Von Magdeburg ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

"Hier spiele ich auf höchstem Niveau"

Lea Hippauf
Foto: Stacey Wylie

(Borsfleth) Bastian Schweinsteiger ist ihr Vorbild – dabei hat Lea Hippauf dem deutschen Fußball-Weltmeister von 2014 sogar etwas voraus. Die Borsfletherin spielte bereits in den USA, als der ehemalige Führungsspieler des FC Bayern München von Manchester United zu Chicago Fire in die Major League Soccer (MLS) wechselte. „Ich wurde hier super aufgenommen, habe mich innerhalb kürzester Zeit gut eingelebt und mein neues Zuhause gefunden“, sagt Lea, die nach ihrem Wechsel vom ETSV Fortuna Glückstadt nicht nur erfolgreich beim Magdeburger FFC in der 2. Fußball-Bundesliga spielte, sondern auch am dortigen Sportgymnasium mit einem Notendurchschnitt von 1,8 ihr Abitur meisterte. Mit Ehrgeiz und Spaß auf und neben dem Platz schuf sich die heute 21-Jährige ihr Sprungbrett in die Vereinigten Staaten. Bereits ein Jahr vor dem Abitur wurde sie von einem Sport-Scout angesprochen, der sie auf Fußballstipendien für talentierte Spielerinnen hinwies. Über eine Agentur erhielt sie mehrere Angebote. Im Sommer 2015 „bin ich direkt nach meinem Abitur nach Amerika geflogen“, erzählt Lea. Statt sich zwischen Leistungssport und Studium entscheiden zu müssen, wurde ihr beides geboten. „Das war genau das, was ich wollte“. Seite 7

Für das Rocky Mountain College in Montana schnürte Lea Hippauf aus Borsfleth eineinhalb Jahre die Fußballschuhe und begann dort ihr Psychologie-Studium. Ihr Alltag besteht eigentlich nur aus Fußball und Uni – „und ich liebe es genau so“, sagt die Borsfletherin, die am Ende der ersten Spielzeit Top Scorerin ihrer Mannschaft war und zudem mit dem „All Team Conference“-Titel ausgezeichnet wurde, der nur an die „Top 11“ der kompletten Liga vergeben wird. Ihr eigener Trainer schlug ihr vor, in der so genannten „Off Season“ von Januar bis Juni außerhalb der USA weitere Erfahrungen zu sammeln. Die Bewerbung via Fußball-Video zog gleich zwei Ereignisse nach sich. Erst wechselte die Borsfletherin den Kontinent, um in der 2. Liga Australiens Fußball für den „South West Queensland Thunder“ zu spielen und an der „University of Southern Queensland“ in Toowoomba zu studieren.

Nach ihrer Rückkehr im Sommer verließ sie dann auch Montana in Richtung South Carolina, um am Limestone College in Gaffney ihr Studium voranzutreiben. Für die „Saints“ – die Fußballmannschaft des College setzt sie auch im sportlichen Werdegang eine neue Marke. „Hier spiele ich nun quasi auf dem höchsten Niveau in einem der Top Teams der Liga“, sagt die 21-Jährige, die im Winter 2018 ihr Bachelor-Studium erfolgreich abschließen will. In ihrer Freizeit – etwa zum Thanksgiving- oder Springbreak – geht sie auf Entdeckungstour, reist oder probiert andere Sportarten wie Surfen oder Snowboarden aus. In der deutschen Heimat schaut sie nicht nur vorbei, sondern hält auch Kontakt zu ehemaligen Mitstreiterinnen beim ETSV Fortuna Glückstadt, wie ihrer damaligen Trainerin Krissy Wolter. Beim Fußball will sie sich weiter entwickeln, immer ihr Bestes geben und anderen ein Vorbild sein. Mit den „Saints“ hat sie vor allem eines vor Augen: die Nationals – das Turnier am Saisonende mit den besten Teams aus den USA. „Wir haben nicht nur gute Chancen auf die Titelverteidigung in unserer Liga, sondern auch es in die Nationals zu schaffen“, ist Lea überzeugt. Und ihr eigenes Vorbild Schweinsteiger hat sie keineswegs aus den Augen verloren. „Sollte sich die Möglichkeit ergeben werde ich mir auf jeden Fall ein Spiel anschauen!“ 

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(Von Mario Meisberger, 04.10.17, 10:34)

Elmshornerin Anke Tinnefeld (42) umschwimmt erstmals Kanalinsel

Fantastisch! In zwölf Stunden rund um Jersey

Anke Tinnefeld
Foto: Charlotte Vernon

(Elmshorn) Unglaublich! Absoluter Wahnsinn! Bekannte und Freunde überschütteten sie mit Glückwünschen und ziehen vor dieser Leistung „alle Hüte, die sie haben“. Anke Tinnefeld – Extremschwimmerin aus Elmshorn – hat eine weitere starke Marke gesetzt. Am vergangenen Sonntag umschwamm sie erstmals die britische Kanalinsel Jersey. Dabei benötigte die 42-Jährige 12:00:58 Stunden für die circa 70 Kilometer im Salzwasser des Ärmelkanals. „Ich hatte Glück mit dem Wetter und die Sonne immer im Rücken“, so die glückliche Elmshornerin. In den frühen Morgenstunden startete Anke Tinnefeld in St. Heller an der Südküste Jerseys, um mit eigener Schwimmkraft, aber auch mit Hilfe der Strömung bei durchschnittlich 17 Grad Wassertemperatur die Strecke zu stemmen. Entsprechende Unterstützung, Versorgung und Orientierungshilfe bot das Begleitboot, das John Asplet steuerte. 2015 hatte die Elmshornerin bereits den Fehmarn-Belt vom deutschen Puttgarden ins dänische Rødby in nicht einmal acht Stunden durchschwommen. Ein weiteres Ziel hat sie fest vor Augen, denn nach dem Ärmelkanal ist vor dem Ärmelkanal: 2019 hat Anke Tinnefeld einen Startplatz für die Wasserquerung von Frankreich nach Großbritannien.

(Von Mario Meisberger, 12.07.17, 10:15)

Schwimmerin Lea Boy trainiert in der "Leistungsgruppe 1"

Schon um 6 Uhr im Becken

Foto Lea Boy Elmshorn Traglufthalle
Foto: Meisberger

Während sich die Klassenkameraden noch einmal im Bett umdrehen, zieht sie bereits ihre Bahnen in der Traglufthalle im Badepark Elmshorn. Neun bis elf Mal in der Woche trainiert Lea Boy, um besser als die Konkurrenz zu sein. Zwei Mal pro Woche bedeutet das ganz frühes Aufstehen. "Dienstags und donnerstags geht es um 6 Uhr ins Wasser", so die Elmshornerin, die bei Trainer Jörg Freyher in der "Leistungsgruppe 1" bei Swim Team Stadtwerke Elmshorn trainiert. Gemeinsam mit Dustin Lantahov, Marie König, Erik Thoms, Finn Dulisch und anderen arbeitet sie an ihrem sportlichen Fortkommen.

Seit Kindertagen ist Lea Boy beim Schwimmen, auch gemeinsam mit Zwillingsschwester Laura, die mittlerweile aber verletzungsbedingt kürzer tritt. Das Handball-Intermezzo der beiden Schwestern fiel dem Schwimmen wieder zum Opfer. Zurecht! "Sie ist schon sehr talentiert", sagt Jörg Freyher, der Lea seit 2010 trainiert, "sonst hätte sie nicht schon solche Erfolge gehabt." Auf den Spuren von Jakob Heidtmann zu den olympischen Spielen? "Wenn alles passt, und die Motivation und die Gesundheit mitspielen, kann sie es schaffen", so Freyher.

