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Großes Interesse an Amnesty Elmshorn

70 Menschen feiern 50-jähriges Bestehen der Gruppe

Anna Haentjens sang Friedenslieder. (Foto: Amnesty Elmshorn)

Elmshorn (jhf) Die Elmshorner Amnesty-Gruppe setzt sich seit 50 Jahren für die Menschenrechte ein. Etwa 70 Besucher feierten dieses Jubiläum im "Haus 13". Im Kreis Pinneberg gibt es keinen zweiten Ableger der Organisation Amnesty International, teilte die Gruppe mit.

Studentin aus dem Iran berichtet von "Grüner Revolution"

Die Sängerin Anna Haentjens engagiert sich immer wieder gesellschaftspolitisch. Sie trug bei der Jubiläumsfeier Friedenslieder vor. Nazafarin Ahmadi-Pishkoohi berichtete von ihrer Teilnahme an der „Grünen Revolution“ in 2009 ihrem Heimatland Iran. Die Protestbewegung gegen das islamistische Mullah-Regime war blutig niedergeschlagen worden. „Wir hatten Angst erschossen zu werden - und noch mehr Angst, verhaftetet zu werden, gerade als Frau.“ Die Referentin, die derzeit ein Studium in Deutschland absolviert, warb um internationale Solidarität mit der jetzigen Oppositionsbewegung in ihrem Heimatland, gegen die das Regime wieder mit äußerster Brutalität vorgehe: „Schon 520 Menschen, die sich für Freiheits- und Frauenrechte eingesetzt haben, wurden umgebracht.“ Ahmadi-Pishkoohi rief dazu auf, Beispiel Petitionen bei Amnesty International für Verfolgte zu unterzeichnen. Besonders wichtig seien Petitionen mit dem Ziel, die Revolutionsgarden des iranischen Regimes auf die Sanktionsliste der EU zu setzen.

Neue Mitstreiter gewonnen

Amnesty-Sprecher Edgar Schachtrupp zog ein positives Fazit: „Wir konnten gleich mehrere neue Mitwirkende gewinnen, die zum Beispiel bei Infoständen oder anderen Aktionen mitmachen wollen. Für die Menschenrechte müssen wir immer wieder Flagge zeigen, an möglichst vielen Orten weltweit.“ Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich im Weltladen TOP 21 in Elmshorn in der Holstenstraße melden, der seit langem mit der Amnesty-Gruppe zusammenarbeitet.

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