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Bürgervorsteher Baris Karabacak kämpft um sein Amt

Uetersener wirft seinen Kritikern Rassismus vor

Bürgervorsteher Baris Karabacak (CDU) werden Alleingänge sowie die Vermischung von Amt und beruflichen Zielen vorgeworfen. (Archiv: Frank)

Uetersen (jhf) Bürgervorsteher Baris Karabacak (CDU) geht auf Konfrontationskurs. Der 38-Jährige will um sein Amt und seinen Ruf kämpfen, wie er in einer Pressemittteilung am Mittwoch, 7. Januar, darlegte. Nachdem 18 Ratsmitglieder eine Sondersitzung mit dem Ziel seiner Abberufung beantragt hatten, muss Karabacak diese aus Sicht der Stadtverwaltung „unverzüglich“ einberufen. Doch er bittet die Ratsversammlung um Aufschub. Zuerst wolle er mit einem Rechtsbeistand und seinen Parteifreunden den Fall aufklären und „eine hundertprozentige Transparenz meines Handels schaffen“.

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Darüber hinaus will Karabacak weitere Kreise einschalten: Er werde nicht nur alle Unterlagen offenlegen, sondern die Kommunalaufsicht des Kreises Pinneberg, Landrätin Elfi Heesch (parteilos) und Innenministerin Magdalena Finke (CDU) auffordern, „den Vorgang unabhängig der Stadt Uetersen zu überprüfen.“ Sollte ihm dazu aufgrund der Sondersitzung keine Zeit bleiben, werde er den Beschluss der Ratsversammlung anfechten. „Ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln meine Unschuld beweisen und meine Integrität wiederherstellen“, erklärt Karabacak. Zudem will er das Amt keineswegs aufgeben. Er wolle weiterhin die ihm übertragene Verantwortung ausüben.

Karabacak: “Zutiefst erschüttert”

Zugleich hinterfragt Karabacak die Motive seiner Kritiker: Er vermute „rassistische Überlegungen und Hintergründe, wegen meiner familiären Wurzeln“. Ein Ratsherr habe ihm von einer Aussage berichtet, die in der Ratsversammlung gefallen sein soll. Angeblich wurde gesagt, dass „zwei Türken an der Spitze von Uetersen“ nicht tragbar seien. Karabacak und die Erste Stadträtin Sevil Celik sind türkischstämmig. „Diese Denkweise erschüttert mich zutiefst“, so Karbacak.

Kommentar: Eine Schlammschlacht

Im Jahr der Bürgermeisterwahl rutscht die Uetersener Politik in eine Schlammschlacht. Bürgervorsteher Baris Karabacak will um jeden Preis um sein Amt kämpfen. Wenn er aber wirklich das Wohl der Stadt und nicht nur seinen eigenen Ruf im Blick hätte, würde er zurücktreten. Mit dem für Sonntag, 11. Januar, geplanten Neujahrsempfang der Stadt Uetersen wird auch seine Ansprache ausfallen. Als Grund nannte die Stadtverwaltung die Witterungsbedingungen. Jan-Hendrik Frank

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