In zwei Jahren will die KGSE-Schülerin ihr Abitur machen, wobei sie eher in Sport und Biologie ihre Stärken hat als bei Sprachen oder in Mathematik. Was nach der Schule kommt, weiß Lea Boy noch nicht, aber das hänge auch davon ab, wie "sich das mit dem Schwimmen entwickelt". Und eines ist dabei nicht von der Hand zu weisen: "Olympia wäre ein Traum", so die 17-Jährige. Auch wenn dieser Traum "noch ganz weit weg" ist, will das ehrgeizige Swim Team-Talent vorankommen. Von Familie und Schule hat sie volle Unterstützung. Ob Lea zukünftig ihre Erfolge im Becken feiern wird, bleibt abzuwarten. Seit Anfang des Jahres "orientiere ich mich mehr aufs Freiwasser", sagt sie, deren Vorbild Olympiasiegerin Sharon Van Rouwendaal ist. Wie schnell die Elmshornerin auch über zweieinhalb, fünf oder 7,5 Kilometer durchs Wasser "pflügen" kann, will sie im Sommer zeigen: vom 4. bis 6. August bei der Junioren-EM in Frankreich.

(Von Mario Meisberger, 19.05.17, 15:10 Uhr)

Anke Tinnefeld plant Umrundung der Insel Jersey

Elmshornerin liebt das Extremschwimmen

Menorca Kevin Murphy, Kathy Batts, Anke Tinnefeld
Foto: Tinnefeld

"25 Meter Kraulen und ich war kaputt – ich konnte gar nichts", erinnert sich Anke Tinnefeld (Foto re.) an ihre Schwimmanfänge, als sie sich vor gut zehn Jahren der Herausforderung Triathlon stellte. "Ich möchte das schaffen" lautete ihre Vorgabe. Von der "Volksdistanz" bis zum "Ironman"-Klassiker in Roth steigerte sich die ehemalige Vielseitigkeitsreiterin.

In Roth absolvierte sie ihren ersten und einzigen Ironman. "Es hieß einfach nur ankommen", so Tinnefeld. In 13 Stunden 29 Minuten war ihr das gelungen. Doch fortan widmete sie sich langen Schwimmstrecken – in freiem Gewässer. Erfahrungen hatte die 42-Jährige, die seit 1983 in Elmshorn lebt, bereits gesammelt. Wie etwa 2010, als sie über 14 Kilometer in der Wakenitz ins Rennen ging. Freunde, die ihr außergewöhnliches Hobby teilen, hat Anke Tinnefeld beim Extremschwimmen gefunden. Ob selbst im Wasser beim Rennen im Züricher See oder beim Schwimm-Camp auf Menorca, das die beiden Briten und Ärmelkanal-Schwimmexperten Kathy Batts und Kevin Murphy (www.thekingsswimmers.co.uk) leiten – es sind Gleichgesinnte, die sich austauschen, treffen oder auch gemeinsam trainieren.

"Ich hoffe, dass Kathy und Kevin in Jersey dabei sein können", sagt Anke, die sich bereits voll in der Vorbereitung auf das Kanalinselabenteuer im Juli befindet. In der Elmshorner Traglufthalle trainiert sie in einer Schwimmgruppe, die von Katja Ritzmann und Corinna von Appen geleitet wird. Ab Februar/März soll es auch draußen ins Wasser gehen – Hamburger Stadtpark oder Moorrege sind die Anlaufpunkte.

"Neun Grad ist die Schallgrenze", so die Elmshornerin, die ihren ersten ganz großen Coup 2015 landete, als sie von Puttgarden ins dänische Rødby durch den Fehmarn-Belt schwamm und über 25 Kilometer im Wasser absolvierte. Sieben Stunden und 46 Minuten benötigte sie und war auch vom Ausfall des Begleitbootes kurz vorm Ziel nicht vom Kurs abzubringen. Schlafen konnte sie nach diesem Erfolg jedoch zunächst nicht. "Ich war noch total aufgewühlt", erinnert sie sich. Aber so wie am Fehmarn-Belt muss auch rund um Jersey alles passen. Eine Stunde schwimmen, kurze Pause. Essen und Trinken nicht vergessen. Von Jellybabies, über Dosenpfirsiche bis Bananen ist alles erlaubt. "Das muss jeder im Training selbst ausprobieren", sagt Anke Tinnefeld. Auch wenn die Zeit nicht an erster Stelle steht, ist doch das Timing entscheidend. "Bei der starken Strömung muss ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein", sagt sie. Für ihr Ziel investiert die Elmshornerin viel – darunter ein Schwimmcamp auf Menorca im April und ein gemeinsames Training mit den Kanalschwimmern im englischen Dover im Juni. Doch auch bei bester Vorbereitung muss am "Renntag" alles passen. Das gilt auch für einen weiteren Traum von Anke Tinnefeld: das Durchwimmen des Ärmelkanals. Darauf ist die Vorfreude groß: "Ich habe einen Platz für 2019."

(Von Mario Meisberger, 20.01.17, 14:10 Uhr)

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Nina Brüggemann arbeitet für ihr Debüt in der Nationalmannschaft

Vollgas für den großen Traum

Foto: Michael Gehrmann
Foto: Michael Gehrmann

Mit 17 Punkten auf dem Konto liegen sie derzeit auf Platz vier der Frauen-Bundesliga – dank der besseren Tordifferenz einen Platz vor dem mehrfachen Champions League-Sieger VfL Wolfsburg mit seinen Nationalspielerinnen Babett Peter, Alexandra Popp oder Lena Goeßling. Am Essener Erfolg hat auch ein Nordlicht großen Anteil: Nina Brüggemann aus Tornesch, die beim heimischen FC Union und dem TSV Uetersen das Fußball spielen lernte. „Ich habe mich schnell eingelebt“, sagt die 22-Jährige, die beim Hamburger SV bereits mit 18 Jahren Bundesliga spielte. Das HSV-Kapitel der Frauen- in der obersten Spielklasse ist vorerst Geschichte, Nina Brüggemanns in der Fußball-Bundesliga nicht. „Dass es die HSV-Frauen nicht mehr erstklassig gibt, macht mich immer noch traurig“, so Brüggemann. Doch bei ihrem neuen Club, zu dem sie 2015 wechselte, fühlt sie sich wohl und hat sich stetig weiter entwickelt. Vom HSV hatte sie es zunächst in die USA gezogen, ehe sie nach ihrer Rückkehr beim BV Cloppenburg und dann beim Ruhrclub anheuerte. „Ich bin sehr froh, eine Führungsspielerin wie sie im Team zu haben“, lobt Trainer Daniel Kraus seine ehrgeizige Abwehrspielerin.

„Die Liga ist noch enger zusammengerückt“, sagt Nina Brüggemann. Dafür zeigt sie viel Einsatz. Bis auf mittwochs trainiert die 22-Jährige, die neben ihrer Karriere Sport und Biologie auf Lehramt studiert, mit ihren Mannschaftskolleginnen täglich, dazu zwei bis dreimal im Kraftraum. „Mit ihrer Erfahrung  verleiht sie der Defensive Stabilität“, lobt Trainer Daniel Kraus die Tornescherin. Dass Nina nicht nur den Ball beherrscht, sondern auch fit ist, bewies sie bei einem Sponsoren-Event ihres Vereins. Kurzfristig trat sie für ihren ausgefallen Trainer bei einem Treppenlauf an. 16 Etagen sprintete sie in höchster Geschwindigkeit nach oben...und gewann! „Vielleicht habe ich ein ganz neues Talent von mir entdeckt“, so die Tornescherin, die – wenn es die Zeit zulässt – in der Heimat vorbeischaut, auch den Weg zu ihren Wurzeln findet. „Die neue Anlage des FC Union ist ein Traum“, sagt sie, die auf vollkommene Unterstützung ihrer Familie bauen kann, die auch schon mehrmals Spiele ihres Bundesliga-„Stars“ live vor Ort verfolgt haben.Nach dem Aus des HSV vor vier Jahren war Essen und der Ruhrpott noch fern. Mit dem Abitur in der Tasche erfüllte sich Nina Brüggemann ihren Wunsch vom Auslandsaufenthalt. Mit Agenturhilfe und Promotion-Video bewarb sie sich um ein Universitäts-Stipendium – erfolgreich! Aus fast 40 Angeboten wählte sie eine der größten Hochschulen der Vereinigten Staaten: die Arizona State University. Studieren und Fußball spielen – „das hat mich sportlich wie persönlich weiter entwickelt, und ich konnte viele tolle Erfahrungen sammeln“, sagt die Tornescherin.Aus den USA zurück spielte sie dann zunächst für Cloppenburg, ehe es zur SGS Essen ging. Dort stehen demnächst wieder Gespräche an, da ihr Vertrag im Sommer ausläuft. „Konkrete Pläne habe ich nicht“, sagt Nina Brüggemann, aber als langjähriger Bayern München-Fan würde es sie am meisten reizen, irgendwann einmal dort und vor allem international zu spielen.Doch das ist Zukunftsmusik. Denn ein weiteres großes Ziel treibt das junge Nordlicht im Westen um. Mit der neuen Bundestrainerin Steffi Jones ist neuer Schwung ins Nationalteam eingezogen. Viele neue Spielerinnen kriegen eine Chance – „vielleicht auch ich“, sagt Nina Brüggemann, die dafür weiter „Vollgas“ mit dem Verein geben will. „Seit ich klein bin, träume ich davon, ein Länderspiel in der Nationalmannschaft bestreiten zu können.“

