PS-Kräftemessen in Heede kann nicht stattfinden

Trecker Treck 2017 fällt endgültig aus

Trecker Treck Heede
Foto: Holweg

Rund 150 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein und Hamburg erwarteten die Organisatoren des Trecker-Trecks in Heede. Zunächst musste die Veranstaltung am 8. September kurzfristig aufgrund der Witterungsverhältnisse vom 9. September 2017 auf Sonnabend, 16. September 2017, verschoben werden, nun wurde ganz abgesagt. Die Bodenverhältnisse lassen die Veranstaltung nicht zu. Normalerweise war geplant, dort in neun Gewichtsklassen zum 13. Mal das Kräftemessen der PS-Protze zu absolvieren.

(Von Timan Holweg, Mario Meisberger, 07.09.17, aktualisiert: 08.09.17, 14:10 Uhr. aktualisiert: 15.09.17, 10:01 Uhr)

Am 29. Februar 2016 herrschte im Kreißsaal in Pinneberg Betrieb

7 Schalttagsbabys zur Welt gekommen

Foto Luftballons Himmel Elmshorn
Foto: Strandmann

Die erste junge Dame wollte gar nicht lange warten: Bereits um 0.18 Uhr kam das Mädchen zur Welt. Danach war es zunächst am Schalttag, Montag, 29. Februar 2016, wieder ruhig im Kreißsaal des Geburtszentrums Pinneberg. Doch als später ein Junge um die Mittagszeit folgte, ging es dann Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur 45 Minuten folgten mit Eileen, Alexander und Alara wieder ein Mädchen, ein Junge und ein weiteres Mädchen. Insgesamt sind im Geburtszentrum der Regio Kliniken in Pinneberg anno 2016 sieben Schalttagbabys geboren worden. Die vier Mädchen und drei Jungen erblickten zwischen 0.18 Uhr und 19.38 Uhr das Licht der Welt und können künftig einen ganz besonderen Geburtstag feiern.

"Im Schnitt werden im Geburtszentrum der Regio Kliniken drei bis vier Kinder am Tag geboren", teilt Pressesprecher Sebastian Kimstädt mit. "Sieben Kinder an einem Tag kommt schon mal vor, dass die aber ausgerechnet alle am 29. Februar zur Welt kommen, ist schon ungewöhnlich. An so viele Geburten an einem Schalttag kann ich mich nicht erinnern", so die Leiterin der Wochenstation, Marion Wirsching. Bis Ende Februar verzeichneten die Hebammen seit Jahresbeginn 226 Neugeborene. Das sind zwölf Prozent mehr als in normalen Jahren. Allen frischgebackenen Müttern und Vätern wünscht das Team der Holsteiner alles Gute - und mächtig viel Spaß!

(Von Sascha Urbatzka, 01.03.16, 15:45 Uhr)

Hundehalter Oliver Clasen meldete Vorfälle der Polizei

Frikadellen als Falle für Hunde

Foto Hundehasser Warnung Tornesch
Foto: Strandmann

Labrador "Aron" (6) liebt die Gassi- und Spaziergänge in Tornesch. Wie seine Artgenossen tollt er herum, schnüffelt und frisst, was ihm lecker erscheint. Das wäre ihm am Freitag fast zum Verhängnis geworden. Halterin Frauke Clasen war mit "Aron" auf der üblichen Abendrunde, als dieser direkt vor ihrer Auffahrt am Wachsbleicher Weg eine Frikadelle entdeckte und anfing, diese sofort zu verspeisen. Als Clasen versuche ihm diese zu entreißen, hatte sie zu ihrem Entsetzen das Stück einer Rasierklinge in der Hand. Sie reagierte geschockt. "Meine Frau war sehr aufgebracht", schildert Ehemann Oliver Clasen.

In großer Aufregung fuhren sie zum Tierarzt. Dort ergab eine Röntgenaufnahme, dass "Aron" zum Glück nichts verschluckt hatte. Kurz vorm Schlafen drehte Frauke Clasen eine weitere Runde mit "Aron". Und wieder war dieser dem Tod nah. Etwa 100 Meter vom Grundstück entfernt entdeckte der Labrador eine weitere mit einer Rasier- klinge präparierte Frikadelle, die Clasen ihm gerade noch entwenden konnte. "Wer tut nur so etwas Gemeines?", fragt sich nicht nur Oliver Clasen. Der Berufsfeuerwehrmann, der seit rund sieben Jahren in Tornesch wohnt und das Viertel bislang als "friedlich" kennen lernte, brachte sofort Warnplakate in der Straße und der Nachbarschaft an.

