Schienen-Engpass: SPD fordert mehr Transparenz

Die SPD des Kreises Pinneberg warnt beim geplanten Ausbau der Schiene vor einer Verzettelung. Das Land müsse klare Prioritäten setzen, nicht zu viele Maßnahmen angehen. Die Behebung des Schienen-Engpasse Pinneberg - Elmshorn müsse das Schlüsselprojekt werden. Die SPD fordert eine regelmäßige Trassenkonferenz.

Die BI Starke Schiene, hier bei einem Treffen auf dem Elmshorner Bahnhof im November 2021, fordert seit vielen Jahren die Beseitigung des Schienenengpasses Pinneberg - Elmshorn. (Foto: Strandmann)

Kreise Pinneberg/Elmshorn (rs) „Erst waren es zwei getrennte S-Bahn-Gleise, die die Landesregierung bis nach Elmshorn gebaut sehen wollte, dann wurden daraus wieder die altbekannten Vorschläge eines dritten und vierten Gleises auch für den Fernverkehr“, erklärt die SPD des Kreises Pinneberg in einer Pressemitteilung.

Und: „Erst sollte der Bahnhof in Elmshorn durch eine vierte Bahnsteigkante am gleichen Standort ertüchtigt werden, jetzt gibt es Pläne für eine vollkommene Verlagerung des Bahnhofes mit ungelösten Problemen für die Verbindung von Bahnhof und ZOB.“ Aus Sicxt der Kreis Pinneberger SPD wird es Zeit, „dass es hier zu mehr Transparenz und Verbindlichkeit in den Planungen kommt, an denen ja nicht nur die Verkehrsministerien Berlin und Kiel wesentlich beteiligt sind, sondern auch die Deutsche Bahn AG und ihre verschiedenen Gesellschaften.“ Thomas Hölck, SPD-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter im Kreis Pinneberg: „Wenn jetzt auch noch eine absolute Priorität für die Streckenverlagerung Itzehoe – Elmshorn auf eine neue verkürzte Trasse dazu kommen soll (unsere Zeitung berichtete zuerst), wird die Abfolge der Planungen und Baumaßnahmen immer undurchsichtiger“  

Die SPD im Kreis beklagt hier ein großen „Wünsch Dir was“. Allein mehr Züge und schnellere Verbindungen nach Heide würden den Engpass Elmshorn – Pinneberg nicht auflösen, sondern ihn immer weiter verstopfen. Es werde Zeit, „dass die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag nicht 15 neue Bahnmaßnahmen als Wunschkatalog aufführt, sondern klare sinnvolle Prioritäten setzt. Diese müssen dann zwischen den Beteiligten und Finanziers von Bund, Land und bei der DB verbindlich technisch und finanziell festgelegt und dann auch in der Region plausibel darlegt und in den zeitlichen Schritten begründet werden“. So verunsichere es die betroffenen Kommunen, die Pendler und die Bevölkerung insgesamt nur immer weiter und führe am Ende zu einem „Meinungs-, Planungs- und Maßnahmenchaos“. Hölck: „Das können sich die Menschen und die Betriebe wie auch die ganze Metropolregion und das Land Schleswig-Holstein aber nicht leisten.“

Die SPD im Kreis Pinneberg fordert deshalb die Einrichtung einer halbjährig tagenden Clearing-Konferenz beim Kreis Pinneberg. Unter Führung der Landrätin sollen dabei die betroffenen Kommunen mit den Verantwortlichen vom Land und der Bahn und auch der Bürgerinitiative „Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ regelmäßig über den Stand der Planungen in diesem „absoluten Spitzenprojekt“, so die SPD, auf den neuesten Stand gebracht werden. 

Hans Peter Stahl, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: „Hier gibt es schließlich auch Sachverstand in der Region, der mit einbezogen werden muss bei Bürgerinitiativen und Ortskundigen aus dem Kreis und den Städten und Gemeinden. Das Projekt muss endlich Schritt für Schritt im Konkreten und nicht im Wolkenkuckucksheim vorangebracht werden.“ 

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