(von Mario Meisberger, 03.12.16)

Rallye-Pilotin Stephanie Zorn lässt die Männer hinter sich

Nur mit feuerfester Unterwäsche

Stephanie Zorn
Foto: Meisberger

(Klein Nordende/mm) „150 Meter rechts, Radius 1, Spitz 5“ – Beifahrerin Katrin Telschow gibt Kommandos, während Stephanie Zorn voll konzentriert hinterm Lenkrad sitzt und die Anweisungen auf der Strecke bestmöglich verarbeitet. „Rallyefahren ist Teamsport“, sagt Zorn, die den Motorsport gewissermaßen in die Wiege gelegt bekommen hat. Sowohl Papa Ulf-Wilhelm, als auch Mama Sabine frönten dem Rallye-Sport. Erst ging es mit an die Rennstrecken, als Teenager rutschte sie dann auf die andere Seite des Cockpits. „Mit 15 bin ich mitgefahren“, so die 37-jährige gelernte Versicherungskauffrau, die der Liebe wegen den Weg nach Klein Nordende fand. Erst saß sie bei Papa oder Patenonkel als Beifahrer hinter der Frontscheibe. „Aber es war schnell klar, dass ich selbst fahren will“, erinnert sich die gebürtige Mindenerin, die zunächst Mofa- und 80er-Führerschein erfolgreich ablegte, ehe Motorrad und Auto folgten. „Ich habe aber lieber vier Räder“, gibt sie dem Auto den Vorzug. Sehr zum Verdruss vieler männlicher Rallye-Fahrer, die sie mit ihrem fahrerischen Können in Schach hält. „Verlieren ist schlimm, aber gegen eine Frau“, weiß Zorn um so manchen „deprimierten Rennkollegen“.

Seit mehr als 20 Jahren ist es ihr Hobby „Nummer 1“ – und das teilt sie mit Freund Martin Schütte. Der 47-Jährige schraubt nicht nur fleißig am etwa 200 PS-starken Clio seiner Lebensgefährtin, sondern ist auch mit dem eigenen Auto – einem Mitsubishi Evolution – auf der Strecke. Oft erfolgreich, wie etwa bei der Ostsee-Rallye Ende September, wo Schütte die Gesamtwertung gewann.Doch während er den großen Pokal mit zurück nach Klein Nordende brachte, zog Stephanie Zorn ihren fahruntüchtigen Clio auf dem Trailer in die Werkstatt in Heist. „Irgendetwas im Motor-/Getriebebereich ist defekt“, sagt sie, und hofft dass Martin, gelernter Kfz-Mechaniker, den Wagen wieder hinbekommt. Über große Sponsorengelder verfügen die beiden Mitglieder des „Norderstedter AMC“ nicht, beide sind voll beruftstätig und finanzieren ihr Hobby selbst. Aber gemeinsam in einem Auto? Das passe nicht so gut, meint sie, zumal beide gern selbst fahren. „In Luxemburg sind wir immerhin angekommen“, sagt Stephanie Zorn, die bei bis zu 20 Rennen im Jahr am Start ist. Seit zwei Jahren ist die 48-jährige Katrin Telschow ihre Beifahrerin. Zuvor war Andreas Karg acht Jahre ihr Nebenmann im Clio. Mit ihm gewann sie den Rallye Cup Nord und den ADAC Schleswig-Holstein Rallye Cup 2013. Nur wenige Frauen sind so gut wie sie, „es fahren deutschlandweit auch nicht viele“, so Zorn, die viel Wert darauf legt, „nichts geschenkt zu bekommen“. Käfig in der Fahrgastkabine, feuerfeste „Unterwäsche“, Helm und spezielle Rennsitze – Sicherheitsvorgaben müssen alle erfüllen. Aber der finanziellen Investition in Auto, Technik und Ausrüstung „ist keine Grenze gesetzt“, so die 37-Jährige. Je nach Entfernung zum Veranstaltungsort und Rennkategorie, reisen Zorn und Schütte früh am Veranstaltungstag oder am Vortag an. Das Gros der Rennen absolvieren sie im norddeutschen Raum – aber auch in Tschechien oder Dänemark hat die 37-Jährige bereits Rennen gefahren, hat Rallye-Legenden wie Walter Röhrl oder „Smudo“ von den Fantastischen Vier getroffen.San Remo, Korsika oder die Deutschland-Rallye würde die Klein Nordenderin schon gerne mal fahren. „Bei einer Wild Card wäre ich sofort dabei“, weiß sie um den hohen finanziellen Aufwand. 10.000 stünden schnell im Raum, „und dann ist noch nichts kaputt gegangen“, sagt Zorn, die sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen kann. „Mein Fahrrad hat bereits Spinnweben angesetzt“, sagt sie, die den Fahrersitz ihres Clio lieber mit etwas anderem tauscht: „Mit Donnerwolke – meiner Oldenburger Stute.“

Titelverteidiger FC Elmshorn unterliegt SSV im Halbfinale mit 0:3

Rantzau siegt bei erster Teilnahme

Stadtpokal Elmshorn
Foto: Meisberger

(Klein Nordende/mm) Einen Überraschungssieger verzeichnete der Verkehrs- und Bürgerverein Elmshorn (VBV) bei seinem 65. Fußball-Turnier um den Pokal der Stadt Elmshorn. Derr SSV Rantzau, der erstmals an dem Turnier teilnahm, gewann alle seine Spiele. Im Finale behielten die Schusterstädter gegen Rot-Weiß Kiebitzreihe mit 1:0 die Oberhand. Im Halbfinale hatte Rantzau Titelverteidiger FC Elmshorn mit 3:0 ausgeschaltet. Die Kiebitzreiher, die hinter Rantzau in der Gruppe Rang zwei belegten, hatten ihr Halbfinale gegen Seestermüher mit 2:1 gewonnen. Im Spiel um Platz drei siegte der FCE mit 1:0 gegen Seestermühe.

Hausherren der Sparkasse Elmshorn gewinnen Sparkassenpokal 2016

Der Pott bleibt "im eigenen Land"

Foto Sieger Sparkassenpokal 2016 Elmshorn
Foto: Urbatzka

Für eine kleine Revolution sorgten die Betriebskicker der Sparkasse Elmshorn am Freitag, 27. Mai, bei der 53. Auflage des Sparkassenpokals in Elmshorn. Während das Team in den vergangenen Jahren eher mäßig abschnitt, drehten die Fußballer in diesem Jahr quasi die Tabelle. Sie gewannen das Finale auf der EMTV-Anlage am Koppeldamm klar gegen die Titelverteidiger der Firma Peter Kölln mit 3:0. Dabei war das Spiel lange offen, erst gegen Ende der 2x zehn Minuten Spielzeit fielen dann die Tore.

