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Giftköder: Hundehalter in großer Sorge um ihre Tiere

Fast täglich neue Funde von präpariertem Fleisch

An mindestens 16 Stellen rund um den Herzhorner Rhin fanden diese Hundehalter während der vergangenen Wochen verdächtige Köder: Anja Hauschildt, Max Rüdl, Gaby und Udo Engelberg, Jan Sukowski, Kim Rohde, Sandra Wolfsteller, Regina Musgeld, Hilke Olsen und Sven Justus. (Foto: Musgeld)

Auffällig sind die blauen Kügelchen auf den Ködern. Tierärzte und ein Anbieter für Schädlingsbekämpfungsmittel bestätigten, dass es sich dabei um Rattengift handelt. (Foto: Musgeld)

Engelbrechtsche Wildnis (jhf) Treibt ein Hundehasser sein Unwesen am Herzhorner Rhin? Das befürchten viele Bürgerinnen und Bürger, die dort regelmäßig ihre Vierbeiner ausführen. Seit Weihnachten fanden sie an der Straße Herzhorner Rhin immer wieder verdächtige Köder: Würstchen mit blauen Kügelchen, Schwarzbrot mit Leberwurst und blauen Kügelchen, Fleisch mit weißen Pulver.

Tierärzte und Experte bestätigen: Es ist Rattengift

„Es sind jeden Tag neue Köder“, sagt Anja Hauschildt, Halterin des Jack Russel Terriers „Ivy“. Zwei Tierärzte und ein Anbieter von Schädlingsbekämpfungsmitteln hätten unabhängig voneinander bestätigt, dass es sich bei den Substanzen um Rattengift handele. Hauschildt vermutet, dass der Täter damit aber nicht Ratten, sondern Hunde bekämpfen will. Rattengift werde in der Regel in Boxen platziert. Diese Köder aber lägen direkt am Wegesrand, teils offen, teils mit Erde bedeckt. „Das sind Hundeköder. Die Hunde gehen da ran“, sagt Hauschildt. Einige Halter hätten ihren Tieren das Fleisch aus dem Maul gepult. „Man hat wirklich Angst. Das ist nicht mehr normal“, sagt sie.

Polizei will ermitteln

Die Fundorte verteilen sich auf einer rund einen Kilometer langen Strecke von der Einmündung an der Nordmarkstraße Richtung Osten. Aufgrund der zahlreichen Köder gründeten die Hundehalter eine WhatsApp-Gruppe, die innerhalb eines Tages auf 30 Teilnehmende anwuchs. Inzwischen will sich die Polizei des Falls annehmen. Ein Beamter habe um Fotos der Köder gebeten. Hauschildt hat bereits schlechte Erfahrungen mit Gift gesammelt. Vor vier Jahren fraß ihr Hund einen Köder. Der Notdienst ließ den Rüden erbrechen. „Es ging ihm drei Tage schlecht.“

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