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Jörgen Habedank zeichnet in Elphi, Zirkus und Theater

Lebhafte Skizzen von Musikern, Artisten und Clowns

Jörgen Habedank liebt die abstrakte Malerei, zeichnet aber auch gern Menschen in Aktion. (Foto: Frank)

Bei einem Konzert in Leiden (Niederlande) skizzierte Jörgen Habedank die Cellistin Efrasia Chaloulakon. (Quelle: Habedank)

Jörgen Habedank koloriert seine Zeichnungen im Atelier. (Foto: Frank)

Jörgen Habedank skizzierte den Cellisten Mischa Maisky in der Elbphilharmonie. (Foto: Frank)

Tornesch (jhf) Große Bekanntheit erreichte der Tornescher Künstler Jörgen Habedank mit seiner abstrakten Glasmalerei, die in leuchtenden Farben Kirchen, öffentliche Plätze und Gebäude ziert. Was kaum jemand weiß: Der 62-Jährige zeichnet auch gern Menschen – am liebsten da, wo etwas los ist und sie in Aktion vertieft sind.

Temporeiche Kunststücke

Am 9. Februar besuchte er ein Konzert des Akustik-Quartetts Quadro Nuevo im Elmshorner Stadttheater und skizzierte die Musiker in Aktion. Im Januar hielt er den Ausnahme-Cellisten Mischa Maisky bei einem Auftritt in der Elbphilharmonie fest. Im Dezember brachte er Akrobaten zu Papier, während diese beim „Winterspektakel Hamburg“ temporeiche Kunststücke vorführten.

Dicke Skizzenbücher

„Es ist für mich eine Fingerübung und ein Fundament für die freie Arbeit.“ Das Zeichnen begleitet Habedank seit dem Studium. Er füllte viele dicke Skizzenbücher. Teils kauften Musiker ihm Zeichungen ab, auf denen ihr Instrument in Aktion zu sehen ist. 2023 stellte er etwa 30 bis 40 Skizzen in den Niederlanden aus.

Zeichnen im Moment des Geschehens

Zirkusarenen, Konzerthallen, Theatersäle: Der Tornescher Künstler Jörgen Habedank sucht gern Plätze auf, an denen sich Menschen in Musik vertiefen, in Akrobatik verausgaben, im Tanz die Zuschauer verzaubern. Der 62-Jährige setzt sich still ins Publikum und zeichnet, was vor Augen ist. Er überträgt die darstellende Kunst in die bildende Kunst – live, im vergänglichen Moment des Geschehens, begeistert und ehrgeizig.

Elphi - ideal für Zeichner

Habedank beschränkt sich bei diesen Einsätzen auf wenig Werkzeug: ein Skizzenbuch in DIN-A4 und ein Druckbleistift reichen, wenn er im Theatersessel im Halbdunkel arbeitet. Hin und wieder wechselt er den Sitzplatz, um eine neue Perspektive auf das Geschehen zu erhalten. Gerade die Elbphilharmonie bietet ihm mit der runden Anordnung der Sitzplätze um die Bühne herum große Freiheit. „Da kann ich den Dirigenten auch von vorn sehen.“

Zeitliche Abläufe zusammenfassen

Besonders reizvoll sei die Herausforderung, Menschen in Aktion zu zeichnen. „Ich kann nicht wie ein Fotograf eine Bewegung einfrieren, sondern eher eine Stimmung erfassen.“ Bei den Akrobaten des Winterspektakel Hamburg auf der Bahrenfelder Trabrennbahn habe er zeitliche Abläufe zusammengefasst. „Es ist rasant. Ich muss völlig improvisieren.“

Übung für die abstrakte Arbeit

Das Zeichnen ist für ihn eine Fingerübung, so wichtig wie das Etüdenspiel eines Musikers, der damit seine Technik verfeinert. Ein bildender Künstler lasse sich aber auch mit einem Komponisten musikalischer Werke vergleichen. Jede Zeichnung sei eine Komposition und trage dazu bei, beim Entwurf abstrakter Kunstwerke sicherer zu werden. Äußerlich hätten die Skizzen und die Malerei wenig miteinander zu tun – „unterschwellig aber doch“. Habedank ist offen für Möglichkeiten zur Ausstellung.  Eine Auswahl von Zeichnungen präsentiert er zudem unter www.farbige-kunst.de.

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