So geht's nach den Osterferien in den Schulen weiter

Ab Montag gilt die Testpflicht, dabei gibt es Ausnahmen, das Land setzt aber auch auf die Ehrlichkeit von Eltern und Schülern ++ Das gilt im Einzelhandel

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Schleswig-Holstein (tc) – Wie geht es weiter mit und in der Schule nach den Osterferien? Darüber hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien am Mittwochnachmittag informiert.
Für die Kreise Steinburg, Dithmarschen, Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Ostholstein, Rendsburg-Eckernförde, Stormarn und Plön sowie die kreisfreien Städte Lübeck, Kiel und Flensburg gilt: Präsenzunterricht für die Klassenstufen 1 bis 6, Abschlussklassen und die Q1-Jahrgänge an Gymnasien erhalten Präsenzangebote. Die Jahrgänge 7 bis 13 sind im Wechselunterricht.
In den Kreisen Segeberg und Herzogtum Lauenburg gilt Distanzlernen mit der Möglichkeit der Notbetreuung für die Klassenstufen 1 bis 6, die Abschlussklassen und Q1-Jahrgänge haben Präsenzangebote. Gleiches gilt wahrscheinlich auch für Neumünster, da wolle man sich am Donnerstag die Situation noch einmal anschauen, so Prien.
Im Kreis Pinneberg (mit Ausnahme von Helgoland) gilt für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 Wechselunterricht, für die anderen Distanzlernen (ausgenommen Abschluss- und Q1-Jahrgänge, für die gibt es Präsenzangebote).
Alle Abschlussprüfungen werden wie geplant stattfinden, betonte die Ministerin, auch an beruflichen Schulen.
Ab Montag gilt für alle Schüler, Lehrer und an Schulen beschäftigten Personen eine Verpflichtung von zwei Corona-Tests pro Woche. Entweder müssen vor Ort Selbsttests durchgeführt werden, es gelten aber auch offizielle Bescheinigungen zum Beispiel von Testzentren, die aber nicht älter als drei Tage sein dürfen. Ebenfalls, und da setzt das Land auf die Ehrlichkeit von Eltern und Schülern, zulässig sind Selbstauskünfte, dass zuhause Selbsttests durchgeführt wurden und negativ waren. Diese Selbsttests müssen allerdings vorerst noch selbst bezahlt werden, vermutlich ab der ersten Mai-Woche werden die Schulen auch Selbsttests für zuhause zur Verfügung stellen können. Sollten falsche Selbstauskünfte abgegeben werden, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit dar, sagte die Ministerin.
Nicht getestete Schüler dürfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, sie würden dann ein eingeschränktes Angebot zum Distanzlernen erhalten. Eltern können weiterhin beantragen, ihre Kinder von der Teilnahme am Präsenzunterricht beurlauben zu lassen.
Ausgenommen von der Testpflicht sind Schüler mit Förderbedarf, die nicht in der Lage sind, den Test selbst durchzuführen, und Prüfungskandidaten. „Wir wollen sie nicht durch ein unsicheres Testergebnis verunsichern“, meinte Prien, denn sollte der Schnelltest positiv ausfallen, müsste das Ergebnis durch einen PCR bestätigt oder widerlegt werden, und das könne nicht rechtzeitig bis zur Prüfung geschehen.

Nur in vier Landkreisen gilt in der kommenden Woche: Einkaufen ohne Einschränkungen, nämlich in Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Plön und Rendsburg-Eckernförde und zusätzlich auf Helgoland. In Segeberg und im Herzogtum Lauenburg heißt es „Click and Collect“, in den übrigen Kreisen und kreisfreien Städten gilt „Click and Meet“.
Ob die Notbremse weiterhin in Neumünster gilt, soll am Donnerstag entschieden werden.

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