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Kreis Pinneberg vor Wendepunkt

Bevölkerungszahl wird nur noch moderat zunehmen

Für die großen, gut angebundenen Städte wie Elmshorn (Foto) oder Pinneberg sagt die Prognose weiteres Bevölkerungswachstum voraus. Der ländliche Raum wird hingegen stagnieren oder Einwohner verlieren. (Foto: Strandmann/Archiv)

Kreis Pinneberg (rs) Seit Jahrzehnten hat ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum den Kreis Pinneberg geprägt. Eine aktuelle kleinräumige Bevölkerungsprognose zeigt nun: Dieses Wachstum setzt sich fort, verliert aber deutlich an Dynamik. 
„Die neue Bevölkerungsprognose zeigt sehr deutlich: Wir bleiben ein wachsender Kreis – aber die Rahmenbedingungen verändern sich grundlegend“, sagt Landrätin Elfi Heesch. „Wachstum entsteht bei uns seit Jahren vor allem durch Zuwanderung. Gleichzeitig werden wir älter und die Entwicklungen im Kreis verlaufen zunehmend unterschiedlich. Es komme jetzt darauf an, gemeinsam mit Städten, Ämtern und Gemeinden die richtigen Weichen zu stellen – für Wohnen, Infrastruktur und eine verlässliche Daseinsvorsorge. Zwischen 2011 und 2023 ist die Einwohnerzahl um rund 26.700 Personen gestiegen – ein Zuwachs von etwa 9 Prozent. Bis zum Jahr 2040 wird jedoch nur noch ein moderater Anstieg um rund 4.600 Einwohnerinnen und Einwohner erwartet. Das entspricht einem Wachstum von 1,4 Prozent. Der Kreis steht damit vor einem Wendepunkt in seiner demografischen Entwicklung.
Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der Bevölkerungsstruktur: Das natürliche Bevölkerungssaldo, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, ist im Kreis Pinneberg seit Jahrzehnten negativ. Das bisherige Wachstum wurde ausschließlich durch Wanderungsgewinne getragen. Diese ergeben sich sowohl aus Zuzügen aus Hamburg als auch aus internationaler Zuwanderung.
Wachstum konzentriert sich vor allem auf infrastrukturell gut angebundene Städte wie Pinneberg, Elmshorn und Quickborn sowie auf Kommunen mit größerer Nähe zu Hamburg. Demgegenüber ist in ländlicher geprägten Bereichen – etwa im Amt Hörnerkirchen oder in den Marschgebieten – mit stagnierenden oder teilweise rückläufigen Einwohnerzahlen zu rechnen.Auch die Altersstruktur verändert sich spürbar: Der Anteil älterer Menschen wird deutlich zunehmen, während der Anteil jüngerer Bevölkerungsgruppen zurückgeht. 

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