Elmshorn (jhf) Ein 20-jähriger Drogendealer flog am Dienstag, 17. Februar 2026, am Elmshorner Bahnhof auf. Die Bundespolizei fand daraufhin sein Lager: Im Keller seiner Großmutter hatte er etwa 1,5 Kilogramm Cannabis versteckt.
Polizei verhindert Fluchtversuch
Gegen 16 Uhr hatten Beamte bei einer Streife beobachtet, dass der Dealer unweit des Bahnhofs einem Kunden Betäubungsmittel übergeben wollte. Die Polizei griff ein und wollte beide Männer mit zu ihren Diensträumen im Elmshorner Bahnhof nehmen. Doch der 20-Jährige sperrte sich. Als er fliehen wollte, legten die Beamten ihm Handfesseln an. Bei einer Durchsuchung in der Dienststelle fand die Polizei bei dem Dealer Substanzen, bei denen es sich vermutlich um Cannabis handelt, eine Tüte mit drei Kugeln, die wahrscheinlich Heroin enthielten, außerdem mehrere hundert Euro Bargeld in einer szenetypischen Stückelung. Der Käufer hatte eine geringe Menge an Cannabis bei sich und wurde laufen gelassen.
Süßlicher Geruch brachte Beamte auf die Spur
In der Wohnung des 20-Jährigen entdeckten Landes- und Bundespolizisten einen Schlagring, den sie einzogen, da es sich um eine verbotene Waffe handelt. Bei der Suche nach Betäubungsmitteln wurden sie zunächst weder in der Wohnung noch im Kellerabteil des 20-Jährigen fündig. Jedoch führte ein süßlicher Geruch sie zum Kellerabteil der Großmutter des Dealers, in dem sie 1,5 Kilogramm Cannabis entdeckten.
Zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen den Dealer
Sie setzten den 20-Jährigen auf freien Fuß. Gegen ihn wurden aber Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Handels mit Betäubungsmitteln und des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.