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Fremdenfeindliche Attacke gegen Bürgermeisterkandidat Baris Karabacak (CDU)

Scheiben eingeschlagen und Hassbotschaft in Uetersen

CDU-Bürgermeisterkandidat Baris Karabacak. (Foto: Frank)

Die Polizei bittet um Hinweise. (Symbolfoto: Pixabay)

Uetersen (jhf) Vier Tage vor der Bürgermeisterwahl beschädigten Unbekannte das Auto des CDU-Kandidaten Baris Karabacak und hinterließen eine fremdenfeindliche Botschaft. Die Kriminalpolizei Itzehoe ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Keine Spur vom Täter

Nach Angaben der Polizei schlug der Täter zwischen Dienstag, 22. September, um 20 Uhr und Mittwoch, 23. September, um 7:40 Uhr zu. Karabacaks Auto stand in der Straße Kleiner Sand in Höhe der Einmündung Wassermühlenstraße. “In diesem Zeitraum beschädigte ein bislang unbekannter Täter das Fahrzeug und hinterließ dort einen Wahlflyer des geschädigten Bürgermeisterkandidaten, den er mit einer fremdenfeindlichen Aufschrift versehen hatte”, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Itzehoe mit. Wie der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Martin Balasus mitteilte, wurden die Scheiben des Wagens eingeschlagen. Hinweise auf den Täter liegen noch nicht vor. Zeugen sollen sich bei der Bezirkskriminalinspektion unter Telefon 04821 6020 melden.

Balasus: "Eine Tat von Demokratiefeinden"

Balasus: „Das war eine Tat von Demokratiefeinden. Es waren fremdenfeindliche Rechtsbrecher, die keinen Raum in unserer Gesellschaft bekommen dürfen.“ Er fordert Konsequenzen. "Wir wollen unsere
zivilisierten Umgangsformen bewahren und uns nicht dem Druck der Skrupellosen beugen." Der Landtagsabgeordnete betont: „Gemeinsam mit meinen Parteifreundinnen und Parteifreunden stehe ich
an der Seite von Baris Karabacak, seiner Familie und seinem Team." Die Täter müssten ermittelt werden. "Alle Demokratinnen und Demokraten müssen jetzt Flagge zeigen: Baris Karabacak gehört zu Uetersen. Fremdenhass nicht.“

CDU-Generalsekretär Kilian: “Angriffe jeglicher Art verurteilen wir aufs Schärfste”

Wie Balasus berichtet, sichert auch Lukas Kilian, Generalsekretär der CDU Schleswig-Holstein, Karabacak und der Uetersener CDU seine Unterstützung zu: „Ich bin für jedes Mitglied in der CDU Schleswig-Holstein, das sich für die Demokratie engagiert, dankbar – sei es im Ortsverband, in der Gemeindevertretung oder wenn sie wie Baris Karabacak Verantwortung als Bürgermeisterkandidaten übernehmen." Er sei auf die Vielfalt in der CDU Schleswig-Holstein stolz. “Sie trägt dazu bei, dass wir Politik nah bei den Menschen machen.” Doch der Ton in der politischen Auseinandersetzung sei rauer geworden. Die Angriffe hätten zugenommen. "Das ist kein Zustand, den die politischen Kräfte der demokratischen Mitte akzeptieren können. In der CDU Schleswig-Holstein sind wir klar in der inhaltlichen Auseinandersetzung, aber bleiben immer sachlich und anständig im Umgang mit den politischen Mitbewerbern. Angriffe jeglicher Art verurteilen wir aufs Schärfste“, betont Kilian.

Die Uetersener Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 27. September, statt. Es kandidieren Karabacak, Amtsinhaber Dirk Woschei (SPD) und Marvin Schöpp (parteilos).

 

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