Böse Zungen behaupten, dass auch der neue Spielmodus auf Kleinfeldern mit einem Torwart und fünf Feldspielern den Hausherren in die Karten gespielt habe - früher sei es viel komplizierter gewesen, volle elf Teilnehmer für ein Team zusammenzubringen. Die Sparkasse holt damit nach langer Zeit endlich einmal wieder den eigenen Pott - zuletzt war das 2005 der Fall, in den vergangenen Jahren dominierte zudem oft der Mitbewerber von der Volksbank Elmshorn. Die verpassten das Endspiel und mussten sich im Spiel um Platz 3 mit der Firma Autoliv auseinandersetzen. Auch dort war es lange spannend - das Neunmeterschießen musste entscheiden. Hier blieben die Banker aber die Sieger. Am Ende ging das Spiel 2:0 an die Volksbank Pinneberg-Elmshorn, die den dritten Platz sicherte.

Generell lässt sich aber sagen, dass das Turnier eine schöne Atomsphäre hatte. Nicht nur das Wetter spielte mit, auch der neue Modus an nur einem Spieltag alle Partien auf Kleinfeldern auszutragen, hat der Sache sicher gut getan. Viele Zuschauer harrten bis zur Siegerehrung gegen 22 Uhr am späten Abend auf der Anlage aus.

(Von Sascha Urbatzka, 28.05.16, 13:01 Uhr)

Einradfahrerinnen des EMTV bei der WM dabei

Balance halten und präsent sein

Foto Einradgruppe EMTV WM Spanien
Foto: Balemann

Bei den sechs jungen Frauen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren steigt die Anspannung. Schließlich wird zurzeit fleißig geübt. Denn bevor das Erlebnis "Einrad Weltmeisterschaft (Unicon)" in Spanien im Sommer auf die Teenager wartet, stehen die Schleswig-Holstein Meisterschaften der Einrad Freestyler an. Am 16. und 17. April dürfen die Mädels ihre Choreografien damit vor heimischem Publikum direkt auf die Probe stellen – wie werden die Reaktionen sein?

Ohne zu viel zu verraten: Die Zuschauer in der Sporthalle der Erich Kästner Gemeinschaftsschule, Hainholzer Damm, dürfen sich unter anderem auf Küren zu Arielle, Adele, Dinner For One oder auch James Bond freuen. "Neben der Technik ist auch die Präsentation bei der Weltmeisterschaft entscheidend", erklärt Trainerin Katharina Balemann (20). Dabei geht es darum, wie gut der Einradfahrer in seiner Rolle ist. "Die Kunst ist es, präsent zu sein, nie zu konzentriert zu wirken und den Kontakt mit dem Publikum zu halten", so Balemann, die von ihrer jungen Gruppe auch gern einmal fürsorglich "Mama" genannt wird. Die Elmshorner möchten bei der WM eine ordentliche Rolle spielen. Balemann weiß um den Ehrgeiz ihrer Sportlerinnen, Carina Stick konnte 2014 bei der WM in Montreal die Bronzemedaille in ihrer Altersklasse erreichen. "Auf der WM gibt es viel zu sehen, eine tolle Auswahl, und alles hat mit dem Einrad zu tun", schwärmt die Trainerin, die kurzerhand die Einrad-WM zu ihrem Sommerurlaub erklärt hat, um sich die Küren auch anschauen zu können. Ein großer Dank gelte dem Verein. Der EMTV übernimmt die Startgebühren, die jeweils zwischen 100 und 200 Euro liegen. Flüge und Unterkunft berappen die Familien aus eigener Tasche – aber auch Sponsoren wie die Firmen Tank & Becker sowie Jens Traulsen und Sohn konnten gewonnen werden, damit der Traum von der WM möglich wird. Die Motivation der Mädels stimmt. Da kann eine Medaille doch nicht unmöglich sein? Wer das sagt, dem empfi ehlt die Trainerin eine Einrad-Schnupperstunde. Denn: "Es ist nicht so leicht, wie es aussieht."

(Von Sascha Urbatzka, 01.04.16, 15:10 Uhr)

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24:17 gegen Spanien – Deutsche Handballherren sind Europameister

Mit Pekeler zum EM-Triumph!

Hendrik Pekeler
Foto: privat

Wahnsinn! Unfassbar! Gänsehaut pur! Die deutsche Handballnationalmannschaft begeisterte tausende Fans in Krakau und Millionen an den Fernsehbildschirmen, als sie sich am Sonntag mit einem 24:17-Erfolg gegen Spanien die EM-Krone aufsetzte. Einer der Aktivposten auf dem Feld: der Glückstädter Hendrik Pekeler – Spitzname „Peke“. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, so der 24-Jährige gegenüber unserer Zeitung. 10.000 feierten ihn, der in der Jugend beim ETSV Fortuna Glückstadt und dem MTV Herzhorn das Handball spielen lernte, und die Mannschaft am Montag in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Aber auch über die Stimmung in Glückstadt während des Turniers „haben mich meine Eltern auf dem Laufenden gehalten“, so Pekeler. Erst als er gestern das mit Unterschriften signierte Trikot und die EM-Medaille zuhause in den Händen hielt, sei ihm bewusst geworden, was er, Team und Trainer in den vergangenen zweieinhalb Wochen geleistet hätten. „Vielen Dank an alle, die mitgefiebert haben“, dankt Pekeler den Fans für ihre Unterstützung.Bärenstark in der Abwehr, hatte der 24-Jährige auch zwei eigene Treffer zum Triumph über die Spanier beigesteuert, die den Deutschen zum Turnierauftakt in der Vorrunde die einzige Niederlage im Wettbewerb zugefügt hatten. Pekeler und die Mannschaft haben mit ihrer Leistung mitgerissen. Dazu „war die Stimmung in der Halle gigantisch“, zeigte sich Hendriks Mutter Heike beeindruckt von der Atmosphäre. Gemeinsam mit ihrem Mann Hein und Hendriks Schwestern Jenny und Steffi war sie live vor Ort und konnte ihrem Schützling gratulieren. Allerdings bekam auch die Familie Hendrik nur kurz zu fassen. „Er war so glücklich“, sagte Mutter Heike, die sich begeistert vom Siegeswillen ihres Sohnes und des gesamten Teams zeigte: „Hendrik hat den Titel unbedingt gewollt, dafür hat er das Letzte aus sich herausgeholt – genau wie der Rest der Mannschaft.“ So viele Gefühlsausbrüche wie bei dieser EM habe sie noch nie bei ihrem Sohn gesehen. „Wir freuen uns sehr mit der Mannschaft und sind unendlich stolz auf Hendrik“, so Heike Pekeler.Bei aller Freude über das Erreichte, bleibt für „Peke“ kaum Zeit zum Durchschnaufen. Heute wieder Training beim Bundesliga-Spitzenreiter Rhein Neckar Löwen, und dann geht‘s ab 11. Februar um die Wurst: In der Champions League gegen Skopje (11.2.) und Kielce (20.2.), in der Liga gegen Göppingen (14.2.) und Flensburg-Handewitt (17.2.) Wahnsinn! (mm)

Tornescherin Alina Ammann (17) ist schnell in der Spur

Ihr Herz schlägt für die 800 Meter

Foto Alina Ammann Leichtathletin Medallien
Foto: Meisberger

In den USA hat Leichtathletik einen viel höheren Stellenwert als in Deutschland. Das hat Alina Ammann bei den Junioren-Weltmeisterschaften in den Vereinigten Staaten vor zwei Jahren live erleben dürfen.

