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Altes Rathaus: SPD setzt auf Dritte

Denkmalgeschützter Leerstand mitten in der Innenstadt wäre „Katastrophe“

Private Unternehmen haben aufgrund steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten bessere finanzielle Möglichkeiten als die Stadt, ein denkmalgeschütztes Gebäude wie das Rathaus für eine Nachnutzung fit zu machen. Doch die Zeit, geeignete Konzepte und Investoren zu finden, drängt. (Foto: Strandmann/Archiv)

Elmshorn (rs)  Die CDU hatte das Thema kürzlich wieder aufgebracht. Was soll aus dem jetzigen, denkmalgeschützten Rathaus werden, wenn die Verwaltung in einigen Jahren ausgezogen ist?
Jetzt hat sich die SPD positioniert.  Die Sozialdemokraten plädieren für eine zukünftige Nutzung durch Dritte ohne Beteiligung der Stadt. In die nächste Sitzung des Hauptausschusses bringen sie zudem den Antrag ein, die Stadtverwaltung mit der Entwicklung eines zweistufigen Verfahrens zu beauftragen: 
Zunächst soll eine breite öffentliche Ideensammlung stattfinden, anschließend eine Konzeptausschreibung für die dauerhafte Nachnutzung des Gebäudes und der angrenzenden öffentlichen Flächen – insbesondere des Propstenfeldes. Einbezogen werden sollen Bürger, Vereine und Initiativen, kulturelle Einrichtungen,  soziale Träger sowie lokale Unternehmen und die Wirtschaft. 
Das alte Rathaus, so SPD-Vorsitzender Arne Klaus und Fraktionschefin Dörte Köhne-Seiffert, sei ein zentrales Gebäude mit besonderer städtebaulicher Bedeutung für Elmshorn. Mit dem absehbaren Auszug der Stadtverwaltung drohe ohne rechtzeitige Planung ein längerer Leerstand – mit wirtschaftlichen und stadtentwicklungspolitischen Folgen für die gesamte Innenstadt. Die SPD wolle das verhindern. Ein denkmalgeschützter Leerstand mitten in der Innenstadt wäre für Elmshorn eine „Katastrophe“, so Klaus und Köhne-Seiffert.
Die eingereichten Ideen der Bürgerbeteiligung sollen, geht es nach der SPD, anschließend von Fachämtern und externen Experten bewertet werden – nach Kriterien wie denkmalschutzrechtliche Umsetzbarkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit, gesellschaftlicher Mehrwert, Nachhaltigkeit und städtebauliche Qualität. Innerhalb von zwölf Monaten soll dem Hauptausschuss ein Bericht mit Vorschlag für das Ausschreibungsverfahren vorgelegt werden. Köhne-Seiffert: „Mit unserem Vorschlag können wir mehrere Ziele erreichen. Wir kommen weg vom Bauchgefühl und hin zu validen Nutzungsoptionen, binden dabei die lokale Wirtschaft und die ganze Stadtgesellschaft mit ein und reduzieren mittelfristig die finanziellen Risiken der Stadt erheblich.“ Die Sozialdemokraten vertreten zudem die Auffassung, dass die zukünftige Nutzung eines so zentralen Gebäudes nicht allein verwaltungsintern entschieden werden sollte.

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