Stadt Elmshorn stellte 13.000 Euro bereit

Kapelle wird dadurch aufgewertet

Foto Kapelle Orgel Friedhof Elmshorn
Foto: Urbatzka

Ab sofort erklingt auf dem Friedhof der Stadt Elmshorn, Stabeltwiete in Kölln-Reisiek, eine Pfeifenorgel der Firma Alfred Führer, Baujahr 1964, bestehend aus sechs Registern, rund 500 Pfeifen. Kreiskantor Kristian Schneider, auf dem Foto in der Mitte (mit Assistenzkantorin Britta Heyland, Kantor Jan Rohloff, Friedhofsverwalter Hermann Stieler und Betriebshof-Sachgebietsleiter Jürgen Kölln), konnte das Instrument in Kiel ausfindig machen. Diesbezüglich hatte er intensiv auch mit Orgelbauer Kurt Quathamer aus Bordesholm zusammengearbeitet, der die Orgel in der Landeshauptstadt pflegte.

Dort wird die Claus-Harms-Kirchengemeinde umstrukturiert, eines der Kirchengebäude künftig als Kindertagesstätte genutzt, die Orgel wurde zum Verkauf angeboten. "Ich habe wahnsinnig lange gesucht", erklärt Schneider, den das Projekt einer Orgel für die Kapelle schon seit rund zwei Jahren begleitete. Der Markt für gebrauchte Orgeln sei überhaupt nicht das Problem gewesen – aber die Maße. Orgeln seien immer Unikate, genau für die jeweiligen Räume angefertigt. Da müsse eben alles passen, nicht nur der Klang. Und letztlich habe ein Instrument her gemusst. "Wenn bei der alten Digitalorgel der Kapelle vom einen auf den anderen Tag etwas ausgefallen wäre, hätte es gar kein Ersatzteil mehr dafür gegeben."

Insgesamt 13.000 Euro hatte die Stadt Elmshorn für die Anschaffung bereitgestellt, die alte Digitalorgel der Kapelle darf damit nun in Rente gehen. Die Orgel aus Kiel steht nun in einer Nische der Kapelle des Elmshorner Friedhofs in Kölln-Reisiek. "Mit dem Aufstellungsort bin ich glücklich - es ist so, wie es in einer kleinen Kirche wäre", so der Kantor weiter. Ein nagelneues Instrument sei nicht im Budget gewesen. Für so etwas hätten schätzungsweise 80.000 Euro gestemmt werden müssen. Die Führer-Orgel ist nun quasi die Mini-Schwester der Orgel der Lutherkirche in Elmshorn - auch dort sorgt eine Führer-Orgel für den sakralen Klang.

Erstmals öffentlich kann die Orgel am Totensonntag, 24. November 2019, um 14 Uhr im Rahmen einer Andacht gehört werden. Eine musikalische Einweihung ist zudem für Januar 2020 ebenfalls geplant. "Der Raum wird durch das Instrument wesentlich sakraler", freut sich Schneider. Zudem wurde das Instrument klanglich an den Raum angepasst - mehr Bässe, etwas weniger Höhen.

(Von Sascha Urbatzka, 08.11.19, 11:59 Uhr)

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