterfeld zurzeit stattfinden, soll dort mancher Elmshorner auch schon die Worte auf den Lippen gehabt haben: "Wie wäre es, einfach einmal den Baggerfahrer darum zu bitten, in diesem Bereich etwas unsanft zurückzusetzen."

Angesichts der Tatsache, dass in der Stadt die Emotionen bezüglich des Radverkehrs auf der Straße ebenfalls hochkochen (es gibt Befürworter und Gegner von Fahrradschutzstreifen), wird es wohl auch in Zukunft in Elmshorn bezüglich der Situation für Radfahrer nicht langweilig.

(Von Sascha Urbatzka, 18.07.14, 14:14 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Mängelmelderseite des ADFC Elmshorn...
Hier geht's zur Seite der Stadt bezüglich der Fahrradschutzstreifen...
Hier gehts zur Aktionsseite "Stadtradeln"...

Eine Rathaus-Geschichte, die sich nach 50 Jahren wiederholt

Langes Ringen um den Standort

Foto Rathaus-Bau Elmshorn 1964
Foto: Stadtarchiv

Karl-Marx-Platz oder Propstenfeld – wohin soll das Rathaus? Diese Frage spaltete vor einem halben Jahrhundert die Elmshorner Politik. Am Ende setzte sich die SPD mit ihrem Antrag für das Propstenfeld durch. 50 Jahre später wiederholt sich ein Teil der Geschichte. Wieder suchen die Politiker nach dem besten Standort für ein Rathaus. Anders als damals gibt es aber das große Bestreben, eine gemeinsame, fraktionsübergreifende Lösung zu finden. Erklärtes Ziel ist es, die Standort-Entscheidung noch vor dem Sommer zu treffen.

Drei Standorte rund um den Buttermarkt werden derzeit noch genauer auf ihre Eignung untersucht. Die Ergebnisse sollen in den nächsten Wochen vorliegen, damit der Sonderausschuss Rathaus seine Standort-Empfehlung noch rechtzeitig vor den Ferien ans Stadtverordnetenkollegium geben kann. Genau 50 Jahre nach der Grundsteinlegung könnte es nun passieren, dass die Politik ihren Beschluss von damals korrigiert und ein neues Rathaus am Buttermarkt, dem früheren Karl-Marx-Platz, errichten lässt. Denn am liebsten sähe die Politik das neue Verwaltungsgebäude an der Ecke Schauenburgerstraße/Vormstegen. Ob es dabei bleibt, dürfte auch von den noch ausstehenden Ergebnissen abhängig sein. Auf die lange Bank schieben können die Stadtverordneten die Entscheidung nicht. Denn allmählich drängt die Zeit: Die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im bestehenden Rathaus mit nicht funktionierenden Fenstern und ungeschützt einstrahlender Sonne im Sommer gelten schon länger als nicht mehr zumutbar. Doch investiert werden soll nicht mehr.

(Von Rainer Strandmann, 25.04.14, 11:16 Uhr)

Kirchenkreis stellt aktualisierte Pläne für Zentrum in Elmshorn vor

Neubau der Kirche beginnt 2015

Visualisierung Projekt Kirchliches Zentrum Elmshorn
Foto: GRS Reimer Architekten

Die Verantwortlichen des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf haben die Pläne für das kirchliche Zentrum an der Kirchenstraße in Elmshorn mächtig frisiert. Nun wurde quasi die Version 2.0 vorgestellt.

Das Vorhaben wurde von fünf auf vier Geschosse abgespeckt, die Fassade deutlich besser auf die Kirchenstraße abgestimmt. Auch wer einziehen soll, steht fest. "Wir halten diesen Neubau für eines der wichtigsten Vorhaben des Kirchenkreises in diesem Jahrzehnt", sagt Propst Dr. Thomas Bergemann. "Die Finanzierung steht, und die Synode hat den Weg mit einem positiven Entschluss geebnet."

Für den Neubau in der Kirchenstraße 1-3 soll Anfang kommenden Jahres das bestehende Gebäude weichen. Direkt danach soll mit den Arbeiten begonnen werden, 2016 alles fertig sein. 6,9 Millionen Euro lässt sich der Kirchenkeis das Zentrum kosten, das "ein Ort mit einem breiten geistlichen, sozialen und kulturellen Angebot mitten in Elmshorn werden soll". Als kirchliche Dienste und Werke werden einziehen: Jugendwerk und Frauenwerk, Ökmenische Arbeitsstelle, Arbeitsstelle Strategisches Fundraising und Kita-Fachberatung. Hinzu kommen Büros für die Kirchengemeinde St. Nikolai und die Pfarrstelle Evangelische Bildungsarbeit und Spiritualität, den Kirchenkreis und den Kirchengemeindeverband Elmshorn.

Im Herzen des Gebäudes entstehen ein Gemeindesaal und das Diakonie-Café. Unter dem Dach sollen 23 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung, die in einer Gemeinschaft leben, gebaut werden. Kooperationspartner dafür sind die Glückstädter Werkstätten. Im Erdgeschoss wird eine Gewerbefläche für einen Laden geschaffen. Der Bauantrag für das gesamte Vorhaben soll laut Projektmanager Sven Vierenklee im Sommer vorliegen.

(Von Rainer Strandmann, 07.03.14, 12:10 Uhr)

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Konzert-Hammer: Echo-Preisträger geben Kirchenkonzert im August

Die Wise Guys singen in Elmshorn

Foto Sari Wise Guys
Foto: Urbatzka

Wenn das nicht mal die Nachricht des Jahres für alle Wise Guys-Fans der Region ist: Die Vokal-Pop-Formation, die im März 2013 mit dem Echo ausgezeichnet wurde, kommt am Montag, 25. August 2014, zu einem Konzert in die Krückaustadt.

