Bock auf Biken?!

Schüler wollen autofreien Verkaufsoffenen Sonntag

Bock auf Biken? Damit es möglichst vielen Elmshornern in Zukunft so ergeht, entwickelten die Schüler der EBS mit dem Profil Geographie das gleichnamige landesweite Projekt weiter und stellten ihre Ideen den geladenen Gästen und Schulleiter Kevin Amberg (Zweiter von rechts) vor. Foto: Zeuch

Elmshorn (jz) Seit Juni läuft in Schleswig-Holstein die landesweite Radkampagne „Bock auf Biken“. Sie soll Menschen aller Altersklassen animieren, ihre Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und so den Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsgedanken zu stärken. Das Projekt basiert auf einer Idee, die Schüler in bereits mehr als 50 Projektwochen landesweit entwickelt haben. Bundesverkehrsministerium, Landesregierung und Sparkassen fördern die Kampagne.

Radfahren und Punkte sammeln

Die Teilnahme an „Bock auf Biken“ erfolgt über die kostenlose App „Bike Citizens“, die man sich einfach auf das Handy herunterladen kann. Und dann kann es auch schon losgehen: einfach Radfahren und Punkte – sogenannte Finneros – sammeln. Diese können dann gegen Gutscheine und Rabatte bei zahlreichen Benefit-Partnern in Schleswig-Holstein eingelöst werden. Auch die Schüler des zehnten Jahrgangs mit dem Profil Geographie der Elsa-Brändström-Schule  (EBS) in Elmshorn entwickelten während ihrer Projektwoche die Kampagne weiter – auf ihre Heimatstadt bezogen. Am vergangenen Freitag stellten Sie ihre Ergebnisse und Ideen in Kleingruppen vor.

Elmshorn als Fahrradstadt

So erarbeiteten Sie Vorschläge zur Verbesserung der Radstruktur und Velorouten in der Krückaustadt und sehen hier einen großen Nachholbedarf. Sie überlegten, was geschieht bei uns mit den Finneros, die fürs regelmäßige Radfahren gesammelt werden? Die Punkte könnten in Freitickets fürs das Schwimmbad umgetauscht werden oder in Charity-Aktionen einfließen, die damit Projekte wie den Seeadlerschutz unterstützen oder Tierpatenschaften übernehmen. Für die Schüler sei jedoch das Wichtigste, die Bevölkerung mitzunehmen, damit Elmshorn überhaupt zur echten Fahrradstadt werden kann.

Veranstaltungen mit Fokus Fahrrad

Also entwickelten die 32 EBSler Ideen für regionale Events: Einmal im Jahr soll ein Aktionstag im Rahmen eines zusätzlichen Verkaufsoffenen Sonntags stattfinden – und zwar komplett autofrei. So soll die Stadt wahrhaftig erleben, wie positiv es sich anfühlen kann, eine Fahrradstadt zu sein. Auch der Einzelhandel soll einbezogen werden, die Innenstadt an diesem Tag zusätzlich belebt werden durch Mitmachaktionen, Fahrradparcours, Gewinnspiele und einem Fahrradmarathon mit Spaßfaktor.
Das traditionelle Hafenfest und das Frühlingsfest der EBS könnten durch Infostände rund ums Fahrradfahren erweitert werden.

Fahrradreparatur inklusive

Ein Nachhaltigkeitstag an der Schule mit Flohmarkt soll viele Bürger ansprechen, die dann zum Fahrradfahren motiviert werden, unter anderem durch Workshops rund um die Reparatur ihres kaputten Fahrrads. Die Einfälle der Jungen und Mädchen waren vielfältig. „Wir haben den Auftrag, so viel wie möglich von den Ideen der Schüler umzusetzen“, sagt Mitarbeiter Franc Grimm vom Institut für vernetztes Denken, der das Projekt nun auch an der EBS durchführte.

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