Museumsscheune abgebrannt - Bilder der Zerstörung

Das Feuer war gegen 2.30 Uhr gelöscht. Klavier und Ausstellungsstücke gerettet.

(Fotos: Jan-Hendrik Frank)

Uetersen (jhf) Am Morgen nach einem verheerenden Feuer in der Uetersener Museumsscheune bietet sich ein Bild der Zerstörung. Die Mauern stehen noch, aber der Dachstuhl ist abgebrannt. Rund um das Gebäude liegen verkohlte Balken und Schutt. Löschschaum ist auf die Wiese unterhalb der Scheune gelaufen. Ein Pult mit Prospekten wurde aus der Scheune gerettet und steht unter Bäumen. Hinter einem rot-weißen Absperrband der Polizei erscheinen zahlreiche Bürger und sehen sich die Brandruine erschüttert an.

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Kripo ermittelt

Das Feuer brach am Sonntag, 10. Oktober, gegen 20.30 Uhr aus und war gegen 2.30 Uhr gelöscht. Bis zu 150 Helfer aus den freiwilligen Feuerwehren Uetersen, Tornesch, Neuendeich, Groß Nordende und Tangstedt waren im Einsatz, berichtete Feuerwehrsprecher Michael Bunk. Schadenshöhe und Brandursache sind noch unklar. Die Kripo ermittelt.

Warn-App: Bevölkerung sollte Fenster und Türen schließen

Zu Anfang hatten Zeugen gesehen, dass Flammen aus dem reetgedeckten Gebäude drangen. Zudem schlug die Brandmeldeanlage an. Die Bürger alarmierten die Feuerwehr. Dies bestätigten erste Kräfte, die auf dem Weg zur Uetersener Feuerwehrwache an dem Brand vorbeifuhren. Uetersens Wehrführer Frank Girnus ließ daher noch beim Ausrücken die Nachbarwehr aus Heidgraben anfordern. Es entwickelte sich so starker Rauch, dass die Bevölkerung über die Warn-App Nina aufgefordert wurde, Fenster und Türen zu schließen.

Fünf Kilometer Schlauch verlegt

Die Einsatzkräfte retteten zuerst Wertgegenstände wie ein Klavier und Holzschnitte einer Ausstellung unter dem Titel "Tarot Trip". Den Versuch, Brand innerhalb des Gebäudes zu löschen, brachen sie ab, weil das Feuer bereits weit in das Reet vorgedrungen war. Stattdessen bekämpften die Brandschützer die Flammen von außen. Pro Minute wurden mehrere tausend Liter Wasser gebraucht. Dazu verlegten die Kräfte rund fünf Kilometer Schlauch zu mehreren Hydranten und Löschteichen im Stadtgebiet.

Bagger legten Glutnester frei

Eine gute Stunde nach dem Ausbruch erfasst das Feuer den gesamten Dachstuhl, der daraufhin zusammenbrach. Ab 0.30 Uhr legten Bagger Glutnester frei und räumten die Dachbalken ab. Bis Montag gegen 8 Uhr leistete die Feuerwehr eine Brandwache.

Die Scheune war bereits 1990 abgebrannt und danach wieder aufgebaut worden.

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