Promenaden, Brunnen und Kunst geplant

Elmshorns Hafen wird zum Schmuckstück

Die Darstellung zeigt, wie sich die Freiraumplaner den Bereich in der Nähe der Wedenkampbrücke vorstellen. Blickfänge sollen der Hafentower, die Treppenanlage zur Krückau und ein Tidebrunnen bieten. (Quelle: Planorama)

Elmshorn (rs) Wie schon für die Buttermarkt-Planung hat das Berliner Büro Planorama auch für seinen Vorentwurf für die Freiraumplanung des Elmshorner Hafens viel Lob der Politik geerntet. Vom Tisch ist allerdings die vom Büro ursprünglich vorgesehene Erweiterung des Hafenbeckens. Dies würde die ohnehin bestehende Schlickproblematik weiter verschärfen.

350 Quadratmeter großer Brunnen

Als Ausgleich schlägt das Büro einen rund 350 Quadramatmeter großen, flachen Brunnen auf dem Südufer vor. Dieser könnte auch zum Spielen dienen. Eine Promenade soll möglichst weit um den Hafen herumführen. Weitere Highlights sind der geplante Hafentower an der Wedenkampbrücke, eine breite Treppenanlage am Südufer zum Wasser, sowie am Nordufer der dorthin umziehende Skulpturengarten und ein Spiel- und Sportband für Bewegung an der frischen Luft.

Große Zustimmung im Ausschuss für Stadtumbau

Die Grundzüge standen schon vor Jahren im Siegerentwurf. Doch jetzt hat das Berliner Büro Planorama die Freiraumplanung für den Elmshorner Hafen deutlich konkretisiert. Im Ausschuss für Stadtumbau gab es zwar zahlreiche Nachfragen und weitere Anregungen. Im Kern aber stießen die Vorschläge auf große Zustimmung.

Das ist geplant:

  • Markantes Gebäude wird ein würfelförmiger Hafentower an der Wedenkampbrücke.
  • Auf die Erweiterung des Hafenbeckens vor der Wedenkampbrücke wird verzichtet. Ersatz bietet ein 350 Quadratmeter großer Tidebrunnen auf dem Südufer. Idee der Planer: Das Wasser erlebbar zu machen. Es könnte im Brunnen mit dem Wasserspiegel der Krückau steigen oder entgegen der Tide sinken.
  • Prägend am Südufer wird eine breite Treppenanlage zur Krückau hinunter.
  • Der Wochenmarkt wird mit einem kleinen Platz westlich des Wedenkamps fortgesetzt.
  • Um den Hafen führt eine breite Promenade. Haken: Es kann sein, dass nur eine U-Form um Nordufer, Wedenkampbrücke und Südufer möglich ist. Die im alten Entwurf angedachte Brücke über das Hafenbecken als Dreh- oder Klappbrücke dürfte aus Kostengründen entfallen. Ob eine Fortsetzung der Promenade am Stichhafen vorbei hinter dem ehemaligen Max-Bahr-Markt realisierbar ist, hängt von Grundstücksfragen ab. „Planerisch wäre ein Rundweg natürlich super“, erklärt Ulf Schrader von Planorama.
  • Auf das Nordufer soll auf Rasenflächen der Skulpturenpark vom Probstendamm umziehen. Der Baumbestand des Nordufers wird fast komplett erhalten.
  • Auch die Museumswerft soll bleiben, aber statt der Container ein modernes Gebäude inklusive Sanitäranlagen erhalten.
  • An der Nordufer-Promenade entsteht ein abwechslungsreiches Spiel- und Sportband.
  • Am Nordufer sind wie bisher Wohnmobilplätze vorgesehen. Damit sind allerdings weder der Kunstverein wegen der Wirkung auf den Skulpturengarten noch die Planer glücklich. Das sei eine Vorgabe der Stadt gewesen, so Schrader. In dem Punkt soll es noch weitere Gespräche geben. Der Vorentwurf der Freiraumplanung wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Auschusses beschlossen.
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