Stallpflicht im Kreis Pinneberg

Geflügelpest greift wieder um sich

Foto: Pixabay

Kreis Pinneberg (jhf) Nach dem Auftreten der Geflügelpest in einem Betrieb in Bevern sind dort am Sonnabend rund 500 Mastgänse und weiteres Federvieh gekeult worden. Das Landeslabor hatte das aviäre Influenza A Virus H5 nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler Institut bestätigte das Ergebnis. Ein großer Teil der Gänse zeigte bereits Krankheitssymptome. Einige Tiere waren verendet.
Das Kreishaus in Elmshorn verhängte in einem Umkreis von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb eine Schutzzone und in einem Radius von zehn Kilometern eine Überwachungszone, teilte Sprecherin Silke Linne mit. In beiden Zonen gelten eine Stallpflicht und weitere Einschränkungen. Unter anderem müssen Vogelhalter dem Veterinäramt ihren Bestand und die Zahl veränderten Tiere melden. Das betrifft Hühner, Truthühner, Perlhühner, Enten, Gänse, Wachteln, Tauben, Fasane, Rebhühner und Laufvögel.

Hochansteckende Influenza-Viren - Tote und erkrankte Tiere melden

In der Schutzzone dürfen weder tote noch lebende Vögel oder Eier, Fleisch und Geflügel aus Schlachtereien auf öffentlichen und privaten Straßen befördert werden. Auch Säugetiere dürfen die Betriebsgelände nicht mehr verlassen.
Die Influenza-Viren werden über die Luft oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren, deren Kot oder kontaminierten Gegenständen übertragen. Wer tote Wasservögel wie Enten, Gänse und Möwen oder verendete Greifvögel findet, sollte diese dem örtlichen Ordnungsamt oder dem Veterinäramt der Kreisverwaltung melden, zum Beispiel per E-Mail an vetamt@kreis-pinneberg.de. Dabei sollte eine Telefonnummer angegeben werden. Erkrankte oder tote Tiere sollten nicht angefasst werden und am Fundort bleiben. Einzelne tote Vögel anderer Arten wie Singvögel und Tauben oder offensichtlich verunglückte Vögel brauchen nicht gemeldet  zu werden.

Stallpflicht gilt für diese Orte:

Die Kreisverwaltung in Elmshorn verhängte eine Stallpflicht in den Städten Barmstedt, Elmshorn, Uetersen, Tornesch und Pinneberg sowie in den Gemeinden Appen, Rellingen, Klein Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Raa-Besenbek, Seester, Seeth-Ekholt südwestlich der K21, Brande-Hörnerkirchen, Bilsen, Bokholt-Hanredder, Ellerhoop südlich der Straßen Thiensen und Zum Bilsbek, Groß Offenseth-Aspern, Heede nordöstlich der Pinneberger Landstraße, Langeln, Lutzhorn, Heidgraben, Groß Nordende, Hasloh, Bönningstedt sowie jeweils zum Teil in Hemdingen, Borstel-Hohenraden und Kummerfeld.
Die Kreisverwaltung will die Stallpflicht bald auf das gesamte Kreisgebiet ausweiten.

Das Kreishaus hat ein Bürgertelefon zur Geflügelpest unter der Nummer 04121 45022100 eingerichtet. Es ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

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