"Das war das High End", sagt Alina, die mit neun Jahren vom Turnen den Weg zu Leichtathletik und Mehrkampf fand. Dabei blieb sie, obwohl die ersten Kreismeisterschaften ein Reinfall waren. "Da habe ich drei Fehlstarts hingelegt", erinnert sie sich. Zunächst ging es keineswegs ausschließlich ums Laufen, sondern um eine "breite Ausbildung", sagt Vater und Trainer Michael, der selbst als Leichtathlet aktiv war. "Fürs Laufen habe ich mich selbst entschieden", sagt Alina, der mit zwölf Jahren als Jüngste der Sprung in den Entwicklungskader des Landes Schleswig-Holstein gelang. Vielseitigkeit bleibt Trumpf – zumal noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, auf welche Strecke Alina sich spezialisiert. "Mein Herz schlägt für die 800 Meter", sagt sie, doch auch über 400 Meter Hürden macht die Tornescherin eine sehr gute Figur. Alina will nicht nur dran bleiben, sondern weiter kommen. "Aber überdreht wird nicht", sagt ihr Vater. Und auf ihre Zeit für Freund und Freundeskreis verzichtet sie ebenso wenig wie auf Süßigkeiten.  Der Aufwand ist sportlich – fünf bis sechs Mal Training pro Woche – dennoch enorm. Auch finanziell gilt es, einiges zu stemmen. Zwar gehört Alina zum Bundeskader, aber nur Auftritte im Nationaltrikot "sponsort" der DLV. Darüber hinaus geht‘s zwei Mal im Jahr zur Leistungsdiagnostik nach Leipzig oder Saarbrücken, Trainingscamps und natürlich zu Wettbewerben und Meisterschaften. Ein großer Pluspunkt: "In der Schule fällt es mir leicht", so Alina, deren sportliches Fortkommen auch dank des Verständnisses am LMG möglich ist.

Dass es nicht immer nur nach oben geht, hat die Tornescherin schon mehrfach am eigenen Leib erfahren. Ein Infekt warf sie 2015 bei der U18-Weltmeisterschaft im kolumbianischen Cali aus dem Rennen. Die Nachwirkungen schränkten auch die Vorbereitungen auf die nationalen Meisterschaften in Jena kurze Zeit später ein. Dennoch erkämpfte sie sich die Deutsche Vizemeisterschaft über 800 Meter. Zur Vorbereitung auf die neue Saison setzte sie dann auch noch ein Bänderriss außer Gefecht. Die Olympischen Spiele 2016 am Zuckerhut in Rio verfolgt sie am heimischen TV-Bildschirm. Aber vorher will sie auch selbst sportlich Akzente setzen – etwa bei den nationalen Titelkämpfen in der Halle in Dortmund (U20) und in Leipzig (Frauen) sowie unter freiem Himmel in Mönchengladbach (U20) und in Kassel (Frauen). Bei den Deutschen Meisterschaften "ist eine Medaille das Ziel", sagt Alina. Alles weitere, bleibt abzuwarten, zumal offen ist, wo die WM stattfindet. Nach dem Ausschluss des russischen Verbandes aufgrund des Doping-Vorwurfes ist der ursprüngliche Austragungsort Kasan aus dem Rennen. "Zuallererst muss ich natürlich die Qualifikation schaffen", so die 17-Jährige.

(Von Mario Meisberger, 08.01.16, 14:10 Uhr)

Yannik (10) aus Tornesch nimmt an Auswahl-Camp teil

Baseball-Training in Japan

Foto Yannik Derstappen Alligators Baseball
Foto: Meisberger

Zum 25. Mal veranstaltet die WCBF das Baseballcamp, bei dem sich bereits Kinder aus mehr als 92 Ländern der Welt kennen gelernt haben. "Ein bisschen Englisch kann ich schon", sagt Yannik Derstappen, der seit Sommer die fünfte Klasse der Klaus-Groth-Schule in Tornesch besucht. "Und ein paar Grundbegriffe auf Japanisch kommen auch noch dazu", sagt Yanniks Mutter Katja.

Vom 2. bis 10. August reist der dann elfjährige Tornescher ins Land der aufgehenden Sonne, um vormittags Baseball unter professioneller Anleitung zu trainieren. Nachmittags stehen gemeinsame Freizeitaktivitäten mit den anderen Kindern aus 15 anderen Nationen auf dem Programm. Seit Oktober 2013 spielt Yannik bei der Alligators-Jugend in Elmshorn. Beim mittlerweile verstorbenen Nils Jens war er sofort Feuer und Flamme für den US-Sport. "Und es ist ein ganz tolles Team, das ihn sofort aufgenommen hat", lobt Katja Derstappen den Mannschaftsgeist. Als zunächst zweitjüngster im Team fiel dem Tornescher die Eingewöhnung leicht. Dass Yannik, der zuvor bei der TuS Esingen Handball gespielt hatte, talentiert ist, zeigt die Tatsache, dass er als Shortstop, Secondbaseman und Catcher nicht nur für die Alligators mit Coach Mike Grünewald spielt, sondern auch für die Schülerauswahl Hamburg/Schleswig-Holstein. Mit der erwartet ihn nach der Japan-Reise gleich der nächste Auslandstrip. Ende August geht es dann zum internationalen Turnier nach Prag. Doch erst wartet Chiba, zwölf bis 13 Stunden Flug – kaum fassbar für Yannik, der zwar schon einmal nach Norwegen in den Urlaub geflogen ist, aber Japan? Das klingt nicht nur fern.

"So langsam ist es bei ihm angekommen", sagt Mama Katja, die in Elmshorn arbeitet und ihren Junior zum Training fährt und zu den Spielen begleitet. Sie selbst war schon einmal in den USA, allerdings ohne Berührungspunkt zum Baseball. Doch eben dorthin würde auch Yannik gerne einmal reisen, schlägt sein Herz doch für die New York Yankees, den Rekord-Titelträger der Major League Baseball (MLB). "Die möchte ich gern einmal im Stadion sehen", so der Zehnjährige.

(Von Mario Meisberger, 20.03.15, 14:01 Uhr)

Schwimmer trainieren auch im Winter hart

"Saison zieht im März bereits stark an"

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Foto: Urbatzka

Sehr zufrieden darf ein Trainergespann (Foto: Anne Borinski und Jörg Freyher, nicht im Bild: Christa Harms) ganz sicher sein, wenn bei der Landesmeisterschaft am 6./7. Dezember alle Titel in der offenen Klasse in Elmshorn geblieben sind und viele Titel in den Jahrgängen errungen wurden. Zehn Tage vor Weihnachten legten die Schwimmer aus der Krückaustadt aber sogar noch nach: Beim Saisonabschluss, dem internationalen Weihnachtsschwimmen in Kiel, konnte Miron Drewinski seinen ersten Landesrekord (100 Meter Brust in 1:24,0) erzielen und Lea Boy schwamm am Ende einer langen Veranstaltung erstmals unter einer Minute über 100 Meter Kraul (59,55). Für die 14-Jährige ging es nach dem Fest aber auch gleich weiter: Bis zum Dienstag, 6. Januar, nahm sie an einem Athletik-Trainingslager in Innsbruck teil. Aber auch die Schwimmer Thore Bermel (Jahrgang 1998) und Thea Brandauer (Jahrgang 1999) sind zu Beginn dieses Jahres bereits unterwegs – mit dem Perspektivteam des deutschen Schwimmverbandes sind beide noch bis zum 11. Januar auf Teneriffa.

"Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, den Erfolgen", so Jörg Freyher im Interview mit unserer Zeitung und er schiebt noch nach: "Klasse war zum Beispiel auch der Triumph unserer D-Jungen (Jahrgang 2003/04) beim Bundesfinale im deutschen Mannschaftswettbewerb im November in Essen. Jonas Mokelke, Til-Rade Rohde, Ilja Telman, Christian Derdak und Miron Drewinski erreichten dort als einzige Schleswig-Holsteiner den sechsten Platz." Doch Ausruhen gilt nicht. Auf ihrer Facebook-Seite zitieren die Schwimmer Profi Michael Phelps: "Beim Schwimmen hilft es, groß und schlank zu sein, aber ohne viel Training kann man nicht gut darin sein. Das, was man investiert, und das, was man herausbekommt, steht in direktem Verhältnis zueinander. Wenn man härter arbeitet, als derjenige auf der Bahn neben einem, kann man ihn schlagen."

Und Trainer Jörg Freyher weiß: "Die Saison zieht im März bereits stark an, im Sommer findet außerdem viel im Freiwasser statt. Danach geht es Schlag auf Schlag weiter mit Wettkämpfen bis in den Dezember hinein." Und die Ziele für das Jahr 2015? "Neben vielen Teilnehmern und guten Platzierungen bei den Meisterschaften, hoffen wir, dass Natalie Charlos bei der WM in Russland starten wird und sich Thore Bermel und Lea Boy für die Junioren-EM im Freiwasser qualifizieren." Aber auch der 20-jährige Jacob Heidtmann könne in Russland auf jeden Fall dabei sein, so Freyher weiter. Einem tollen Schwimm-Jahr 2015 steht so wohl nichts im Wege – es sieht vom Beckenrand nur eben viel leichter aus, als es wirklich ist.