Zu spät für eine Frau, die mit ihrem Hund in einem Verbindungsweg der Straße an der Kita unterwegs war. Auch dieser Fund ging glücklicherweise glimpflich aus. "Die Unsicherheit bleibt jedoch", sagt Clasen, der es beruflich gewohnt ist, Krisen zu meistern. Warum ausgerechnet in dem Viertel ein Hundehasser so fies zuschlägt, kann er sich nicht erklären. Die meisten Bürger sammelten dort die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ein. Auch von aggressiven Tieren sei ihm nichts bekannt. Das Ehepaar Clasen zeigte den Anschlag auf die Tiere an. Gleiches soll die ebenfalls betroffene Frau getan haben. Zudem meldeten Clasens die Fälle dem Giftköder-Radar. Größere Spaziergänge unternehmen sie nur noch außerhalb, Abendrunden nur noch mit heller Lampe, um immer zu sehen, woran "Aron" schnüffelt.

(Von Rainer Strandmann, 17.11.15, 12:10 Uhr)

Hundesteuer im Kreis Pinneberg unterscheidet sich deutlich

Auf den Hund gekommen?

Foto Hund Sportplatz
Foto: Holweg

An der Hundesteuer reiben sich seit jeher die Gemüter. Bei jeder Erhöhung entbrennt die Diskussion darüber, warum diese überhaupt erhoben wird, wenn doch etwa für Katzen nichts zu zahlen ist. Hunde seien ihrem Besitzer sehr viel leichter zuzuordnen als Katzen, die auch frei leben könnten, verlautet dazu aus Verwaltungskreisen. Allerdings ist auch die Höhe der Hundesteuer ein massiver Streitpunkt. Denn die Summe legt jede Kommune selbst fest – und die Unterschiede sind frappierend. Während in Uetersen 120 Euro pro Jahr für den ersten Hund fällig sind, sind es in den nicht weit entfernten Ortschaften Seester und Seestermühe gerade mal 30 Euro. Als Paradies für Hundehalter darf Raa-Besenbek gelten: Dort ist nach Auskunft aus dem Amt Elmshorn-Land gar nichts zu zahlen. Auch die Größe einer Kommune sagt nicht zwingend etwas über die Höhe aus. Elmshorn verlangt 90 Euro – das viel kleinere Osterhorn 120 Euro. Einige weitere Werte: In Klein Nordende sind 35,50 Euro fällig, in Seeth-Ekholt 70 Euro, in Bokel 50 Euro, in Westerhorn 84 Euro.

(Von Rainer Strandmann, 23.06.15, 10:30 Uhr)

Gemeinde prüft Kündigung des Vertrags mit Barmstedt

Bokholt: Schule eigenständig?

Foto Grundschule Bokholt-Hanredder
Foto: Strandmann

In Bokholt-Hanredder berät die Politik am 16. Juni darüber, ob wieder eine Eigenständigkeit beantragt werden soll. Seit 2008 ist die vor Jahren aufwändig sanierte Grundschule Außenstelle der James-Krüss-Schule in Barmstedt. Der Wunsch, wieder eigenständig zu werden, soll aus der Schule heraus gekommen sein. Die vom Land vorgegebene Mindestschülerzahl von 80 wurde in Bokholt 2012 genau erreicht. 2013 und 2014 wurden jeweils 84 Kinder unterrichtet.

Bürgermeister Wolfgang Mohr zufolge ist zudem im Land ein Umdenken erfolgt, was den Erhalt von Dorfschulen angeht. Die Stärkung des ländlichen Raumes habe wieder mehr Gewicht bekommen. Für eine Eigenständigkeit könnte auch sprechen, dass die Gemeinde dabei ist, weiteres Bauland für Neubürger auszuweisen. Die nächste Sitzung der Gemeindevertretung von Bokholt-Hanredder verspricht spannend zu werden. Denn wenn sich die Politiker am Dienstag, 16. Juni, ab 20 Uhr im "Bürgerhaus" treffen, steht auch das Thema Schule auf der Tagesordnung – genauer gesagt: Die Kündigung des Vertrages mit der Stadt Barmstedt.

