Klein Nordender Schäfer berichtet von Horrorszenen

Rabenkrähen töten Schafe

Foto Schäfer Stefan Johannsen Krähenangriff Schafe
Foto: Strandmann/Bethe

In Hitchcocks Horror-Klassiker "Die Vögel" aus dem Jahr 1963 waren es erst Möwen, dann Sperlinge und am Ende riesige Scharen von Krähen, die Menschen angriffen. Im Oktober dieses Jahres fielen Elstern immer wieder über eine Kuhherde bei Kassel her, hackten Fleisch aus Euter und Anus der wehrlosen Tiere. Und nun Elmshorn.

Der Klein Nordender Schäfer Stefan Johannsen beklagt den Verlust gleich mehrerer Mutterschafe. Sie grasten vor den Toren Elmshorns auf Wiesen am Katastrophenweg. Dort seien sie Opfer von Rabenkrähen geworden, die ihnen die Augen aushackten oder direkt Fleisch aus den Weichteilen rissen. Einzelfälle, so Johannsen, der auf Flächen von Elmshorn bis Kaltenkirchen 400 Mutterschafe hält, habe es schon vor Jahren gegeben. "Aber so schlimm war es noch nie", sagt auch seine Ehefrau Manuela Bethe.

"Lämmer, die hier geboren werden, müssen sofort reingeholt werden, sonst haben sie keine Chance", sagt der Elmshorner Landwirt Klaus Peter Thormählen, auf dessen Weiden die Tiere stehen. Thormählen sagt: "Die Krähen fressen alles." Beim Mähen habe er nur allzu häufig ein schreckliches Schauspiel beobachtet. Krähen würden junge Hasen ergreifen und aus zehn Metern Höhe fallen lassen. Der Landwirt: "Die spielen die zu Tode. Es ist grausam."

Alle drei machen die große Population an Krähen in Elmshorn dafür verantwortlich. "Man muss sie nicht ausrotten", sagt Thormählen, aber deutlich reduzieren." Er rät, Kalkeier in die Nester zu legen, damit sich die Vögel nicht weiter vermehren und die Zahl langfristig zurückgeht.

Johannsen unterstreicht, dass es nicht die Saatkrähe ist, die Schafe so angreift, dass diese elendig ums Leben kämen. Die Vorfälle gingen auf das Konto der Rabenkrähe. Laien würden diese allerdings nicht auseinanderhalten. Johannsen, Bethe und Thormählen hoffen nun, dass es Elmshorn gelingt, die Zahl der Rabenvögel einzudämmen. "Wer deren Opfer sieht, dem bricht es das Herz", sagt Johannsen.

(Von Rainer Strandmann, 21.11.17, 10:15 Uhr)

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