(Von Sascha Urbatzka, 06.01.15, 11:10 Uhr)

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Glückstädter Handball Ass geht vom TBV Lemgo zu Rhein Neckar Löwen

Wechsel zum Tabellenführer

Foto Team TBV Lemgo Handball
Foto: TBV Lemgo

Von der Weltspitze hat sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren entfernt, "aber ich denke, jeder Profisportler träumt von Titeln", sagt Hendrik Pekeler. Er trägt die Nummer 23, ist Kreisläufer und torhungrig – fast 350 Treffer hat er in etwas über 100 Bundesligaspielen erzielt. Und auch wenn es mit dem Nationalteam aktuell nicht danach aussieht, auf Vereinsebene will der Glückstädter diesen Traum vorantreiben. Vom beschaulichen Lemgo wechselt er im Sommer zum aktuellen Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Bei den Rhein Neckar Löwen hat "Peke" einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2018 unterschrieben.

"Dort habe ich die Chance, Titel zu gewinnen", sagt Pekeler, der bei den Mannheimern mit Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Stefan Kneer auf bekannte Gesichter aus der Nationalmannschaft trifft. Bei den Löwen soll "Peke" den Norweger Bjarte Myrhol ersetzen, der Deutschland verlässt. Und wenn alles klappt, freue er sich natürlich auf die Champions League, die Reisen, die anderen Vereine und die Atmosphäre in den Hallen", so der 23-Jährige.

Doch bis dahin ist voller Einsatz für den TBV Lemgo im Kampf um den Klassenerhalt angesagt. Sieben bis acht Mal pro Woche trainiert der 23-Jährige, der auch immer mal wieder in Glückstadt vorbeischaut oder mit Freundin Johanna zu deren Eltern nach Kiel fährt. Der letzte Besuch beim ehemaligen Verein MTV Herzhorn ist aufgrund der begrenzten Freizeit schon etwas her, aber zumindest die Ergebnisse verfolge er regelmäßig. Als Hendrik Pekeler vom Fußball den Weg zum Handball fand, war der Traum vom Profi-Handball gar nicht gegenwärtig. "Erst als ich meinen ersten Vertrag beim THW Kiel unterschrieben hatte", erinnert er sich. Mittlerweile ist der Kreisläufer des TBV Lemgo froh, dass er sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Freizeit ist rar, "aber um es ganz nach oben zu schaffen, musst du Freizeit opfern", sagt Pekeler und fügt hinzu: "Und jede Extra-Schicht macht dich ein kleines bisschen besser." Der Spaß dürfe aber bei allem Ehrgeiz nicht verloren gehen. In Lemgo reht sich fast alles um den Handball, "dementsprechend wird man auch oft auf der Straße erkannt und angesprochen", so Pekeler. Beim TBV – zuletzt Deutscher Meister 2003 – schauen auch Hendriks Eltern regelmäßig zu den Heimspielen vorbei, und wenn "Peke" mit seinem Club in Flensburg, Kiel oder Hamburg spielt, "ist eigentlich immer die ganze Familie vor Ort", sagt der 23-Jährige. Nächste Gelegenheit bietet das Gastspiel beim HSV Handball am 14. Dezember.

Auch anschließend bleibt kaum Zeit zum Luft holen: Vier Mal Bundesliga bis einschließlich Zweiten Weihnachtsfeiertag. "Und ab 27. Dezember beginnt die Vorbereitung auf Katar", freut sich "Peke" auf seine erste Weltmeisterschaft bei den Männern. Mit den DHB-Junioren klappte das zuletzt erstklassig – 2011 gewannen sie den Titel.

(Von Mario Meisberger, 14.11.14, 12:10 Uhr)

Fighting Pirates profitieren erneut vom Nachrückverfahren

Freibeuter doch weiter Zweitligisten

Foto Fighting Pirates 2014
Foto: Holger Beck

Obwohl die erste Saison in der zweiten deutschen Spielklasse für die Freibeuter der Footballer aus Elmshorn sportlich nicht so verlief, wie man sich das vor der Spielzeit erhofft hatte, können die Seeräuber doch noch jubeln: Der American Football Verband Deutschland e.V. (AFVD) hat am Montag, 10. November, bekanntgegeben: Die Elmshorn Fighting Pirates spielen in 2015 wieder zweitklassig.

Zur Begründung heißt es: Zwei freie Plätze waren noch zu vergeben, da die Osnabrück Tigers erneut auf eine Teilnahme in der zweithöchsten deutschen Spielklasse verzichten und es keinen Absteiger aus der ersten Liga gab. In einem Nachrückverfahren haben sich das Präsidium und die Wettkampfkommission des Verbandes für die Potsdam Royals und die Krückaustädter entschieden.

Pirates-Vorsitzender Jörg Lorenz erreichte diese Nachricht in der Türkei, wo er derzeit seinen Urlaub verbringt, so Pressesprecher Olaf Mai: "Die Entscheidung zeigt, dass wir in der vergangenen Saison einiges richtig gemacht haben, auch wenn es die Ergebnisse nicht widerspiegeln. Wir sind bereit und vor allem besser aufgestellt, als in der abgelaufenen Saison." Head Coach Jörn Maier hat unterdessen in einem Teammeeting bereits klargestellt, was er erwartet. "Wir dürfen uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir können. Wir müssen den Anspruch haben, besser zu werden, als je zuvor. Wir müssen eine Siegermentalität entwickeln, die uns zwingt, das letzte aus uns heraus zu holen." Die Saisonvorbereitung der Elmshorner Footballer startet am Donnerstag, 13. November, um 20 Uhr in der Halle der Erich-Kästner- Gemeinschaftsschule (Zufahrt über die Fröbelstraße). Danach findet das Training regelmäßig donnerstags, 20 Uhr, und sonnabends, 10 Uhr, in der KGSE-Halle statt. Für interessierte neue Spieler ist die Teilnahme am Training jederzeit möglich, so die Piraten.

(Von Sascha Urbatzka/Olaf Mai, 11.11.14, 15:20 Uhr)

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Speedway-Veteran Matten Kröger holt mit dem MSC Brokstedt den Titel

Und nochmal Deutscher Meister

Foto: MSC Brokstedt/Schubert

(Brokstedt/Bokel/mm) In einem packenden Finale vor 4000 Zuschauern am heimischen Holstenring hat der MSC Brokstedt den lang-ersehnten Titel im Speedway gewonnen. 17 Jahre mussten die „Wikinger“ mit ihren Fans darauf warten, bis sie wieder die Deutsche Meisterschaft feiern durften. Im ersten Finalrennen waren die Brokstedter Serienmeister AC Landshut noch 43:50 unterlegen gewesen. Jetzt gewann der MSC mit 53.40 den Titel. Für Veteran Matthias „Matten“ Kröger ein toller Moment, gehörte er doch schon 1997 zum Sieger-Team. „Zweimal Deutscher Meister mit demselben Verein in einem Abstand von 17 Jahren schaffen wohl nicht so viele Sportler!“, so Kröger.

Handballer haben SG Flensburg-Handewitt bezwungen

Esinger in der Bundesliga

Foto TuS Esingen Handball A-Jugend
Foto: Jana Berge

Seit September wird in der Halle der Klaus-Groth-Schule in Tornesch Handball der Spitzenklasse geboten. Der TuS Esingen spielt in der A-Jugend-Bundesliga. "Das intensive Training begann bereits in der vierten Sommerferienwoche", erklären die TuS-Spieler Benedikt Vollbehr (17), Mirko Hahn (18) und Jan Rabe (18) im Interview mit unserer Zeitung. Der Freitag sei, wie der Name es schon andeute, wirklich frei, aber alle anderen Tage der Woche werde seither 2-3 Stunden trainiert. Auch eine Fahrradtour auf den Brocken im Harz war dabei – sicher nicht das schlechteste Mittel,um den Teamgeist zu stärken. Den haben die Tornescher schließlich schon im ersten Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt an den Tag gelegt. "Wir lagen schnell mit 0:5 hinten, haben aber nicht aufgegeben und an den Sieg geglaut", so die Spieler, die allesamt aus der Region kommen – Elmshorner, Tornescher, Uetersener und Pinneberger sind dabei.

