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Regenbogenflagge weht im Kreis Pinneberg

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

Zeigen Flagge vor dem Uetersener Rathaus anlässlich des IDAHOBIT 2024: Mathilda Stange (von links), Rudolf Engels, Dirk Woschei, Jens Ewald und Katrin Stange. (Foto: Anna Winterberg, Stadt Uetersen)

Kreis Pinneberg (jhf) Vor vielen öffentlichen Gebäuden im Kreis Pinneberg werden am Freitag, 17. Mai, Regenbogenflaggen wehen. Kommunen begehen damit den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (auf Englisch abgekürzt IDAHOBIT) und setzen Zeichen gegen Diskriminierung sowie für Offenheit und Vielfalt.

Ludwig-Meyn-Gymnasium: Schüler packen an

Die Flaggen sollen zum Beispiel in Elmshorn am Kreishaus und in Uetersen am Rathaus sowie am Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) flattern. An der Schule haben Schülerinnen und Schüler aus der Meyne Farben AG sowie dem Q1-Französisch-Kursus sie bereits gehisst. Am Rathaus zeigten Bügermeister Dirk Woschei, die Ratsleute Katrin Stange mit Tochter Mathilda Stange, Jens Ewald und Rudolf Engels Flagge, teilte die Stadt mit.

Dirk Woschei: Null Toleranz für Diskriminierung

Bürgermeister Dirk Woschei (SPD) stellt sich klar hinter die Aktion: „Sowohl in unseren Schulen als auch in der Stadtverwaltung und der Selbstverwaltung unserer Stadt gilt null Toleranz für Diskriminierung jeglicher Art! In Uetersen sind alle Menschen willkommen und werden gleich behandelt, egal welcher Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung. Auch wenn es für uns intern selbstverständlich ist, setzen wir auch heute nach außen aktiv ein Zeichen und hissen daher die Regenbogenflagge.“

Daniel Kölbl: für Offenheit und Respekt

Im Kreishaus betonte der stellvertretende Landrat Daniel Kölbl (CDU): „Die sexuelle Orientierung darf nicht zu Nachteilen im Beruf führen.“ Die Regenbogenflagge wehe vor dem Kreishaus, um diese Haltung zu unterstreichen. "Es geht aber noch um mehr, nämlich darum, dass Offenheit und Respekt das kollegiale Miteinander prägen sollten. Homophobie genauso wie andere Formen der Diskriminierung sind nicht willkommen.“

Marion Grün: gegenseitige Akzeptanz, Rücksichtnahme und Wertschätzung

Marion Grün, die als Fachbereichsleiterin Bauen, Umwelt und Verkehr zum Führungsteam der Kreisverwaltung gehört, ergänzt: „Vielfalt und Respekt sind für uns zentrale Werte. Das findet sich auch im Leitbild der Kreisverwaltung wieder. Darin heißt es, dass unsere Kommunikation und unser Handeln auf gegenseitiger Akzeptanz, Rücksichtnahme und Wertschätzung beruhen. Unser Ziel ist ein positiver, möglichst vorurteilsfreier und wohlwollender Umgang miteinander.“

Start des IDAHOBIT am 17. Mai 1990

Überall auf der Welt gibt es am 17. Mai Aktionen, die an den 17. Mai 1990 erinnern – den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen hat, Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 zu streichen. Seitdem gilt Homosexualität auch offiziell nicht mehr als psychische Krankheit oder Störung. „Dennoch haben bis heute homo-, bi-, inter- und transsexuelle Menschen unter Diskriminierung bis hin zu Unterdrückung und Verfolgung zu leiden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

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