Bürgermeister Wolfgang Mohr ist selbst noch unschlüssig, ob die Grundschule in Bokholt zur Eigenständigkeit zurückkehren sollte. Zwei Argumente sprechen aus seiner Sicht allerdings für den Schritt: Weil die Schulleitung nicht ständig vor Ort sei, sei die Kommunikation zwischen Schule und direkt benachbartem Kindergarten deutlich verbesserungsfähig. Zudem gebe es die Einschätzung, dass eine eigenständige Schule im Zweifelsfall auch nicht so schnell geschlossen werde wie eine Außenstelle. "Darüber muss man nachdenken", so Mohr. Im Kreis Pinneberg wäre Bokholt zwar die erste Zwergschule, die diesen Schritt in Kiel beantragen würde. Landesweit wurden aber einige Fälle schon positiv beschieden. "Das ist machbar und nicht ungewöhnlich", sagt Ministeriumssprecher Thomas Schunck. Verhaltener äußert sich Schulrat Michael Doppke. So könnte es schwierig werden, die Schulleiterstelle zu besetzen. Das sei schon bei größeren Schulen nicht einfach. Zwergschulen belasteten zudem das Gesamtsystem: Denn kleinere Klassen auf dem Dorf hätten zur Folge, dass städtische größer würden, weil die Zahl der Lehrerstellen durch einen solchen Schritt nicht mitwachse. Die Sitzung der Gemeindevertretung ist öffentlich.

(Von Rainer Strandmann, 09.06.15, 08:45 Uhr)

Wasser wohl an zwei Stellen in neue Sporthalle eingedrungen

Sparrieshoop: Halle wohl lange dicht

Foto Sporthalle Sparrieshoop Bohrung
Foto: Strandmann

Die Sportler des TSV Sparrieshoop müssen sich auf ein längeres Provisorium einstellen, als manch einer gehofft hat. Hatte es zuerst geheißen, die wegen Wasserschadens gesperrte neue Sporthalle könne vielleicht nach den Sommerferien wieder genutzt werden, kann davon wohl keine Rede mehr sein. "Ich richte mich darauf ein, dass die Halle vor Weihnachten nicht mehr benutzbar ist", sagte TSV-Chef Wolfgang Roschinski auf HAZ-Anfrage. Dann schiebt er hinterher: "Jeder Monat vorher wäre schön."

Doch danach sehe es derzeit nicht aus. Fest steht, dass Wasser an mindestens zwei Stellen eingedrungen ist. Aktuell laufen immer noch nähere Untersuchungen zur Eingrenzung der Schadensursachen. Es soll auf jeden Fall vermieden werden, Firmen fälschlich an den Pranger zu stellen. Verein und Gemeinde haben sich zwar einen Anwalt genommen und einen Baugutachter eingeschaltet. Angestrebt wird Roschinski zufolge aber eine gütliche Regelung. Dann könnte auf ein noch sehr viel zeitaufwändigeres Beweisverfahren verzichtet werden. Als abschreckendes Beispiel gilt Klein Nordende: Auch nach zehn Jahren kämpfe die Gemeinde noch darum, an eine Million Euro heranzukommen, so der TSV-Vorsitzende.

Zu "90 Prozent" geht er davon aus, dass der Boden ausgetauscht werden muss. "Denn darin befinden sich 50 Trocknungslöcher von mindestens 5 Zentimeter Durchmesser" (siehe Foto). Flicken mache da keinen Sinn.

Wie sehr der Verein und der Vorstand unter der Misere leiden, ist wohl nur Insidern bekannt. Etwa 30 Mitglieder hätten dem TSV explizit wegen der fehlenden Halle bereits den Rücken gekehrt, weil sie ihre Sportart dort nicht ausüben könnten. Dazu kommen Austritte, die nicht näher begründet wurden. Etliche Sportler verlangen Beiträge zurück. Roschinski spricht von Telefonaten und Mails "unter der Gürtellinie". "Aber das ist heute wohl so", sagt er lakonisch. Die Tischtennisspieler haben unterdessen eine vorübergehende Bleibe in Kiebitzreihe gefunden, die Handballer in Elmshorn. Etliche Sportler trainieren draußen, andere im Gymnastikraum. Wieder andere Kurse fallen aus. Auch die Schulkinder sind betroffen. Roschinski, der 20 Jahre für die Halle gekämpft hat, spricht längst von einem Desaster. Vor allem, weil die Mitglieder des Vereins mit der Eröffnung der Halle eine regelrechte Euphoriewelle gepackt hatte. Die ist dahin. Roschinski will jedoch weiterkämpfen und baut sich selbst auf. Richtig gefreut habe ihn der Klassenerhalt der Bezirksliga-Fußballer. "Mit der starken A- und B-Jugend haben wir dort richtig gute Perspektiven."

