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Gasleitung für LNG: Verkürztes Verfahren

Kreise Pinneberg/Steinburg: Auslegung der Unterlagen beginnt

Brunsbüttel ist ein starker Industriestandort. (Foto: pixabay)

Kreise Pinneberg/Steinburg (rs) Am 19. Juli 2022 wird das Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) die Planunterlagen für den Bau zweier Gasleitungen im Zuge des geplanten LNG-Terminals in Brunsbüttel veröffentlichen. Die Veröffentlichung markiert den offiziellen Start der Genehmigungsverfahren zum Bau von Flüssiggas-Infrastruktur in Schleswig-Holstein und sieht deren zeitnahe Anbindung an das deutsche Gasnetz vor. 

Die Leitungsprojekte sind Teil der Anstrengungen von Bundesregierung und Land, um die aktuelle Gasmangellage in Deutschland abzufedern und die Abhängigkeit von russischem Gas zu minimieren.

Das Genehmigungsverfahren umfasst zwei Leitungsprojekte, darunter eine über 50 Kilometer lange Leitung, die ab Herbst/Winter 2023 einen unmittelbaren Anschluss an das Gasfernleitungsnetz am Einspeisepunkt Hetlingen/Haseldorf in der Nähe von Uetersen sicherstellt. Für beide Leitungsprojekte hat der Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie Deutschland eine Genehmigung beim AfPE beantragt.

Mit dem LNG-Beschleunigungsgesetz (LNGG) haben Bundestag und Bundesrat im vergangenen Juni die gesetzliche Grundlage für verkürzte Genehmigungsverfahren beim Bau von Flüssiggas-Infrastruktur geschaffen. Die gesetzlichen Änderungen finden nun zum ersten Mal in Schleswig-Holstein Anwendung.

Für die 54 Kilometer lange Leitung von Brunsbüttel nach Hetlingen/Haseldorf wird das gewohnte Planfeststellungsverfahren unter geänderten Bedingungen durchgeführt. Der Zeitraum von der Veröffentlichung der Unterlagen im Internet bis zum Ende der Einwendungsfrist wird auf zwei Wochen verkürzt. Die Internetveröffentlichung über die Seite www.schleswig-holstein.de/afpe oder über den Dienst BOB-SH beginnt am 19. Juli 2022. Bis zum 01. August 2022 müssen die Einwendungen beim AfPE vorliegen. Eine Auslegung der Papierunterlagen wird in den Ämtern Wilstermarsch, Krempermarsch, Horst-Herzhorn sowie Geest und Marsch Südholstein ab dem 19. Juli für den Zeitraum von einer Woche erfolgen.

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