Fortuna Elmshorn

Schwimmen wird stiefmütterlich behandelt

Foto: Zeuch

Elmshorn (jz) „Alle meine Freunde konnten schon schwimmen. Nur ich noch nicht. Das fand ich blöd“, sagt Lucy Hasmik Deyer. Nach einem Schwimmkurs in den Sommerferien hält die Zehnjährige nun stolz Seepferdchenurkunde und -abzeichen in den Händen. Mit ihr sind es noch 19 weitere Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, die diese Prüfung erfolgreich bestanden haben.

Bürgerstiftung Elmshorn unterstützt

Der FTSV Fortuna realisierte diese Sommerschwimmschule gemeinsam mit der Bürgerstiftung Elmshorn. An 18 Terminen in den Schulferien sollten Grundschulkinder aus benachteiligten Familien oder sozialen Brennpunkten die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Element Wasser vertraut zu machen.

Schwimmunterricht als gesellschaftliche Verpflichtung

„Es ist leider nur wenigen bekannt, dass eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern das Ertrinken ist", berichtet Marta Stepanek-Thebes, Initiatorin dieser Aktion. "Schwimmen wird stiefmütterlich behandelt. Es kann nicht angehen, dass die Kommunen aus verschiedenen Gründen nicht fähig sind, regelmäßigen Schwimmunterricht zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich kommen noch kulturelle Aspekte hinzu, dass in vielen Familien nicht die Notwendigkeit gesehen wird, Schwimmen zu lernen", erklärt sie.

Lesen Sie mehr in unserer morgigen Ausgabe.

  • Elmshorner Stadtmagazin

    Elmshorner Stadtmagazin 2022 1

  • 880 Jahre Elmshorn

    880 Jahre Elmshorn 2021 34