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Krass: Elmshorn geht das Streusalz aus

Liefer-Probleme/ Salz nur noch für neuralgische Punkte

Schneefräsen und Schneeflüge sind weiter im Einsatz. Großenteils aber, ohne Salz zu streuen. (Foto: Strandmann/Archiv)

Elmshorn (rs) Der Winter ist gerade erst ins Land gezogen, da gibt es bereits große Probleme: Die Bahn kämpft mit Oberleitungsschäden, zugefrorenen Weichen und kaputten Zügen. Zeitweise kam am heutigen 5. Januar 2026 der Verkehr auf der Strecke Hamburg - Neumünster und Elmshorn - Itzehoe zum Erliegen. 
Der Betriebshof der Stadt Elmshorn kämpft hingegen mit einem anderen Problem: Das Streusalz ist knapp geworden. Es reicht nur noch für besonders neuralgische Stellen wie die Ost-West-Brücke oder die „Badewanne“ im Verlauf der Hamburger Straße. Grund sind Lieferschwierigkeiten. Nach Angaben des Betriebshofs müssen sich die Elmshorner in den nächsten Tagen auf einen stark eingeschränkten Straßen-Winterdienst einstellen. Bis auf Ausnahmen greifen die Mitarbeitenden auf Räumfahrzeuge ohne Streusalz, auf Sand und Splitt zurück. Diese Mittel helfen aber jeweils nur, bis neuer Schneefall einsetzt.
Der städtische Betriebshof hält standardmäßig 100 Tonnen Streusalz in zwei Silos vor. Leert sich ein Silo, wird frühzeitig nachgeordert. So auch in der vorletzten Woche beim üblichen Lieferanten. Von dort gab es der Stadt zufolge bis heute keine Rückmeldung. Alternative Lieferanten seien ebenfalls weder per Telefon noch per Mail erreichbar. Ein Phänomen, das im strengen Winter 2010/11 schon einmal auftrat, als das Streusalz im Land knapp wurde. Vermutlich seien die Lager der Lieferanten bei der großen Nachfrage ebenfalls erschöpft. 
Auch dieses Mal träfen die Nachschub-Schwierigkeiten nicht allein Elmshorn. Andere Winterdienst-Betreiber hätten die gleichen Probleme, heißt es von Seiten der Stadt. 

Und es kommt noch schlimmer: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) teilt mit, dass es am morgigen 6. Januar 2026 zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen kann. Hintergrund hierfür ist der Streikaufruf der Gewerkschaften in den Straßenmeistereien des Landes Schleswig-Holstein. Der Landesbetrieb verhandele mit den Gewerkschaften ver.di und VdStra über den Abschluss einer Notdienstvereinbarung, mit der gewährleistet wird, dass alle Meistereien besetzt sind und der Winterdienst koordiniert werden kann. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass ein regulärer Winterdienst dargestellt werden kann.

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