Uetersen (jhf) Amtsinhaber Dirk Woschei (SPD) hat die Bürgermeisterwahl auf Anhieb gewonnen. Er holte im ersten Wahlgang 51,3 Prozent der Stimmen. Marvin Schöpp (parteilos) erzielte 38,1 Prozent, Baris Karabacak (CDU) kam auf 10,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 50,1 Prozent - “deutlich mehr als bei der letzten Bürgermeisterwahl”, berichtete Wahlleiter Victor Delva.
Woschei rechnete mit Stichwahl
Woschei stieß nach der Verkündung der Ergebnisse mit seinen Unterstützerinnen und Unterstützern an. Er räumte ein, dass er nicht mit einem Sieg im ersten Anlauf, sondern mit einer Stichwahl gerechnet hatte. Das sei bei drei Kandidaten allein rechnerisch schwierig. “Jetzt bin ich selig, dass ich es gleich in der ersten Wahl geschafft habe. Da freue ich mich sehr.” Darüber hinaus hatte er ein Statement zum Wahlsieg schriftlich vorbereitet: “Es ist vollbracht. Das hervorragende Wahlergebnis, das mir die Wählerinnen und Wähler von Uetersen heute oder bereits per Briefwahl gegeben haben, macht mich glücklich und bestätigt den Auftrag, in einer zweiten Amtszeit für unsere Stadt weiterzuarbeiten.” Der Wahlsieg sei der Erfolg einer anstrengenden aber befriedigenden Wahlkampagne. “Viele Anregungen und Informationen daraus werde ich in meiner künftigen Arbeit berücksichtigen.” Woschei dankte seinen Wählerinnen und Wählern. “Und auch denen, die mich nicht gewählt haben, verspreche ich, ein allparteilicher Bürgermeister zu sein, der die Wünsche und Sorgen aller Bürger - gleich welcher politischen Couleur - ernst nimmt.” Mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen kündigte er an: “Gemeinsam wollen wir die vielen Zukunftsprojekte in Uetersen vorantreiben, mit Zuversicht und neuen Ideen, mit Geduld und Beharrlichkeit.” Dafür wünsche er sich die Unterstützung aller Kommunalpolitiker sowie der anderen Bürgerinnen und Bürger.
Schöpp: Mit dem Ergebnis "happy"
Die Herausforderer gratulierten Woschei. “Es war ein spannender Wahlkampf. Es hat viel Spaß gemacht”, sagt Schöpp. “Ich bin ein bisschen enttäuscht. Man hat sich mehr erhofft.” Trotzdem sei er mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. “Das macht mich sehr happy.”
Karabacak will in der Uetersener Politik weiterarbeiten
Karabacak überreichte Woschei bei der Gratulation einen Blumenstrauß. “Ich bin immer noch Ratsherr. Jetzt müssen Sie alles schön umsetzen”, betonte er und kündigte an, bereits am nächsten Tag die ersten Anträge zu den Themen einreichen zu wollen, die er sich im Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben hatte. “Es geht morgen für mich ganz normal weiter.” Karabacak forderte, Respekt im Rat umzusetzen. “Ich wurde von bestimmten Fraktionsvorsitzenden attackiert. Dafür können Sie nicht", sagte er Woschei. Der Bürgermeister und er seien stets fair miteinander umgegangen. Das wünsche er sich auch für die Zukunft. “Dass wir gemeinsam arbeiten, ist sehr wichtig - dass wir nicht gegeneinander arbeiten.” Karabacak betonte: "Es geht um Uetersen. Es geht nicht um Personen.”