Moin Jobfinder

LNG-Sabotage: Jetzt ermittelt der Bundesstaatsanwalt

Reparatur der beschädigten Leitung läuft

Das Foto entstand während der Verlegearbeiten der LNG-Leitung in Raa-Besenbek. (Foto: Strandmann)

Kreise Steinburg/Pinneberg  (rs) Gerüchte hatte es länger gegeben. Doch es ist wohl mehr dran: Nach Angaben des NDR und Gasunie geht jetzt die Bundesanwaltschaft dem Verdacht von Sabotage an der LNG-Pipeline Brunsbüttel – Hetlingen nach.

An mindestens drei Stellen der 55 Kilometer langen Gasleitung sollen Löcher mit einem Durchmesser von zehn Millimetern gebohrt worden sein. Die Bundesanwaltschaft ermittelt laut NDR wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage. Eigentlich sollte die LNG-Pipeline zum Ende vergangenen Jahres in Betrieb gehen (wir berichteten).

Die Errichterfirma hat sich nach Auskunft des Landeskriminalamtes bereits im November an die Polizei gewandt. Philipp Bergmann-Korn, Sprecher von Gasunie, erklärt: „Ende November 2023 wurden bei der Druckprobe der im Bau befindlichen Pipeline, die das Terminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Brunsbüttel mit dem bestehenden Gasnetz verbindet, im Raum Pinneberg mehrere Undichtigkeiten festgestellt.“ Diese seien auf einen Fremdeingriff zurückzuführen. Gasunie habe unmittelbar danach die Polizeibehörden sowie alle wichtigen Beteiligten auf Landes- und Bundesebene über die Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt. Bergmann-Korn: „Die zuständigen Behörden ermitteln in alle Richtungen. Aktuell hat die Bundesanwaltschaft das Ermittlungsverfahren an sich gezogen.“ 

Gasunie habe alle notwendigen technischen Maßnahmen zur Fertigstellung der Leitung ergriffen. „Zwischenzeitlich wurden alle Fehlstellen lokalisiert und ein Großteil konnte bereits repariert werden. Mit der Reparatur der wenigen verbleibenden Fehlstellen wird in den nächsten Tagen begonnen, sofern die aktuellen Witterungsverhältnisse dies zulassen“, so Bergmann-Korn.  

Im gleichen Zeitraum werde der Generalunternehmer wie geplant seine Arbeiten nach der geplanten Bauunterbrechung zum Jahreswechsel wieder aufnehmen, um die restlichen circa 300 Meter Rohrlänge zu verlegen. Nach Fertigstellung der gesamten Leitung werde diese einer zusätzlichen Überprüfung unterzogen. „Wir planen, die Leitung im Februar in Betrieb nehmen zu können.“ 

Bergmann-Korn: „Die Einspeisung der aktuell maximal möglichen LNG-Mengen aus dem schwimmenden Terminal in Brunsbüttel ist weiterhin über eine rund Kilometer lange Gasleitung zwischen LNG-Terminal und dem regionalen Gasverteilnetz in Schleswig-Holstein gesichert, so dass bis Februar 2024 die Versorgungssicherheit durch eine verzögerte Inbetriebnahme der neu gebauten Leitung nicht beeinträchtigt wird.“

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

Beim aktivieren des Elements werden Daten an Facebook übertragen.