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Kreisjägerschaft Pinneberg stellt im Elbmarschenhaus aus

Spannende Einblicke in die Natur und wie fragil das System ist

Im Bestand bedroht: der heimische Fasan. (Foto: pixabay)

Haseldorf (rs) Wie umfangreich und vielfältig die Aufgaben und Aktivitäten eines Jägers sind, davon können sich Interessierte in Kürze ein gutes Bild machen. Am 19. August wird im Elbmarschenhaus in Haseldorf eine Ausstellung der Kreisjägerschaft Pinneberg eröffnet.

Ehe sie mit einer Waffe auf Pirsch gehen dürfen, müssen Jäger eine fundierte Ausbildung mit vielen Fakten, Abläufen und umfangreichem Praxiswissen aus Jagd und Natur durchlaufen. Erst wer die Prüfung besteht, ist berechtigt, die Jagd auszuüben.

Ganz oben steht der Naturschutz in seiner großen Breite. Wildtiere leben heute in einer Kulturlandschaft, die manchen Arten zu schaffen macht, anderen wiederum heute viel mehr bietet als früher, was zu einer ungesteuerten Vermehrung führen kann. Dort ist der Jäger gefordert, in die Populationsentwicklung einzugreifen. 

Es gibt Wildtierarten wie Hase, Fasan und Rebhuhn, die mit einem starken Rückgang ihrer Art zu kämpfen haben. Aufgabe des Jägers ist es, die Lebensräume und Nahrungsgrundlagen dieser Tiere zu verbessern, etwa durch Anlegen von Feldholzinseln, Wildäckern und Blühflächen, und deren Fressfeinde im Bestand zu regulieren. Zu diesen sogenannten „Prädatoren“ gehören neben heimischen Raubtieren auch invasive, tierische Neubürger wie Marderhund, Waschbär und Mink, die einige heimische Tierarten stark im Bestand gefährden. 

Neben dem Naturschutz sieht sich der Jäger aber auch in der Pflicht, öffentliche Aufgaben wahrzunehmen. Er kümmert sich um die Bergung von Wild bei Unfällen und hat Acht zu geben auf Wildschäden in der Landwirtschaft und das Auftreten von Wildkrankheiten. Aktuell beschäftigt die Afrikanische Schweinepest zunehmend die Jäger in einigen Landesteilen. 

Außerdem beteiligt sich die Jägerschaft an vielen Natur- und Artenschutzprojekten und unter anderem im Zuge intensiver Öffentlichkeitsarbeit an fachlich fundierten Bildungsangeboten und an der Aufklärung der Bevölkerung in Sachen Natur und Jagd.

Der Besucher der Ausstellung kann sich weiterhin informieren über moderne Techniken, die der Jäger einsetzen darf, um Wild zu bejagen oder zu schützen. Die aktuell sehr erfolgreiche Aktion der Kitzrettung mit Drohnen vor der Grasmahd in der Landwirtschaft ist ein Beispiel für den unentgeltlichen Einsatz der sogenannten „Grünen Zunft“ für gefährdete Wildtiere. Die Ausstellung der KJS Pinneberg ist bis zum 9. Oktober zu sehen. Sie kann zu den Öffnungszeiten des Elbmarschenhauses, Hauptstraße 26 in Haseldorf, kostenfrei besucht werden. Jeden Sonntag von 11 bis 16 Uhr steht eine Ansprechperson der Jägerschaft für Fragen zur Ausstellung bereit. 

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