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Land entscheidet: Citastromhaus darf zum Teil abgerissen werden

Kranhaus und Mantelhalle müssen stehenbleiben

Diese Ansicht des Citastromhauses wird verschwinden. (Foto: Frank)

Elmshorn (jhf) Auf diese Entscheidung hat die Stadt seit mehr als einem Jahr gewartet: Das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein erlaubt einen Teilabriss des Citastromhauses. Dagegen müssen das Kranhaus, die Mantelhalle und der andere Teil des Citastromhaus stehenbleiben. Bisher stand das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz.

Leiter des Denkmalamts: “Wesentliche historische Substanz gesichert”

Dr. Philip Seifert, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, begründet die Entscheidung: “Mit dem Erhalt des Kranhauses, der Mantelhalle und eines Teils des Cita-Strom-Gebäudes wird wesentliche historische Substanz gesichert. Gleichzeitig wird eine Weiterentwicklung des Areals ermöglicht.” Oft träfen bei baulichen Vorhaben unterschiedliche fachliche Perspektiven aufeinander. "Entscheidend ist, dass alle Belange nachvollziehbar vorgetragen und begründet werden, um als Behörde eine korrekte Abwägung der Belange vorzunehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen zu können." Dieses Vorgehen habe Oberbürgermeister Erik Sachse nach seinem Amtsantritt vorangetrieben und damit zu einer ausgewogenen Lösung beigetragen.

Oberbürgermeister Sachse: Transparente Gespräche

Sachse berichtet: "Wir haben in den vergangenen Monaten sehr offen und transparent miteinander gesprochen. Dabei gab es auch unterschiedliche Auffassungen darüber, wie mit dem Bestand umzugehen ist. Das gehört zu einem solchen Verfahren dazu. Wichtig war für uns, diese Fragen miteinander zu klären und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.“ Wie die Stadt mitteilte, seien in den Gesprächen unterschiedliche fachliche, denkmalrechtliche und städtebauliche Perspektiven auf den historischen Gebäudebestand und die weitere Entwicklung des Areals ausführlich miteinander erörtert worden.

Baustadtrat Munk: Teilabriss wird vorbereitet

Baustadtrat Marius Munk zeigt sich über die Entscheidung erfreut: „Für mich ist wichtig, dass wir nun Klarheit haben und konkret weiterarbeiten können. Die Planung für den Teilabriss des Cita-Strom-Gebäudes wird vorbereitet, damit der Umbau der Berliner Straße umgesetzt werden kann. Gleichzeitig beschäftigen wir uns intensiv mit den künftigen Nutzungsmöglichkeiten der Flächen und ihrer Einbindung in die weitere Entwicklung des Areals. Da steckt noch viel Arbeit drin.“ Wichtig sei dabei, dass die künftige Gestaltung und Nutzung der Flächen die besonderen historischen Bezüge des Ortes berücksichtigen und zugleich einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Umfelds leisten soll.

Stadt nahm drei Anläufe

Munk hatte den Abriss des Citastromhauses am 11. Juli 2025 bei Kreis Pinneberg erstmals beantragt. Nach drei Monaten hatte die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises zwar Grünes Licht gegeben, musste nach einem Veto des Landesdenkmalamts aber wieder zurückrudern und die Genehmigung zurückziehen. Daraufhin stellte die Stadt einen zweiten Abrissantrag, der weitere Begründungen enthielt. Obwohl die Stadt die Unterlagen mit der unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt hatte, wies das Landesamt sie im Februar 2026 als unzureichend zurück. Am 26. Juni 2026 reichte die Stadt beim Land den dritten Abrissantrag ein, der nach fast drei Monaten nun teilweise genehmigt wurde.

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