(Von Rainer Strandmann, 19.05.15, 09:10 Uhr)

Nervige Kreuzungen in unserer Region

Manchmal geht hier einfach nichts

Foto Kreuzungen Kreis Pinneberg
Foto: Strandmann/Meisberger/Holweg

Die größte Stadt im Kreis Pinneberg mischt bei den Ärger-Kreuzungen kräftig mit. Gemeint ist beispielsweise der Linksabbieger in Elmshorn von der Friedensallee in die Kaltenweide. Kaum Grün geworden, schaltet die Ampel schon wieder auf Rot. Regulär kommen bei zügigem Anfahren drei Autos durch. Mit "Augen zu" und Tiefgelb vier. Ganz weit oben auf der Nervliste steht in Elmshorn auch die Kreuzung Flamweg/Schulstraße/Gerberstraße. Besonders wer aus dem südlichen Flamweg kommt, kann ein Lied davon erzählen. Denn linksrum in die Gerberstraße wird‘s einerseits eng, weil dort extrem wenig Platz ist. Andererseits ist der folgende Abbieger Richtung Hafenspange meist so voll, dass da auch kaum ein Auto mehr hinpasst. Zu Stoßzeiten werden auch die Linksabbieger vom Flamweg Richtung Schulstraße kurzatmig. Kaum Lücken dank Gegenverkehr, und kein grüner Pfeil in Sicht.

Anstellen im Stau heißt es regelmäßig auf der Köllner Chaussee. Linksabbieger aus der kleinen Nachbargemeinde haben es schwer, sich morgens im Berufsverkehr auf die Wittenberger Straße in Richtung Autobahn einzufädeln.

Ein Kuriosum erwartet Autofahrer in Barmstedt. An der Kreuzung Königstraße/Am Markt hat jeder Vorfahrt – oder eben auch nicht. Alle Einmündungen sind dort gleichberechtigt. Das kann klappen, wenn einige den Mut haben, einfach loszufahren. Muss aber nicht. Sind zögerliche Fahrer am Start, geht da nichts – obwohl die Kreuzung frei ist.

Kennen Sie auch Kreuzungen oder Verkehrsführungen, die sie regelmäßig richtig nerven? Dann mailen Sie uns Ihr Ärgernis, gern auch mit Foto, an redaktion[at]holsteiner-allgemeine.de!

(Von Rainer Strandmann, 15.05.15, 10:30 Uhr)

Protest: Eltern in Kölln-Reisiek sind in Sorge um ihre Kinder

Köllner Chaussee: Schulweg unsicher?

Foto Elternprotest Köllner Chaussee 2015
Foto: Strandmann

Wenn die Kinder aus dem Neubaugebiet Gärtnerweg in Kölln-Reisiek zur Grundschule müssen, haben sie es eigentlich nicht weit. Doch der Nachwuchs muss dafür die Köllner Chaussee überqueren, da die Schule auf der anderen Straßenseite liegt. "Ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich zur Arbeit fahre und weiß, dass mein Sohn später auf dem Weg zur Schule die Straße überqueren muss", sagt Jassna Papadoupolus. Den Behörden Kölln-Reisieker Eltern in Sorge um ihre Kinder ist das Problem bekannt. Die nächste Ampel befindet sich rund 600 Meter entfernt, aber in der falschen Richtung: Die Kinder hätten einen drei mal so langen Schulweg. Und auf dem Stück Richtung Autobahn – dort liegt die Grundschule – gibt es keine Querung.

Die Gemeinde versuchte deshalb schon vor Jahren beim Kreis eine Genehmigung für eine Ampel zu bekommen. "Wir hatten sogar angeboten, die selbst zu bezahlen", so Kölln-Reisieks Bürgermeisterin Karin Röder. Allerdings vergeblich. Der Kreis lehnte ab. Die Frequenz reichte nicht aus, so Rüdiger Langels vom Fachbereich Verkehrssicherheit beim Kreis. Schließlich sei die Köllner Chaussee eine wichtige Durchgangsstraße. Mindestens 50 Querungen in der Spitzenstunde des Tages müssten erreicht werden, erklärt er. Doch so groß ist das Neubaugebiet nicht. Auch Tempo 30 scheide aus. Dass direkt neben der Schule ein neuer Kindergarten gebaut wurde, zählt nicht. Für Kitas gelte, dass es eine Bring- und Holpflicht der Eltern gebe, so Langels. Außerdem lägen beide an einer Stichstraße.

