Elmshorns Wahrzeichen wird weiter aufwendig saniert

Der Sandstein-Farbton ist beschlossen

Foto Fassade neu 2019 Weiße Villa Elmshorn
Foto: Urbatzka

Der Entscheidung des Stiftungsrates am Donnerstag, 27. Juni 2019, waren viele Beratungen und Absprachen mit der Denkmalschutzbehörde voraus gegangen. Die Beschlüsse zur Maßnahme aus den Jahren 2016 und 2018 sehen vor, dass auf der Grundlage des Modernisierungsgutachtens aus dem Jahr 2015 verfahren wird. Und dieses stellt fest, dass die Weiße Villa erst seit den 1950er Jahren wirklich weiß wurde - der ursprüngliche Farbton des Gebäudes wird in dem Gutachten als sandstein- bzw. ockerfarbig beschrieben. Dieser eher beige Farbton sei damals auch typisch für die Zeit gewesen. So war es in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt auch klar, dass ausdrücklich eine Wiederherstellung der bauzeitlichen Farbfassung anzustreben ist.

Dieser Farb-Kompromiss, der mit der Behörde aufwendig abgestimmt wurde, ist zurzeit an der Weißen Villa im vorderen linken Bereich von der Straße aus zu sehen (hinter dem Gerüst). "Nachdem ich den Anstrich gesehen habe, habe ich entschieden, die Sitzung des Stiftungsrates einzuberufen", so Bürgermeister Volker Hatje. Sein ganz persönlicher Eindruck: "Ich bin davon ausgegangen, dass es heller ist, nicht so, wie es eben jetzt ist." Danach wurde die Sitzung für die Beratung der einzelnen Fraktionen gegen 18.20 Uhr unterbrochen.

Danach trat Uwe Köpcke, Vorsitzender des Kuratoriums zur Erhaltung von Kulturdenkmalen und zugleich auch Fachsprecher der SPD-Fraktion zum Thema ans Mikrofon und erklärte: "Wir haben uns zuvor ausführlich damit befasst und ich bin etwas überrascht, dass es nun hier zur Debatte gestellt wird. Wenn es um die Frage der Denkmalpflege geht, sollte man auf Experten hören. Ich kann nur an Sie appellieren, dem vorgelegten Beschluss zu folgen. Die Alternative gibt es gar nicht."

Danach gaben die Fraktionen ihre Statements ab. Für Bündnis 90/Die Grünen trat Kirstin Schiebuhr zunächst ans Pult: "Wir haben augenscheinlich keinen Handlungsspielraum, wir können daher damit leben, wie es jetzt ist." Arne Klaus sagte für die SPD: "Wir werden dem Vorschlag, so wie er ist, folgen. Uns ist wichtig, dass es voran geht. Wir wollen den Kompromiss mit dem Denkmalamt nicht gefährden. Auch wir können mit dem Kompromiss leben." Weiter ging es mit Jens Petersen von der FDP: "Ich fühle mich der Bevölkerung verpflichtet, die Bevölkerung möchte eine Weiße Villa." Seine Fraktion werde dagegen stimmen. Und schließlich sagte Jan Berning für die CDU: "Wir werden dem Beschlussvorschlag im Original zustimmen. Wir sind auch der Meinung, man muss keine Großbaustelle in die Länge ziehen. Unserer Meinung nach wird nach Befund instandgesetzt."

Schließlich kam es zur Abstimmung: Gegen die vier Stimmen der FDP stimmten alle anderen Mitglieder des Stiftungsrates dafür, alles bei der Ausarbeitung zu belassen. Beschlossen wurde: "Der im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Weißen Villa in Elmshorn, Schulstr. 36, erforderliche Farbanstrich der Fassade, der Fenster, des Magistratsaales sowie weiterer Bauteile erfolgt in den mit der Denkmalschutzbehörde des Landes Schleswig-Holstein abgestimmten Farbtönen."

Nun... letztere sind nicht weiß, sondern eben sandfarben.

(Von Sascha Urbatzka, 28.06.19, 11:45 Uhr)

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