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Citastromhaus: Denkmalamt lässt Gesprächstermin platzen

Elmshorner Baustadtrat Marius Munk verärgert

Das Citastromhaus steht dem geplanten Ausbau der Berliner Straße im Weg. (Archiv: Frank)

Elmshorn (jhf) Baustadtrat Marius Munk ist sauer: Eigentlich wollten Oberbürgermeister Erik Sachse und er am Donnerstag, 19. März, mit Dr. Philip Seifert, Leiter des Landesamts für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, über die Zukunft des Citastromhauses sprechen. Der Termin sollte in Elmshorn stattfinden. Sachse und Munk wollten Seifert die Örtlichkeiten vor Augen führten. Doch der Leiter der oberen Denkmalschutzbehörde ließ den Termin platzen, sagte drei Tage vorher ab. „Wir fühlen uns ein Stück weit zurückgesetzt“, sagte Munk auf Anfrage der Holsteiner Allgemeine.

Die Zeit drängt. Die Stadt will das baufällige Gebäude abreißen, um Platz für den Ausbau der Berliner Straße zu schaffen, den der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr für diese Bundesstraße einfordert. Weite Teile des Stadtumbaus hängen an der Frage, ob das Citastromhaus stehen bleiben muss. Allerdings bildet es zusammen mit der Mantelhalle und dem Kranhaus ein denkmalgeschütztes Ensemble. Nachdem die untere Denkmalschutzbehörde beim Kreis Pinneberg in Elmshorn grünes Licht für Abriss gegeben hatte, kassierte das obere Denkmalschutzamt in Kiel die Genehmigung wieder ein. Die Stadt nahm daraufhin einen zweiten Anlauf. Bis 30. April muss sie zur Begründung des Abrissantrags Unterlagen vorlegen: ein Verkehrskonzept, eine statische Prüfung zur Standsicherheit der Mantelhalle ohne Citastromhaus und eine Baugenehmigung mit der künftigen neuen Fassade.

Munk und Sachse hätten gern vor Ablauf der Frist mit Seifert gesprochen. „Wir wollten mal grundsätzlich von Herrn Seifert wissen, ob das Landesamt sieht, welche Priorität das Vorhaben für die Stadt hat.“ Der Stadtumbau stelle ein Leuchtturmprojekt des Landes dar. Doch Seifert vertröstete sie auf Ende Mai. Zudem will er nicht nach Elmshorn kommen, sondern bittet sie nach Kiel. Munk zeigt Unverständnis: „Wie wichtig findet Herr Seifert den Fall, wenn er nicht nach Elmshorn kommt? Das finden wir nicht angemessen.“ Er habe den Eindruck, dass Seifert die Bedeutung der Angelegenheiten nicht sieht.

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