Die Eltern wären auch mit einem Zebrastreifen zufrieden. Diese sind bei Fachleuten aber zunehmend umstritten, weil sie Kindern ein falsches Gefühl der Sicherheit vorgaukelten. Denkbar ist, dass es dennoch zu einer Verbesserung kommt: Im HAZ-Gespräch kündigte Langels an, dass er sich noch einmal mit der Gemeinde in Verbindung setzen wolle. Unter Umständen sei eine Fahrbahnmarkierung möglich, eventuell auch mit Hinweisschildern. Das wäre eine Querung, ohne dass Fußgänger eine Bevorrechtigung erhielten. Unabhängig davon gibt es in Kürze neue Zahlen: Für März/April hat die Gemeinde im Ort Verkehrszählungen in Auftrag gegeben. Bis zu Änderungen empfiehlt Röder Eltern, ihre Kinder beim Überqueren der Straße zu begleiten. "Man kann sich dafür auch verabreden."

(Von Rainer Strandmann, 17.02.15, 10:10 Uhr)

Sascha, David und Jan surften auf der Wiese Offenau

Kitesurfen bei "Land unter"

Foto: Privat

Da staunten die Autofahrer, die Elmshorn auf der Kaltenweide in Richtung Barmstedt verließen am Nachmittag des 23. Dezembers 2014 nicht schlecht - auf den Feldern neben der Straße, auf denen sonst eher Getreide zu sehen ist, zogen Kitesurfer ihre Runden. Sascha, David und Jan aus Sparrieshoop hatten die durch die starken Regenfälle überfluteten Wiesen sofort gesehen und waren samt Ausrüstung zum Surfen angerückt. Ein skurriles Bild. Allerdings ging es dort wirklich nur kurz auf die neue Seen-Landschaft: "Der Wind ist schlecht", so das Urteil des Trios. Mal machten ihnen starke Böen zu schaffen, mal war es wieder zu wenig Wind, um vernünftig kiten zu können. "Das ist einfach zu gefährlich", so die Herren, die sich kurz darauf dann entschieden, die äußeren Bedingungen für einen Ausflug nach Kollmar an die Elbe auszunutzen. Das dürfte bei dem Wetter der ideale Ort gewesen sein. Zum Kitesurfen auf Feldern und Wiesen also noch einmal der deutliche Hinweis: Der Spaß ist - gerade auch für Ungeübte -  lebensgefährlich und ist zum Nachahmen nicht zu empfehlen!

(Von Sascha Urbatzka, 23.12.14, 16:01 Uhr)

Wildtierstation in Sparrieshoop kommt ohne Fördergelder vom Land aus

Ohne Ehrenamt geht nichts

Katharina Erdmann mit verletztem Uhu
Foto: Wildtierstation

In Sparrieshoop wurde etwas Wunderbares im Sommer 2012 geschaffen. Der Leiter der dortigen Wildtierstation, Christian Erdmann, erklärt, wie bereits 1000 Wildtieren in diesem Jahr geholfen werden konnte. So sind auf dem Gelände mittlerweile unter anderem zahlreiche Volieren für unterschiedlichste Tierarten in einer ehemaligen Tannenschonung entstanden. Zahlreiche Eichhörnchen, zwei Uhus und ein Bartkauz, der in Estland ausgewildert werden soll, weil die Art hier gar nicht lebt, sind dort beispielsweise untergebracht.

Oberstes Ziel ist es, die nach Verletzung oder Krankheit aufgenommen "Patienten" später wieder in die Natur zu entlassen. Geht das nicht, versucht Erdmann, die Tiere an Zoos oder andere geeignete Einrichtungen bundesweit weiterzuvermitteln. Auch von der Polizei beschlagnahmte Tiere wie eine Vogelspinne oder Piranhas finden in Sparrieshoop eine vorübergehende Bleibe. All das wäre nicht möglich, wenn Erdmann, der einzige hauptamtliche Mitarbeiter, nicht zugleich ein leistungsfähiges Team aufgebaut hätte. Dazu zählt Ehefrau Katharina. Die Grafikerin mit Jagdschein und Falknerausbildung leitet die Station ehrenamtlich als Stellvertreterin. Hinzu kommen die Auszubildenden zur Zootierpflegerin Stephanie Lange und Darja Mahler, FÖJlerin Sina Hell, Bufdi Alina Beidatsch, Tierpfleger Timo Leuchtenberger und regelmäßig auch Praktikanten. "Das Miteinander funktioniert hervorragend. Alle packen tatkräftig mit an. Sonst ginge das gar nicht", sagt Erdmann.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Elmshorner Tierheim funktioniere hervorragend. Dort ist man froh, Wildtiere oder Exoten in fachkundige Hände übergeben zu können. 40 Igel leben derzeit auf dem Gelände Am Sender in einem Bauwagen, damit sie es nicht zu warm haben. Auch Feldhasen, Rehe, ein Stinktier, Gänse, Hühner und Schafe tummeln sich auf dem Areal. Ein Turmfalke lernt gerade, Mäuse zu erlegen. Sogar ein Heuler war in der Vergangenheit schon da.

