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Brandschutz: Verbot für Konzert im Elmshorner Apollo

Verein hält an der Veranstaltung fest und setzt auf Brandwachen

Nehmen die Absage der Stadt nicht einfach hin: Svenja Krause, Vorsitzende des Vereins Apollo Kultur, und Schriftführer Henrik Pohlmann. (Foto: Frank)

Elmshorn (jhf) Wegen mangelhaften Brandschutzes hat die BIG Städtebau ein für Mittwoch, 6. Dezember 2023, geplantes Familienkonzert im Kulturzentrum Apollo untersagt. Das Unternehmen verwaltet das im Stadtumbaugebiet liegende Gebäude und handelt im Auftrag der Stadt. Der Verein Apollo Kultur will das Konzert trotzdem stattfinden lassen. „Wir erfüllen die Auflagen“, betont die Vorsitzende Svenja Krause. Sie will mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Hamburg-Altona eine Brandwache stellen.

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Verein: "Riesen-Image-Schaden"

Krause befürchtet „einen Riesen-Image-Schaden“ für den Verein. Er hatte sich gegründet, um das ehemalige Apollo-Kino an der Königstraße zu beleben und vor dem Abriss zu retten. Krause und Schriftführer Henrik Pohlmann setzen daher alle Hebel in Bewegung, um trotz des Verbots das geplante Familien-Rock-Konzert der Band „Heavysaurus“ am 6. Dezember ab 16.30 Uhr stattfinden zu lassen. Die Vorstellung ist mit 400 Besuchern ausverkauft.

Baustadtrat Bredemeier: "Erhebliche Bedenken"

Baustadtrat Lars Bredemeier hatte ihnen am Mittwoch die schlechte Nachricht überbracht: Die BIG Städtebau, die das Gebäude als Sanierungsträgerin des Stadtumbaus verwaltet, habe die Veranstaltung untersagt. „Wir haben Kenntnis erlangt, dass die Brandmeldeanlage schwere Mängel hat“, erläuterte Bredemeier der Holsteiner am Wochenende. Das gehe aus einer Rechnung der Firma Brandmauer Nord hervor, die die Anlage überprüft hatte. „Mit der Kenntnis können wir da nicht eine Veranstaltung für mehrere hundert Kinder durchführen lassen“, sagte Bredemeier. Theoretisch sei es möglich, dass eine Brandwache das Konzert begleite. „Aber die Bauaufsicht hat erhebliche Bedenken, dass das bei dem Umfang möglich ist.“

Turnusmäßiger Tausch der Brandmeldeanlage versäumt

Pohlmann betont, dass die Brandmeldeanlage funktioniert. Sie hätte aber 2020 turnusmäßig ausgetauscht werden müssen. Krause, von Beruf Veranstaltungskauffrau, hält an dem Konzert fest. Zwei Brandschützer der Berufsfeuerwehr Hamburg-Altona hätten sich für die Brandwache bereiterklärt. Die Feuerwehr Elmshorn habe ihr zugesagt, dem Verein unter den Umständen die Brandsicherheitswache genehmigen zu wollen.

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