Alle sind sich einig: "Wenn wir uns richtig anstrengen, können wir auch gegen Mannschaften siegen, die vermeintlich stärker sind. Mit uns rechnet niemand, wir können eigentlich nur gewinnen." Wie die Saison 2014/15 für die Tornescher auch immer läuft, die Zukunft des Bundesliga-Handballs in Esingen ist ungewiss. Denn nach dem Reglement scheiden fast zwei Drittel der Spieler 2015 aus dem A-Jugend-Kader aufgrund ihres Alters aus – wie es dann weiter geht? Das soll zu gegebener Zeit geklärt werden. Erst mal heißt es: In Tornesch wird noch bis ins Frühjahr 2015 Bundesliga- Handball geboten. Spieler und Trainer freuen sich auf jeden Fan, der in der Halle für das Team Alarm macht.

Die Heimspiele des TuS Esingen sind: 05.10.14, VfL Bad Schwartau; 25.10.14 Füchse Berlin; 02.11.14, HC Empor Rostock; 08.11.14, Eintracht Hildesheim; 06.12.14, SC Magdeburg; 13.12.14, SG Flensburg Handewitt; 21.12.14 1. VfL Potsdam; 24.01.15, THW Kiel; 01.03.15, HSV Hamburg; 21.03.15, TSV Anderten.

(Von Sascha Urbatzka, 02.10.14, 15:10 Uhr)

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Nach Bundesliga-Premiere: Rückschlag für Nachwuchskeeper des HSV

Kreuzbandriss bei Justin Rundt

Foto: Strandmann

(Sparrieshoop/Hamburg/mm) Beim 34:38-Erfolg beim TuS N-Lübbecke feierte er sein Bundesliga-Debüt für den HSV Handball, entschärfte sogar einen Siebenmeter. Knapp zwei Wochen später musste Torwart-Talent Justin Rundt aus Sparrieshoop einen herben Rückschlag einstecken. Im Training zog sich der 19-Jährige einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu.HSV-Trainer Christian Gaudin spricht dem Youngster, der voraussichtlich zwischen sechs und acht Monaten ausfallen wird, Mut zu. „Justin war in den letzten Spielen ein wichtiger Spieler für uns. Ich wünsche ihm, dass er diese Verletzung gut verkraftet und noch stärker zurückkommt“, so Gaudin.

Ironman in Barcelona: Timo Hein (37) erreicht in 9:29:51 Stunden das Ziel

Eigene Bestzeit pulverisiert

Foto: Wilfried Hein

(Barcelona/mm) Auch der verzögerte Start durch ein Gewitter und das dadurch unruhigere Mittelmeer konnten Timo Hein (links) nicht aufhalten. Beim Ironman in Barcelona durchbrach der Elmshorner nicht nur die anvisierte Zehn-Stunden-“Schallmauer“, sondern pulverisierte seine eigene Bestzeit sogar mit einem Finish in 9:29:51 Stunden.

Beachvolleyball: Duo Böckermann/Urbatzka im Spiel um Platz 3

Titelverteidigung verpasst

Foto Beachvolleyball Mischa Urbatzka
Foto: smart beach tour

Nach einer durchwachsenen Saison 2014 lief es für Markus Böckermann und den Elmshorner Mischa Urbatzka bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand bis zur Gewinnerrunde 3 optimal, aber danach ging es nur über den Kampf weiter: Zwei wichtige Siege standen auf dem Konto der Norddeutschen. Zunächst wurde das Duo Schümann/Stork in Runde eins mit 21:10 und 21:16 klar bezwungen, danach lief es auch gegen Dollinger/Flüggen prächtig. Am Ende hieß es 21:18 und 21:19. Dann folgte eine dramatische Partie im Sand gegen die an Eins gesetzten Jonathan Erdmann und Kay Matysik. Die noch amtierenden Deutschen Meister Böckermann/Urbatzka wurden komplett gefordert. Der erste Satz ging mit 1721 unglücklich an die Gegner. Im zweiten dann das Comeback: Nach Abwehr eines Matchballes wurde der Durchgang mit 23:21 noch gewonnen. Im dritten Satz ging es erst munter hin und her, bis Böckermann/Urbatzka beim Stand von 11:11 nach einer Auszeit nicht mehr punkten konnten. 11:15 ging der Satz an Erdmann/Matysik.

In der Verliererrunde hängten sich Böckermann/Urbatzka zwar rein, konnten den ersten Satz gegen Dollinger/Wickler mit 22:20 denkbar knapp gewinnen, dann war aber die Luft raus. Klar gingen die anderen Durchgänge mit 13:21 und 10:15 an die Gegner. Das bedeutet für den Elmshorner und den Hamburger, dass im Jahr 2014 mehr als der fünfte Platz nicht drin ist.

(Von Sascha Urbatzka, 30.08.14, 12:40 Uhr, aktualisiert: 30.08.14, 17:40 Uhr)

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Freiwasserschwimmerin aus Elmshorn fast ertrunken

Gute Besserung, Natalie!

Foto Natalie Charlos Elmshorn
Foto: Strandmann

Bei der in Berlin laufenden Schwimm-Europameisterschaft hat die Elmshornerin Natalie Charlos (21) am Mittwoch, 13. August, kurz vor dem Ziel der 10-km-Distanz im Wasser das Bewusstsein verloren und wäre offenbar fast ertrunken.

Das Tempo des Rennens soll bis dahin extrem hoch gewesen sein, scheinbar hat sich die Krückaustädterin, die für Polen startet, übernommen. Helfer vor Ort sollen erst spät auf die Notlage reagiert haben, bei der Einlieferung ins Krankenhaus sei sie noch nicht ansprechbar gewesen. Ihr Zustand habe sich dann aber gebessert, sie sei stabil, so der Deutsche Trainerstab. Wir wünschen Ihr eine rasche Besserung!

(Von Sascha Urbatzka, 13.08.14, 23:15 Uhr)

Beim Elmshorner TTC trainiert Weltmeisterin Andrea Knief

Grundlagen sind sehr wichtig

Foto Andrea Knief
Foto: Urbatzka

Seit August 2013 ist die Norderstedterin Andrea Knief, Tanz-Weltmeisterin des Jahres 1992, beim Tanz Turnier Club Elmshorn e.V. (TTC) am Sandweg in Klein Nordende als Trainierin aktiv. Sie möchte ihre große Erfahrung an die jungen Leute weitergeben und sagt: "Talent ist nicht alles".

Der größte Erfolg ihrer Karriere
Mit zwölf Jahren ging es los, ihr Ehrgeiz und ihre Leidenschaft trieben sie immer weiter voran, bis sie letztlich auf dem Podest im Kreml in Moskau 1992 mit ihrem Mann Frank ganz oben stand: Weltmeister – Wahnsinn. Nach vier Runden à zehn Tänzen in der Königsklasse Standard und Latein. Rückblickend sagt Andrea Knief heute: "Ich war wohl noch nie so fit, wie an jenem Tag."

"Abends vom Hotel in Moskau auf den Roten Platz zu schauen – das werde ich nie vergessen", erinnert sich die Norderstedterin gern an die Zeit des großen Erfolges zurück. Aber, betont sie, nach Jahren im Profi-Zirkus "war für uns klar, Familie muss sein."

