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Warnalarm an Gleisen ertönt bis 19. April

Deutsche Bahn erneuert Schienen zwischen Elmshorn und Tornesch

Die Rottenwarnanlage (vorn) besteht aus einer Reihe von Warnlampen und Signalhörnern, die über mehrere hundert Meter neben den Gleisen aufgestellt wurden. Der gelbe Spezialzug transportiert bei den Gleisarbeiten entstandenen Bauschutt Richtung Norden. Das Bild entstand an Gleis 1 des Elmshorner Bahnhofs. (Foto: Frank)

Blick auf die Rottenwarnanlage von der Brücke am Adenauerdamm. (Foto: Frank)

Der Bahnübergang Koppeldamm in Tornesch ist gesperrt. Am Dienstag, 2. April, wurden dort die Gleise erneuert. (Foto: Frank)

Kreis Pinneberg (jhf) Laute Signaltöne heulen zurzeit immer wieder an den Bahngleisen zwischen Elmshorn und Tornesch. Etliche Bürger hören sie bis in die Stadtgebiete hinein und fühlen sich gestört, vor allem nachts. Grund sind Arbeiten der Deutschen Bahn, die nach eigenen Angaben seit 23. März bis Freitag, 19. April, die Gleise zwischen der Krückaustadt und Tornesch auf etwa 2.800 Metern erneuern lässt.

Warnanlage bleibt nur zwischen 0 und 5 Uhr still

Um die Arbeiter zu schützen, setzt das Unternehmen Automatische Warnsysteme (ATWS) ein, auch Rottenwarnanlagen genannt. Wie die Bahn in einem allgemeinen Informationsschreiben auf ihrer Internetseite erläutert, sollen diese Anlagen die Arbeiter mit lauten Tönen vor herannahenden Zügen auf dem Nachbargleis warnen. Wie eine Bahnsprecherin auf Anfrage der Holsteiner Allgemeine erläuterte, laufen die Arbeiten im Kreis Pinneberg rund um die Uhr. Allerdings sperrt die Bahn die Gleise zwischen 0 und 5 Uhr, um die Rottenwarnanlage während dieses Zeitraums ausschalten zu können.

Lautstärke darf Immissionswerte überschreiten

Das heißt aber: Bis Mitternacht und ab 5 Uhr müssen Bürger die lauten Warntöne immer wieder ertragen. Die Automatischen Warnsysteme können nach Angaben in dem allgemeinen Informationsschreiben bis zu 800 Meter lang sein. Alle 30 Meter steht ein Signalhorn, das ein akustisches Signal abgibt. „Dieses muss lauter als die Geräusche der Baumaschinen sein, damit es während der Arbeiten für alle Beschäftigten gut hörbar ist“, erläutert das Unternehmen. Das Warnsystem misst dabei den Umgebungsläurm und passt die Lautstärke des Signaltons automatisch an. Die Immissionsrichtwerte der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm“ dürfen zur Sicherheit der Bauarbeiter zeitweise überschritten werden.

Diebstahl einer Rottenwarnanlage

Im Landkreis Gießen wurde 2020 eine Rottenwarnanlage gestohlen. Diese war mit einer Kette gesichert und sollte nach Angaben der Bundespolizei eine Baustelle am Bahnhof Großen Linden sichern. Unbekannte nahmen drei Warngeber, einen Funksender und vier Akku-Blöcke für die Stromversorgung mit. Der Sachschaden wurde damals auf etwa 75.000 Euro geschätzt.

Bahnübergänge werden überwacht

An vielen beschrankten Bahnübergängen zwischen Elmshorn und Tornesch stehen Fahrzeuge des Unternehmens Spitzke, das die Gleisarbeiten vornimmt. In den Autos sitzen Mitarbeiter und behalten die Querung samt der Rottenwarnanlage im Blick.

Sperrungen

Die Bahnübergänge Neuendeicher Weg und Koppeldamm bleiben nach Angaben der Stadt bis voraussichtlich Montag, 15. April, gesperrt. Das Unternehmen Spitzke erneuerte die Gleise am Dienstag in Höhe des Bahnübergangs Koppeldamm. Der Bauschutt wurde mit einem Spezialzug abtransportiert.

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