Gesundheitsämter überlastet: Soldaten helfen erneut aus

Verwaltungen suchen sich wegen steigender Corona-Zahlen Unterstützung

Der stellvertretende Landrat Dr. Heinz Seppmann (hinten links), Kreispräsident Peter Labendowicz und Sonja Wilke vom Gesundheitsamt des Kreises Steinburg begrüßen die Soldaten. (Foto: Fiona Glatki)

Kreis Steinburg (jhf) Bereits während der ersten Monate der Corona-Pandemie unterstützten bundesweit Soldaten die Gesundheitsämter und Impfzentren. Im Kreis Steinburg waren sie ein halbes Jahr zu diesem Zweck im Einsatz. Die Omikron-Variante des Corona-Virus hat sie jetzt wieder auf den Plan gerufen. Vier Soldaten arbeiten seit etwa 12. Januar im Gesundheitsamt in Itzehoe mit. Im Elmshorner Kreishaus steht neues Personal für den Telefondienst und das Datenmanagement bereit. Wie Sprecherin Katja Wohlers berichtet, sind acht Soldaten im Einsatz, außerdem vier Kräfte des Technischen Hilfswerks und Mitarbeiter anderer Abteilungen.

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Keine Zeit zum Einarbeiten unerfahrener Kräfte

Sprecherin Britta Glatki berichtet: „Die immens gestiegenen Corona-Fallzahlen, bedingt vor allem durch die Omikron-Variante, sind Grund dafür, dass das Kreisgesundheitsamt dringend personelle Verstärkung braucht.“ Es werden bereits fünf zivile Mitarbeiter eingearbeitet. Mehr unerfahrenes Personal könne das Gesundheitsamt aber nicht anlernen. Die Arbeitsbelastung sei so hoch, dass dafür einfach die Kapazitäten fehlten.

Einsatz zunächst bis Ende Januar geplant

Das Kreishaus bat deshalb das Landeskommando Schleswig-Holstein um Unterstützung. Da die Soldaten bereits Erfahrung mit den Tätigkeiten im Gesundheitsamt haben, brauchen sie nicht eingearbeitet zu werden und können sofort loslegen. Kreispräsident Peter Labendowicz und der stellvertretende Landrat Dr. Heinz Seppmann begrüßten vier Soldaten der 8. Kompanie des Spezialpionierregiments 164 Husum. Sie sollen zunächst bis Ende Januar in der Kontaktnachverfolgung helfen. Der Einsatz werde aber voraussichtlich verlängert, kündigte Glatki an.

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