Zahme Weißstörchin sucht Anschluss bei Menschen

Christian Erdmann von der Wildtierstation: Bitte Vogel in Ruhe lassen!

Weißstörchin „Nadja“ lebt zurzeit in Raa-Besenbek. Pferdepflegerin Patricia Behm kümmert sich um den Vogel. Der Leiter der Wildtierstation ruft Bürger dazu auf, die Störchin in Ruhe zu lassen. (Foto: Patricia Behm)

Raa-Besenbek (jhf) Einer Bürgerin aus Raa-Besenbek ist kürzlich eine Weißstörchin zugelaufen. „Eines Morgens stand sie auf unserer Auffahrt und kam sehr nahe zu uns Menschen“, berichtete Patricia Behm. Die 28-jährige Pferdepflegerin kümmert sich seit mehr als einer Woche um den Vogel und gab ihm den Namen „Nadja“.

"Misslungene Handaufzucht"

Behm bat Christian Erdmann, den Leiter des Wildtier- und Artenschutzzentrums in Klein Offenseth-Sparrieshoop, um eine Einschätzung. Dieser berichtet, dass er die zahme Störchin für eine „vollkommen misslungene Handaufzucht“ hält. Das Problem: „Der Zugvogel zieht nicht in den Süden und er sucht die Nähe zum Menschen. Das muss nicht immer gut ausgehen“, sagt Erdmann. Mit der Pflege von Patricia Behm sei er aber sehr zufrieden. Sie kümmere sich hervorragend um „Nadja“.

Störchin schläft sicher vor Hunden und Füchsen auf dem Dach

„Die Störchin fliegt Abends auf das Hausdach vom Nachbarn, um dort sicher vor Fuchs und Hund schlafen zu können“, berichtet Erdmann. Bürger sollten die Störchin in Ruhe lassen. Er rät auch davon ab, sie zu füttern. „Die sehr kalten Tage sind erst einmal vorbei. Jetzt haben wir sie beim Regenwürmersammeln beobachtet“, sagt Erdmann und betont: „Wenn Hilfe notwendig ist, schreiten wir selbstverständlich ein.“

Kontakt

Die Wildtierstation ist erreichbar unter Telefon 04121 4501939, www.wildtier-und-artenschutzzentrum.de und per E-Mail an info@wildtier-und-artenschutzzentrum.de.

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