Ihr Credo im Tanztraining
Heute gibt Knief daher gern den Jugendlichen im Training ihre Erfahrung weiter. "Jeder kann sein eigener Weltmeister sein", lautet ihr Credo. Talent sei dabei nicht alles. Haltung und Fußtechnik – das lässt sich alles lernen, weiß die erfahrene Tänzerin. Sie ist fest davon überzeugt, dass Grundlagen frühzeitig im Training gelegt werden: "Auch wenn es stupide ist, muss man den Gehschritt 500 Mal hintereinander machen. Darauf lässt sich später aufbauen." Kleinigkeiten würden irgendwann die Unterschiede ausmachen. Junge
Leute möchte sie zugleich ermuntern, sich auf‘s Parkett zu wagen: "Heute ist in Schleswig- Holstein an der Spitze des Tanzsports viel weniger los als früher", betont Knief. Wer ein bisschen Arbeit investiere, könne schnell Erfolge feiern. Von den Vorzügen der sportlichen Betätigung ganz zu schweigen: "Vieles kommt in der heutigen Zeit zu kurz. Tanzen schult die Balance, die Musikalität und die Körperkoordination. Außerdem lernen die Tänzer, Rücksicht auf den Partner zu nehmen." Viele Titel – bis zum Vize- Weltmeister – geben ihr als Trainerin in diesem Punkt sicher recht.

Der Tanzsport in den Medien
Der Tanzsport kämpft um den Nachwuchs. Zudem ist die Übertragung von Tanzturnieren aus dem TV fast gänzlich verschwunden. Insofern findet Knief Shows wie "Let‘s dance" eine gute Sache – klar, da steht die Unterhaltung im Vordergrund, aber "es rückt den Tanzsport in den Fokus." Über Juror Joachim Llambi kann sie beispielsweise herzhaft lachen: "Er hat früher mit uns getanzt, das Schnacken kann er allerdings noch besser", so die Weltmeisterin.

(Von Sascha Urbatzka, 08.08.14, 14:17 Uhr)

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Horster Verbandsligist hat gegen die HSV-Stars das Nachsehen

Van der Vaart & Co mit Kantersieg

Foto: Meisberger

„Das wird ein tolles Erlebnis“, hatte VfR-Trainer Lars Lühmann vor dem Spiel gesagt. Sicherlich hätte der 42-Jährige aber einige Tore weniger gegen seine Mannschaft gesehen. 0:15 (0:4) lautete der Endstand nach 90 Minuten.

Dabei hatte sich der Hamburger SV zunächst vergeblich gemüht, um Horsts Torwart Rene Lemke zu überwinden. Erst nach 20 Minuten fand Petr Jiracek die Lücke in der VfR-Defensive zum 0:1. Cigerci (34.), Stieber (42.) und van der Vaart (44.) sorgten für den 0:4-Pausenstand. Ohne van der Vaart, aber dafür mit Tolgay Arslan führte der HSV nach Wiederanpfiff seine Torejagd erfolgreicher fort. Elf Stück legten sie dem VfR vor "ausverkauftem Haus" ins Nest. Sehr zum Leidwesen von Jan Körner, der in der zweiten Hälfte für Rene Lemke das Horster Tor hüten durfte. (mm)

Elmshorner Triathlet Timo Hein beim Ironman in Klagenfurt

Persönliche Bestzeit geknackt

Foto Timo Hein
Foto: Wilfried Hein

(Klagenfurt/mm) Das Bestmögliche wollte er aus sich herausholen, und am Ende verbesserte Timo Hein seine persönliche Bestzeit um eine halbe Stunde. In 10:01:59 Stunden absolvierte der Elmshorner den Ironman im österreichischen Klagenfurt. „Ich habe bis zum Schluss gekämpft“, so Hein, der sich über seine Leistungssteigerung im internationalen Feld von 3000 Athleten freute. Einziger Wermutstropfen: die knapp verpasste Schallmauer von zehn Stunden. „Im nächsten Jahr nehme ich einen neuen Anlauf“, versprach Hein.

Fußball-WM 2014: Einschätzungen der Verwaltungschefs optimistisch

Bürgermeister tippen auf viele Siege

Foto Thorsten Rockel, Bürgermeister Seestermühe
Foto: Urbatzka

Während Bürgermeister Thorsten Rockel aus Seestermühe (Foto) immerhin beim Jedermann-Turnier schon einmal im Tor stand, fährt Bürgermeister Günther Korff aus Klein Offenseth-Sparrieshoop schwerere Geschütze auf – bis etwa zum 27. Lebensjahr hat Korff in Niedersachsen aktiv im Verein gespielt. Seine Tipps: Deutschland – Portugal 2:1; Deutschland – Ghana 3:1 und USA – Deutschland 0:2. Genau wie Rockel sieht auch Korff drei Siege in der Vorrunde.

Da ist Karin Röder, Bürgermeisterin der Gemeinde Kölln-Reisiek, dann doch etwas vorsichtiger. Fußballtechnisch kann sie aber auf jeden Fall auch mitreden. Bis ins Teenageralter hatte sie damals ihren sportbegeisterten Vater regelmäßig ins HSV-Stadion begleitet. Ihre Tipps: Deutschland – Portugal 2:1; Deutschland –Ghana 1:1 und USA – Deutschland 0:2.

Last but not least baten wir auch den neuen Elmshorner Stadtrat Dirk Moritz, frisch nach gerade einem Monat im Amt, um die WM-Tipps für die Vorrunde. Er stand als kleiner Junge in der A-Jugend früher auch auf dem Platz. Seine Tipp: Deutschland – Portugal 2:2; Deutschland – Ghana 3:0; USA – Deutschland 0:4. Bei so viel Optimismus, muss das in Brasilien für Jogis Elf ja wohl eindeutig klappen.

(Von Sascha Urbatzka, 03.06.14, 14:35 Uhr)

Tolle Stimmung beim "Cup der Religionen" / Pastoren treffen

Imame gewinnen Premiere gegen Pastoren mit 8:3

Foto Fußball Pastoren und Imame
Foto: Urbatzka

Es herrschte eine ganz besondere Stimmung am Sonnabend, 12. April, auf dem Sportplatz an der Rudolf-Diesel-Straße in Elmshorn. Irgendwie eine Mischung aus "Unsere Sprache ist Fußball" und "Wir glauben an uns - auch sportlich". Erstmalig fand ein Fußballspiel (2x 30 Minuten) zwischen Pastoren und Imamen statt. Die Idee war aus einer Arbeitsgruppe des interreligiösen Dialogs heraus entstanden. Tenor: "Hier muss nicht nur miteinander gesprochen, sondern auch gehandelt werden."

Das wurde nun Realität. An Glauben mangelte es auf dem Feld also wirklich nicht, doch sportlich sahen es die Aktiven des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf realistisch: "Die türkisch-islamische Gemeinde hat ein Fußball-Team, wir bisher nicht." Zwar fanden ich mehr als zwölf Fußballer, doch zahlreiche Anfänger standen auch auf dem Platz: "Vier von uns haben noch nie Fußball gespielt."

So endete die Partie nach 60 Minuten 8:3 für die Imame - doch von Enttäuschung bei den Pastoren und Christen aus der Verwaltung und der Diakonie des Kirchenkreises keine Spur: "Drei Tore - das war ja nicht zu erwarten", konnte der Zuschauer aufschnappen. So sahen die etwa 200 Zaungäste eine wirklich unterhaltsame Partie, in der die Pastoren nach der ersten Halbzeit noch 0:4 zurück lagen. Lauter Jubel brach aus, als wenig später sogar das erste Tor herausgespielt wurde. Damit hatte das Team um Coach, Propst Dr. Thomas Bergemann, nicht unbedingt mehr gerechnet. Doch sogar zwei weitere Treffer ließen die Akteure mit dem Kreuz als Symbol auf dem Trikot noch folgen. Fehler in der Abwehr wurden durch die Imame aber meist sofort ausgenutzt - so blieb letztlich für die Premiere des Abrahams Cup ein 8:3 unterm Strich. Bei der Siegerehrung wurden dennoch Trophäen für diese wirklich gelungene Erstauflage des interreligiösen Dialogs in praktischer Form verteilt.

(Von Sascha Urbatzka, 13.04.14, 17:01 Uhr)

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Hier gibt es die Ankündigung auf der Website des Kirchenkreises noch einmal zum Nachlesen...

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