Moin Jobfinder

Elmshorner sammelt alles, was den Edeka-Schriftzug trägt

Oliver Rosemann besitzt Erinnerungsstücke des Unternehmensverbunds aus 100 Jahren

Die Edeka-Sammlung von Oliver Rosemann füllt ein Zimmer seines Hauses. (Foto: Frank)

In einer Vitrine hat Oliver Rosemann Modelle von Edeka-Lastern aus vielen Epochen, in zahlreichen Abmessungen und Farben aufgereiht. (Foto: Frank)

Oliver Rosemanns Archiv der Firmenzeitung „Edeka Deutsche Handelsrundschau“ reicht bis ins Jahr 1922 zurück. (Foto: Frank)

Oliver Rosemann besitzt Bonbondosen, Uhren, Bierkrüge und Rasseln mit Edeka-Schriftzug. (Foto: Frank)

Elmshorn (jhf) Oliver Rosemann könnte ein Edeka-Museum eröffnen. Der Elmshorner sammelt seit 32 Jahren alles, was den Schriftzug Edeka trägt: Leuchtreklame, Blechschilder, Modelle von Edeka-Lastern, Firmen- und Kundenzeitschriften, Auszeichnungsnadeln für langjährige Mitarbeiter, Kaffeedosen, Glasflaschen. „Ich hab‘ alles“, sagt der 40-Jährige.

Ein Edeka-Zimmer im Obergeschoss

Für seine Sammlung hat Oliver Rosemann ein Zimmer in seinem Einfamilienhaus reserviert. Vitrinen, Schubladen und Schränke stecken voller Erinnerungen an die 115-jährige Geschichte des Unternehmensverbunds.

"Wie eine Familie"

Die Begeisterung für Edeka packte Oliver Rosemann im Alter von acht Jahren. Sein Vater Siegfried Rosemann arbeitete als Lasterfahrer für das Edeka-Fleischwerk in Pinneberg-Waldenau. Oliver fuhr oft mit und lernte Edeka von innen kennen. „Das war wie eine Familie für mich. Das waren tolle Leute.“ Er begann, Werbezettel und Kalender zu sammeln. Die Leidenschaft ließ ihn nicht los.

Viele Fans in sozialen Medien

Heute wiederholen sich die guten Erfahrungen seiner Kindheit in den Sozialen Netzwerken. Bei Facebook folgen mehr als 4100 Menschen seiner Seite „Edeka.Sammlung“, bei Instagram hat er über 2100 Follower („edeka__sammlung“). „Da ist keiner, der blöde Kommentare schreibt.“ Im Gegenteil: Brummifahrer aus ganz Deutschland schicken ihm Fotos ihrer Edeka-Laster von unterwegs, die der Elmshorner dann teilt. Eine große Familie.

Edekaner von der Pike auf

Edeka war für Oliver Rosemann fast zehn Jahre Hobby und Beruf. Als 15-Jähriger trat er eine Lehre als Einzelhandelskaufmann bei Edeka Böge in Rellingen an. Später arbeitete er in Pinneberg-Waldenau in dem Edeka-Fleischwerk von Rolf Heidenberger, erst in der Wurst-Kommissionierung, dann als Fahrer – wie sein Vater. Nachdem das Werk 2006 nach Mecklenburg-Vorpommern umsiedelte, wechselte Rosemann zu Harry-Brot.

Alte Funde

Seine Leidenschaft für das Logo mit blauer Schrift auf gelbem Grund ist geblieben. Nachdem Rosemann früher bei Edeka seinen Lohn verdiente, investiert er heute  Geld in seine Edeka-Sammlung. Ein funktionsfähiges altes Neonleuchtschild erstand er einst für 150 Euro – die bisher größte Investition in sein Hobby. „Das Schild lag unter der Dämmwolle auf dem Dachboden über einem alten Edeka-Markt in Celle.“ Ein Edekaner in Rente hatte es beim Aufräumen gefunden und im Internet angeboten. Oliver Rosemann schlug zu und holte es ab.

Seltene Erinnerungsstücke

Rosemann besitzt Bezugsscheine für Kaffee und Butter aus dem Zweiten Weltkrieg, eine leere Whisky-Flasche mit dem Aufdruck „Gutes von Edeka“, eine volle, ungeöffnete Dose mit Erdnussöl einer Hausmarke, eine Kerze von 1969 mit Edeka-Prägung, die Werbepuppe „Christinchen“, eine Edeka-Urkunde von 1926 „für hervorragende Leistungen im Schaufensterdekorieren“, Dias für Edeka-Kinowerbung aus den 1930er-Jahren. Aus der Zeit stammen Zigarren der Marke „Edeka-Riesen“.

Keine Zeit zum Katalogisieren

Wie groß seine Sammlung ist, weiß Rosemann nicht. Er hat keine Zeit, die Objekte zu zählen oder gar zu katalogisieren. Fein säuberlich sortiert hat er aber mehrere Jahrgänge der Firmenzeitung „Edeka Deutsche Handelsrundschau“. Sein Archiv reicht bis zu der Ausgabe vom 26. Mai 1922 zurück. Darin zu lesen ist etwa ein Artikel über die „Freigabe der Einfuhr von Auslandszucker für Kaufleute“. Unterhaltsamer ist die Kundenzeitschrift „Die kluge Hausfrau“. Rosemann besitzt eine Ausgabe von 1928, in der Rezepte, Rätsel, Romane und Ratschläge „Für das behagliche Heim“ zu finden sind. Seltenheitswert hat eine Metallplatte von 1932, von denen es nur 13 Stück gibt. Sie wurden 25 Jahre nach Gründung des „Edeka Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften“ den 13 Gründungsmitgliedern verliehen.

Ausstellungen bei Edeka-Messen

Die Sammlung von Oliver Rosemann wächst teils durch Zufallsfunde. Nicht selten bieten Edeka-Kaufleute ihm ausgedientes Inventar an. Längst hat er einen Namen im Unternehmensverband. Bei drei Messen von Edeka-Nord stellte er Teile seiner Sammlung aus. „Die Besucher sind begeistert.“ Beim Anblick der Sammlerobjekte begannen nicht wenige Edeka-Kaufleute, in Erinnerungen zu schwelgen.
www.edeka-sammlung.de

 

 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

Beim aktivieren des Elements werden Daten an Facebook übertragen.