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30 Grad in praller Sonne – doch Elmshorn hält durch

2000 Besucher feiern an der Krückau das Festival op Platt

Wer auf dem Platz vor der Bühne ausharrte, gehörte zu den ganz Harten: Dort entfaltete die Sonne ihre ganze Kraft. (Foto: Strandmann)

Elmshorn (rs) „Werden die Besucher kommen?“ Diese bange Frage stellte sich den beiden Organisatoren des Festival op Platt, Jan-Mirko und Helmut Hamke. Denn für Sonntag waren 30 Grad Celsius angekündigt – und das Publikum der Veranstaltung gehört überwiegend älteren Jahrgängen an. 
Wie angekündigt, war es pottheiß auf dem Pott-Carstens-Platz. Doch die Elmshorner ließen sich nicht schrecken, strömten trotz der Hitze. Der NDR sprach anschließend von 2000 Besuchern. „Viele blieben drei Stunden. Das ist enorm. Respekt!“, staunte selbst Helmut Hamke.
Etliche harrten mitten auf dem Platz aus, andere nutzten jedes Fitzelchen Schatten, das sich ihnen bot. Hamkes waren dennoch sehr froh, dass das Deutsche Rote Kreuz vor Ort war, um bei Bedarf sofort erste medizinische Hilfe leisten zu können. Einige wenige Schwächefälle gab es. Meist reichte es aber, einen Platz auf einem Stuhl im Schatten anzubieten. Das musikalische Angebot war breit gestreut. Stimmlich stellte Sandra Keck alle in den Schatten. Fast ein Heimspiel war es auch für Henning Kothe. Der singende Lungenfacharzt aus Hamburg war auf Wunsch des Publikums noch einmal verpflichtet worden. „Ist ein Arzt hier vor Ort?“ wurde der Entertainer im wehenden weißen Kittel von Moderator Gerrit Hoss begrüßt. 
Santiano-Mitglied Timsen schlug als Solist andere Töne an als mit Band – bot Texte zur Gitarre eher in typischer plattdeutscher Manier. Als Abräumer betätigte sich zum Schluss Gerrit Hoss mit Band, deutlich rockiger als die Musiker zuvor. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagte Helmut Hamke später im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor allem die friedliche, entspannte Stimmung habe ihm gefallen. Und großartig sei natürlich auch, dass so viele Gäste gekommen seien. „Schon zum Gottesdienst am Morgen waren etwa 150 Besucher da, viel mehr als zu einem normalen Gottesdienst kommen“, freute sich Hamke.   

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