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Autobahn 23 wird ab Juli zur Mega-Staufalle

Bauarbeiten dauern bis 2023

Kreis Pinneberg/Hamburg (rs/jhf) Auto- und Brummifahrer müssen jetzt ganz tapfer sein: Die Autobahn 23 wird ab 11. Juli zur Großbaubaustelle. Bis Jahresende wird die Fahrbahn Richtung Norden zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest und der Anschlussstelle Halstenbek/Krupunder saniert. Dadurch stehen ab Mitte August zwar weiterhin zwei Fahrstreifen nach Norden, aber nur einer nach Süden zur Verfügung. Es ist mit erheblichen Staus zu rechnen, besonders während der Rush-Hour zwischen 7 und 9 Uhr Richtung Hamburg und zwischen 14 und 19 Uhr Richtung Heide. 2023 ist die Fahrbahn Richtung Süden dran.

Empfehlung: Im Homeoffice arbeiten

Der Start der Arbeiten wurde bewusst in die Ferien, nach der ersten Urlaubswelle, gelegt. Pendlern wird empfohlen, Arbeiten im Homeoffice in Betracht zu ziehen. Zudem sollte über die L103 und die A7 über die Anschlussstellen Quickborn und Henstedt-Ulzburg ausgewichen werden.

Grunderneuerung auf Hamburger Abschnitt, Asphaltaustausch auf schleswig-holsteinischischem Gebiet

Zum einen will die Autobahn GmbH des Bundes die A23 zwischen dem Autobahndreieck und der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein von Grund auf erneuern und dabei lärmmindernden Asphalt einbauen. Dieser liegt bereits auf dem folgenden Abschnitt in Schleswig-Holstein, ist aber abgenutzt und soll daher herausgebrochen und neu aufgetragen werden. Neuer offenporiger Asphalt wird ab der Landesgrenze bis zur Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder und in der Gegenrichtung ab der Anschlussstelle Pinneberg-Süd aufgebracht.

Der Zeitplan

Im Einzelnen sind diese Arbeiten geplant: Von 11. Juli bis zirka 18. August wird die Baustellenverkehrsführung vorbereitet. Vom 2. August bis 18. August wird eine Verbindungsrampe von der A7 aus Norden zur A 23 Richtung Heide gebaut. Dann beginnt die Hauptphase der Baustelle. Von Mitte Dezember bis Weihnachten wird die vorübergehende Verkehrsführung wieder abgebaut.

Sanierungsstau

Carsten Butenschön, Direktor der Autobahn-Niederlassung Nord: „Durch den Ausbau der A7 von 2014 bis 2019 konnte auf der A23 keine größere Erneuerungsmaßnahme durchgeführt werden. Es wird eine große Herausforderung (...), den dadurch entstandenen Sanierungsrückstau zwischen Elmshorn und dem Dreieck HH-Nordwest in den kommernden Jahren kontinuierlich abzubauen.“

A23 ist erheblich beschädigt

Zuletzt wurde die A23 im Jahr 2009 saniert. Sie weist im Bereich Hamburgs erhebliche Schäden auf, die nicht nur an der Oberfläche bleiben, sondern bis in den Aufbau der Autobahn hineinreichen. Für den lärmmindernden Asphalt muss ein neues Entwässerungssystem eingebaut werden, da der Regen durch die offenen Poren abfließt. Von dem Lärmschutz sollen etwa 5000 Anwohner profitieren, die nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes seit 2017 darauf warten. Damals wurde der Planfeststellungsbeschluss gefasst.

Ausblick

Nach Fertigstellung dieser Arbeiten stehen die nächsten Baustellen bereits an. Der Tunnelbauwerk auf der Verbindung zwischen der A7 und der A23 Fahrtrichtung Heide soll 2026 saniert werden. Der Ausbau der A 23 von vier auf sechs Fahrstreifen soll 2028/29 beginnen. Nach Ansicht der Autobahn GmbH des Bundes ist es trotzdem vertretbar, 2022 und 2023 offenporigen Asphalt einzubauen, da dieser im Schnitt nur sieben Jahre hält. Zudem ist der Planfeststellungsbeschluss von 2017 bindend. In den kommenden Jahren wird die A 23 in weiteren Abschnitten zwischen Elmshorn und Halstenbek-Krupunder saniert, da der Instandsetzungsrückstand abgebaut werden muss.

Empfehlungen für Autofahrer

Pendler sollen während der Bauzeit am besten im Homeoffice arbeiten. Wenn das nicht möglich ist, sollen sie das Autobahndreieck Hamburg-Nordwest weiträumig umfahren. Wer aus demwestlichen Schleswig-Holstein in das Hamburger Zentrum fährt, sollte über die L 103 ausweichen. Pendler aus dem nordwestlichen Schleswig-Holstein mit Fahrtzielen im Norden und Nordosten Hamburgs wird empfohlen, die A7 über die Anschlussstellen Quickborn oder Henstedt-Ulzburg zu nutzen, um über die B 432 und B 433 in die nördlichen Bezirke Hamburgs zu gelangen.

Autofahrer aus dem Zentrum Hamburgs mit Fahrtziel A7 Richtung Flensburg wird geraten, die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen zu meiden und je nach Möglichkeit bereits früher auf die Autobahn aufzufahren, wie etwa an der Anschlussstelle HH-Volkspark. Ebenso können die Anschlussstellen weiter nördlich, wie Schnelsen und Schnelsen-Nord genutzt werden. Bei massivem Stau am Autobahndreieck Nordwest während der Hauptbauphase von August bis Dezember wird Pendlern mit Fahrtziel A23 am Nachmittag geraten, am Stau vorbei die A7 bis zur Anschlussstelle Schnelsen zu nutzen, dort abzufahren und Richtung Hannover wieder aufzufahren und die Verbindungsrampe von der A7 zur A 23 Richtung Heide zu nutzen. Urlaubsreisenden wird empfohlen an den Wochenenden des Bettenwechsels möglichst frühzeitig oder spät an- oder abzureisen, um die Verkehrsmengen am Tag zu entzerren.

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