"Ja", bestätigt das Wise-Guys-Büro in Hürth auf unsere Anfrage hin. "Es werden alle vor Ort sein". Klar, dass so ein Konzert im Gotteshaus nicht ganz so laute Klänge wie ein Open Air bieten soll, daher wird es eher ein balladenlastiges Programm der Musiker geben. Aber das dürfte Fans erst recht freuen - ob Songs wie "Romanze" oder "Nur für dich" - auch da wird für jeden etwas dabei sein.

Nach unserer Berichterstattung, ging das mit dem Vorverkauf für das Konzert allerdings rasch - die Veranstaltung in der Thomaskirche ist ausverkauft. Für absolute Fans haben wir aber einen heißen Tipp: Am Dienstag, 26. August, singen die Wise Guys auch noch in Itzehoe.

(Von Sascha Urbatzka, 14.02.14, 09:38 Uhr, aktualisiert am 18.02.14)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website der Wise Guys mit den Konzertterminen...
Hier gibt es unsere Fotogalerie mit Bildern vom Kirchentagskonzert 2013...

Als beim Elmshorner Russell Videgrain die Enten durch die Küche flogen

Kochen auf der "Queen Elizabeth 2" und für die britische Elf

Foto Russell Videgrain Wimpel
Foto: Meisberger

Sechs Jahre arbeitete Russell Videgrain im Grand Jersey. Sein Chef Hans Kleis war es, der mit seinen Geschichten vom Leben und Arbeiten auf hoher See das Interesse des jungen Kochs weckte. Der damals 22-Jährige bewarb sich für einen Job auf der "Queen Elizabeth II" – und bekam ihn.

"Ich arbeitete als 'Demi Chef de Partie' auf dem Schiff", so Videgrain, der zwei Jahre zur 1000 Mann starken Crew des Kreuzfahrtschiffes zählte. Videgrain war einer von 100 Köchen an Bord, die die fast 2000 Passagiere in den vier Restaurants mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgten. Vier Monate Arbeit, einen Monat frei – von 7 Uhr morgens bis in die Nacht stand der Engländer in der Küche. Seekrank wurde er nie, aber ein dreitägiger Sturm im Nord-Atlantik ist ihm in besonderer Erinnerung geblieben. Als Hummer und Enten aus den Kühlschränken flogen und durch die Küche purzelten, "mussten wir zur Sicherheit das Kochen einstellen", erinnert sich Videgrain. Kurzfristig wurde auf Sandwiches umgestellt. Von Southampton, über Rio de Janeiro, Boston bis ins australische Sidney – "ich bin mehrfach um die ganze Welt gereist", sagt der 43-Jährige, den es auch privat immer wieder in die Ferne getrieben hat.

Zurück an Land führte Videgrains Weg über seine Heimat Jersey, nach Birmingham ins Hyatt Regency. Dort erhielt er nicht nur die Auszeichnung "Midland Chef of the Year", sondern lernte auch Roger Narbett, Chefkoch des englischen Fußball-Nationalteams, kennen. Als Videgrain 2002 wieder auf Jersey arbeitete, rief ihn Narbett einen Monat vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea an, und fragte, "ob ich beim Turnier für die Nationalmannschaft kochen will", so der 43-Jährige. Für den leidenschaftlichen Koch und Fußballfan eine tolle Chance.

Mit Pasta, Hühnchen und Salat, aber auch Steak, Karottensuppe oder Pudding und Eis zum Nachtisch – ein mit dem Trainerstab um Englands Nationalcoach Sven Göran Eriksson abgestimmter Speiseplan sollte die Grundlage für den WM-Titel bilden, "aber wir verloren knapp mit 1:2 gegen Brasilien im Viertelfinale", sagt Videgrain. Ein Schicksal, das er noch drei weitere Male mit David Beckham und Steven Gerrard, aber auch später mit Wayne Rooney & Co. teilte. Denn nach der WM in Fernost kochte Videgrain auch bei der Europameisterschaften in Portugal (2004) und bei der Weltmeisterschaft in Deutschland (2006). Bei beiden Turnieren zogen die Engländer gegen Portugal im Elfmeterschießen den Kürzeren. 2007 begleitete der 43-Jährige dann die U17 zur WM in Südkorea. Doch trotz seiner Kochkünste kam das Aus – "mit 1:4 gegen Deutschland."

In Deutschland hat er nun seinen nächsten Lebensabschnitt begonnen – genauer gesagt in Elmshorn. Kochen will er weiterhin, aber auch Neues ausprobieren. Gemeinsam mit Anita Dobrinski vom gleichnamigen Privatlehrinstitut plant er, "English Tea Time"-Nachmittage anzubieten, um bei Tee, kleinen Leckereien und Geschichten sich der englischen Sprache zu nähern (nähere Infos dazu ab März unter www.privatlehrinstitut.de). In der Zukunft könnte er sich aber auch vorstellen, für Menschen zu kochen, "die weniger Glück im Leben hatten als ich", sagt Videgrain. Im Fußball gebe es aber auch eine Option: "Chefkoch bei Manchester United!"

(Von Mario Meisberger, 31.01.14, 12:10 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's zur Website des Privatlehrinstituts...
Hier gibt es Informationen über das Schiff "Queen Elizabeth 2"...

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