Kreis bezuschusst neue bienenfreundliche Bäume

Förderprogramm soll Bürger zum Pflanzen anregen

Griffen zu Spaten und Gießkanne: Mathis Müller (von links) vom Kreis Pinneberg, Susanne Müller und Ingo Struve von der AG Klimaschutz des Kreises Pinneberg sowie Jochen Worpenberg von der Heidewegschule. (Foto: Kreis Pinneberg)

Kreis Pinneberg (jhf) Als Startschuss für das Förderprogramm Baumpflanzung des Kreises Pinneberg haben Vertreter der AG Klimaschutz in der Heidewegschule in Appen einen Apfelbaum der Sorte Boskop gepflanzt. „Wir möchten die Bedeutung von Bäumen für den Klimaschutz hervorheben, denn sie erfüllen wichtige ökologische Funktionen wie Sauerstoffproduktion, Staubfilterung und Lärmschutz und machen unsere Kommunen lebenswert. Auch können Bäume die Folgen des Klimawandels abmildern, da sie die Aufheizung der Luft reduzieren und das Stadtklima verbessern“, sagte Mitglied Ingo Struve.

5000 Euro stehen 2021 und 2022 jeweils bereit

Der Umweltausschuss des Kreises hatte das Förderprogramm beschlossen. Für 2021 und 2022 stehen jeweils 5000 Euro bereit. Der maximale Zuschuss pro Baum beträgt 100 Euro. Anträge stellen dürfen Mieter, Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigte. „Pflanzungen von heimischen oder bienenfreundlichen Baumarten sowie auch einiger kugelförmiger Sorten, die nicht so groß werden und gut für kleinere Stadtgärten geeignet sind, können einen Zuschuss erhalten“, erläuterte Susanne Müller, Mitglied der AG Klimaschutz.

Bäume müssen Kriterien erfüllen

Damit die gepflanzten Bäume einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum Erhalt der Biodiversität beitragen und als Nahrungsangebot für Bienen dienen, müssen sie in der Liste der förderfähigen Baumarten enthalten sein und einen Stammumfang von mindestens 14 bis 16 Zentimetern in einer Stammhöhe von einem Meter haben. „Mit dem Apfelbaum machen wir gleichzeitig den heimischen Insekten und Bienen sowie den Schülerinnen und Schülern eine Freude. Sie bieten Nahrungsmittel für beide“, sagte Schulleiter Jochen Worpenberg.

Weitere Klimaschutz-Projekte geplant

„Wir wollen unsere Klimaschutzaktivitäten neu ausrichten und strategisch verankern. Deshalb werden wir ein integriertes Klimaschutzkonzept in einem breit angelegten Beteiligungsprozess auf den Weg bringen. Damit verbunden ist auch eine konkrete Maßnahmenplanung, die aufzeigt, in welchen Bereichen wir im Kreis Pinneberg am meisten für den Klimaschutz erreichen können“, beschreibt Fachbereichsleiter Dr. Mathis Müller die nächsten Schritte des Kreises „Die Förderung passt als Baustein dazu, weitere Maßnahmen werden wir gemeinsam entwickeln und diskutieren.“

Anträge ab sofort möglich

Anträge für die Förderung zur Baumpflanzung können ab sofort bei der Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg gestellt werden, alle erforderlichen Unterlagen sind im Internet unter www.klimaschutz.kreis-pinneberg.de zu finden.

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