Die Versorgung und den Ausbau nur mit Spenden zu leisten, ohne öffentliche Zuschüsse, ist schwierig. Denn die Kosten sind erheblich. Möglich macht es ein Unterstützer-Netzwerk, zu dem die Stiftung "Vier Pfoten" und Firmen wie Reemtsma gehören, die großzügig spenden und deren Mitarbeiter an ihrem sozialen Tag in der Einrichtung aktiv mithelfen. Volieren werden selbst gebaut. Material erhält Erdmann meist günstig. Ein Glücksfall war ein Gehege, in dem auf der IGS Hamburg Besucherhunde untergebracht waren.

Enttäuscht ist Erdmann darüber, dass sich weder Hamburg noch Schleswig-Holstein finanziell beteiligen. "Obwohl wir die Ämer entlasten, indem wir beschlagnahmte Tiere aufnehmen", erklärt der Leiter. Niedersachsen etwa unterstütze die Station in Soltau mit 120.000 Euro im Jahr. Solche Beträge müssten es gar nicht sein, sagt er. "Auch weniger würde helfen." Noch richtet er seine Hoffnung auf Kiels Umweltminister Robert Habeck. Den hat er vor Monaten zum Besuch eingeladen – bislang aber noch nichts gehört. Trotz knapper Mittel und häufig frustrierendem Kampf um Genehmigungen zieht der 52-Jährige, der mit seiner Familie selbst in der Station wohnt, eine positive Bilanz: "Die Arbeit macht Spaß. Es ist ein gutes Gefühl, notleidenden Tieren helfen zu können."

(Von Rainer Strandmann, 21.11.14, 13:25 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Website der Wildtierstation Hamburg...

Herbstflair an neuem Ort rund um Kindergarten und Schule

Erntedank-Nachmittag in Kölln-Reisiek

Foto Jagdhornbläser Tornesch in Kölln-Reisiek 2012
Foto: Urbatzka

Alles neu im Jahr 2014 in Kölln-Reisiek - gut, nicht ganz alles, der Ablauf des Erntedank-Nachmittags ist mit den Vorjahren vergleichbar, aber die wichtigste Neuerung ist doch offensichtlich: Ort des Geschehens ist erstmalig der neue Zukunftskindergarten der Gemeinde an der Köllner Chaussee neben der Grundschule.

Außerdem stehen am Erntedank-Sonntag zugleich die Tore des Kindergartens im Rahmen eines Tags der offenen Tür für einen Blick hinter die Kulissen offen. Das bunte Hersttreiben findet am Sonntag, 5. Oktober, ab 12.30 Uhr statt. Einiges bleibt natürlich, wie es immer schon war: So wird das Fest nach der offiziellen Begrüßung mit einem Gottesdienst starten. Bei gutem Wetter lädt Pastor Axel Scholz alle Anwesenden auf die Rasenfläche am Kindergarten unter freiem Himmel ein. Gegen 14.30 Uhr ist der Nachwuchs des DRK Kindergartens Krückaupark mit einer Aufführung zu erleben, bevor um 15 Uhr schließlich auch die Jagdhornbläser aus Tornesch (Foto) wieder an der Reihe sind. Ebenfalls beliebt und daher auch wieder mit im Programm ist die "Treckerparade". Auf alle Kinder aus dem Dorf, die mit einem herbstlich-geschmückten Bobbycar vorbeischauen, wartet nach der Parade ein kleines Geschenk. Natürlich dürfen die vielen Stände mit Obst, Gemüse und Frischeprodukten nicht fehlen.

(Von Sascha Urbatzka, 30.09.14, 16:55 Uhr)

Weiterführende Links zum Thema:
Hier geht's direkt zur Website mit Bildern vom Fest...

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