Im Uetersener "Mühlenpark" das Kochhandwerk gelernt

Moritz Freudenthal: "Ich würde gerne mal den Henssler grillen"

Kochen mit Freude
Foto: Jörg Böh

(Heede/Uetersen/mm) „Gregor ist schuld“, sagt Moritz Freudenthal heute über den Ursprung des „Blackburger“. Gregor ist „Freudes“ Freund und Gitarrist der Elmshorner Band „Mary Jane killed the Cat“, die vor zwei Jahren ihren Probenraum bei Freudenthal in Bokholt-Hanredder hatte. Die Diskussion um die Frage nach „Wo gibt es den besten Burger?“ führte über einige verbale Umwege zu Gregors Vorschlag, Koch Moritz könne doch „schwarze“ Burger beim Wacken Open Air (WOA) präsentieren. Das war im Herbst 2014. Die Idee ruhte zunächst, ehe Freudenthal den Gedanken aufnahm, als er die Gelegenheit bekam, nahe des Festival-Zugangs ein Verkaufsareal zu bekommen.

„Ich hatte nur noch keinen Burger“, erinnert sich der 30-Jährige. Doch der folgte. Ein handgemachtes Brötchen mit Sepia-Tinte gefärbt, 160 Gramm grob gewolftes Fleisch, eingelegte Zwiebeln, selbst gemachte Soßen – „ein absolut frisches Top-Produkt“, so Freudenthal, der die genaue Rezeptur natürlich nicht verrät und sich den Namen hat patentieren lassen. Trotz miesem Wetter gelang die WOA-Premiere. Denn als sich die Sonne Bahn brach, fanden hunderte „Blackburger“ hungrige Abnehmer. Grund genug für „Freude“, Anfang August in Wacken wieder seine Zelte an der Dorfstraße aufzuschlagen. Nein, kein Zelt, „sondern eine komplett schwarze Burgerhütte“, so Freudenthal.

Mittlerweile in Heede wohnhaft hat der gebürtige Elmshorner in seiner Koch-Karriere über zehn Jahre die Republik bereist. Angefangen als Commis de Cuisine im Fischereihafen Restaurant in Hamburg, lernte er als Sous Chef im „Heinsens“ in Ellerbek bei einem Gourmet-Festival seinen späteren Mentor und Lehrmeister Peter Scharff kennen. An dessen Wirkungsstätte in Kaiserslautern arbeitete auch das Nordlicht Freudenthal. „Dort habe ich sehr, sehr viel gelernt – das war prägend“, sagt Freudenthal, der seit Jugendtagen auch leidenschaftlicher Angler und Fliegenfischer ist.

„Gogärtchen“ in Kampen, Kochen mit Peter Scharff für 3500 Menschen auf der Berliner Funkausstellung oder ein 4-Gänge-Menü für mehr als 400 Gäste im Wohlfahrt-Palazzo in Mannheim – „es ist alles eine absolute Erfahrung gewesen“, sagt Moritz Freudenthal. Dazu zählte auch das Kochen für die „Rote Gourmet Fraktion“ – ein  Rock ‘n‘ Roll-Catering Rock- und Pop-Größen, wie „Jan Delay“, „Fettes Brot“ oder auch  die „Toten Hosen“.

Seine Faszination fürs Kochen wurde einst durch Fernsehshows wie „Kochduell“ geweckt. Das war mit 14 Jahren, als er nach einem super Praktikum von der Idee, Koch zu werden, zunächst wieder Abstand nahm.Die Arbeitszeiten waren abschreckend genug. Mit der Ausbildung im „Mühlenpark“ in Uetersen passte dann alles.

Heute ist „Freude“ selbständig, versucht Handwerk und Leidenschaft bei seinen Kochkursen zu vermitteln – entweder in der Kochschule bei „Team Koopmann Küchen“ an der Kreuzstraße in Uetersen oder auch privat im Hause der Kochinteressierten. Dazu steht „Kochen mit Freude“ auch für Event-Cooking und Catering – dabei gilt immer „100 Prozent handgemacht“. Das Kochen im Fernsehen hat er nicht ganz aus den Augen verloren und hat dabei einen Fernsehkoch im Blick der in Pinneberg und Hamburg aufgewachsen ist. „Ich würde gerne mal den Henssler grillen“, sagt der 30-Jährige.

Hier geht's zu noch mehr "Kochen mit Freude": www.moritz-freudenthal.de

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