Tornesch (jhf) Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Tornesch am Gärtnerweg starb am Donnerstag, 22. Januar, ein Mann. Nach Angaben der Polizei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 55-jährigen Bewohner. Seine Mitbewohnerin hielt sich nicht in dem Gebäude auf und blieb unverletzt. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf wenige hundettausend Euro und beschlagnahmte die Brandstelle. Es ist unklar, warum das Feuer ausbrach.
Wie Kreisfeuerwehr-Sprecher Tim Glindmeyer berichtete, erfuhr die Feuerwehr auf der Anfahrt zu dem brennenden Einfamilienhaus, dass eine Person im Obergeschoss das Gebäude nicht aus eigener Kraft verlassen konnte. Die Einsatzkräfte konnten wegen des Feuers aber nicht vordringen. Bereits die ersten Feuerwehrleute vor Ort berichteten, dass aus dem Dach dichter schwarzer Rauch drang. Auf der Rückseite des Hauses waren die Fensterscheiben im Obergeschoss geplatzt. Flammen schlugen heraus. Ein Trupp mit Atemschutzgeräten ging zwar in das Haus hinein, um das Feuer zu bekämpfen, musste aber “aufgrund der starken Brandausbreitung im Obergeschoss” umkehren, wie Sprecher Glindmeyer schilderte. Probleme bereiteten den Rettern auch die kalten Temperaturen. Das Löschwasser gefror, sodass Mitarbeiter des Bauhofes es abstreuen mussten.
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Einsatzkräfte fanden eine Leiche
Mehr Erfolg hatten die Retter, als die Freiwillige Feuerwehr Uetersen vor dem Haus ihre Drehleiter aufbaute. Die Tornescher Wehr konnte ihr Hubrettungsfahrzeug nicht einsetzen, da dieses gerade in der Werkstatt war. Die Kräfte löschten mit mehreren Strahlrohren und öffneten schließlich das Dach, um das Feuer im Obergeschoss gezielt zu bekämpfen. Die Person im Obergeschoss galt zu dem Zeitpunkt immer noch als vermisst. Erst jetzt gelang es der Feuerwehr, das Haus zu betreten. Sie löschte Glutnester und fand schließlich die Leiche.