Drei Vorschläge für alternative Trassen

Tornescher CDU will Radschnellweg um Zentrum herumleiten

Nach Ansicht der Tornescher CDU sollte der Radschnellweg auf keinen Fall über die Kreuzung Wihelmstraße, Ahrenloher Straße, Lindenstraße verlaufen. (Foto: Jan-Hendrik Frank)

Tornesch (jhf) Die Metropolregion will den Radschnellweg Elmshorn–Hamburg über eine zentrale Kreuzung in Tornesch führen. Er soll von Norden her kommend entlang der Wilhelmstraße auf die große Tornescher Durchgangsstraße – die Ahrenloher Straße – zulaufen, diese überqueren und dann auf dem gegenüberliegenden Lindenweg weiter nach Süden geführt werden.

CDU: Großes Konfliktpotenzial in Wilhelmstraße

Das will die Tornescher CDU unbedingt verhindern. Bereits in der März-Sitzung des Bauausschusses hatte sie vor dem großen Konfliktpotenzial auf dieser Trasse gewarnt. Die Heimstätten und Wihelmstraße seien zu eng. Wenn Radfahrer die Ahrenloher Straße per Vorzugs-Ampelschaltung überqueren, entstehe im Berufsverkehr noch mehr Stau als bisher.

Vorschlag: Planungsbüro soll drei Alternativ-Trassen prüfen

Im Umweltausschuss am Montag, 26. April, will die Fraktion drei alternative Routen vorstellen. Das Gremium soll die Stadt beauftragen, dem Planungsbüro diese Ideen zur Prüfung vorzulegen.

Alternative 1: Östliche Umgehung

Ausgangspunkt ist, dass der Radschnellweg von Norden her durch das Liether Moor auf Tornesch zuläuft. Die CDU schlägt als Alternative 1 vor, dass die Route vom Wischdamm aus östlich an der Stadt vorbeigeführt wird. Ein Teil des Wegs müsste in den Feldern neu gebaut werden. „Der dafür erforderliche Eingriff in die Natur wäre nur gering, da es sich fast ausschließlich um Wiesen und Brachland handelt“, so die CDU. Die Trasse soll weiter auf dem Kummerfelder Weg zum Kreisverkehr geführt werden. Um diesen nicht zusätzlich zu belasten, will die CDU dort eine Fahrradunterführung bauen lassen. Über den Großen Moorweg sollen die Radler auf die geplante Trasse gelangen.

Alternative 2: Westliche Umgehung mit Fortführung östlich der Gleise

Die Alternative 2 soll vom Liether Moor her am nordwestlichen Stadtrand entlang bis zur Bahn führen. Angedacht ist eine Route auf dem Koppeldamm bis kurz vor die Schienen, dann östlich von diesen zur Norderstraße und auf der Pommernstraße zum Bahntunnel. Die Radler sollen auf einer neuen Brücke die Ahrenloher Straße überqueren und auf der Alten Ahrenloher zur geplanten Trasse fahren.

Alternative 3: Westliche Umgehung mit Fortführung westlich der Gleise

Die Alternative 3 gleicht zunächst der Variante 2. Die Radler sollen die Bahn aber am Koppeldamm überqueren und auf der Friedrichstraße in die Esinger Straße fahren.

Alternative 3a: Westliche Umgehung mit Querung der Bahnstrecke Tornesch-Uetersen

Um die Kreuzung an der Ahrenloher Straße nicht zu überlasten, schlägt die CDU eine Variante vor: Diese leitet Radfahrer vom Koppeldamm mit Hilfe einer neuen Ampel an der Friedrichstraße in den Pracherdamm und die Straße An der Kirche. Sie sollen an einer weiteren neuen Ampel die Jürgen-Siemsen-Straße und die Gleise überqueren und am Friedhof vorbei auf der Friedlandstraße zur Esinger Straße fahren.

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