Elmshorner Projekt

11.01.2021

Friedenseichen: Zuschüsse von 18.000 Euro zugesagt

Foto: Eine Friedenseiche steht seit 2003 in Elmshorn an der Straße Lehmkuhlen. (Marn)

Elmshorn „Wenn jede Stadt eine Friedenseiche hat, ist es eine Bereicherung“, sagt Projektleiterin Barbara Marn. Die Eiche stehe für Frieden, Mut, Stärke und Ausdauer. In diesem Sinne solle das Projekt die friedliche Kommunikation und Inklusion fördern.

Unter Schirmherrschaft von Fronzek wurde 2003 erste Friedenseiche gepflanzt

Es trägt den Titel „Wir pflanzen Friedenseichen“ und soll an eine Aktion der ehemaligen Elmshorner Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek anknüpfen: Unter deren Schirmherrschaft wurde 2003 eine Friedenseiche an der Straße Lehmkuhlen gesetzt.

Kinder und Jugendliche sollen Bäume setzen

Barbara Marn verfolgt die Idee, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Bäume nach der Pandemie in festlichem Rahmen setzen. Die Unterstützung älterer Menschen ist erwünscht. Die Bürgermeister der jeweiligen Kommune sollen die Schirmherrschaft übernehmen und an den Bäumen Plätze der Begegnung schaffen. Beabsichtigt ist, dass Schulen, Vereine und Initiativen Patenschaften übernehmen. Marn sucht Unterstützer bei der Umsetzung, Sponsoren und Bürgermeister, die sich für die Idee begeistern.

Ministerpräsident Daniel Günther schrieb Grußwort für die Aktion

Barbara Marn (80) und ihr Ehemann Horst Marn (81) riefen die Aktion „Wir pflanzen Friedenseichen“ im August ins Leben. Seither holte das Paar viele Partner ins Boot: Die Bingo-Umweltlotterie sagte einen Zuschuss von 17.000 Euro zu. Die VR Bank in Holstein will 1000 Euro beisteuern. Ministerpräsident Daniel Günther schrieb ein Grußwort. Er führt darin aus, dass das Land seit mehr als 20 Jahren mit Mitteln der Bingo-Lotterie bürgerschaftliche Projekte fördere. „Es geht um Engagement, wie es der Einwandererbund zeigt. Seine Mitglieder setzen sich für Respekt, Wertschätzung und die Bewahrung der Umwelt ein.“

Unternehmer wollen unterstützen

Auch praktische Hilfe steht bereit: Die Baumschule Heydorn Söhne in Klein Nordende will die ersten beiden siebenjährigen Eichen spendieren. Der Elmshorner Holz- und Baustoffhandel Holz Junge kündigte an, Material zum Befestigen der jungen Bäume zu stiften.

Erste Termine standen schon fest

Barbara Marn zurrte fünf Pflanztermine fest, die aufgrund des Corona-Lockdowns aber entweder nicht stattfanden oder auf der Kippe stehen. Im Herbst sollte jeweils eine Eiche in Barmstedt auf einer Blühwiese am See und in Büsum gesetzt werden. Für dieses Frühjahr waren Pflanzungen in Schenefeld (Kreis Pinneberg) und Heide in Holstein vorgesehen. Im kommenden Herbst sollte eine Friedenseiche in Wedel Wurzeln schlagen. Gespräche führte das Ehepaar Marn zudem mit einer Kommune in Süddeutschland.

Ziel: Frieden in die Welt senden

Abgesehen von Corona bedroht aber noch ein zweiter Grund den Erfolg des Projekts: Barbara Marn ist erkrankt. „Wir machen uns langsam Gedanken darüber, ob jemand mitwirkt oder die Projektleitung übernimmt“, sagt Horst Marn. Seine Ehefrau betont: „Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir Menschen aufmerksam machen und Frieden in die Welt hinaussenden.“ Wer den Einwandererbund bei dem Projekt unterstützen will, meldet sich bei Ehepaar Marn unter Telefon (04121) 92887, (0175) 8925371 oder per E-Mail an die Adresse marnupartner[at]t-online.de. (Von Jan-Hendrik Frank)