Dr. Sabine Sütterlin-Waack plaudert aus dem Schatzkästchen

VR Bank in Holstein: Innenministerin eröffnete Ausstellung "Was bleibt."

Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack öffnete ihr Schatzkästchen. (Foto: VR Bank in Holstein)

CDU-Vorsitzender Christian von Boetticher (Dritter von links) will einem Sohn einen silbernen Familienbecher vererben. Er eröffnete sein Schatzkästchen im Kreise von Bernd Hannemann (Diakonie SH, von links), A. Jeske (Vorstand Bürgerstiftung VR Bank in Holstein), A. Marckmann (Geschäftsführerin Bücherwurm“), D. Hadenfeldt (Teilnehmer), Helmuth Ahrens (Kreispräsident Pinneberg) und Stefan Witt (Vorstand VR Bank in Holstein). (Foto: VR Bank in Holstein)

Kreis Pinneberg (jhf) Was bleibt, wenn ich selbst nicht mehr da bin? Das ist die Frage der Ausstellung
„Was bleibt.“ Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack eröffnete sie in der Geschäftsstelle der VR Bank in Holstein in Pinneberg. Die Exponate waren eine Woche zu besichtigen, berichtete Sprecherin Jasmin van Gysel an. Dazu zählten sogenannte Schatzkästchen, in denen Menschen ihre Erinnerungsstücke präsentieren.

Sütterin-Waack will als Kümmerin in Erinnerung bleiben

Als Sütterlin-Waack ihr Schatzkästchen öffnete, berichtete sie aus ihrem Leben. Ihre Familie sei ihr schon immer wichtig gewesen und insbesondere heutzutage für sie eine große Unterstützung. Auf die Frage, was Menschen nach ihrem Tod am liebsten über sie sagen sollten, antwortete die Innenministerin: „Dass ich mich um Menschen gekümmert habe und ihnen zugehört habe.“

Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten

Der Blick zurück aufs eigene Leben ist sehr persönlich. Oft sind es schöne Erinnerungen an Menschen, Ereignisse und Geschichten, die wir dauerhaft mit uns tragen. Aber nach dem Blick zurück ist auch ein Ausblick nach vorn erlaubt. Mit der Ausstellung und Veranstaltungsreihe „Was bleibt.“ wollten die Organisatoren einen Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Stifterinnen und Stiftern und Spenderinnen und Spendern anregen. Die Ausstellung wurde von der Diakonie Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein sowie dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein gezeigt. In persönlichen Geschichten erzählten verschiedene Menschen in der Ausstellung, was sie erfahren haben und was sie antreibt, etwas zu geben oder warum sie sich mit der Frage „Was bleibt von mir?“ beschäftigt haben.

Thema Vererben aus unterschiedlichen Perspektiven

„Die Themen ‚Weitergeben, Schenken, Stiften, Vererben‘ sind sensibel“, sagt Bernd Hannemann, Teamleitung Diakonische Entwicklung, Förderung und Ökumene der Diakonie Schleswig-Holstein. „Als Diakonie haben wir uns gefragt, wie man die Menschen dazu ansprechen und informieren kann.“ In den begleiteten Veranstaltungen und sogenannten Schatzkästchen wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und gab Anregungen zum Nachdenken, zum Suchen und Finden persönlicher Antworten.

Ein silberner Familienbecher

Der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Christian von Boetticher präsentierte in seinem Schatzkästchen einen silbernen Familienbecher, den er gern an seinen ältesten Sohn weitergeben würde. Es handle sich um eine Familientradition und stelle so die Verbindung zwischen den Generationen her, weil jeder Empfängername auf dem Becher eingraviert werde. Das sei, neben ideellen Werten, das, was von Boetticher weitergeben wolle.

"Gradlinig, fair und transparent"

Der Moderator und Journalist Heiner Bremer öffnete ein Schatzkästchen und sprach dazu über seinen Beruf, den Journalismus und die politische Landschaft. In seinem Berufsleben seien Schlagworte wie „gradlinig, fair und transparent“ immer seine Maßgabe gewesen.

Bürgerstiftung will mit Kirchenkreisen an dem Thema dranbleiben

Die Juristin Monika Dittmer hielt einen Vortrag über die oft vernachlässigten Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. Bettina Fischer, Stiftungsberaterin der Bürgerstiftung, kündigte an, dass sie auch nach der Ausstellung zu diesem vielschichtigen und sensiblen Thema “Was bleibt.“ mit den Kirchenkreisen im Gespräch bleiben wolle. „Es ist ein uns alle betreffendes Thema – früher oder später. Das wollen wir gern auch zukünftig öfter in den allgemeinen Fokus rücken.“

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