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Brokstedt: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt

Gericht erkennt Schwere der Schuld

Die Große Strafkammer am Landgericht Itzehoe hat ihr Urteil gesprochen. (Foto: HAZ)

Brokstedt/Itzehoe (rs) Nach übereinstimmenden Medienberichten ist das Urteil im Prozess um die tödliche Messerattacke von Brokstedt gefallen. Der Täter wurde vom Landgericht Itzehoe am 15. Mai 2024 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der NDR berichtet, dass die Große Strafkammer zudem die Schwere der Schuld festgestellt hat. Die Aussetzung der Strafe nach 15 Jahren zur Bewährung ist damit praktisch ausgeschlossen. 

Der 34 Jahre alte Palästinenser Mann hatte am 25. Januar 2023 im Regionalzug „RE70“ von Kiel nach Hamburg zwei Menschen mit einem Küchenmesser getötet und vier schwer verletzt. Die Getöteten, eine 17-Jährige aus Elmshorn und ihr 19 Jahre alter Freund aus Brokstedt, hatten sich gerade erst verliebt. Fahrgäste überwältigten den Mann schließlich.

Der Prozess hat zehn Monate lang gedauert. Nach NDR-Angaben wurden fast 100 Zeugen befragt, Sachverständige gehört und ein Gutachten vorgestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Aus ihrer Sicht handelte der Angeklagte aus Frust – wegen seines ungeklärten ausländerrechtlichen Aufenthaltsstatus. 

Bei der Frage der Schuldfähigkeit folgte die Große Strafkammer Spiegel Panorama zufolge dem psychiatrischen Gutachten, das psychotische Symptome und eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei dem Angeklagten diagnostizierte, aber keine Psychose. Bis wenige Tage vor dem Angriff hatte der Täter in Hamburg wegen einer anderen Tat, ebenfalls mit einem Messer, in Untersuchungshaft gesessen. Laut Focus online ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

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